Der Jahresbericht zeigt neue Korridorstudien für Velobahnen, 97 Zählstellen, ein MTB-Konzept, E-Bike-Kurse, Pumptrack-Rekorde und das Lernspiel «Blitz & Turbo» – ein starkes Jahr für die Veloförderung im Kanton Zürich.
Vorwort
Mit 2025 blicken wir als Team der Fachstelle Veloverkehr (FaVe) auf ein erfolgreiches Velojahr zurück. Dementsprechend bot auch das vierte Jahr des zweiten Veloförderprogramms zahlreiche Höhepunkte:
- die Programmverantwortung für das Velomodul an der ZHAW
- der Auftakt der Veranstaltungssaison an der CYCLE WEEK mit einem neuen, mobilen Standkonzept
- eine neue Staffel von E-Bike-Kursen in Zürcher Gemeinden
Ein weiteres Highlight war die Realisierung des Lernspiels «Blitz und Turbo» für die Ausbildungskampagne der Veloschuel. Das neue Videogame vermittelt Kindern sicheres Verhalten im Strassenverkehr. Der Launch an der CYCLE WEEK und vor allem die hohen Zugriffszahlen am Startwochenende zeugen von einem vollen Erfolg.
Wir verfassten rund 160 Stellungnahmen zu Veloprojekten nach § 12, zu Richtplänen und weiteren Anfragen und nahmen die Vollzugsaufgaben zum Bundesgesetz über Velowege wahr. Ausserdem konnte das MTB-Konzept für den Kanton Zürich rechtzeitig zum Jahresende abgeschlossen werden.
Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück und freuen uns, Ihnen im Folgenden einen vertieften Einblick zu geben. Die digitale Berichterstattung wird weitergeführt. Damit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren gegeben. Die Geschichte der Veloförderung wird so lückenlos in den fünf etablierten Handlungsfeldern für Sie fortgeschrieben.
- Netzkonzeption
- Qualität
- Wissenstransfer
- Kommunikation
- Datengrundlagen
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.
Das Team der Fachstelle Veloverkehr
Netzkonzeption
Verankerung des Beratungsangebots
Das Beratungsangebot für die Zürcher Städte und Gemeinden wurde auch 2025 weitergeführt und rege genutzt. Im Berichtsjahr gab es insgesamt 12 Durchführungen. Ein Teil davon waren Folgeberatungen. Dabei wurden Fragestellungen aus den Vorjahren vertieft, weiterentwickelt oder auf die Umsetzung hin konkretisiert. Das modulare Angebot arbeitet gezielt auf die Umsetzung des Bundesgesetzes über Velowege hin. Der Kanton und die Gemeinden sind verpflichtet, bis Ende 2027 zusammenhängende Netze für den Freizeit- und Alltagsveloverkehr sowie Infrastruktur für das Mountainbike zu planen. Zudem sollen kommunale Netze das übergeordnete kantonale Velonetz sinnvoll erschliessen und ergänzen.
Wir sind davon überzeugt, dass das Beratungsangebot den Gemeinden eine bestmögliche Unterstützung bietet und freuen uns darauf, es 2026 weiterzuführen.
Korridorstudien zu Velobahnen
2025 wurden Korridorstudien für die Velobahnen «Zimmerberg» und «Kemptthal» erarbeitet. Bei Korridorstudien wird die optimale Linienführung in den jeweiligen Perimetern ermittelt. Für Velobahnen ist das besonders wichtig, denn sie sollen den Veloverkehr bündeln und ein möglichst unterbruchfreies Vorwärtskommen über längere Strecken ermöglichen. Nur so lassen sich kraftraubende Fahrtunterbrechungen für die Velofahrenden auf ein Minimum reduzieren.
Beide Korridorstudien «Zimmerberg» und «Kempttahl» werden im ersten Quartal 2026 abgeschlossen.
Umsetzungsmonitoring
Im Jahr 2024 wurden etwa 800 abgeschlossene Projekte der Jahre 2015 bis 2019 überprüft. Dank dem integralen Daten- und Projektmanagement (IDPM) des kantonalen Tiefbauamts lassen sich weitere Projekte ab dem Jahr 2020 besser filtern.
Rund 150 abgeschlossene Strassenbauprojekte der Jahre 2020 bis 2024 wurden ausgewertet, die entlang des kantonalen Velonetzplans umgesetzt wurden. Nicht alle Strassenbauprojekte enthielten Veloschwachstellen. Diese Projekte wurden vor Ort begutachtet und dokumentiert. Ergänzend dienten diverse Informationen aus dem kantonalen GIS-Browser, wobei sich insbesondere das Strassenraum-3D-Modul als sehr hilfreich erwiesen hat.
Die Beurteilung in Bezug auf die Erreichung der kantonalen Velostandards hat folgendes ergeben:
- 52 Schwachstellen wurden vollständig behoben
- 35 Schwachstellen wurden teilweise behoben, die Standards für den Veloverkehr jedoch noch nicht vollständig erreicht
- 36 Schwachstellen wurden nicht behoben
Die Ergebnisse werden direkt in das kantonale Strasseninformationssystem (Logo) des Kantons Zürich übertragen. Damit werden als behoben gekennzeichnete Schwachstellen im kantonalen Velonetzplan ausgeblendet. Teilweise oder nicht behobene Schwachstellen bleiben im System und fliessen zurück in die Umsetzungsplanung des kantonalen Tiefbauamts.
Fakten zur Einordnung
Der kantonale Velonetzplan wurde 2016 beschlossen. In den Folgejahren wurde er in den regionalen Richtplänen festgesetzt. Die bislang vom kantonalen Tiefbauamt realisierten Projekte wurden somit vor Inkrafttreten des Velonetzplans geplant und entsprechen den Vorgaben vor den 2023 beschlossenen Standards Veloverkehr.
Für mehr Informationen folgen Sie dem Link zum Umsetzungsprogramm:
Handlungsbedarf Signalisationsverordnung
Die geänderte Signalisationsverordnung ist seit dem 1. Juli 2025 in Kraft. Von den Neuerungen ist insbesondere das Speed-Pedelec betroffen. Das sogenannte dreiteilige Fahrverbot (Signal 2.14 SSV) «Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder» untersagt die Weiterfahrt mit dem Speed-Pedelec. Dadurch werden viele Veloverbindungen unterbrochen bzw. die Fahrerinnen und Fahrer von Speed-Pedelecs sind gezwungen, ihre Velos zu schieben oder Umwege in Kauf zu nehmen.
Um das Velofahren im Alltag zu fördern, müssen sichere und durchgängig befahrbare Veloverbindungen auch für Speed-Pedelecs erhalten bleiben. Daher sensibilisierten wir die Städte und Gemeinden im Kanton Zürich aktiv zur geänderten Signalisationsverordnung über unsere Kommunikationswege. Auf unserer Webseite wurden dafür spezifische Karten bereitgestellt, in denen die betroffenen kantonalen Veloverbindungen hervorgehoben sind.
Erfreulicherweise nahmen sich bereits einige Städte und Gemeinden dem dreiteiligen Fahrverbot innerhalb ihres Zuständigkeitsgebiets an und überprüfen die Anbringung der weissen Zusatztafel «E-Bike gestattet».
Qualität
Arbeitshilfe Veloparkierung
Die Verfügbarkeit bedarfsgerechter Veloabstellanlagen erhöht die Attraktivität des Veloverkehrs. Zudem reduzieren sie die Wildparkierung und tragen zur Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bei. Die Bereitstellung von Veloabstellplätzen ist die Aufgabe verschiedener Akteure wie Planende und Bauherrschaften aus den unterschiedlichsten Bereichen.
Die bisherige Merkblattreihe war nach wie vor sehr gefragt und wurde regelmässig heruntergeladen. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen entsprach sie jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Es war also an der Zeit für eine grundlegende Überarbeitung.
Zwar blieben viele Grundprinzipien je nach Anwendungsfall – etwa bei Wohnbauten, im Gewerbe oder im öffentlichen Raum – weiterhin gültig, doch die konkreten Anforderungen unterschieden sich deutlich.
Mit der neuen Arbeitshilfe in Form eines Online-Nachschlagewerks konnten die unterschiedlichen Anforderungen gezielt berücksichtigt werden. Gleichzeitig erlaubt dieses Format eine raschere Reaktion auf veränderte Normen oder Entwicklungen.
Wissenstransfer
Velomodul an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
Im Jahr 2024 besuchten 13 Studierende das damals neu eingeführte Velomodul. Im Berichtsjahr waren es sogar 21 Studierende, die in diesem Wahlfach ihre Kompetenzen im Themenfeld Veloverkehr erweitern wollten.
Es freut uns, dass wir diesen Wissenstransfer für die angehenden Planerinnen und Planer konzipieren, gestalten und durchführen dürfen. Im Frühlingssemester setzten sich die Studierenden intensiv mit der Thematik der bedarfsgerechten Veloverkehrsplanung auseinander. Besonders erfreulich waren das grosse Interesse an der Velonetzplanung und die aktive Beteiligung am Unterricht. Dieses Engagement der Studierenden macht die praxisorientierte Wissensvermittlung besonders wertvoll.
Die positiven Rückmeldungen der Studierenden sowie die Ergebnisse der Evaluation bestärken und motivieren uns, das Velomodul auch im Jahr 2026 weiterzuführen.
Veloexkursionen – die Probe aufs Exempel
Auf Exkursionen können Teilnehmende wesentlich besser nachvollziehen, worauf es bei einer bedarfsgerechten Veloinfrastruktur wirklich ankommt. Durch das direkte Erleben vor Ort werden theoretische Inhalte greifbar und können gemeinsam kritisch aufgearbeitet werden.
Der Fokus liegt dabei klar auf der Auseinandersetzung mit realen Situationen im Verkehrsraum. Eine zeitgemässe Veloverkehrsplanung setzt nebst fundiertem Fachwissen auch ein vertieftes Verständnis aus eigener Erfahrung voraus. Insbesondere zählt die Erkenntnis, welche Infrastrukturelemente in der Praxis funktionieren und wo die Grenzen liegen.
Neben der Exkursion mit der ZHAW und der OST – Ostschweizer Fachhochschule konnte im Jahr 2025 auch eine Exkursion mit der ETH durchgeführt werden. Überdies bot sich die Möglichkeit, fachliches Wissen im Rahmen einzelner Vorlesungen sowie bei der Begleitung einer Übung an Studierende der ETH weiterzugeben.
Sowohl während der Exkursionen als auch in den Lehrveranstaltungen erwiesen sich die Fragen der Teilnehmenden und die anschliessenden Diskussionen als besonders bereichernd. Sie zeigten das grosse Interesse an praxisnahen Erkenntnissen im Veloverkehr.
CYCLE WEEK 2025 – Von der Velokultur bewegt
Im Mai kamen etwa 90'000 Menschen zum nationalen Velofestival «CYCLE WEEK» nach Zürich. Das Velo konnte dabei in allen Facetten erlebt werden – vom Alltagseinsatz bis zum Freizeiterlebnis.
Besonders bemerkenswert war die Eröffnung des Stadttunnels, der an diesem Wochenende offiziell für die Velo fahrende Bevölkerung freigegeben wurde. Mit unserem neuen, mobilen Standkonzept waren wir inmitten des Geschehens vertreten. Das Konzept hat sich bewährt und ermöglichte den Besucherinnen und Besuchern einen vielfältigen Einstieg in unsere Themenwelt. So konnten sie in die Welt von «Sattelfest im Verkehr» eintauchen, ihr Wissen in anspruchsvollen Quiz‑Challenges zur Velo- oder Verkehrskompetenz testen oder das an diesem Wochenende neu lancierte Lernspiel «Blitz und Turbo» direkt vor Ort ausprobieren.
Das Lernspiel «Blitz und Turbo» ist ein neuer Bestandteil der gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich entwickelten Ausbildungskampagne Veloschuel. Es bringt spielerische Elemente gezielt in den Unterricht und macht die Vermittlung von Velo‑ und Verkehrskompetenzen erlebbar. Dabei setzt man konsequent auf spielerische Aktivierung. So werden spieltypische Elemente wie Punkte, Levels oder Belohnungen gezielt eingesetzt.
In einer farbenfrohen, dreidimensionalen Spielwelt navigieren Schülerinnen und Schüler der vierten und fünften Klasse durch komplexe, labyrinthartige Strassennetze. Mit jedem Fortschritt nimmt der Schwierigkeitsgrad zu, während integrierte Quizfragen auf der Prüfungsfragen der Veloprüfung aufbauen.
Während der «CYCLE WEEK» konnte man unsere mobile Velo-Erlebniswelt an verschiedenen Orten besuchen. So fand man uns auf dem Europaplatz, entlang des Wegs zum Gustav‑Gull‑Platz oder an der Lagerstrasse.
Cycling Hackathon 2025
Auch 2025 traten interdisziplinäre Teams gegeneinander an, um zu einem vordefinierten Thema des Veloverkehrs innovative Lösungen zu erarbeiten. Die Mission in diesem Jahr: «Motivating more cycling», zu mehr Velofahren motivieren. Obwohl die Vorteile des Velos für Gesundheit und Umwelt bekannt sind, greifen viele Menschen in und um Zürich weiterhin auf andere Verkehrsmittel zurück. Es braucht neue Ideen, um aus dem Bewusstsein tatsächliches Handeln zu machen. Die Teams hatten eine Woche Zeit, um innovative, praktische und kostengünstige Lösungen zu entwickeln.
Die teilnehmenden Teams präsentierten unterschiedlichste Projektideen. Darunter war eine witzige Kampagne für ein Onlinetool, das zum Velofahren motivieren soll. Daneben wurde ein Velo‑Tandemangebot erarbeitet, Anregungen für den Velotransport im Nahverkehr präsentiert sowie Konzepte zur Verknüpfung bestehender Mobilitätsangebote für die letzte Meile vorgestellt.
Mit einem spielerischen und niederschwelligen Rennen im städtischen Raum überzeugte das Team «Race the Tram» die Jury, in der wir Einsitz hatten.
Auch die diesjährige Ausgabe des Cycling Hack bestach durch Kreativität, Innovationsgeist und einen anregenden Austausch zwischen Expertinnen und Experten, Studierenden und Velobegeisterten. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten.
Kommunikation
Velofahrkurse für Geflüchtete
Veloschule Zürcher Oberland
Die Kursleiterin führte ihr erfolgreiches Engagement auch im Berichtsjahr fort. Mit Unterstützung von sieben Freiwilligen aus dem Umfeld der beiden Landeskirchen konnten 19 Kurseinheiten sowie zusätzliche, stark nachgefragte Wochenendkurse durchgeführt werden. Insgesamt nahmen 20 Frauen und drei Jugendliche aus sechs Nationen teil.
Der Erfolg der Veloschule beruht auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kursstrukturen und dem grossen freiwilligen Einsatz. Eine Kinderbetreuung ermöglichte es den Teilnehmerinnen, sich voll auf das Velofahren zu konzentrieren.
Veloschule Zimmerberg
Trotz regnerischem Start verlief die Veloschule Zimmerberg erfolgreich. Einige Teilnehmerinnen vertieften ihre im Vorjahr erworbenen Fähigkeiten. Elf Frauen aus Afghanistan, Aserbaidschan, Syrien, der Türkei und der Ukraine nahmen teil. Unterstützt wurden sie von 13 freiwilligen Velo-Fahrlehrkräften, viele davon langjährig engagiert. Klare organisatorische Abläufe sorgten für einen bedarfsgerechten Einsatz von fünf bis sieben Lehrpersonen pro Abend.
Neben der Fahrtechnik spielte der soziale Austausch eine wichtige Rolle, da viele Teilnehmerinnen im Alltag wenig Kontakt zur Schweizer Bevölkerung haben. Zum Abschluss absolvierten alle einen Parcours. Die aufgezeichneten Fahrten wurden als Video mitgegeben – ein sichtbarer Beweis ihres Fortschritts und ein Moment grosser Freude.
Veranstaltungen
E-Bike-Fahrkurse mit Theorie- und Praxisteil
Auch im vergangenen Jahr führten wir Elektrovelo-Schnupperkurse durch. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendinstruktion der Kantonspolizei Zürich und Pro Senectute waren wir in Richterswil, Bülach und Uster, wo insgesamt 60 Personen teilnahmen. Diese konnten ihre Kompetenzen im Umgang mit E-Velos an jeweils zwei Nachmittagen deutlich steigern.
Die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus. Häufig genannt wurde die Steigerung der Sicherheit im Verkehr – so etwa das Fazit «Habe mehr Sicherheit erhalten». Auch die Kursgestaltung und die Praxisnähe wurden besonders geschätzt: «Es war ein super Kurs in jeder Beziehung!»Viele Teilnehmende hoben zudem die hohe Relevanz der vermittelten Inhalte hervor: «Ich habe sehr viele gute Tipps erhalten, von denen ich viel profitieren konnte und die ich gut im Alltag umsetzen kann.»
Im Jahr 2025 haben alle Partnerinnen und Partner wieder eng zusammengearbeitet. So wurde ein wertvollen Beitrag geleistet, damit die Menschen im Kanton Zürich sicher E-Bikes nutzen. Aufgrund der hohen Nachfrage führen wir die Kurse im Jahr 2026 weiter.
slowUp Zürichsee
Ende September fand erneut der SlowUp Zürichsee statt – ein Grossanlass der sanften Mobilität. Die Seestrasse zwischen Zürich und Schmerikon ist für einige Stunden auf 42 Kilometern ganz geöffnet für den nichtmotorisierten Verkehr. Die Gelegenheit, die Region autofrei zu erleben und sich aktiv zu bewegen, nutzen auch 2025 mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher.
Wie bereits in den Jahren zuvor, waren wir mit einer Velo-Erlebniswelt auf dem Parkplatz des Tennisclubs Sonnenfeld in Männedorf vertreten. Unser Angebot richtete sich an Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Das vielseitige Programm vermittelte praktische Tipps für ein korrektes und respektvolles Verhalten im Strassenverkehr und bot spannende Einblicke, beispielsweise durch die Möglichkeit, den toten Winkel eines Lastwagens direkt aus der Fahrerkabine zu erleben.
In Zusammenarbeit mit der Kinder‑ und Jugendinstruktion der Kantonspolizei Zürich betrieben wir den gut besuchten Velo‑Geschicklichkeitsparcours. Aufgrund des hervorragenden Wetters war auch die Erfrischungsstation sehr beliebt. Dort gab es Wasser oder ein isotonisches Sportgetränk.Der SlowUp Zürichsee war ein gelungener Abschluss der Veranstaltungssaison 2025. Für die Fachstelle bleibt der persönliche Austausch mit der velofahrenden Bevölkerung besonders wertvoll. Er erlaubt es, Anliegen, Bedürfnisse und Erfahrungen direkt aufzunehmen und positioniert die Fachstelle für alle Fragen als kompetente Ansprechpartnerin zum Veloverkehr.
Pumptrack-Tour 2025
Die Pumptracktour 2025 war wieder ein grosser Erfolg. Von 107 Bewerbungen konnten 30 Standorte mit unseren drei Anlagen berücksichtigt werden. Die Tour ist ein wichtiges und beliebtes Angebot, um bei Kindern und Jugendlichen die Velokompetenz zu fördern.
Neuer Pumptrack im Einsatz
Im Frühling konnten wir einen weiteren Pumptrack anschaffen, der in mehreren Bereichen deutliche Verbesserungen gegenüber den bisherigen Modellen bietet:
- breitere Fahrspur
- flachere Kurven mit grösseren Innenflächen
- erhöhte Sicherheit für Anfängerinnen, Anfänger und Kinder
- längere Lebensdauer durch PE‑Füsse und Metallverstrebungen
Auch der neue Pumptrack bewährte sich im Tourbetrieb und wurde von Schulen wie auch von Teilnehmenden sehr geschätzt.
Zahlen und Fakten
- 880’777 gefahrene Runden
- 52’436 zurückgelegte Kilometer
- Spitzentag: 12’714 Runden bzw. 699 Kilometer
(Schule Grünau Zürich Letzi, Freitag, 9. Mai 2025)
Erfolgreichste Schulen 2025
Gefahrene Kilometer im Zeitfenster von drei Wochen:
1. Platz: Primarschule Steinmaur – 5’201 Kilometer
2. Platz: Herrliberg – 5’155 Kilometer
3. Platz: Schulhaus Widacher, Rüti – 5’038 Kilometer
Die Schulen zeigten grossen Einsatz und Begeisterung. Die rege Nutzung unterstreicht den Beitrag der Pumptracktour zur spielerischen Förderung von Geschicklichkeit, Sicherheit und Freude am Velofahren.
Velo-Geschichten – Das Magazin
Vor sieben Jahren haben wir den Schritt gewagt, ein eigenes Magazin zu lancieren, um den vielfältigen Nutzen des Velos als Verkehrsmittel sichtbar zu machen – nicht nur als Sportgerät, sondern auch als leistungsfähige, alltagsnahe und klimafreundliche Option der Mobilität. Es bestätigt diejenigen in ihrem Verhalten, die schon Velofahren und gibt so dem Veloverkehr ein Gesicht. Schliesslich ist das Velo ist für vielfältige Einsatzmöglichkeiten konzipiert, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
Seither sorgt das Online-Magazin als Informations-, Inspirations- und Motivationsquelle für eine stetig wachsende Leserschaft. Mittlerweile stehen über 130 Beiträge zur Verfügung, die dazu einladen, das Velofahren im Alltag auszuprobieren und unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Infrastruktur, Sicherheit und Kultur zu entdecken.
Neues Design und neue Funktionen
Im vergangenen Jahr haben wir das Magazin sowohl inhaltlich als auch gestalterisch weiterentwickelt. Unsere Leserinnen und Leser werden die klarere Struktur, die verbesserte Themenübersicht und die modernisierte Darstellung der Beiträge zu schätzen wissen. Darüber hinaus haben wir auch im Hintergrund neue Funktionen geschaffen: Es besteht nun die Möglichkeit, Beiträge anhand von Autorinnen und Autoren sowie Foto- und Videografinnen zu filtern. Dadurch wird die Vielfalt der Inhalte sichtbarer gemacht.
Relaunch der Themenseiten Veloverkehr im ZHweb
Auch 2025 haben wir die Inhalte unter velo.zh.ch überarbeitet. Die Themenseiten zum Veloverkehr sind neu strukturiert. Ziel der Weiterentwicklung war es, alle zentralen Informationen übersichtlicher und vor allem zielgruppengerecht bereitzustellen. Die neue Struktur bietet der Bevölkerung wie auch für Fachpersonen einen klaren, thematischen Einstieg.
- Der Bereich «Ratgeber» bietet praxisnahe Inhalte rund um das Velofahren im Alltag.
- Der Bereich «Veloverkehrsplanung» richtet sich gezielt an Fachpersonen und Interessierte, die sich vertieft mit planerischen Aspekten des Veloverkehrs auseinandersetzen.
- Die politischen Rahmenbedingungen und die strategische Ausrichtung der kantonalen Veloförderung werden im Bereich «Veloförderprogramm» vorgestellt.
Mit dem Relaunch schaffen wir eine zeitgemässe, zugängliche und nutzerfreundliche Plattform, welche die vielfältigen Themen des Veloverkehrs sichtbar macht und unsere Arbeit nachhaltig unterstützt.
Social-Media im 2025
Auf Facebook und Instagram (@velo.zh.ch) erschienen im Jahr 2025 über 160 Beiträge zum Thema Veloverkehr. Mithilfe der beiden Kanäle wird der Community die Möglichkeit eröffnet, unmittelbar mit uns in Dialog zu treten. Darüber hinaus erhalten wir Rückmeldungen zu unseren Beiträgen und Themen.
Datengrundlagen
Zählstellen
Erfreuliches zur Datenerhebung Velonutzung: 97 Zählstellen in Betrieb
Für eine präzise Analyse der Velonutzung im Kanton Zürich spielen permanente Velozählstellen eine entscheidende Rolle. Aktuell liefern 97 Zählstellen auf dem Kantonsgebiet fortlaufend Daten. Sie stellen somit eine zuverlässige Grundlage für unsere Planungs- und Analysearbeiten dar.
Die Daten ermöglichen, die Entwicklung der Velonutzung auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen sichtbar zu machen, das heisst vom gesamten Kanton bis zur einzelnen Zählstelle. Die Daten erlauben ausserdem die Analyse der Veränderungen unter Einflussfaktoren wie saisonalen Unterschieden. Im Rahmen von Strassensanierungen wird das Zählstellen-Netz fortlaufend erweitert.
Um die gewonnenen Informationen zugänglicher zu machen, haben wir im vergangenen Jahr eine Velonutzungs-Plattform aufgebaut. Diese bietet eine übersichtliche Darstellung ausgewählter Zähldaten und ergänzt die bisherigen Möglichkeiten über den GIS-Browser. Seit diesem Jahr stellen wir sämtliche erhobenen Datensätze als Open-Government-Data (OGD) zur Verfügung. Somit können diese von der Verwaltung, der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit frei weiterverwendet werden.
Für das Jahr 2026 ist vorgesehen, die Plattform um interaktive Elemente zu ergänzen. Dadurch sollen die Benutzerfreundlichkeit erhöht und zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, Veränderungen der Velonutzung intuitiv zu erkunden.
Jahresrückblick mit Blitz & Turbo
Ein farbenreiches Berichtsjahr
Das Berichtsjahr war herausfordernd und abwechslungsreich zugleich und aus Velosicht geprägt von zahlreichen Begegnungen mit der Bevölkerung. Diese Vielfalt erinnert etwas an die bunte Welt des Lernspiels blitzundturbo.ch, das auch in unserer Endjahreskommunikation eine zentrale Aufgabe erfüllte.
Im Spiel tritt der beliebte Velochlaus seinen Weg durch die anspruchsvollen Levels an – normalerweise die Domäne von Benj Blitz und Tina Turbo. Sein Ziel ist es, die Velokompetenz der Spielerinnen und Spieler auf ein neues Level zu heben und zugleich auf ein respektvolles Miteinander im Strassenverkehr aufmerksam zu machen.
Das Zusammenspiel von spielerischem Zugang und ernsthaftem Anliegen prägte auch unser Jahresfazit: Freude am Velofahren im Einklang mit Rücksichtnahme und gegenseitigem Verständnis.
Umsetzung Bundesgesetz über Velowege
Das Beratungsangebot für Gemeinden bildet eine zentrale Schnittstelle zwischen der Umsetzung des Veloförderprogramms 2 und den Anforderungen des Bundesgesetzes über den Veloverkehr.
Bis Ende 2027 sind sowohl der Kanton als auch alle Gemeinden gefordert, ein zusammenhängendes Netz zu planen. Dies beinhaltet Veloinfrastruktur für den Alltagsverkehr und den Freizeitverkehr mit Velowandern und Mountainbiken.
Im Fokus des Alltagsnetzes steht die Einbindung lokaler Attraktoren in die kommunalen Netze sowie die Sicherstellung einer feinmaschigen Erschliessung des übergeordneten kantonalen Netzes. Damit soll ein durchgehend attraktives und stimmiges Velonetz für die alltägliche Mobilität entstehen.
Neue Themen wie das Mountainbike-Angebot oder die Überprüfung und Optimierung des Themenfeldes Velowandern gehören nicht zum 2021 beschlossenen Veloförderprogramm 2. Sie gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung und erweitern das inhaltliche Spektrum der kommunalen und kantonalen Planungen.
Durch unsere Beratungstätigkeit unterstützen wir die Gemeinden dabei, die unterschiedlichen Anforderungen zu bündeln und in eine kohärente Netzplanung zu überführen.
Mountainbike-Infrastruktur
Vom Postulat zum Konzept
Im Februar 2024 überwies der Kantonsrat das Postulat «Ausbau der Mountainbike-Infrastruktur im Kanton Zürich» an den Regierungsrat. Gefordert wurden:
- eine planungsrechtliche Grundlage für eine MTB‑Infrastruktur
- die Anerkennung und Ermöglichung des Infrastrukturbedarfs
- die Förderung der Koexistenz aller Erholungssuchenden sowie
- eine lenkende Wirkung durch ein attraktives, bedarfsgerechtes Angebot.
Im Dezember 2025 hat der Regierungsrat dieses Konzept beschlossen. Es entstand in einem breit abgestützten Prozess unter unserer Leitung und in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Regionen, Waldeigentum, Natur- und Umweltschutz, Sicherheits- und Baudirektion sowie Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Nutzergruppen.
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Amt für Mobilität – Fachstelle Veloverkehr