Saisonale Speicherung von Solarenergie in einem Erdwärmesonden-Feld

In der Wohnüberbauung Pfruendmatt in Mettmenstetten wurde ein innovatives Konzept zur solaren Regeneration von Erdwärmesonden umgesetzt. Das Pilotprojekt zeigt, wie Sonnenenergie saisonal gespeichert und für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann – mit beeindruckender Effizienz.

Wirkungsbereich
Energiespeicherung
Branche
Bauwirtschaft
Projektstand
abgeschlossen
Projektart
Pilot- und Demonstrationsanlage
Projektpartner
Wohnbaugenossenschaft maettmi50Plus, AmreinHerzig Architekten GmbH, Huber Energietechnik AG, Solarline Güttinger AG, Coneco AG, Broder AG

Ausgangslage

  • Die solare Regeneration von Erdwärmesonden ermöglicht eine nachhaltige Nutzung des Erdreichs als saisonalen Wärmespeicher.
  • In der Schweiz ist diese Technologie noch wenig verbreitet, bietet aber grosses Potenzial für energieeffiziente Gebäude.
  • Durch die Regeneration bleibt die Quellentemperatur hoch, was die Effizienz der Wärmepumpen langfristig verbessert.
Luftaufnahme Siedlung
Luftaufnahme der Siedlung Quelle: L. Deuss, Energie Solaire SA

Projektbeschrieb

Die Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus realisierte in Mettmenstetten eine nachhaltige Wohnüberbauung mit fünf Mehrfamilienhäusern. Es wurde ein innovatives Heizsystem umgesetzt, das Sonnenenergie nutzt, um das Erdreich als saisonalen Wärmespeicher zu regenerieren. Auf den Dächern installierte Sonnenkollektoren leiten Wärme in Erdwärmesonden, die wiederum Wärmepumpen mit Energie versorgen. Das Zusammenspiel dieser Komponenten sorgt für eine besonders effiziente und umweltfreundliche Wärmeversorgung.

Projektziele

  • Nachweis der Effizienz solar regenerierter Erdwärmesonden im realen Betrieb
  • Erweiterung der Simulationsprogramme EWS und Polysun um solare Regeneration
  • Entwicklung und Test eines Regelkonzepts zur Priorisierung von Sondenregeneration und Warmwasser-Vorwärmung

Erkenntnisse

Die solare Regeneration funktioniert zuverlässig und verbessert die Effizienz der Wärmepumpen deutlich. Die Sonden bleiben langfristig auf hohem Temperaturniveau, was sich positiv auf die Jahresarbeitszahlen auswirkt. Die eingesetzten Regelstrategien ermöglichen eine einfache Steuerung ohne Speicher. Das Konzept wurde erfolgreich in Simulationsprogramme integriert und in Fachkursen weitervermittelt.

Entnahme (braun) und Regeneration (grün) der Sonde im Haus B1. Die Regeneration ist insgesamt deutlich höher als die Entnahme.
Entnahme (braun) und Regeneration (grün) der Sonde im Haus B1. Die Regeneration ist insgesamt deutlich höher als die Entnahme. Quelle: Huber Energietechnik AG

Ausblick

Erkenntnisse fliessen in Simulationsprogramme ein und wurden bereits in Schulungen des Forums Energie Zürich vermittelt.

Projektpartner

Huber Energietechnik AG

Arthur Huber

arthur.huber@hetag.ch

Ähnliche Projekte

Kontakt

Pilotprojekte Energie – Energie

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
Route (Google)
Adresse wurde kopiert Adresse konnte nicht kopiert werden

Telefon

+41 43 258 81 16

Michael Tobler

+41 43 259 30 13

Beat Lehmann

E-Mail

pilotprojekte@bd.zh.ch

Für dieses Thema zuständig: