Aus Tiefgarage und Zivilschutzanlage wird eine Sportanlage für fünf Kantonsschulen
Medienmitteilung 29.10.2026
Um den akuten Mangel an Sporthallen für die Kantonsschulen im Gebiet «Pfauen» zu beheben, plant der Kanton Zürich eine innovative Lösung. Ein Teil einer Tiefgarage sowie eine veraltete Zivilschutzanlage der Kantonsschule Rämibühl sollen in eine moderne Dreifachsporthalle umgebaut werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat dafür einen Objektkredit von 20,45 Mio. Franken.
Der Bau des FORUM UZH im Hochschulgebiet Zürich Zentrum hat bewirkt, dass bisher von Schülerinnen und Schülern genutzte Sporthallen wegfielen. Der Bedarf der fünf umliegenden Zürcher Kantonsschulen (Stadelhofen, Hohe Promenade, Hottingen sowie die zwei Rämibühl-Schulen Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium MNG und Realgymnasium RG) kann derzeit nur dank temporärer Sportanlagen abgedeckt werden.
Effiziente Umnutzung im dicht bebauten Stadtgebiet
Ein Grossteil der Parkplätze der Kantonsschulen Rämibühl in der zweistöckigen Tiefgarage, die in den 1960er-Jahren grosszügig geplant worden war, wird heute für den Schulbetrieb nicht mehr genutzt. Die aus der gleichen Bauzeit stammende dreigeschossige Zivilschutzanlage ist schon seit längerer Zeit nicht mehr in Betrieb.
Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung des Gymnasiums Rämibühl entsteht aus den ausrangierten unterirdischen Bauten eine helle, moderne Sportanlage mit einer Dreifachsporthalle sowie Neben- und Technikräumen. Auf der Seite der Freiestrasse sollen zudem ein separater Zugang zur Halle und eine natürliche Belichtung der Hallen realisiert werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat für das Vorhaben einen Objektkredit von 20,45 Mio. Franken.
Inbetriebnahme voraussichtlich 2031
Die Umnutzung von Tiefgarage und Zivilschutzanlage bietet im dicht bebauten Quartier eine raumplanerisch, ökonomisch und ökologisch überzeugende Lösung für die benötigte Sportfläche. Dank der Weiterverwendung bestehender Bausubstanz wird graue Energie eingespart. Dies schont die Ressourcen und senkt den CO2-Ausstoss im Vergleich zu einem Neubau. Die Inbetriebnahme der Sportanlage ist zu Beginn des Schuljahres 2031/2032 vorgesehen.