Flughafenbericht: Ziele erreicht, Fluglärm-Index weiterhin unter dem Richtwert

Der Regierungsrat hat den Flughafenbericht 2023 verabschiedet. Die Ziele der kantonalen Eigentümerstrategie wurden allesamt erreicht. Der Monitoringwert des Zürcher Fluglärm-Indexes (ZFI) 2022 liegt weiterhin unter dem Richtwert.

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Medienkonferenz vom 7. Dezember 2023
Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 7. Dezember 2023

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Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 7. Dezember 2023 in Gebärdensprache

Der Kanton Zürich ist grösster Minderheitsaktionär der Flughafen Zürich AG. In seiner Eigentümerstrategie legt der Regierungsrat die strategischen Ziele und Erwartungen an die Flughafen Zürich AG fest. Diese reichen von der «volks- und verkehrswirtschaftlichen Bedeutung» über den «Umweltschutz», und die «Unternehmensführung» bis zur «Beziehungspflege». Im Flughafenbericht informiert der Regierungsrat jährlich über die Erreichung dieser Ziele und Erwartungen.

Vorgegebene Ziele erreicht bis übertroffen

Die Ziele betreffend die globale und kontinentale Erreichbarkeit hat der Flughafen Zürich im letzten Jahr übertroffen. Gemäss dem Forschungsinstitut BAK Economics befindet sich Zürich im europäischen Vergleich in Bezug auf die weltweite Erreichbarkeit auf dem siebten Rang und in Bezug auf die Erreichbarkeit innerhalb des Kontinents auf dem achten Platz. Bei der Qualität wurde das Ziel der Eigentümerstrategie (achter Rang weltweit oder dritter Rang in Europa) erreicht: Bei den «World Airport Awards» der Rating-Agentur Skytrax platzierte sich der Flughafen Zürich weltweit auf dem achten Rang und in Europa auf der vierten Position. Auch in den Bereichen Umweltschutz, Unternehmensführung und Beziehungspflege wurden die Vorgaben erfüllt. Daher ist der Regierungsrat mit der Geschäftstätigkeit der Flughafen Zürich AG sehr zufrieden.

Fluglärmcontrolling 2022: Richtwert eingehalten

Der ZFI-Monitoringwert kommt im Berichtsjahr mit 43 448 Personen unter dem Richtwert (47 000) zu liegen. Nach den stark von der Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 wurde der Richtwert mit dem Jahr 2022 nun zum dritten Mal in Folge eingehalten. Die Zahl der am Tag stark von Fluglärm betroffenen Personen beläuft sich auf 26 593 und diejenige der in der Nacht im Schlaf stark gestörten Personen auf 16 855. Gleichzeitig liegt der ZFI-Monitoringwert 2022 klar über jenem des Vorjahres, was auf die rasche Erholung der Flugbewegungszahlen nach der Pandemie zurückzuführen ist. Mit insgesamt 216 585 Flugbewegungen wurde der gesetzlich festgelegte Maximalwert von 320 000 Bewegungen um mehr als 100 000 Bewegungen deutlich unterschritten.

Für einen sicheren und wettbewerbsfähigen Flughafen

Die Erholung am Flughafen Zürich nach den pandemiebedingten schwierigen Jahren 2020 und 2021 ist aus volkswirtschaftlicher Sicht bedeutend. Der Flughafen ist nicht nur für die internationale Erreichbarkeit der Schweiz entscheidend, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor für die Region, den Kanton Zürich und das gesamte Land. Entsprechend verlangt der Regierungsrat in der 2023 überarbeiteten Flughafenpolitik einen sicheren und wettbewerbsfähigen Flughafen, der die Beeinträchtigungen der Bevölkerung durch den Flugbetrieb möglichst gering hält und die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima begrenzt. Ein wichtiges Vorhaben für den Flughafen ist die Erhöhung der Sicherheitsmarge auf den sich kreuzenden Pisten sowie den An- und Abflugrouten. Dazu sollen die Pisten 28 und 32 verlängert werden. Regierungsrat und Kantonsrat haben deshalb die Staatsvertretung im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG ermächtigt, der Einreichung des entsprechenden Plangenehmigungsgesuchs zuzustimmen. 2024 wird es dazu eine kantonale Volksabstimmung geben. Skyguide erwartet bei einer Pistenverlängerung künftig eine Reduktion der Komplexität und eine weitere Erhöhung der Sicherheitsmarge, weil Kreuzungspunkte in der Luft und am Boden reduziert werden. Die mehrmals täglich erfolgenden Konzeptwechsel stellen zudem eine Belastung für das Gesamtsystem Flughafen Zürich dar. Für die Fluggesellschaft SWISS ist ein reibungslos funktionierendes Drehkreuz mit stabilen Stundenkapazitäten unerlässlich, um auch in Zukunft ihren Auftrag zu erfüllen, die Schweiz mit Europa und der Welt zu verbinden.
 

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