Grundkompetenzen Erwachsene

Über Grundkompetenzen zu verfügen, ist eine wesentliche Voraussetzung für lebenslanges Lernen und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Die Koordinationsstelle Grundkompetenzen informiert über Weiterbildungsangebote, Projekte und Massnahmen des Kantons.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Grundkompetenzen?

Grundkompetenzen sind Fähigkeiten, die eine erwachsene Person im erwerbsfähigen Alter braucht, um ihren privaten und beruflichen Alltag erfolgreich zu bewältigen. Dazu gehören:

  • Lesen, Schreiben und mündliche Ausdrucksfähigkeit in einer Landessprache
  • Grundkenntnisse der Mathematik
  • Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Was heisst das konkret?

  • Erwachsene mit Deutsch als Erstsprache sind in der Lage, deutsche Texte auf Niveau Sekundarstufe I zu lesen und zu schreiben.
  • Deutsch sprechende Personen mit Migrationshintergrund, mündliches Niveau B1, sind (je nach Bildungshintergrund und beruflichen Anforderungen) in der Lage, deutsche Texte auf Niveau A2 bis B1 zu lesen und zu schreiben.
  • Alle Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter sind in der Lage, im Alltag gebräuchliche mathematische Operationen, räumliches Denken, visuelle Darstellung, Problemlösungs- sowie Finanzkompetenz anzuwenden. 
  • Alle Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter haben grundlegende Kenntnisse von Basic-Software auf Smartphone, Tablet und Computer (Office-Programme, Apps, Mailprogramme usw.)  und sind zu einem bewussten Umgang mit modernen Medien (Datenkompetenz, Erstellen von Accounts, Datenschutz, Alltagsorganisation usw.) fähig.

Förderung von Grundkompetenzen

Im Kanton Zürich gibt es rund 140'000 Erwachsene mit mangelnden Grundkompetenzen. Durch die rasanten technologischen Entwicklungen wird es für sie immer schwieriger, den Anschluss nicht zu verlieren. Ein Teil dieser Personen läuft zudem Gefahr, durch die steigenden Anforderungen den Alltag nicht mehr eigenständig bewältigen oder die Arbeit nicht mehr zufriedenstellend ausüben zu können. Indem Grundkompetenzen gefördert und trainiert werden, wird sichergestellt, dass jede erwachsene Person die Möglichkeit hat, ein aktives Mitglied der «digitalisierten Gesellschaft» zu werden und zu bleiben.

Zielgruppen und Ziele

Die Beratung und Förderung im Bereich Grundkompetenzen richtet sich an Erwachsene von 18 bis 65 Jahren, die Deutsch als Erstsprache oder auf Niveau B1 GER sprechen, und sich nicht in einer obligatorischen oder nachobligatorischen Ausbildung befinden.

Grundkompetenzförderung
Tabelle Grundkompetenzförderung

Beratung und Information

Sie brauchen Hilfe?

Ihre Muttersprache ist Deutsch oder Sie haben gute mündliche Deutschkenntnisse. 

  • Sie haben Mühe mit Lesen und Schreiben. 
  • Sie möchten besser rechnen können. 
  • Sie möchten Ihren Computer und Ihr Handy besser benutzen können.

Hilfe finden Sie hier:
 

  • ALFA-Telefon unter 0800 0800 11 (Dienstag und Donnerstag, 13 bis 17 Uhr)
  • Beratungstelefon Grundkompetenzen unter 0800 47 47 47

Sie kennen jemanden, der Hilfe braucht?

Vermuten Sie von einer Ihnen bekannten Person, dass diese ihre Arbeit nicht richtig bewältigen kann, weil sie nicht gut genug lesen und schreiben kann? Oder dass ihr die wichtigsten Grundlagen der Mathematik oder für den Umgang mit dem Computer fehlen?

Sie kennen jemanden aus Familie, Freundeskreis oder Arbeitsumfeld, der nicht oder nicht gut lesen und schreiben kann und das gerne ändern würde? Sie möchten eine Person darauf ansprechen, dass ihr wichtige Grundkompetenzen fehlen, wissen aber nicht wie? Der Verein Lesen und Schreiben Deutsche Schweiz unterstützt Sie mit Beratung, Informationsmaterial und Veranstaltungen zu Ihrer Rolle als Vermittlerperson.

Sie möchten helfen?

Viele Erwachsene mit mangelnden Grundkompetenzen haben das Schweizer Bildungssystem zwar durchlaufen, aber wenig erfolgreich. Ohne Förderung sind sie nicht in der Lage, sich Lesen und Schreiben nachträglich selbstständig anzueignen. Ein beträchtlicher Teil dieser Erwachsenen ist von Armut bedroht oder betroffen. Zudem haben sich viele über Jahre hinweg Strategien angeeignet, um ihre Defizite zu verdecken.

Als Freiwillige können Sie dazu beitragen, dass bildungsfernen Personen der Wiedereinstieg in eine persönliche Lern- und Bildungslaufbahn gelingt. Ermutigen Sie die Personen zum Besuch eines Kurses und unterstützen Sie sie im Alltag oder helfen Sie bei einem der kommunalen Schreibdienste mit.

Freiwilligenorganisationen oder Betriebe mit einem Volunteering-Programm, die sich gerne im Förderbereich Grundkompetenzen Erwachsener engagieren möchten, können sich bei uns melden.

 

Das Botschafterprojekt

Sie sind eine ehemalige Kursteilnehmerin oder ein ehemaliger Kursteilnehmer und haben Interesse, gemeinsam mit ehemaligen Kursteilnehmenden zusammenzuarbeiten, um bildungsferne Personen zur Teilnahme an einem Kurs zu ermuntern und die Zürcher Bevölkerung mit aufsuchender Sensibilisierungsarbeit auf das Thema aufmerksam zu machen?

Das gesamtschweizerische Botschafterprojekt des Verbands der Schweizerischen Volkshochschulen und des Dachverbands Lesen und Schreiben unterstützt Sie beim Aufbau eines Botschafter/-innen-Netzwerks. Bei Interesse wenden Sie sich an die Organisation Soliwerk oder setzen sich mit uns in Verbindung.

Werbematerial

Sie arbeiten in einer oder leiten eine Firma/Institution, die Kontakt zu unserer Zielgruppe hat? Auf der Website zur Werbekampagne «Einfach besser!» können Sie Informationsmaterial bestellen.

Angebote

Sie möchten Ihre Grundkompetenzen verbessern? Hier finden Sie umfassende Informationen zu Kursen und Hilfsangeboten.

 

Schreibdienste

Sie brauchen Hilfe beim Schreiben von Texten, Bewerbungen, E-Mails oder beim Ausfüllen von Formularen? Wenden Sie sich an einen Schreibdienst in Ihrer Nähe:

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Kanton Zürich

Schreibdienst Öffnungszeiten Kontakt
Schreibdienst Adliswil Do, 14-16 Uhr  
Schreibdienst Benevol Mo, 14-16 Uhr 052 214 24 88
Schreibdienst Bülach Mo, 17-19 Uhr 044 863 17 40
Schreibdienst Dietikon Mo, 17-19 Uhr 044 740 06 67
Schreibdienst Dübendorf Do, 16-19 Uhr 044 801 84 84
Schreibdienst Fällanden Do, 16-17.30 Uhr  
Schreibdienst Illnau-Effretikon Mo, 15-18 Uhr 052 354 24 40
Schreibdienst Kloten Mo-Fr, 13-17 Uhr
Do, 13-18.30 Uhr
044 881 34 13
Schreibdienst Opfikon Di, 17.30-20 Uhr 044 829 82 02
Schreibdienst Pfäffikon Mo, 17-18 Uhr 044 950 43 52
Schreibdienst Regendsdorf Di, 17.45-19.45 Uhr 044 870 17 84
Schreibhilfe Töss-Dorf Sa, 10-12 Uhr  
Schreibdienst Uster Mi, 10-12 Uhr, 17-19 Uhr  
Schreib-Atelier des Vereins Treffpunkt Vogelsang Di u. Do, 12-18 Uhr 052 202 89 62
Schreibdienst Wädenswil Do, 18-19 Uhr
Sa, 10-11 Uhr
044 789 74 60
Schreibdienst Wetzikon Mo, 16-18 Uhr
Do, 09-11.30 Uhr
044 930 37 81

Stadt Zürich

Schreibdienst Öffnungszeiten Kontak
Sozialzentrum Helvetiaplatz   Mo, 12-16.30 Uhr
Di, 15.30-19.30 Uhr
Mi, 09-12.00 Uhr
Do, 15.30-19.30 Uhr
Fr, 09-12.00 Uhr
Flyer
GZ Affoltern Do, 17-19 Uhr  
GZ Loogarten Do, 09-10.30 Uhr  
GZ Seebach Di, 13.30-16.30 Uhr  
GZ Hirzenbach Do, 14-16 Uhr  

Beratung zu Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Sie arbeiten in einem Beruf und möchten sich weiterentwickeln oder neu orientieren? Die regionalen Berufsinformationszentren (biz) des Amts für Jugend und Berufsberatung sowie das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich informieren und beraten Sie bei der Gestaltung Ihrer beruflichen Laufbahn.
 

Sekundarabschluss Erwachsene

Es ist nie zu spät! Sie möchten den Sekundarabschluss für Erwachsene nachholen, um später eine Berufslehre zu absolvieren? Informieren Sie sich beim Volkschulamt über Möglichkeiten und Bedingungen.

Volksschulamt

Gisela Polloni Rohner

unterrichtsfragen@vsa.zh.ch
+41 43 259 22 62
Walchestrasse 21, 8090 Zürich

Berufsabschluss Erwachsene 

Sie sind berufstätig und möchten den entsprechenden Berufsabschluss dafür nachholen? Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Fähigkeiten dafür ausreichen, und brauchen Beratung? Die Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene berät Sie gern:

biz oerlikon

Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene

berufsabschluss.erwachsene@ajb.zh.ch
+41 43 259 97 40
Dörflistrasse 120, 8050 Zürich

Deutsch-Sprachförderkurse

Migrantinnen und Migranten können im Rahmen des kantonalen Integrationsprogramms KIP Deutsch-Sprachförderkurse («DAZ»-Kurse) bis Niveau A2 besuchen. Die Fachstelle Integration informiert über die Angebote der Integrationsförderung. Die Ansprechpersonen in Ihrer Wohngemeinde beraten Sie bei der Suche nach dem richtigen Kurs.

Im Rahmen der arbeitsmarktlichen Massnahmen besteht für Stellensuchende die Möglichkeit, Deutsch-Sprachkurse zu belegen. Das zuständige regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) berät Sie, wenn Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Kurse und Programme zur Qualifizierung für Stellensuchende finden Sie unten.

Arbeitsintegration

Personen, die aufgrund mangelnder Grundkompetenzen Mühe haben, eine Arbeit auszuüben oder eine neue Arbeit zu finden, haben die Möglichkeit, Angebote zur Arbeitsintegration zu besuchen.

Sie setzen sich für Arbeitsintegration ein? Angebote und Massnahmen zur Arbeitsintegration im Zusammenhang mit Grundkompetenzen sind hochwillkommen. Haben Sie eine Idee für ein mögliches Projekt? Dann melden Sie sich bei uns.

Anbieter und Kursleitende 

Die Koordinationsstelle Grundkompetenzen informiert und berät Sie über Projekte und Massnahmen, Arbeiten des Kantons, bildungspolitische Entwicklungen und aktuelle Veranstaltungen im Weiterbildungsbereich. Machen Sie Ihr Angebot über aktuelle Plattformen und Datenbanken bekannt und lassen Sie sich auf einer Anbieterliste für den Kanton Zürich eintragen.

Informationen zu den Finanzierungsgrundlagen finden Sie bei den weiterführenden Informationen.

Angebot ausschreiben

Auf den folgenden Plattformen können Sie Ihr Angebot eintragen lassen. Bitte geben Sie bei der Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Datenbank-Betreibenden an, dass es sich um einen Grundkompetenzen-Kurs handelt. Sie können Ihre Kurse kompetenz- oder themenfeld-/berufsorientiert anbieten: 

  • Kompetenzorientierte Kurse: Deutsch Lesen und Schreiben (D LS), Deutsch Spracherwerb (D SE), Alltagsmathematik (AM) sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).
  • Themenfeldorientierte Kurse: beinhalten mehrere Grundkompetenzen. Sie werden in einem thematischen Rahmen erteilt und ausgeschrieben. Beispiele: Wohnung online suchen und sich dafür schriftlich bewerben, Haushaltsbudget erstellen, Bewerbungen schreiben und sich vorstellen. Auch Lernstützkurse, Kurse für Zeit- und Organisationsmanagement und andere Angebote für Alltagskompetenzen werden hier erfasst.
  • Berufsorientierte Kurse haben zum Ziel, die für die Ausübung des eigenen Berufs relevanten Grundkompetenzen zu trainieren und zu erweitern. Sie können themenfeld- und/oder kompetenzorientiert erteilt und ausgeschrieben werden. Beispiele: Deutsch-Konversation für Mitarbeitende im Gastro-Bereich, Flächenberechnung und Planung für Personen aus dem Gartenbau usw. Im Speziellen zu nennen sind die arbeitsplatzorientierten Firmenweiterbildungen des Bundesprogramms «Einfach besser!... am Arbeitsplatz».
 

Allgemeine Weiterbildungskurse Grundkompetenzen und Deutsch-Sprachförderkurse – Plattformen und Datenbanken

Weitere Informationen und Unterrichtsmaterial

Förderschwerpunkt Grundkompetenzen am Arbeitsplatz

Der Bund bietet im Rahmen des Förderschwerpunkts «Einfach besser!… am Arbeitsplatz» eine firmeninterne Weiterbildung für die Personen in Ihrem Betrieb an, die über ein mangelhaftes Basiswissen verfügen.

Im Zentrum des Programms steht der Bezug von Weiterbildung zum Arbeitsalltag und seinen stetig wachsenden Herausforderungen. Die Massnahmen sind auf die spezifischen Anforderungen der Betriebe zugeschnitten und fördern die Mitarbeitenden in den Bereichen Lesen, Schreiben sowie mündliche Ausdrucksfähigkeit in Deutsch, Alltagsmathematik und Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Erfahrene Kursanbieter kommen direkt in Ihr Geschäft und stellen gemeinsam mit Ihnen einen massgeschneiderten Kurs zusammen.

Betriebskurse Grundkomptenzen

Lebenslanges Lernen und Grundkompetenzen

Der Gedanke des lebenslangen Lernens ist international wegleitend. Der Begriff wurde in den 1960er-Jahren von der UNESCO als Bildungsprämisse für Chancengleichheit eingeführt und steht seit der Jahrtausendwende auch für die bildungspolitische Strategie der Europäischen Kommission (KOM). Die KOM versteht lebenslanges Lernen als «alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt.»

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Mit dem Bundesgesetz über die Weiterbildung WeBiG erhält das Postulat des lebenslangen Lernens eine gesetzliche Grundlage für die Förderung der Weiterbildung in der Schweiz.

Das WeBiG legt Grundsätze für die nicht-formale Weiterbildung fest, regelt die Finanzhilfe des Bundes und gibt Stossrichtungen für die Erforschung und Entwicklung der Weiterbildung vor. Zudem enthält es unter Art. 13 bis 16 die Spezialgesetzgebung zum Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter.

Die Bildungsdirektion Kanton Zürich hat sich mit der Unterzeichnung einer Leistungsvereinbarung mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) verpflichtet, in der Leistungsperiode 2017 bis 2020 die im Grundsatzpapier vom November 2016 formulierten Leistungsziele umzusetzen und Voraussetzungen für ein anschliessendes kantonales Programm Grundkompetenzen zu schaffen.

Kein lebenslanges Lernen ohne Grundkompetenzen

«Um die tatsächliche Gleichstellung zu erreichen, sind Fördermassnahmen zugunsten von Benachteiligten zulässig». Art. 11 Abs. 5 KV

Wer nicht lesen und schreiben, rechnen und die modernen Medien nutzen kann, ist von den Möglichkeiten eines lebenslangen Lernens und einer tatsächlichen Gleichstellung ausgeschlossen. Gemäss der Zürcher Kantonsverfassung ist es der Auftrag von Kanton und Gemeinden, für ein Bildungswesen zu sorgen, das die geistigen, seelischen, sozialen und körperlichen Fähigkeiten des einzelnen Menschen berücksichtigt und fördert (Art. 115 KV). Mit der Förderung der Grundkompetenzen trägt der Kanton zur Förderung der bildungsschwächsten Personen bei.

Lernstuben

Bildungsfernen Personen ist aus verschiedenen Gründen der Zugang zur Weiterbildung verwehrt. Es genügt nicht, gute Kurse bereitzustellen und über Werbekanäle zu bewerben. Eine vorkursorische, niederschwellige Lernstruktur ist vonnöten, die sich durch eine spezifische Art von Lernumgebung sowie Lernangeboten auszeichnet und nicht mit den Kursen der berufsorientierten und allgemeinen Weiterbildung in Konkurrenz tritt. Diese niederschwellige Lernstruktur, die «Lernstube», dient dem (Wieder-)Einstieg von bildungsfernen Personen in das lebenslange Lernen.

Eine Lernstube ist eine regional verankerte, niederschwellige Lernumgebung eine Kultur des Lernens befördert und die Lust am Lernen weckt. Eine wohlwollende Atmosphäre, Freiwilligenarbeit und konkrete Hilfestellung, beispielsweise durch Schreibdienste und Internethilfen, sind nebst dem Einbezug von aufsuchenden Lernformaten, Information zu den Weiterbildungsmöglichkeiten im Kanton sowie Beratung ein integrativer Bestandteil. 

Sie möchten mehr über das Projekt erfahren? Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung: grundkompetenzen@mba.zh.ch

Weiterführende Informationen

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Der Lehrplan 21 ist im Kanton Zürich das massgebende Rahmencurriculum für die Fähigkeiten und Kenntnisse, die eine Person in der Schweiz mit dem Sekundarabschluss I erreichen muss und die für eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule befähigen. Für den Bereich Deutsch als Zweitsprache ist zudem der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) anerkannt. Ferner gibt es folgende Konzepte, die im Rahmen von Projekten der Arbeitslosenversicherung im Bereich der Grundkompetenzen verfasst worden sind:

  • Bausteine für ein Konzept zur Förderung alltagsmathematischer Kompetenz
  • Rahmenkonzept Deutsch für den Arbeitsmarkt
  • Vorkonzept IKT-Grundkompetenzen Förderung für den Arbeitsmarkt

Die Zürcher Kantonsverfassung und das Bundesgesetz über die Weiterbildung legen die Grundsätze für die Förderung von bildungsbenachteiligten Personen fest. Die massgebende gesetzliche Grundlage für die Finanzierung von Weiterbildungsangeboten sind im Kanton Zürich das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Berufsbildung, das EG BBG, und die Verordnung über die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung, die VFin BBG.
Die Finanzierung von Grundkompetenzen-Massnahmen ist im Kanton Zürich gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt. Grundkompetenzen-Angebote fallen sowohl unter die allgemeine als auch unter die berufsorientierte Weiterbildung: Kurse, die zum Ziel haben, die notwendigen Grundkompetenzen zu erlangen, um den Beruf zufriedenstellend auszuüben, sind Teil der berufsorientierten Weiterbildung. Grundkompetenzen-Kurse, die die Bewältigung des Alltags zum Ziel haben, sind im Kanton Zürich Teil der allgemeinen Weiterbildung.


Kurse für staatliche Anbieter, Projekte für private

Der Kanton Zürich kann berufsorientierte Weiterbildung anbieten und Angebote von staatlichen Anbietern sowie von denjenigen privaten Anbietern finanzieren, die im Auftrag des Kantons Berufsfachschul- oder Berufsmaturitätsunterricht anbieten (§ 31 EG BBG, § 5c VFin BBG). 

Für Kurse der allgemeinen Weiterbildung können aufgrund der Finanzierungsgrundlagen derzeit nur kantonale Anbieter finanziert werden, sofern ein besonderes öffentliches Interesse besteht (§ 32 EG BBG). Angebote von privaten Anbietern können nicht subventioniert werden.

Bei der Finanzierung von Projekten im Bereich Weiterbildung Grundkompetenzen Erwachsene verhält sich die Sachlage umgekehrt: Der Kanton kann Subventionen für «weitere Bildungsmassnahmen» an private Anbieter leisten, worunter auch Projekte zur Förderung von Grundkompetenzen Erwachsener fallen (§ 37 Abs. 1 lit. d EG BBG). Staatliche Anbieter können jedoch bei Projekten nicht berücksichtigt werden.

Kontakt

Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Adresse

Ausstellungsstrasse 80
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 77 92

Koordinationsstelle Grundkompetenzen

Lageplan Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Für dieses Thema zuständig: