Rückhalt von Löschwasser

Lagern Betriebe eine grosse Menge wassergefährdender Stoffe, können sie verpflichtet werden, Massnahmen für den Rückhalt von allfällig anfallendem Löschwasser umzusetzen. Dies dient dem Ziel, eine Gewässerverschmutzung durch kontaminiertes Löschwasser zu verhindern.

Inhaltsverzeichnis

Gründe

Löschwasser-Rückhaltemassnahmen sind in Betrieben angebracht, welche grössere Mengen an wassergefährdenden Stoffe lagern, welche im Brandfall das Löschwasser kontaminieren können. Um eine Umweltverschmutzungen durch kontaminiertes Löschwasser zu verhindern, muss dieses zurückgehalten werden.

Löschwasser kann durch den Kontakt mit Lagergütern, Brandschutt oder Verbrennungsprodukten mit Schadstoffen belastet werden. Besonders problematisch ist die Vermischung von Löschwasser mit gelagerten wassergefährdenden Stoffen. Gelangt solch kontaminiertes Löschwasser in die Umwelt, kann dies zu Umweltverschmutzungen führen:

  • Fische und andere Lebewesen in Gewässern werden vergiftet.
  • Löschwasser gelangt ins Grundwasser und gefährdet dort das Trinkwasser.
  • Die Reinigungsleistung der ARA nimmt ab und ihr Betrieb wird erschwert, was Gewässerverschmutzungen zur Folge haben kann.

Um solche Umweltverschmutzungen zu verhindern, sind Betriebe gesetzlich verpflichtet, belastetes Löschwasser zurückzuhalten. Das schützt nicht nur Gewässer, sondern reduziert auch die durch den Brand verursachten Kosten im Betrieb sowie in der Umwelt, die durch den Verursacher getragen werden müssen.

Pflicht zum Löschwasser-Rückhalt

Betriebe mit grösseren Mengen an gelagerten wassergefährdenden Stoffen müssen Massnahmen zum Rückhalt von Löschwasser treffen. Wird eine gewisse Menge wassergefährdender Stoffe pro Brandabschnitt (Mengenschwelle) überschritten, ist ein Löschwasser-Rückhalt erforderlich.

Die Mengenschwellen, sowie eine detaillierte Beschreibung zur Abklärung der Pflicht zum Löschwasser-Rückhalt, finden Sie im Leitfaden «Löschwasser-Rückhaltung».

Vorgehen

Ist ein Betrieb aufgrund der Lagerung von grösseren Mengen wassergefährdenden Stoffen verpflichtet, ein Löschwasser-Rückhalt umzusetzen, wird wie folgt vorgegangen:

  1. Erforderliches Rückhaltevolumen berechnen
  2. Löschwasser-Rückhalt planen
  3. Unterlagen für die Prüfung des Rückhalte-Konzeptes zusammenstellen
  4. Prüfung und Zustimmung zum Löschwasser-Rückhalt durch das AWEL
  5. Rückhaltemassnahmen umsetzen

Detaillerte Informationen zur Umsetzung des Löschwasser-Rückhaltes finden Sie im Leitfaden «Löschwasser-Rückhaltung».

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Betrieblicher Umweltschutz und Störfallvorsorge

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8090 Zürich
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