UNO-BRK: Aktionsplan Behindertenrechte Kanton Zürich für mehr Selbstverständlichkeit

Der Kanton Zürich legt mit dem Aktionsplan Behindertenrechte einen überprüfbaren Entwicklungs- und Massnahmenplan vor. Dieser hat das Ziel, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben im Sinne der Chancengleichheit zu fördern.

Inhaltsverzeichnis

Referenten der Medienkonferenz zur UNO BRK.

Die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) ist in der Schweiz 2014 in Kraft getreten. Die Umsetzung der UNO-BRK ist eine Querschnittsaufgabe zwischen Bund, Kanton und Gemeinden. Auch im Kanton Zürich sind Massnahmen notwendig, damit für Menschen mit Beeinträchtigung Hindernisse abgebaut werden und sie damit ein gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft sein können.

Aufbauphase abgeschlossen

2019 wurde eine Koordinationsstelle Behindertenrechte geschaffen. Diese baute zusammen mit der Behindertenkonferenz Kanton Zürich ein Mitwirkungsmodell auf, welches gewährleistet, dass alle Gruppen von Menschen mit Beeinträchtigung bei der Umsetzung der UNO-BRK transparent und umfassend einbezogen werden. Innerhalb der kantonalen Verwaltung wurde ein Netzwerk mit 28 Verantwortlichen aus allen Direktionen aufgebaut. Dieses Koordinationsgremium Behindertenrechte arbeitet eng mit den Betroffenen zusammen.

Als erster Schweizer Kanton legt der Kanton Zürich nun einen Aktionsplan mit 26 Massnahmen vor. Diese Massnahmen sind Grundlage zu mehr Selbstverständlichkeit – für den Schutz, die Förderung und die Gewährleistung der Rechte für Menschen mit Beeinträchtigung. Der Kanton übernimmt mit dem Aktionsplan und anhand der sieben definierten Handlungsfelder die Verantwortung für die Umsetzung der UNO-BRK innerhalb der staatlichen Aufgaben. Der Regierungsrat hat den Aktionsplan mit Beschluss Nr. 980/2022 genehmigt.

Zukunft Inklusion – Aktionstage Behindertenrechte

Die Umsetzung der UNO-BRK ist nicht nur ein Anliegen in der kantonalen Verwaltung. «Wir wollen die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung anschaulich und erfahrbar machen», erklärte Regierungsrat Mario Fehr heute vor den Medien. Regierungsrätin Silvia Steiner führte weiter aus, wie der Aktionsplan im Bereich Bildung die Integration und Chancengerechtigkeit fördert. «Mit gezielten Massnahmen, beispielweise in der Frühen Förderung, können wir unsere langjährigen Bemühungen weiter vorantreiben.»

Der Kanton Zürich führt zusammen mit der Behindertenkonferenz Kanton Zürich zum ersten Mal die Aktionstage Behindertenrechte durch. Zwischen dem 27. August und dem 10. September 2022 werden mit über 100 Partnerorganisationen Aktionen umgesetzt (www.zukunft-inklusion.ch). «Aktionsplan und Aktionstage haben das gemeinsame Ziel, Impulse für eine Zukunft mit Inklusion zu legen», bekräftigten Urs Lüscher als Vertreter von Partizipation Kanton Zürich und Marianne Rybi, Geschäftsleitung Behindertenkonferenz Kanton Zürich.
 

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