Regierungsrat stärkt Innovationskraft im sicherheitspolitischen Bereich

Der Regierungsrat will die sicherheitspolitischen Anstrengungen des Bundes auf kantonaler Ebene ergänzen und verstärken. In einem ersten Schritt hat er dazu Stossrichtungen festgelegt. Ziel ist es, die Resilienz des Wirtschaftsstandorts Zürich durch die Stärkung seiner Innovationskraft im sicherheitspolitischen Bereich zu erhöhen.

Die globale Sicherheitslage ist instabil. Zunehmender Grossmachtwettbewerb und umgreifender Protektionismus schlagen sich in Form von Handelskonflikten und gefährdeten Lieferketten nieder. Zudem wachsen die technologischen Abhängigkeiten. In Kombination mit zunehmend komplexen sicherheitspolitischen Herausforderungen hat sich die Bedrohungslage für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat verschärft.

Kanton Zürich setzt auf Forschung und Wirtschaft

Der Bund reagiert auf die veränderte Lage mit einer neuen Sicherheitspolitischen Strategie, die noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Der Regierungsrat will einen Beitrag leisten und seine Stärken als forschungs- und wirtschaftsstarken Kanton einbringen. Denn der Kanton Zürich verfügt über eine hohe Innovationskraft, eine starke Forschungslandschaft sowie über eine Vielzahl von Unternehmen, die sich mit modernen Schlüsseltechnologien befassen. Mit diesen Ressourcen kann der Kanton einen Beitrag zur Stärkung der technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Resilienz im Kontext der geänderten Bedrohungslage leisten. Dies will der Regierungsrat durch die Vernetzung der relevanten Kompetenzen fördern und dazu die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Drei Stossrichtungen

Dazu hat er einen Handlungsrahmen mit drei Stossrichtungen beschlossen. Der Regierungsrat will erstens die Bevölkerung sensibilisieren, damit das Verständnis für Krisen-, Vorsorge- und Sicherheitsthemen gestärkt wird.

Zweitens will der Regierungsrat die relevanten Akteure auch im sicherheitspolitischen Bereich besser vernetzen. «Wir wollen den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen fördern und die Industriebasis stärken, um sicherheitsrelevante Technologien zu entwickeln», sagt Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Ziel ist es, Innovationen rascher in die Anwendung zu überführen und möglichst direkt für die Landesverteidigung nutzbar zu machen.

Drittens will der Regierungsrat Bevölkerung und kritische Infrastruktur dank technologischer Souveränität besser schützen. So sind Drohnen heute eine akute Gefahr für die Infrastruktur. Der Standort Zürich hat mit seinen starken Hochschulen, innovativen Start-ups, einer leistungsfähigen Hightech-Industrie und kritischen Infrastrukturen gute Voraussetzungen, um bei Drohnentechnologien noch mehr Souveränität sicherstellen zu können. Dieses Potenzial soll gezielter genutzt werden. «Es ist wichtig, dass auch der Kanton Zürich seinen Beitrag zur militärischen Sicherheit der Schweiz leistet», sagt Sicherheitsdirektor Mario Fehr.
 

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