Koordiniertes Verfahren

Bestimmte Bauvorhaben benötigen gemäss Bauverfahrensverordnung (BVV) eine kantonale Beurteilung. Ist dies der Fall, so sorgen Kanton und Gemeinde gemeinsam für einen reibungslosen Ablauf.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben der Gemeinde im koordinierten Verfahren

Die Bauverfahrensverordnung (BVV) regelt, welche Bauvorhaben neben der kommunalen baurechtlichen Bewilligung auch eine Beurteilung durch kantonale Stellen benötigen. Ist dies der Fall, so leitet die Gemeinde das Baugesuch an die kantonale Leitstelle für Baubewilligungen weiter. Grundsätzlich ist die Gemeinde als Leitbehörde für die rechtskonforme Abwicklung des Verfahrens verantwortlich.

Übermittlung von Baugesuchen an den Kanton 

Die Gemeinde prüft die Vollständigkeit des Baugesuchs sowie die Form der eingereichten Unterlagen. Zudem klärt die Gemeinde ab, ob und welche Beurteilungen durch kantonale Stellen erforderlich sind. 

Ist eine Beurteilung durch den Kanton erforderlich, überweist die Gemeinde die Baugesuchsunterlagen zusammen mit dem Überweisungsformular an die Leitstelle für Baubewilligungen.

Die Leitstelle für Baubewilligungen benötigt ein vollständiges Exemplar der Baugesuchsakten. Diese werden gescannt und elektronisch an die involvierten Fachstellen weitergeleitet.

Handhabung der Baugesuchsformulare

Parallelbetrieb des elektronischen und papierbasierten Baubewilligungsverfahrens

«eBaugesucheZH» bietet – parallel zum papierbasierten Baubewilligungsprozess – eine digitale Option der Baugesuchseingabe. Im Rahmen des Projekts hat die kantonale Leitstelle für Baubewilligungen ein neues Baugesuchsformular entwickelt. Die verschiedenen bestehenden Dokumente (Baugesuchsformular sowie Zusatzformulare) wurden in einem einheitlichen, benutzergeführten Online-Baugesuchsformular zusammengefasst, wie man es zum Beispiel bei der Steuererklärung kennt. 

Gemäss der revidierten Bauverfahrensverordnung (BVV) haben Gemeinden auch bei der Einreichung in Papierform dieses neue kantonale Baugesuchsformular zu verwenden.

Die analoge Version des neuen Baugesuchsformulars wird aus dem Onlineformular auf der Plattform abgeleitet. Sie wird bis zum Ende des Projekts eBaugesucheZH im Herbst 2020 fertiggestellt, da in der aktuellen Einführungsphase noch Optimierungen vorgenommen werden.

Übergangsregelung bis zum Projektabschluss

Für die Einführungsphase bis zum Abschluss des Projekts eBaugesucheZH im Herbst 2020 gilt folgender Grundsatz:

  • Bei der elektronischen Baueingabe wird das Baugesuch mit dem neuen Online-Baugesuchsformular auf der Plattform erfasst und eingereicht. 
  • Für Baugesuche in Papierform nutzen Gesuchstellende die herkömmlichen analogen Formulare

Nach Projektabschluss wird die elektronische Baueingabe mit dem aktualisierten neuen Onlineformular auf der Plattform erfolgen.

Die analoge Version des neuen kantonalen Baugesuchsformulars wird dann ebenfalls zur Verfügung stehen. Sie ist ab Herbst 2020 bindend für alle Eingaben in Papierform – unabhängig davon, ob die Gemeinde bereits digitale Eingaben über die Plattform zulässt.

Keine Vorentscheide ohne Drittverbindlichkeit

Die Leitstelle für Baubewilligungen nimmt Gesuche für Vorentscheide ohne Drittverbindlichkeit nicht entgegen. Die Gesuchsteller können sich in einfachen Fällen bei den Sachbearbeitenden der kantonalen Fachstellen unverbindliche Auskünfte einholen.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Rechtliche Grundlagen

Kontakt

Baudirektion – Leitstelle für Baubewilligungen

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 24 17


Bürozeiten

Montag bis Freitag
8.00 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr

Für dieses Thema zuständig: