Lärmwissen

Die einen hören es gern, den anderen ist es Lärm. Wer weiss, dass Lärm stört, krank macht und viel kostet, ist bereit, weniger Lärm zu machen. Dieses Wissen muss erarbeitet und verbreitet werden.

Inhaltsverzeichnis

Angebote für Schulen

Die Fachstelle Lärmschutz bietet Schulen folgende Angebote kostenlos an:

  • Mit dem Medienkoffer «Ohr, Schall und Lärm» werden Unter- oder Mittelstufenschützlinge zu neugierigen Lärmforscherinnen und -forschern.
  • Mit dem Bühnenstück «Noise Attack» werden ganze Schulen in die Welt des Lärms entführt.
  • Mit dem Vortrag «Dein Ohr schläft nie» für Einzelklassen erscheint die Lärmexpertin oder der Lärmexperte direkt im Schulzimmer.

Die Angebote sind auch in Kombination erhältlich und eignen sich bestens für Projektwochen und Präventionstage.

Medienkoffer «Ohr, Schall und Lärm»

Der Medienkoffer «Ohr, Schall und Lärm» unterstützt Lehrpersonen des ersten und zweiten Zyklus bei der Umsetzung des Lernziels «akustische Phänomene, Ohr» mit konkreten Anschauungs- und Experimentiermaterialien sowie stufengerechten Unterrichtsideen.
Der Medienkoffer kann kostenlos bei der Fachstelle Lärmschutz des Kantons Zürich ausgeliehen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage per E-Mail an: fals@bd.zh.ch

Bühnenstück «Noise Attack»

Im Thaterstück «Noise Attack» bekämpfen Steven Dee und Richard Bee von der Sound Intelligence Agency die Lärm-Mafia. Die Schülerinnen und Schüler erwartet ein multimediales Spektakel. Dabei erfährt das junge Publikum auf spannende Art und Weise Erstaunliches, Unbekanntes und Unwahrscheinliches über unseren Lärm und den Wert der Ruhe.

Das Theaterstück «Noise Attack» kann vor bis zu 400 Schülern und Schülerinnen aufgeführt werden. Benötigt wird lediglich ein grosser Raum (Aula, Turnhalle). Die notwendige Einrichtung wird mitgebracht.

In Kombination mit dem Theater ist es möglich, den Lärmvortrag «Dein Ohr schläft nie» zu buchen. Der Vortrag eignet sich hervorragend, um das im Theater angeeignete Wissen im Rahmen des Klassenverbandes zu vertiefen.

Anfragen und Anmeldung

Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Anmelden können sich Klassen des 10. Schuljahres, der Sekundar-, Berufs- und Kantonsschulen. Für Schulen im Kanton Zürich ist dieses Ereignis kostenlos.

Minimale Teilnehmerzahl pro Aufführung: 70 Schüler/innen.
Dauer des Bühnenstücks: 1 Stunde

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage per E-Mail an: laermvortrag@laermspur.ch

Vortrag «Dein Ohr schläft nie»

Zusammen mit einer Lärmexpertin oder einem Lärmexperten vertieft sich die Klasse während zweier Lektionen in die Welt des Lärms. Erstaunt stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass Lärm nicht unbedingt laut sein muss. Neben akustischen Grundlagen (Was sind Schallwellen? Wie werden sie gemessen?) wird im Vortrag anschaulich erläutert, wie das Gehör im Normalfall funktioniert. Eindrückliche Tonbeispiele zeigen auf, wie reduziert die akustische Umwelt wahrgenommen wird, wenn ein Gehörschaden vorliegt.

Der Fokus des Vortrags klar im Bereich der Prävention. Junge Leute belasten ihr Gehör stark durch Club- und Konzertbesuche, aber auch durch häufiges und oft zu lautes Musikhören mit Kopfhörern. Die Schülerinnen und Schüler erhalten das Rüstzeug, selbst zu beurteilen, was zu laut und wie lange zu viel ist. Sie wissen, wie sie sich an Konzerten, auf Partys, im Übungsraum oder unter dem Kopfhörer wirkungsvoll schützen können.

In Kombination mit dem Vortrag ist es möglich, das Bühnenstück «Noise Attack» zu buchen. Dieses Theater eignet sich besonders für eine grössere Gruppe als Einstieg in die Thematik «Lärm».

Anfragen und Anmeldung

Unser Angebot ist kostenlos und richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Anmelden können sich Klassen der Sekundar-, Berufs- und Kantonsschulen im Kanton Zürich.

Dauer des Vortrags: 2 Lektionen

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage per E-Mail an: laermvortrag@laermspur.ch

Studien

Lärm ist eine vielfältige und komplexe Angelegenheit, seine Bekämpfung kein Kinderspiel. Manchmal braucht es gezielte Abklärungen, um fehlende Einsichten zu erlangen.

Wahrnehmung von Lärmschutzwänden

Um zu untersuchen, wie Betroffene Lärmschutzwände wahrnehmen, führte die Fachstelle Lärmschutz eine Umfrage durch. Befragt wurden neben Personen, welche hinter oder gegenüber einer Lärmschutzwand wohnen, auch Menschen an Standorten, wo der Bau einer Wand erst bevorsteht. So sollte herausgefunden werden, welche Erwartungen betroffene Anwohner an Lärmschutzwände haben.

Die Lärmschutzwände kommen bei den Befragten optisch gut an: mehr als die Hälfte äussert, dass ihnen die Wand gut oder sogar sehr gut gefällt. Oft jedoch wird die Lärmschutzwirkung und somit der Grund für den Bau einer Lärmschutzwand als ungenügend eingestuft.

Trotz dieses Ergebnisses würde der Grossteil der Betroffenen dem Bau einer Lärmschutzwand erneut zustimmen.

Ultraschall

Das menschliche Ohr kann Frequenzen von 16 Hertz bis 20 Kilohertz hören. Ultraschallwellen (ab 20 Kilohertz) werden vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen.

Ultraschallsignale werden schon länger in der Industrie genutzt. Immer häufiger werden solche Signale auch im privaten und öffentlichen Bereich verwendet. Beispielsweise nutzen Bewegungsmelder, Einparkhilfen oder Tierschrecksysteme Ultraschallfrequenzen. Ultraschallbelastung wird an vielen öffentlichen Plätzen nachgewiesen. Manche Menschen reagieren mit Schwindel, Übelkeit, Tinnitus oder Kopfschmerzen darauf.

Die genauen Auswirkungen auf Mensch und Tiere sind noch nicht geklärt. Momentan gibt es auch keine einheitlichen Grenzwerte für Ultraschall. In der Schweiz hat die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva Grenzwerte für den Arbeitsplatz bestimmt. Sie geht davon aus, dass Ultraschall keine gesundheitliche Schädigung verursacht, wenn der Maximalpegel unter 140 Dezibel und der Mittelungspegel über acht Stunden unter 110 Dezibel liegt.

Cercle Bruit

Der Cercle Bruit Schweiz (CB) ist die Vereinigung der kantonalen und urbanen Lärmschutzfachstellen und -leute. Der CB erarbeitet und veröffentlicht umfassende Inhalte zu häufigen und seltenen Aspekten der meisten Lärmarten, zu Handen einerseits von Fachleuten, anderseits von Betroffenen.

Hinweise zum Autofahren

Mobilitätsmanagement ist nicht nur eine Aufgabe von Politik und Verwaltung; für die Benutzer bedeutet Mobilitätsmanagement die individuelle, persönlich optimale Kombination verschiedener Verkehrs- und Transportmittel, je nach Zweck und Rahmenbedingungen.

Eco-Drive

Eco-Drive ist ein intelligenter Fahrstil, mit dem sich Treibstoffverbrauch, Unfallrisiko, Lärm und andere unerwünschte Begleiterscheinungen der motorisierten Mobilität markant vermindern lässt - und dies praktisch ohne Zeiteinbusse.Die hoch entwickelten modernen Verbrennungsmotoren werden durch Eco-Drive nicht falsch strapaziert, sondern richtig genutzt.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Vorteile:

  • Geringerer Treibstoffverbrauch (5 bis 15 Prozent)
  • Erhöhte Verkehrssicherheit (10 bis 25 Prozent weniger Unfälle)
  • Weniger Lärmbelästigung
  • Weniger Luftschadstoffe
  • Weniger Kosten für Wartung
  • Weniger Kosten für Unfallfolgen
  • Mehr Sicherheit
  • Mehr Komfort
  • Weniger Fahrstress
  • Positive Imagewirkung

    Und das alles ohne merkbaren Zeitverlust.

Vorteile:

  • Starten Sie den Motor, ohne Gas zu geben.
  • Beschleunigen Sie kurz mit viel Gas. Schalten Sie sofort hoch.
  • Schalten Sie zügig weiter, immer spätestens bei 2500 Touren, und bis in die höchsten Gänge – auch innerorts.
  • Fahren Sie vorausschauend und nutzen Sie den Fahrschwung.
  • Vermeiden Sie brüske Brems- oder Beschleunigungsmanöver.
  • Verlangsamen Sie nicht mit Zurückschalten, sondern durch Bremsen.
    Fahrzeug & Technik
  • Heutige Motoren sind sehr elastisch und bringen ihre Leistung auch bei Tourenzahlen von 1500 bis 2000 U/min.
    Automatikgetriebe schalten niedertourig und lassen ruhiger fahren.
  • Auspuffzustand, Reifenmodell und Reifendruck haben erheblichen Einfluss auf die Lärmemissionen.

Vorteile:

  • Heutige Motoren sind sehr elastisch und bringen ihre Leistung auch bei Tourenzahlen von 1500 bis 2000 U/min.
  • Automatikgetriebe schalten niedertourig und lassen ruhigerfahren.
  • Auspuffzustand, Reifenmodell und Reifendruck haben erheblichen Einfluss auf die Lärmemissionen.

Autokauf

Nicht jedes Motorfahrzeug ist gleich laut. Obwohl die Typenprüfungen immer strenger werden, variieren die Lärmwerte der einzelnen Automobile um mehrere Dezibel.

Sind Autokäuferinnen und Autokäufer für die Anliegen des Lärmschutzes sensibilisiert, so achten sie beim Kauf eines Autos nicht nur auf Farbe und Pferdestärken, sondern ebenso auf das Eigengewicht, den Motorisierungsgrad (Verhältnis zwischen Motorenleistung und Gewicht des Fahrzeugs) und den Kraftstoffverbrauch.

Reifen kaufen

Ab rund 50 Kilometer pro Stunde werden die Reifen- und Fahrbahngeräusche der Personenwagen – vor dem Motorenlärm – zur dominanten Lärmquelle. Reifen unterscheiden sich punkto Krach um bis zu zehn Dezibel. Das entspricht einer 'gehörten' Verdoppelung oder Halbierung!

Leise Reifen können ausserdem Treibstoff sparen. Die im EU-Raum obligatorische Reifenetikette ist im Schweizer Pneuhandel ebenfalls präsent. Sie gibt Werte an für:

  • Rollwiderstand
  • Nasshaftung
  • Rollgeräusche

Sie vermittelt damit wichtige Informationen zu:

  • Treibstoffverbrauch
  • Sicherheit
  • Lärmbelästigung

Hinweise zum Fliegen

Auch der Lärm des Fliegens setzt sich zusammen aus seiner Lautstärke und seiner Dauer. An der Lautstärke können Passagiere nicht viel ändern, allenfalls durch die Wahl einer Airline mit moderner, lärmoptimierter Flotte.

Die Dauer des Lärms – oder vielmehr die Anzahl der Flüge – haben die Fliegenden insofern bis zu einem gewissen Grad in der Hand, als sie sich anstelle eines verlockenden Flugangebotes für die umweltschonendere Variante auf der Schiene entscheiden können. Das dürfte sich insbesondere bei kürzeren Distanzen lohnen, wo der Aufwand für die Anreise zum Flughafen und für das Abfertigungsprozedere im Vergleich zur Reisezeit hoch ist: Die Bahnhöfe liegen zentral in den Städten, und die Reisezeiten auf den heutigen Hochgeschwindigkeitsnetzen zwischen den internationalen Zentren sind erheblich geschrumpft.

Für Piloten von Privatflugzeugen gibt es mehr Möglichkeiten als für Passagiere. Geht man davon aus, dass geflogen werden muss, gibt es auch Antworten auf die Frage, was und wie denn geflogen werden sollte – ganz in Anlehnung an «Ecodrive» am Boden.

Die Bundesämter für Zivilluftfahrt (BAZL) und für Umwelt haben einen Lehrgang produziert.

 

Kontakt

Tiefbauamt – Fachstelle Lärmschutz, Lärmwissen

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 55 26

Daniel Aebli

+41 43 259 55 27

Daniela Kauf

Für dieses Thema zuständig: