Regierungsrat will Uferräume der Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon aufwerten

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, für die Umsetzung des Freiraumkonzepts «Fil Bleu Glatt» 63 Millionen Franken zu bewilligen. Mit dem Rahmenkredit will der Kanton den Raum entlang der Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon aufwerten. Bis 2031 soll ein siedlungsnahes Erholungsgebiet mit Fuss- und Velowegen und neuen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Erklärvideo zum Projekt Fil Bleu Glatt
Das Projekt erklärt von Regierungsrat Martin Neukom

Das Glattal ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Durch die Siedlungs- und Verkehrs-entwicklung steigt aber der Druck auf die vorhandenen Erholungsräume. Das Potenzial des Raums entlang der Glatt ist heute nur ungenügend dafür genutzt. Das Freiraumkonzept «Fil Bleu Glatt» sieht deshalb vor, die Uferräume entlang der Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon schrittweise aufzuwerten und zugänglicher zu machen. Das Naherholungsgebiet soll über Fuss- und Velowege mit angrenzenden Frei- und Erholungsräumen vernetzt werden. «Ein Kernstück ist die Erneuerung des Glattuferwegs», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Dieser soll zu einer regionalen Verbindungsachse für Fussgänger und Velofahrerinnen ausgebaut und damit zu einer attraktiven Route und einer Alternative für Berufspendlerinnen und Berufspendler werden.» Träger des raumübergreifenden Konzepts sind neben dem Kanton die Städte und Gemeinden Dübendorf, Opfikon, Wallisellen und Zürich sowie die Zürcher Planungsgruppe Glattal.

Temporäre Elemente an der Glatt
Temporäre Elemente laden zum Verweilen an der Glatt ein. Quelle: Amt für Mobilität Kanton Zürich Bild «Temporäre Elemente an der Glatt» herunterladen

Naherholungsgebiet für das Glattal

Damit dieses Freiraumkonzept umgesetzt werden kann, sind aufeinander abgestimmte Massnahmen erforderlich:

  • Ausbau bzw. Neubau des Glattuferwegs auf zehn Kilometern Länge für den Fuss- und Veloverkehr
  • Schaffung von parkähnlichen Abschnitten und punktuellen Zugängen an die Glatt
  • Freihalten der Uferstreifen für den Natur-, Landschafts- und Hochwasserschutz und als Erholungsräume
  • ökologische Aufwertung des Glattraums durch die Vernetzung der Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie Renaturierungen der Glattufer.

Mit der Revitalisierung der Glatt werden der Kanton sowie die involvierten Städte und Gemeinden auch den Hochwasserschutz verbessern.

Schrittweise Umsetzung bis 2031

Die Massnahmen können unabhängig voneinander umgesetzt werden. Sie entfalten die höchste Wirkung jedoch als Gesamtpaket. Die Umsetzung des Freiraumkonzepts erfolgt mit Einzelprojekten. Die jeweiligen Objektkredite wird die Baudirektion dem Regierungsrat beantragen. Bei der abschnittsweisen Realisierung sollen Projekte im Umfeld berücksichtigt werden. Beispiele dafür sind das Zwicky-Areal in Dübendorf und der Stadtpark Opfikon. Ziel ist es, dass der «Fil Bleu Glatt» bis 2031 fertiggestellt ist.

Bund beteiligt sich an den Kosten

Für den «Fil Bleu Glatt» beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von 63 Millionen Franken. Davon entfallen 30 Millionen Franken auf den Glattuferweg und 33 Millionen Franken auf die Wasserbauprojekte. Der Kanton rechnet mit Bundesbeiträgen von mindestens 35 Prozent der Kosten für den Glattuferweg, die Hochwasserschutzbauten und die Revitalisierung der Glatt. Die Gemeinden müssen sich gemäss Strassengesetz mit einem Fünftel an den Kosten für den Glattuferweg beteiligen. Ohne die Beiträge der Gemeinden kann der zehn Kilometer lange Abschnitt des Glattuferwegs nicht erneuert und ausgebaut werden.

Temporäre Elemente als Vorboten

Als erste Massnahme entstand 2017 in Dübendorf eine Musterplattform am Wasser. Und im April 2018 haben die Standortgemeinden Dübendorf, Zürich, Wallisellen und Opfikon temporäre Sitzgelegenheiten und Liegen aus Holz platziert. Sie schaffen neue Aufenthaltsorte an der Glatt und sie machen auf die Umsetzung des Freiraumkonzepts «Fil Bleu Glatt» aufmerksam. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Sie zeigen, dass Erholungsräume an der Glatt einem Bedürfnis der Bevölkerung entsprechen.
 

Uferstreifen an der Glatt
Die Uferstreifen an der Glatt sollen für künftige Generationen erhalten werden. Quelle: Amt für Mobilität Kanton Zürich Bild «Uferstreifen an der Glatt» herunterladen

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