Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung: Genau hinschauen und handeln

Wie entwickelt sich der Zürcher Wald? Gut, wie der neuste Zwischenbericht zum Waldentwicklungsplan zeigt. Damit der Zürcher Wald alle seine Funktionen wie die biologische Vielfalt oder den Schutz vor Naturgefahren erfüllen kann, muss er auch weiterhin bewirtschaftet und gepflegt werden. Eine weitere Funktion des Waldes ist die Holzproduktion. Dabei entlasten Bäume besonders bei Mehrfachnutzung des geernteten Holzes durch ihr eingelagertes CO2 das Klima vielschichtig. Das Klima entlasten will auch das kantonale Tiefbauamt. Mit einer Ökobilanz hat es analysiert, wo die Umweltbelastung sinnvoll verringert werden kann – beispielsweise durch Wildtierbrücken aus Holz statt Beton.

Inhaltsverzeichnis

ZUP 102: Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung

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Der Waldentwicklungsplan stellt für das gesamte Waldareal im Kanton Zürich sicher, dass der Wald seine Funktionen wie Biodiversität, Schutz gegen Naturgefahren, Erholung oder Holzproduktion nachhaltig erfüllen kann. Ein Zwischenbericht dokumentiert die Fortschritte der letzten zehn Jahre und zeigt den weiteren Handlungsbedarf. 

Bäume binden im Laufe ihres Lebens viel CO2 und fixieren es in ihrem Holz. Wird dieses langfristig und vielleicht sogar mehrfach verwendet, bleibt das CObesonders dauerhaft der Atmosphäre fern. Dazu können eine geeignete Baumartenwahl und eine optimierte Nutzung beitragen. 

Das kantonale Tiefbauamt plant, baut, betreibt und unterhält unter anderem Strassen, Brücken sowie Velo- und Wanderwege. Eine Ökobilanz zeigt, welche Auswirkungen diese wichtigen Infrastrukturmassnahmen auf Umwelt und Klima haben und wie die Umweltbelastung weiter reduziert werden kann. 

Wildtierbrücken stärken die ökologische Vernetzung, indem sie Wildtieren helfen, grosse Hindernisse wie Autobahnen zu überwinden. Üblicherweise sind sie aus Stahlbeton gefertigt. Das Tiefbauamt hat geprüft, ob eine Holzkonstruktion über die A51 bei Bachenbülach/Winkel in der Ökobilanz besser abschneiden würde. 

Grünflächen sind im Ortszentrum oft ein rares Gut. Umso wichtiger ist es, möglichst viel aus ihnen herauszuholen. Mit fachkundiger Unterstützung lassen sich leere Insektenhotels, Konkurrenzkampf und Fressfeinde vermeiden. Tipps für Behörden, Naturschützende sowie Private.

Ganz nach dem Motto «Chancen nutzen, wenn sie sich präsentieren» entstand in Uster eine Naturoase: Ein aufgewerteter grüner Korridor schafft eine wertvolle Verbindung zwischen Landwirtschaftsfläche und Siedlungsgebiet. Im Interview erklärt Philipp Jucker, Leiter des Bereichs Biodiversität der Stadt Uster, wie es dazu kam. 

Intakte, charakteristische und ästhetische Landschaften sind für die Standort- und Lebensqualität im Kanton Zürich von enormer Bedeutung. Das überarbeitete Landschaftsschutzinventar ist eine Bestandsaufnahme der einzigartigsten Landschaften im Kanton und trägt dazu bei, sie auch künftig grossräumig zu bewahren. 

Im Kanton Zürich gelten Gebäude ab einer Fassadenhöhe von mehr als 25 Metern als Hochhäuser. Künftig werden Hochhäuser immer mehr zum Stadtbild gehören. Sie dürfen benachbarte Wohnnutzungen aber im Laufe des Tages nur kurzzeitig beschatten. Neu sind das drei Stunden.

Was tun gegen die weiter zunehmende Lärmbelastung? Bereits 2017 hat der Bundesrat einen Massnahmenplan erarbeitet und auch die Kantone aufgefordert, eine eigene Strategie zu entwickeln. Welche Ziele hat sich der Kanton Zürich gesetzt? Welche konkreten Massnahmen sind geplant? 

Obwohl ein Grossteil der im Kanton Zürich registrierten Autos immer noch einen Verbrennungsmotor hat, fährt mittlerweile fast jede zweite Neuzulassung ganz oder teilweise mit Strom. Die Neuzugänge zur Flotte werden im Schnitt aber auch immer schwerer und leistungsstärker, was ihren Energieverbrauch steigen lässt. 

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Zürcher Böden? Wie steht es um ihren Humusgehalt? Für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen sowie für den langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit wurde die Kantonale Bodenüberwachung auf die aktuellen Bedürfnisse und Herausforderungen neu ausgerichtet.

Regenwürmer sind stille Schaffer. Emsig lockern und durchmischen sie die Böden und führen ihnen wertvollen, nährstoffreichen Humus zu. Seit zwei Jahren werden sie von einem gefährlichen Feind bedroht: einem invasiven, fleischfressenden Plattwurm. Seine Ausbreitung in Gärten und Wald muss verhindert werden.

Viele Klimaschutzmassnahmen wurzeln im Konkreten, im Lokalen. Hier setzt der Klimadialog an. Er stärkt den Austausch zwischen Kanton und Gemeinden sowie unter den Gemeinden. Und er macht es damit möglich, dass Wissen und Erfahrung geteilt werden können – zum Nutzen des Zürcher Klimaschutzes. 

Mehr zum Thema

Die «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» (ZUP) ist das Informationsbulletin aller in den Umweltschutz und die Raumentwicklung involvierten Ämter und Fachstellen des Kantons Zürich. Mit aktuellen Informationen sowie verschiedenen Tipps aus der Praxis bildet die ZUP eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Die ZUP erscheint drei- bis viermal im Jahr und richtet sich an Behörden der Zürcher Gemeinden, Planungsbüros, Medien sowie an alle im Umweltbereich sowie der Raumentwicklung tätigen und daran interessierten Personen und Organisationen. 

Die «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» ist kostenlos erhältlich bei der Koordinationsstelle für Umweltschutz, Postfach, 8090 Zürich, Telefon 043 259 24 17 oder kofu@bd.zh.ch. Die aktuelle Ausgabe der ZUP und das Archiv aller bisher erschienenen Beiträge, Themenhefte sowie Themenschwerpunkte finden Sie unter www.zh.ch/umweltpraxis. 

Der Nachdruck von Artikeln ist in Absprache mit der Redaktion erwünscht und gestattet.

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