Einwohnerwesen

Die Gemeinden nehmen im Kanton Zürich melderechtliche Aufgaben wahr und führen dazu die Einwohnerregister. Sie liefern ihre Daten in die kantonale Einwohnerdatenplattform KEP. Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Plattform und eine Liste der verschiedenen Datenbezüger.

Inhaltsverzeichnis

Aufgabenteilung

Das Melde- und Einwohnerregisterwesen ist im Kanton Zürich eine Aufgabe der Gemeinden. Es dient Kanton und Gemeinden bei der Erfüllung einer Vielzahl bedeutender öffentlicher Aufgaben, so etwa in den Bereichen Sicherheit, Ausländer- und Asylwesen, Steuerwesen, politische Rechte, Kindes- und Erwachsenenschutz.

Im Rahmen der Revision des Gemeindegesetzes wurden die Bestimmungen des Melde- und Einwohnerregisterwesens überarbeitet und im neuen «Gesetz über das Meldewesen und die Einwohnerregister (MERG)» verankert. Das Gesetz ist seit dem 1. Januar 2016 in Kraft.

Die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden wurde im Wesentlichen beibehalten: Die Aufgaben werden weiterhin mehrheitlich durch die Gemeinden wahrgenommen. Allerdings betreibt das Gemeindeamt der Direktion der Justiz und des Innern die kantonale Einwohnerdatenplattform KEP. Zudem nimmt es die verbleibenden Aufgaben der vom Bund vorgegebenen Koordinationsstelle im Bereich Registerharmonisierung sowie die notwendige Fachaufsicht wahr.

 

Kantonale Einwohnerdatenplattform KEP

In der kantonalen Verwaltung werden heute in fast allen Bereichen Personendaten benötigt. Die kantonalen Amtsstellen beziehen diese Daten aus den kommunalen Einwohnerregistern in unterschiedlicher Form – telefonisch, per Fax, Briefpost oder E-Mail. Dies ist für die Gemeinden als Datenlieferantinnen wie auch für die kantonalen Datenbezüger nicht nur sehr aufwendig und mit Fehlerquellen verbunden, sondern auch aus Sicht der Datensicherheit fragwürdig. Bei einer Erhebung im Jahr 2011 wurde festgestellt, dass rund 200 kantonale Stellen pro Jahr fast 1,8 Millionen Anfragen zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben ausführten.

 

Aufbauschema der KEP
Aufbauschema der KEP

Mit der Kantonalen Einwohnerdatenplattform KEP besteht eine zentrale Kopie der kommunalen Einwohnerregister. Von dieser kantonalen Plattform können berechtigte öffentliche Organe Personendaten beziehen. Damit wird der dezentrale und umständliche Prozess vereinfacht. Die KEP erhält laufend Mutationsmeldungen aus den Gemeindesystemen und ist daher stets aktuell. Die Datenhoheit bleibt jedoch bei den Gemeinden.
 

Datenbezüger

In § 23 Abs. 1 und 2 MERG sind diejenigen öffentlichen Organe aufgeführt, welche zum Bezug von Daten aus der KEP berechtigt sind, soweit sie für die bezogenen Daten über eine genügende Rechtsgrundlage nach § 8 IDG verfügen.
 

Antragsprozess

Um den Antragsprozess zu starten, füllen Sie bitte das nachstehende Antragsformular aus und senden Sie es uns direkt an kep.support@ji.zh.ch. Sie werden danach innert 2 Wochen von der KEP-Fachstelle kontaktiert, um die weiteren Schritte für den Anschluss zu besprechen. Bis zum Abschluss des Antragsprozesses und dem definitiven Zugang ist mit rund 2 Monaten zu rechnen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

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