Grundkompetenzen Erwachsene

Über Grundkompetenzen zu verfügen, ist eine wesentliche Voraussetzung für lebenslanges Lernen und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Das Programm Grundkompetenzen informiert über Weiterbildungsangebote, Projekte und Massnahmen des Kantons.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind von mangelnden Grundkompetenzen betroffen. Grundkompetenzen sind Fähigkeiten, die eine erwachsene Person im erwerbsfähigen Alter braucht, um ihren privaten und beruflichen Alltag erfolgreich zu bewältigen. Dazu gehören:

  • Lesen, Schreiben und mündliche Ausdrucksfähigkeit in einer Landessprache
  • Grundkenntnisse der Mathematik
  • Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Im Kanton Zürich können rund 140 000 Erwachsene nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen oder neue Informations- und Kommunikationstechnologien einsetzen. Diese Menschen laufen Gefahr, aus dem Erwerbsprozess auszuscheiden. Eine gezielte Förderung befähigt sie zum (Wieder-)Einstieg in die Weiterbildung und für das Nachholen eines Sekundar- oder Berufsabschlusses. Damit können auch soziale Folgekosten gesenkt werden: Allein für Massnahmen zur Behebung von Leseschwäche belaufen sich die Kosten für den Kanton Zürich auf rund 224 Millionen Franken pro Jahr.

Programm Grundkompetenzen

Der Gedanke des lebenslangen Lernens ist international wegleitend. Der Begriff wurde in den 1960er-Jahren von der UNESCO als Bildungsprämisse für Chancengleichheit eingeführt und steht seit der Jahrtausendwende auch für die bildungspolitische Strategie der Europäischen Kommission (KOM). Die KOM versteht lebenslanges Lernen als «alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt.»

Mit dem Bundesgesetz über die Weiterbildung (WeBiG) erhält das lebenslange Lernen eine gesetzliche Grundlage für die Förderung der Weiterbildung in der Schweiz.

 

Das WeBiG legt Grundsätze für die nicht-formale Weiterbildung fest, regelt die Finanzhilfe des Bundes und gibt Stossrichtungen für die Erforschung und Entwicklung der Weiterbildung vor. Zudem enthält es unter Art. 13 bis 16 die Spezialgesetzgebung zum Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter.

Die Bildungsdirektion Kanton Zürich hat sich mit der Unterzeichnung einer Leistungsvereinbarung mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) verpflichtet, in der Leistungsperiode 2017 bis 2020 die im Grundsatzpapier vom November 2016 formulierten Leistungsziele umzusetzen und Voraussetzungen für ein anschliessendes kantonales Programm Grundkompetenzen zu schaffen.

Der Kanton Zürich hat deshalb 2021 das Programm Grundkompetenzen eingeführt. Der Regierungsrat beantragte im Zuge dessen dem Kantonsrat einen Kredit von 14,8 Millionen Franken, welcher das Zürcher Parlament einstimmig genehmigt hat. Das Programm steuert die Förderung und Finanzierung von Massnahmen für Personen mit mangelnden Grundkompetenzen. Nach einer Prüfung durch den Bund startet die erste Phase am 1. Januar 2021 und dauert bis zum 31. Dezember 2024. Um die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des Programms zu schaffen, passt der Kanton Zürich sein Regelwerk an und revidiert das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Berufsbildung (EG BBG).

Programm Grundkompetenzen

grundkompetenzen@mba.zh.ch

Lernstuben

Bildungsfernen Personen ist aus verschiedenen Gründen der Zugang zur Weiterbildung verwehrt. Das Programm Grundkompetenzen erschafft in Form von «Lernstuben» eine niederschwellige Lernstruktur, damit bildungsferne Personen den  (Wieder-)Einstieg in das lebenslange Lernen schaffen.

Eine Lernstube ist eine regional verankerte, niederschwellige Lernumgebung, die eine Kultur des Lernens fördert und die Lust am Lernen weckt. Eine wohlwollende Atmosphäre, Freiwilligenarbeit und konkrete Hilfestellung, beispielsweise durch Schreibdienste und Internethilfen, sind nebst dem Einbezug von aufsuchenden Lernformaten, Information zu den Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Beratung ein integrativer Bestandteil.

Mehr Informationen bietet die folgende Website:

Erklärvideo: Die Zürcher Lernstuben

Zielgruppen und Ziele

Die Beratung und Förderung im Bereich Grundkompetenzen richtet sich an Erwachsene von 18 bis 65 Jahren, die Deutsch als Erstsprache oder auf Niveau B1 GER sprechen, und sich nicht in einer obligatorischen oder nachobligatorischen Ausbildung befinden. Die Förderung der Grundkompetenzen lässt sich in die beiden Lebensbereiche Alltagbewältigung und Arbeitsintegration gliedern: 

Alltagsbefähigung und soziale Integration

Die Förderung aller Grundkompetenzen orientiert sich an folgenden Zielgruppen:

  • Bildungsferne Erwachsene, die an grundlegenden Prozessen des gesellschaftlichen Lebens nicht teilnehmen können.
  • Von Armut bedrohte oder betroffene Personen, Geringqualifizierte, Sozialhilfebeziehende, Arbeitslose mit Defiziten in den Grundkompetenzen, in der Schweiz ansässige Personen mit Migrationshintergrund.
  • Personen mit Deutsch als Muttersprache sowie Personen mit Migrationshintergrund, welche die durch die Migrationsgesetzgebung lancierten Integrationsschritte durchlaufen haben. Diese Personen weisen vor allem Defizite in den Grundkompetenzen Lesen und Schreiben auf sowie in der Anwendung von Deutsch als lokale Amtssprache.
  • Personen mit mangelndem Anschluss an digitale Technologien. Insbesondere ältere Bevölkerungsgruppen sowie Personen mit wenig Zugang zu Weiterbildungsmassnahmen.

Arbeitsintegration und Berufsbefähigung

Die Zielgruppen sind folgendermassen definiert:

  • Erwachsene, die über keinen anerkannten Berufsabschluss in ihrer aktuellen Tätigkeit verfügen und nur erschwert Zugang zu (Weiter-)Bildungsangeboten haben. Dadurch ist ihre Marktfähigkeit in Gefahr. Konkret betrifft dies häufig Personen aus Niedriglohnsegmenten wie beispielsweise Bauhilfsarbeitende, Hilfskräfte in Büros, in der Reinigung, in der Gastronomie oder im Hotel, Transport- und Frachtarbeitende, Hauswart/-innen und Personen, die in Pflegeberufen tätig sind.
  • Arbeitnehmende, die Mängel in den Grundkompetenzen aufweisen, haben einen erschwerten Zugang zu lebenslangem Lernen, wodurch ihre Marktfähigkeit in Gefahr ist.

Angebote

Sie möchten Ihre Grundkompetenzen verbessern? Hier finden Sie umfassende Informationen zu Kursen und Hilfsangeboten.

Schreibdienste

Sie brauchen Hilfe beim Schreiben von Texten, Bewerbungen, E-Mails oder beim Ausfüllen von Formularen? Wenden Sie sich an einen Schreibdienst in Ihrer Nähe:

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kanton Zürich

Schreibdienst Öffnungszeiten Kontakt
Schreibdienst Adliswil Mo, 18-19 Uhr  
Schreibdienst Benevol Mo, 14-16 Uhr 052 214 24 88
Schreibdienst Bülach Mo, 17-19 Uhr 044 863 17 40
Schreibdienst Dietikon Mo, 17-19 Uhr 044 740 06 67
Schreibdienst Dübendorf Do, 16-19 Uhr 044 801 84 84
Schreibdienst Fällanden Do, 16-17.30 Uhr  
Schreibdienst Illnau-Effretikon Mo, 15-18 Uhr 052 354 24 40
Schreibdienst Kloten Mo-Fr, 13-17 Uhr
Do, 13-18.30 Uhr
044 881 34 13
Schreibdienst Opfikon Di, 17.30-20 Uhr 044 829 82 02
Schreibdienst Pfäffikon Mo, 17-18 Uhr 044 950 43 52
Schreibdienst Regensdorf Di, 17.45-19.45 Uhr 044 870 17 84
Schreibhilfe Töss-Dorf Sa, 10-12 Uhr  
Schreibdienst Uster Mi, 10-12 Uhr, 17-19 Uhr  
Schreib-Atelier des Vereins Treffpunkt Vogelsang Di u. Do, 12-18 Uhr 052 202 89 62
Schreibdienst Wädenswil Do, 18-19 Uhr
Sa, 10-11 Uhr
044 789 74 60
Schreibdienst Wetzikon Mo, 16-18 Uhr
Do, 09-11.30 Uhr
044 930 37 81

Stadt Zürich

Schreibdienst Öffnungszeiten Kontak
Sozialzentrum Helvetiaplatz   Mo, 12-16.30 Uhr
Di, 15.30-19.30 Uhr
Mi, 09-12.00 Uhr
Do, 15.30-19.30 Uhr
Fr, 09-12.00 Uhr
Flyer
GZ Affoltern Do, 17-19 Uhr  
GZ Loogarten Do, 09-10.30 Uhr  
GZ Hirzenbach Do, 14-16 Uhr  

Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Sie arbeiten in einem Beruf und möchten sich weiterentwickeln oder neu orientieren? Die regionalen Berufsinformationszentren (biz) des Amts für Jugend und Berufsberatung sowie das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich informieren und beraten Sie bei der Gestaltung Ihrer beruflichen Laufbahn.

Sekundarabschluss Erwachsene

Es ist nie zu spät! Sie möchten den Sekundarabschluss für Erwachsene nachholen, um später eine Berufslehre zu absolvieren? Informieren Sie sich beim Volkschulamt über Möglichkeiten und Bedingungen.

Volksschulamt

Gisela Polloni Rohner

unterrichtsfragen@vsa.zh.ch
+41 43 259 22 62
Walchestrasse 21, 8090 Zürich

Berufsabschluss Erwachsene 

Sie sind berufstätig und möchten den entsprechenden Berufsabschluss dafür nachholen? Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Fähigkeiten dafür ausreichen, und brauchen Beratung? Die Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene berät Sie gern:

biz oerlikon

Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene

berufsabschluss.erwachsene@ajb.zh.ch
+41 43 259 97 40
Dörflistrasse 120, 8050 Zürich

Deutsch-Sprachförderkurse

Migrantinnen und Migranten können im Rahmen des kantonalen Integrationsprogramms KIP Deutsch-Sprachförderkurse («DAZ»-Kurse) bis Niveau A2 besuchen. Die Fachstelle Integration informiert über die Angebote der Integrationsförderung. Die Ansprechpersonen in Ihrer Wohngemeinde beraten Sie bei der Suche nach dem richtigen Kurs.

Im Rahmen der arbeitsmarktlichen Massnahmen besteht für Stellensuchende die Möglichkeit, Deutsch-Sprachkurse zu belegen. Das zuständige regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) berät Sie, wenn Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Kurse und Programme zur Qualifizierung für Stellensuchende finden Sie unten.

Arbeitsintegration

Personen, die aufgrund mangelnder Grundkompetenzen Mühe haben, eine Arbeit auszuüben oder eine neue Arbeit zu finden, haben die Möglichkeit, Angebote zur Arbeitsintegration zu besuchen.

Sie setzen sich für Arbeitsintegration ein? Angebote und Massnahmen zur Arbeitsintegration im Zusammenhang mit Grundkompetenzen sind hochwillkommen. Haben Sie eine Idee für ein mögliches Projekt? Dann melden Sie sich bei uns.

Nationales Angebot

Der Bund bietet im Rahmen des Förderschwerpunkts «Einfach besser! am Arbeitsplatz» eine firmeninterne Weiterbildung für die Personen in Ihrem Betrieb an, die über ein mangelhaftes Basiswissen verfügen.

Im Zentrum des Programms steht der Bezug von Weiterbildung zum Arbeitsalltag und seinen stetig wachsenden Herausforderungen. Die Massnahmen sind auf die spezifischen Anforderungen der Betriebe zugeschnitten und fördern die Mitarbeitenden in den Bereichen Lesen, Schreiben sowie mündliche Ausdrucksfähigkeit in Deutsch, Alltagsmathematik und Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Erfahrene Kursanbieter kommen direkt in Ihr Geschäft und stellen gemeinsam mit Ihnen einen massgeschneiderten Kurs zusammen.

Beratung und Information

Sie kennen jemanden, der Hilfe braucht?

Vermuten Sie von einer Ihnen bekannten Person, dass diese ihre Arbeit nicht richtig bewältigen kann, weil sie nicht gut genug lesen und schreiben kann? Oder dass ihr die wichtigsten Grundlagen der Mathematik oder für den Umgang mit dem Computer fehlen?

Sie kennen jemanden aus Familie, Freundeskreis oder Arbeitsumfeld, der nicht oder nicht gut lesen und schreiben kann und das gerne ändern würde? Sie möchten eine Person darauf ansprechen, dass ihr wichtige Grundkompetenzen fehlen, wissen aber nicht wie? Der Verein Lesen und Schreiben Deutsche Schweiz unterstützt Sie mit Beratung, Informationsmaterial und Veranstaltungen zu Ihrer Rolle als Vermittlerperson.

ALFA-Telefon

0800 0800 11

Dienstag und Donnerstag, 13 bis 17 Uhr

Beratungstelefon Grundkompetenzen

0800 47 47 47

Sie möchten helfen?

Viele Erwachsene mit mangelnden Grundkompetenzen haben das Schweizer Bildungssystem zwar durchlaufen, aber wenig erfolgreich. Ohne Förderung sind sie nicht in der Lage, sich Lesen und Schreiben nachträglich selbstständig anzueignen. Ein beträchtlicher Teil dieser Erwachsenen ist von Armut bedroht oder betroffen. Zudem haben sich viele über Jahre hinweg Strategien angeeignet, um ihre Defizite zu verdecken.

Als Freiwillige können Sie dazu beitragen, dass bildungsfernen Personen der Wiedereinstieg in eine persönliche Lern- und Bildungslaufbahn gelingt. Ermutigen Sie die Personen zum Besuch eines Kurses und unterstützen Sie sie im Alltag oder helfen Sie bei einem der kommunalen Schreibdienste mit.

Freiwilligenorganisationen oder Betriebe mit einem Volunteering-Programm, die sich gerne im Förderbereich Grundkompetenzen Erwachsener engagieren möchten, können sich beim Team Grundkompetenzen melden.

Das Botschafterprojekt

Sie sind eine ehemalige Kursteilnehmerin oder ein ehemaliger Kursteilnehmer und haben Interesse, gemeinsam mit ehemaligen Kursteilnehmenden zusammenzuarbeiten, um bildungsferne Personen zur Teilnahme an einem Kurs zu ermuntern und die Zürcher Bevölkerung mit aufsuchender Sensibilisierungsarbeit auf das Thema aufmerksam zu machen? Das gesamtschweizerische Botschafterprojekt des Verbands der Schweizerischen Volkshochschulen und des Dachverbands Lesen und Schreiben unterstützt Sie beim Aufbau eines Botschafter/-innen-Netzwerks. Bei Interesse setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Anbieter und Kursleitende 

Die Programm Grundkompetenzen informiert und berät Sie über Projekte und Massnahmen, Arbeiten des Kantons, bildungspolitische Entwicklungen und aktuelle Veranstaltungen im Weiterbildungsbereich. Machen Sie Ihr Angebot über aktuelle Plattformen und Datenbanken bekannt und lassen Sie sich auf einer Anbieterliste für den Kanton Zürich eintragen.

Informationen zu den Finanzierungsgrundlagen finden Sie bei den weiterführenden Informationen.

Angebot ausschreiben

Auf den folgenden Plattformen können Sie Ihr Angebot eintragen lassen. Bitte geben Sie bei der Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Datenbank-Betreibenden an, dass es sich um einen Grundkompetenzen-Kurs handelt. Sie können Ihre Kurse kompetenz- oder themenfeld-/berufsorientiert anbieten: 

  • Kompetenzorientierte Kurse: Deutsch Lesen und Schreiben (D LS), Deutsch Spracherwerb (D SE), Alltagsmathematik (AM) sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).
  • Themenfeldorientierte Kurse: beinhalten mehrere Grundkompetenzen. Sie werden in einem thematischen Rahmen erteilt und ausgeschrieben. Beispiele: Wohnung online suchen und sich dafür schriftlich bewerben, Haushaltsbudget erstellen, Bewerbungen schreiben und sich vorstellen. Auch Lernstützkurse, Kurse für Zeit- und Organisationsmanagement und andere Angebote für Alltagskompetenzen werden hier erfasst.
  • Berufsorientierte Kurse haben zum Ziel, die für die Ausübung des eigenen Berufs relevanten Grundkompetenzen zu trainieren und zu erweitern. Sie können themenfeld- und/oder kompetenzorientiert erteilt und ausgeschrieben werden. Beispiele: Deutsch-Konversation für Mitarbeitende im Gastro-Bereich, Flächenberechnung und Planung für Personen aus dem Gartenbau usw. Im Speziellen zu nennen sind die arbeitsplatzorientierten Firmenweiterbildungen des Bundesprogramms «Einfach besser!... am Arbeitsplatz».
 

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Der Lehrplan 21 ist im Kanton Zürich das massgebende Rahmencurriculum für die Fähigkeiten und Kenntnisse, die eine Person in der Schweiz mit dem Sekundarabschluss I erreichen muss und die für eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule befähigen. Für den Bereich Deutsch als Zweitsprache ist zudem der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) anerkannt. Ferner gibt es folgende Konzepte, die im Rahmen von Projekten der Arbeitslosenversicherung im Bereich der Grundkompetenzen verfasst worden sind:

  • Bausteine für ein Konzept zur Förderung alltagsmathematischer Kompetenz
  • Rahmenkonzept Deutsch für den Arbeitsmarkt
  • Vorkonzept IKT-Grundkompetenzen Förderung für den Arbeitsmarkt

Die Zürcher Kantonsverfassung und das Bundesgesetz über die Weiterbildung legen die Grundsätze für die Förderung von bildungsbenachteiligten Personen fest. Die massgebende gesetzliche Grundlage für die Finanzierung von Weiterbildungsangeboten sind im Kanton Zürich das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Berufsbildung, das EG BBG, und die Verordnung über die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung, die VFin BBG.
Die Finanzierung von Grundkompetenzen-Massnahmen ist im Kanton Zürich gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt. Grundkompetenzen-Angebote fallen sowohl unter die allgemeine als auch unter die berufsorientierte Weiterbildung: Kurse, die zum Ziel haben, die notwendigen Grundkompetenzen zu erlangen, um den Beruf zufriedenstellend auszuüben, sind Teil der berufsorientierten Weiterbildung. Grundkompetenzen-Kurse, die die Bewältigung des Alltags zum Ziel haben, sind im Kanton Zürich Teil der allgemeinen Weiterbildung.


Kurse für staatliche Anbieter, Projekte für private

Der Kanton Zürich kann berufsorientierte Weiterbildung anbieten und Angebote von staatlichen Anbietern sowie von denjenigen privaten Anbietern finanzieren, die im Auftrag des Kantons Berufsfachschul- oder Berufsmaturitätsunterricht anbieten (§ 31 EG BBG, § 5c VFin BBG). 

Für Kurse der allgemeinen Weiterbildung können aufgrund der Finanzierungsgrundlagen derzeit nur kantonale Anbieter finanziert werden, sofern ein besonderes öffentliches Interesse besteht (§ 32 EG BBG). Angebote von privaten Anbietern können nicht subventioniert werden.

Bei der Finanzierung von Projekten im Bereich Weiterbildung Grundkompetenzen Erwachsene verhält sich die Sachlage umgekehrt: Der Kanton kann Subventionen für «weitere Bildungsmassnahmen» an private Anbieter leisten, worunter auch Projekte zur Förderung von Grundkompetenzen Erwachsener fallen (§ 37 Abs. 1 lit. d EG BBG). Staatliche Anbieter können jedoch bei Projekten nicht berücksichtigt werden.

Kontakt

Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Adresse

Ausstellungsstrasse 80
8090 Zürich
Route (Google)

Telefon

+41 43 259 77 92

Programm Grundkompetenzen

Lageplan Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Für dieses Thema zuständig: