Regeneration von kompakten Erdwärmesondenfeldern für Wärmenetze
Das Projekt RegEWS zeigt, wie sich durch sommerliche Hochtemperatur-Abwärme die Anzahl benötigter Erdwärmesonden um den Faktor drei verringern lässt – ein Schlüssel für kompakte, erneuerbare Wärmenetze. Anhand der Machbarkeitsstudie wird aufgezeigt, dass ein Wärmenetz für Wallisellen technisch und wirtschaftlich realisierbar sein könnte.
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Ausgangslage
- Thermische Netze sind zentral für die Dekarbonisierung urbaner Wärmeversorgung
- Untiefe Geothermie gewinnt deutlich an Bedeutung als lokal Energiequelle.
- Grosse Erdwärmesondenfelder benötigen enorme Flächen.
- Sommerliche Abwärme könnte zur Regeneration und Flächenreduktion genutzt werden.
Projektbeschrieb
Die werke versorgung wallisellen ag plant ein vollständig fossilfreies Wärmenetz für Wallisellen und Umgebung. Da andere Energiequellen fehlen, soll ein grosses Erdwärmesondenfeld als saisonaler Speicher dienen. Die Machbarkeitsstudie untersucht, wie sich die Kapazität durch Regeneration mit Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz und weiteren Quellen steigern lässt. Simulationen zeigen den Einfluss von Temperatur, Regenerationsdauer und Feldkonfiguration. Ziel ist ein Konzept, das den Flächenbedarf und die Kosten deutlich reduziert.
Projektziele
- Reduktion des Flächenbedarfs grosser Erdwärmesondenfelder durch Hochtemperatur-Regeneration aufzeigen
- Analyse technischer und wirtschaftlicher Machbarkeit für die konkreten Randbedingungen
- Grundlagen für die Realisierung eines Wärmenetzes für Wallisellen schaffen
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für zukünftige Wärmenetze
Die Studie bestätigt, dass Hochtemperatur-Regeneration den Flächenbedarf grosser Erdwärmesondenfelder drastisch reduziert: Bei 70 °C sinkt die Sondenanzahl von 594 auf 192. Eine längere Regenerationsdauer erhöht den Deckungsgrad des Winterwärmebedarfs von 59 % auf 68 %. Die Kombination mit Luft/Wasser-Rückkühlern senkt den Biogasanteil für Spitzenlasten von 31 % auf 12 % und steigert die Versorgungssicherheit. Damit wird die Realisierung kompakter, vollständig erneuerbarer Wärmenetze auch in dicht besiedelten Gebieten möglich.
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