Fachzentrum für Psychosoziale Forensik

Das Fachzentrum für Psychosoziale Forensik (FPF) ist das einzige forensische Fachzentrum mit psychosozialer Ausrichtung in der Schweiz. Es ist Teil von Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich.

Deliktpräventive Interventionen aus einer Hand

Wir bündeln forensische Kompetenz aus Psychotherapie, Psychiatrie und Sozialer Arbeit unter einem Dach und begleiten Menschen von der Abklärung bis zur Reintegration.

Das FPF bietet ambulante und stationäre Trainings- und Behandlungsprogramme an. Dabei arbeiten wir konsequent wissenschaftlich evidenzbasiert mit dem Ziel einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Deliktprävention. Alle Interventionen werden fortlaufend evaluiert und von erfahrenen Fachpersonen aus der forensischen Psychotherapie, der forensischen Psychiatrie und der Sozialen Arbeit angeboten.

Der Schwerpunkt unserer psychotherapeutischen Behandlungen liegt bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen oder sexuellen Devianzen, die straffällig geworden sind – häufig im Bereich der Sexual- und Gewaltdelinquenz. Ergänzt wird dies durch deliktpräventive Trainings (Lernprogramme) insbesondere im Kontext von Strassenverkehrsdelikten sowie Intimpartnergewalt. Anwendungsorientierte, interdisziplinäre Forschung bildet die Grundlage für alle Interventionsformen.

Was uns auszeichnet

Wir decken die gesamte forensische Behandlungskette ab. Von der Abklärung über stationäre und ambulante Behandlung bis zur Nachsorge und Reintegration begleiten wir unsere Klientinnen und Klienten durch alle Phasen, mit klarem Fokus auf Wirksamkeit. Soziale Arbeit, Psychotherapie und Psychiatrie arbeiten dabei nicht nebeneinander, sondern integriert, in der Fallarbeit ebenso wie in der Angebotsentwicklung.

Jeder Auftrag des FPF startet mit einer gründlichen Abklärungsdiagnostik und einer sorgfältigen Risikoeinschätzung, die in eine auf die Person zugeschnittene Interventionsplanung übergeht. Diese ist konsequent an den zentralen Veränderungsbedürfnissen der Klientinnen und Klienten ausgerichtet.

Netzwerkorganisation

Das Fachzentrum für Psychosoziale Forensik umfasst drei Organisationseinheiten von Justizvollzug und Wiedereingliederung:

Die fachliche Leitung des FPF liegt bei Prof. Dr. Jérôme Endrass.

«Wer nur aus einer Disziplin schaut, sieht nur einen Teil des Menschen. Psychosoziale Forensik denkt multidisziplinär, versteht, was hinter einer Tat liegt und handelt wirksam.»

Prof. Dr. Jérôme Endrass, Fachlicher Leiter FPF

Unsere Angebote

Die Angebote orientieren sich an den gesetzlichen Grundlagen, am Bedarf der Klientinnen und Klienten sowie an den Prinzipien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Angebote im Freiheitsentzug werden im institutionellen Setting erbracht.

Erwachsene Männer

  • Deliktpräventive Lernprogramme.
  • Ambulante strafvollzugsbegleitende Therapie im einzel- und gruppentherapeutischen Setting (Behandlung nach Art. 63 StGB).
  • Stationäre Therapie im einzel-, gruppen- und milieutherapeutischen Setting (Behandlung nach Art. 59 StGB).
  • Psychiatrische Grundversorgung und Krisenintervention. Erhalt der Gesundheit und Vermeidung gesundheitlicher Schäden durch das Haft- und Massnahmensetting.

Jugendliche und junge Erwachsene

  • Deliktpräventive Lernprogramme.
  • Behandlung von Klienten im Rahmen einer Massnahme nach Art. 61 StGB, Art. 15 JStG in Verbindung mit Art. 16.3 JStG und Art. 2 im einzel- und gruppentherapeutischen Setting.
  • Multisensorische Interventionen (Musiktherapie, Biofeedback, tiergestützte Therapie, Bewegungs- und Sporttherapie, Therapie mit kreativen Medien etc.).
  • Psychiatrische Betreuung der im Massnahmenzentrum Uitikon untergebrachten jungen Erwachsenen (ab 18 Jahren) mit Fokus auf die Unterstützung ihrer Reifeentwicklung.

Angebote im ambulanten Setting werden am Amtssitz von JuWe erbracht:

  • Deliktpräventive Lernprogramme.
  • Ambulante Behandlung von Klientinnen und Klienten im Rahmen einer Massnahme nach Art. 63 StGB, einer Ersatzmassnahme oder einer Weisung.
  • Nachbetreuung von Klientinnen und Klienten nach Entlassung aus dem Freiheitsentzug im Rahmen einer Massnahme nach Art. 59 StGB und Art. 61 StGB.

FPF als Arbeitgeber

Das FPF ist ein attraktiver Arbeits-, Ausbildungs- und Forschungsort an der Schnittstelle von Praxis und Wissenschaft. Wir fördern Talente und bieten vielfältige Karrierewege.

  • Psychologinnen und Psychologen profitieren von Praktika, von der vollen Anerkennung klinischer Jahre für die Therapieausbildung und von Promotionsmöglichkeiten.
  • Ärztinnen und Ärzten bieten wir die volle Anerkennung der klinischen Zeit für den Schwerpunkttitel Forensische Psychiatrie und Psychotherapie sowie Promotionsmöglichkeiten.
  • Für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stehen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten an der Schnittstelle von Praxis und Forschung offen.

Alle offenen Stellen bei Justizvollzug und Wiedereingliederung finden Sie hier:

Wir suchen dich

JuWe bietet sinnstiftende und vielseitige Arbeitsmöglichkeiten, die zu einer sicheren Gesellschaft beitragen.

    Weiterführende Informationen

    Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

    Kontakt

    Fachzentrum für Psychosoziale Forensik

    Adresse

    Hohlstrasse 552
    Postfach
    8090 Zürich
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    Lernprogramme

    lernprogramme@ji.zh.ch

    Psychiatrisch-Psychologischer Dienst

    info-ppd@ji.zh.ch

    Forschung & Entwicklung

    forschung-juwe@ji.zh.ch

    Telefon

    +41 43 258 34 00

    Für dieses Thema zuständig: