Die Entsorgung von Klärschlamm ist im Kanton Zürich zentral organisiert. Das garantiert eine sichere, ökonomisch und ökologisch optimierte Klärschlammbehandlung und schafft die Grundlage für die zukünftige Rückgewinnung des wertvollen Rohstoffs Phosphor aus dem Klärschlamm.
Klärschlamm im Kanton Zürich
In den zürcherischen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) fallen jährlich rund
90 000 Tonnen Klärschlamm an. Dieser enthält wertvolle Pflanzennährstoffe wie Phosphor und Stickstoff, aber auch Schwermetalle, schwer abbaubare organische Schadstoffe sowie mögliche Krankheitserreger.
Aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes ist die landwirtschaftliche Ausbringung von Klärschlamm in der Schweiz seit dem 1. Oktober 2006 verboten.
Entsorgungsplan im Kanton Zürich
Bereits 2003 legte der Regierungsrat die Grundsätze für die Klärschlammentsorgung unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen fest. Priorität hatten dabei die langfristige Entsorgungssicherheit sowie die Definition klarer Einzugsgebiete für die Abwasserreinigungsanlagen (ARAs).
Als sich Entsorgungsengpässe abzeichneten, reagierte der Regierungsrat und beschloss 2011, dass der gesamte Zürcher Klärschlamm dezentral auf den Abwasserreinigungsanlagen (ARA) entwässert und dann in einer zentralen Klärschlammverwertungsanlage (KSV) thermisch behandelt wird.
Dieser Entscheid legte zugleich die Basis für die spätere Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche. Bis zur Realisierung einer entsprechenden Anlage wird die Asche deponiert.
Vorteile der Zentralisierung
- höhere Entsorgungssicherheit
- klare und einheitliche Zuständigkeiten
- deutlich reduzierte durchschnittliche Entsorgungskosten
- optimale Voraussetzungen für die Phosphorrückgewinnung
Die Stadt Zürich wurde zum Bau und Betrieb der Klärschlammverwertungsanlage eingeladen, da sich, nach einer umfassenden Standortevaluation, mit Einbezug aller für die Klärschlammentsorgung zuständigen Stellen und Personen, der Standort auf dem Areal der Kläranlage Werdhölzli als der beste erwies. Die Stadtzürcher Bevölkerung genehmigte das Projekt mit einer klaren Volksmehrheit von 94 %.
Logistikkonzept und Transportkostenausgleich
Der Standort Werdhölzli wurde unter anderem aufgrund der vergleichsweise kurzen Transporte gewählt. Dennoch führt die Zentralisierung zu steigenden Tonnenkilometern. Ein Transportkostenausgleich sorgt dafür, dass unterschiedliche Transportdistanzen der einzelnen ARAs zum Werdhölzli finanziell fair ausgeglichen werden.
Fragen zu Anlieferungen von Klärschlamm, Führungen, Jahresbericht und der Kostenrechnung werden von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) beantwortet.
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