Strategie für nachhaltige und digitale Mobilität

Mit der Strategie und dem Handlungsprogramm «Digitalisierung und Nachhaltigkeit der Mobilität im Kanton Zürich» legt der Regierungsrat auf Antrag der Volkswirtschaftsdirektion seine Stossrichtungen für eine zukunftsgerichtete, digitale, nachhaltige und effiziente Mobilitätsentwicklung fest. Dabei setzt er auf Anreize, auf befristete Förderung und insbesondere auf die Digitalisierung als Treiber.

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Medienkonferenz vom 2. Juli 2021
Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 2. Juli 2021

Mit der vom Regierungsrat verabschiedeten Strategie und dem Handlungsprogramm «Digitalisierung und Nachhaltigkeit der Mobilität im Kanton Zürich», kurz: DiNaMo, liefert der Regierungsrat Antworten, wie die Mobilität in Zukunft aussehen dürfte und welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden sollten. «Der Kanton Zürich steht in den nächsten Jahren vor grossen Herausforderungen», sagt die zuständige Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Es ist deshalb genau der richtige Moment, um aufzuzeigen, welches Potenzial die Digitalisierung für eine nachhaltige und effiziente Mobilität im Kanton Zürich aufweist.»

Bereits 2018 hat der Regierungsrat mit dem Gesamtverkehrskonzept die wesentlichen Herausforderungen und Massnahmen bezeichnet. Daraus geht hervor, dass die Mobilitätsnachfrage aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung weiter steigen wird. Aufgrund technologischer Innovationen und gesellschaftlicher Veränderungen werden sich auch die Mobilitätsmuster von Personen und Gütern wandeln.

Leitlinien für kantonales Handeln

Der Kanton Zürich – insbesondere das neue Amt für Mobilität – will Trends und Entwicklungen noch früher erkennen und geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsgerichtete Mobilität schaffen. Wesentlicher Hintergrund und Motivation für DiNaMo sind die verschiedenen mit der Digitalisierung verbundenen und durch Corona beschleunigten Mobilitätstrends (z.B. E-Bike-Boom oder Sharing-Modelle) und die neuen Mobilitätsangebote dank technologischen Innovationen (z.B. Mobility as a Service). Als Vertiefung des Gesamtverkehrskonzepts bildet DiNaMo die Leitlinien des kantonalen Handelns. Basierend auf dem heutigen Kenntnisstand der nationalen und internationalen Mobilitätsforschung wird eine zukunftsweisende Behandlung dieser Themen für den Kanton Zürich ermittelt und ein konkretes Handlungsprogramm abgeleitet. Weiter bildet DiNaMo auch die Grundlage für die Beantwortung diverser parlamentarischer Vorstösse.

Das Handlungsprogramm umfasst sieben strategische Stossrichtungen:

  • CO2- und lärmarmen Strassenverkehr fördern
  • Multimodale Mobilitätsangebote weiter entwickeln
  • Steuerungs- und Lenkungssysteme aktiver nutzen
  • Güterverkehr effizienter abwickeln, insbesondere in städtischen Gebieten
  • Verkehrsräume effizient und dynamisch nutzen
  • Nutzungsabhängige und Verkehrsmittel übergreifende Pricing-Systeme ermöglichen
  • Flexibles Arbeiten und digitale Kommunikations- und Arbeitsformen zur Verkehrsreduzierung nutzen

Mehr E-Ladestationen und Wasserstoff-Tankstellen 

Aus diesen Stossrichtungen leitet sich eine breite Massnahmenpalette mit unterschiedlichen Prioritäten ab. Das unmittelbar grösste Wirkungspotenzial hinsichtlich CO2-Reduktion dürfte die Förderung der Infrastruktur für eine CO2-arme Mobilität haben. Bis 2023 soll ein zeitlich befristetes Förderprogramm für Elektro-Ladestationen bei privaten und öffentlichen Parkplätzen sowie an stark frequentierten Orten beschlossen werden, finanziert über einen neu zu schaffenden Rahmenkredit. «Die Verfügbarkeit von Ladestationen und Wasserstofftankstellen ist ganz entscheidend, damit die klimafreundliche Elektromobilität weiter vorankommt», sagt Regierungsrätin Carmen Walker Späh.

Einrichtungen der Verwaltung sollen beschleunigt mit Ladestationen ausgestattet und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in allen Direktionen verstärkt durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Der Regierungsrat hat auf Antrag der Sicherheitsdirektion entsprechend separat 2,3 Millionen Franken bewilligt, damit die Kantonspolizei bis 2024 maximal 54 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge ersetzen kann.

Nutzungsabhängige Preise und flexible Arbeitsformen

Mittelfristig stellen für den Regierungsrat nutzungsabhängige Preise eine Möglichkeit dar, um die Verkehrsnachfrage zu steuern und dabei insbesondere Verkehrsspitzen zu brechen. Zudem ist die Ermöglichung flexibler Arbeitsformen ein Feld mit Verkehrsvermeidungs- und Verlagerungspotenzial, das auch nach der Corona-Pandemie genutzt werden soll. Jedoch gibt es hier diverse Einflussfaktoren, die über die Verkehrspolitik hinausgehen. Daneben bestehen weitere Massnahmenbereiche, die bereits heute umgesetzt werden, aber mit der Digitalisierung zusätzliche Potenziale für die Nachhaltigkeit entfalten können, wie beispielsweise Verkehrssteuerungen und City-Logistik. Diese Potenziale sollen verstärkt genutzt werden.

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