Langfristige Raumentwicklungs­strategie

Blick auf das Joweid Technologie Zentrum Rüti. Im Vordergrund Bäume und ein blaues Nebengebäude, in der Bildmitte ein Hauptgebäude des ehemaligen Industrieareals.

Wie können wir das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nutzen, um die hohe Standort- und Lebensqualität des Kantons Zürich weiterzuentwickeln? Diese Schlüsselfrage wird in der langfristigen Raumentwicklungsstrategie beantwortet.

Inhaltsverzeichnis

Orientierungsrahmen

Die langfristige Raumentwicklungsstrategie gibt den Rahmen für alle raumwirksamen Tätigkeiten und Entscheide der kantonalen Verwaltung vor. Sie ist ein informelles Instrument, das für die kantonale Verwaltung als Orientierungsrahmen dient und eine Grundlage für den Dialog mit den Gemeinden und Regionen bildet. Sie ergänzt damit den kantonalen Richtplan, der als formelles Planungsinstrument für Gemeinden und Planungsregionen verbindlich ist.

Mit der langfristigen Raumentwicklungsstrategie wird eine thematisch umfassende Perspektive auf die Raumentwicklung eingenommen, die im Vergleich zum Richtplan auf einen wesentlich längeren Zeithorizont ausgerichtet ist.

Kernfrage

Wie können wir das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nutzen, um die hohe Standort- und Lebensqualität, die den Kanton Zürich heute auszeichnet, weiterzuentwickeln?

Im Sinne eines Kompasses zeigt die langfristige Raumentwicklungsstrategie die Richtung für das kantonale Handeln auf, damit auch zukünftige Generationen die Qualitäten, die Vielfalt und die Besonderheiten des Kantons wahrnehmen dürfen.

Langfristige Raumentwicklungsstrategie

Langfristige Raumentwicklungsstrategie
Langfristige Raumentwicklungsstrategie
Publikationsdatum
Dezember 2014
Autor
Kanton Zürich, Regierungsrat

Im Sinne eines Kompasses zeigt die langfristige Raumentwicklungsstrategie die Richtung für das kantonale Handeln auf, damit auch zukünftige Generationen die Qualitäten, die Vielfalt und die Besonderheiten des Kantons wahrnehmen dürfen.

Studien

Im Zusammenhang mit Themen der langfristigen Raumentwicklungsstrategie haben sich Kanton und Gemeinden an verschiedenen Studien beteiligt: 

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Die Studie hat anhand von zwei Fallbeispielen (Region Furttal und Raum Bülach) untersucht, wie sich unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit auf die künftige räumliche Entwicklung der Gemeinden auswirken können.

Projektleitung: Gemeindeamt

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung, Gemeinden Boppelsen, Buchs, Dällikon, Dänikon, Hüttikon, Otelfingen, Regensdorf, Bachenbülach, Bülach, Hochfelden, Höri, Winkel

Orthofoto von Bülach. Im Nordwesten liegt der Bahnhof, in der Bildmitte unten sind Teile der Altstadt zu erkennen.
Zentrum der Stadt Bülach zwischen Altstadt und Bahnhof

Die Studie hatte zum Ziel, bestehende grössere Industrie- und Gewerbeareale im Kanton Zürich zu identifizieren und aus kantonaler Sicht zu beurteilen, wie sich diese Areale für eine Umnutzung zu nutzungsdurchmischten Gebieten eignen.

Projektleitung: Amt für Raumentwicklung

Weitere Beteiligte: Amt für Wirtschaft und Arbeit, Planungsregionen

Luftbild von Kemptthal. Die ehemaligen Industriebauten des Maggi-Areals liegen eingebettet in bewaldete Hügel zwischen Kantonsstrasse und Bahnstrecke.
Das legendäre Maggi-Areal in Kemptthal

Die Studie hat untersucht, welche Anforderungen Logistikunternehmen an Standorte stellen, welche Flächen im Kanton Zürich sich für Logistiknutzungen eignen und wie diese langfristig für diesen Zweck gesichert werden können.

Projektleitung: Amt für Verkehr

Kantonsinterne Beteiligung: Amt für Wirtschaft und Arbeit, Amt für Raumentwicklung

Luftbild von Zürich Herdern stadtauswärts Richtung Limmattal. Links die Auffahrt der Autobahn A1, rechts des Gleisareal mit den Serviceanlagen der SBB. Zwischen den Verkehrsachsen das Rechenzentrum der Swisscom.
Rechenzentrum der Swisscom in Zürich Herdern zwischen Autobahnauffahrt und Gleisareal

Im Rahmen der Studie wurden auf Basis von vergangenen Entwicklungen und absehbaren Rahmenbedingungen die zukünftige Entwicklung der Zürcher Landwirtschaft und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Landschaft abgeschätzt.

Projektleitung: Amt für Landschaft und Natur

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung

 

Idyllischer Bauernhof in saftig grünen Wiesen am Osthang des Bachtels, gegen den Horizont von Wald begrenzt.
Bauernhof am Osthang des Bachtels

Die Studie betrachtete die Zusammenhänge zwischen räumlicher Entwicklung und Lokalklima. Anhand von Modellrechnungen auf Basis von Landbedeckung, Relief, Wind und Temperatur wurde die bestehende lokalklimatische Situation im Kanton analysiert.

Projektleitung: Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung

 

Luftbild mit Blick Richtung Norden auf ein Aussenquartier von Embrach mit Einfamilienhäusern und angrenzendem Ackerland. Links im Hintergrund das Gemeindegebiet von Embrach.
Nach Norden geöffnetes Embrachertal mit Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiet

Kernfrage der Studie war, wie sich die fünf Handlungsräume des Raumordnungskonzepts bezüglich des Energieverbrauchs ihrer Bewohnerinnen und Bewohner unterscheiden. Betrachtet wurde einerseits der Energieverbrauch für die Mobilität und anderseits der Wärmebedarf für die Gebäudeheizung Projektleitung:

Projektleitung: Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung

Ein Cobratram der Linie 10 verlässt die Haltestelle Glattpark stadteinwärts. In der Bildmitte stehen verschiedene Verwaltungsgebäude, nach links biegt im Vordergrund die Glattparkstrasse Richtung Fernsehstudio ab.
Tramhaltestelle Glattpark im Handlungsraum Stadtlandschaft

Im Rahmen der Studie wurde untersucht, welche Möglichkeiten zur Mehrfachnutzung von Verkehrsinfrastrukturen es gibt und welche Kosten und Mehrwerte dabei für unterschiedliche Akteure entstehen. Auf Basis einer Analyse wurden zudem Infrastrukturabschnitte im Kanton Zürich identifiziert, die sich besonders für eine Mehrfachnutzung eignen würden.

Projektleitung: Amt für Verkehr

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung

 

Gleisfeld im goldenen Abendlicht bei der Einfahrt zum Hauptbahnhof Zürich. Im Vordergrund ein Gewimmel von unzähligen Strommasten, in der Bildmitte ein Zug, der auf dem Lettenviadukt das Gleisfeld quert, im Hintergrund der Zürichberg.
Gleisfeld bei der Einfahrt zum Hauptbahnhof Zürich.

Die Studie hat anhand der erwarteten Bevölkerungsentwicklung und der geplanten Infrastrukturausbauten untersucht, wo mittel- und langfristig Kapazitätsengpässe und -reserven in den Verkehrsnetzen von Strasse und Schiene bestehen. Mögliche Massnahmen zur besseren Nutzung der mit den Ausbauvorhaben geschaffenen Kapazitäten werden präsentiert.

Projektleitung: Amt für Verkehr

Weitere Beteiligte: Zürcher Verkehrsverbund, Amt für Raumentwicklung

 

Morgendliche Pendler hetzen durch den unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse im Zürcher Hauptbahnhof. Auf beiden Seiten stehen Züge, in der Bildmitte streben verschwommene Gestalten auf Treppe und Rolltreppe zu.
Morgendliche Pendler im Bahnhof Löwenstrasse im Zürcher Hauptbahnhof

Im Rahmen der Studie wurden mögliche Massnahmen für mehr Kostenwahrheit in der Verkehrs- und Raumentwicklungspolitik aufbereitet und im Hinblick auf eine Umsetzung im Kanton Zürich priorisiert.

Projektleitung: Amt für Verkehr

Weitere Beteiligte: Zürcher Verkehrsverbund, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Amt für Raumentwicklung, Finanzverwaltung

 

Blick gegen Osten von einer Brücke auf die beiden Fahrbahnen der Autobahn A3 zwischen Horgen und Wädenswil. Die Strasse führt durch eine sanfte Hügellandschaft mit Wiesen und Wäldern, am Horizont erhebt sich das Glärnischmassiv.
Autobahn A3 zwischen Horgen und Wädenswil

Die Studie hat untersucht, welche Rolle die Ortszentren im Kanton Zürich für die Versorgung und das lokale Gewerbe spielen. Anhand von Fallbeispielen wurde analysiert, welche Faktoren funktionierende Ortszentren erfolgreich machen, und warum Versorgungsangebote und Gewerbebetriebe aus gewissen Ortszentren verschwunden sind.

Projektleitung: Amt für Raumentwicklung

Weitere Beteiligte: Gemeindeamt

 

Wochenmarkt im Ortszentrum von Meilen. Das Bild wird geprägt von zwei Markständen mit weissem Dach. Auf dem linken werden Textilwaren, auf dem rechten exotische Früchte angeboten. Hinter den Tischen Marktfahrerinnen, davor eine Gruppe von drei Frauen und einem Kind.
Wochenmarkt im Ortszentrum von Meilen

In den Handlungsräumen Naturlandschaft, Kulturlandschaft und Landschaft unter Druck ist ein starkes Wachstum der Siedlung nicht erwünscht. In einer Studie wurde untersucht, welche Potenziale diese Räume aufweisen, vor welchen Herausforderungen sie stehen, und welche Entwicklungsperspektiven in diesen Räumen künftig Erfolg versprechen.

Projektleitung: Amt für Raumentwicklung

Weitere Beteiligte: Amt für Landschaft und Natur, Gemeindeamt, Amt für Verkehr

 

Blick von einem Gegenhang auf Girenbad bei Hinwil. Der Weiler ist eingebettet in grüne Wiesen mit Obstbäumen und kleinen Wäldchen. Im Hintergrund erhebt sich die bewaldete Flanke des Bachtels.
Girenbad bei Hinwil im Handlungsraum Kulturlandschaft

Im Rahmen der Studie wurden die künftige Entwicklung der Erholungs- und Freizeitaktivitäten im Kanton Zürich abgeschätzt und wahrscheinliche künftige «Hot Spots der Erholung» identifiziert. Drei thematische Fallbeispiele skizzieren Möglichkeiten für den künftigen Umgang mit «Hot Spots».

Projektleitung: Amt für Landschaft und Natur

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Amt für Verkehr

Vorplatz einer Scheune des Juckerhofs in Seegräben. Rechts die renovierte Scheune, links ein Vorplatz mit Festbänken, Stühlen und weissen Sonnenschirmen. Über den Platz hinweg ist im Hintergrund der Pfäffikersee zu erkennen.
Der Juckerhof in Seegräben, ein «Hot Spot» der Erholung

In der Studie wurde mit einer repräsentativen Umfrage die Einstellung von Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Zürich zu einer baulichen Verdichtung in ihrem Wohnumfeld erhoben. Einerseits wurde untersucht, wie die Bevölkerung in unterschiedlichen Handlungsräumen und Siedlungstypen verdichtetes Bauen generell akzeptiert. Anderseits wurde erkundet, mit welchen Massnahmen sich die Akzeptanz steigern lässt.

Projektleitung: Statistisches Amt, Amt für Raumentwicklung

Zwei langgezogene mehrstöckige Wohngebäude des Zellwegerparks in Uster laufen von der Seite her aufeinander zu. Im Hintergrund in der Bildmitte bleibt ein schmaler Durchblick in die Umgebung.
Verdichtetes Bauen im Zellwegerpark in Uster

Die Studie hat untersucht, welche sozialen und demografischen Veränderungen im Kanton Zürich bevorstehen und wie sich diese auf Politikbereiche des Kantons Zürich auswirken. Anhand von Kenngrössen wurden räumlich differenzierte soziale und demografische Entwicklungen in den Gemeinden aufgezeigt.

Projektleitung: Staatskanzlei

Weitere Beteiligte: Amt für Raumentwicklung

 

Blick in eine von renovierten Häusern gesäumte Gasse der Winterthurer Altstadt. Zahlreiche Passanten bummeln durch die Gasse, stehen vor den Läden oder sitzen an den Tischen eines Imbissstandes.
Altstadt von Winterthur

Daniela Wegner

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daniela.wegner@bd.zh.ch
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