Wer ist von häuslicher Gewalt betroffen?
Häusliche Gewalt passiert meist im Verborgenen und bleibt für Aussenstehende lange unsichtbar. Jedes Jahr sind im Kanton Zürich zahlreiche Menschen von Gewalt durch Partnerinnen und Partner, Familie oder Verwandte betroffen.
Zahl der Opfer relativ stabil
Rund ein Fünftel aller Gewaltopfer, die die Polizei im Kanton Zürich erfasst, ist von häuslicher Gewalt betroffen. Diese Zahl hat sich über die Jahre kaum verändert.
Geschlecht der Opfer
Rund drei Viertel der erfassten Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen, etwa ein Viertel sind Männer. Dieses Verhältnis ist über die Jahre hinweg stabil geblieben und zeigt, dass Frauen deutlich häufiger von häuslicher Gewalt betroffen sind als Männer.
Alter der Opfer
Häusliche Gewalt betrifft Menschen in allen Lebensphasen. Bei Frauen steigen die Fallzahlen ab 18 Jahren deutlich an und erreichen ihren Höhepunkt zwischen 30 und 39 Jahren. Danach gehen sie schrittweise zurück.
Bei Männern ist das Muster anders: Die Zahlen bleiben über alle Altersgruppen hinweg auf einem ähnlich tieferen Niveau und schwanken weniger stark. Eine Besonderheit zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren und bei älteren Personen ab 60 Jahren, wo die Fallzahlen von weiblichen und männlichen Opfern ähnlich hoch sind.
Opfer und Tatperson zugleich
Manche Personen werden gleichzeitig als Opfer und als Tatperson erfasst, etwa bei gegenseitiger Gewalt in einer Beziehung. Dabei zeigt sich ein klares Muster nach Alter und Geschlecht.
Nur knapp ein Viertel der Frauen wird sowohl als Opfer als auch als Tatperson erfasst. Dasselbe gilt für Jungen und junge Männer unter 18 Jahren. Bei erwachsenen Männern ändert sich das stark: Die grosse Mehrheit der erfassten Opfer wird gleichzeitig auch als Tatperson erfasst, besonders ausgeprägt zwischen 18 und 39 Jahren.
Datengrundlage und Hinweise
Weitere Informationen zu den Daten finden Sie auf der Seite «Mehr zu den Zahlen» hier:
Weiterführende Ressourcen
Weitere Zahlen zu häuslicher Gewalt sind beim Bund verfügbar:
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