Grossmünster muss saniert werden

Das Grossmünster in Zürich soll in den nächsten Jahren Instand gesetzt werden. Zum einen wird dadurch die wertvolle mittelalterliche Substanz der Kirche langfristig erhalten, zum anderen der kirchliche und zivile Betrieb verbessert.

Die Grossmünster-Kirche in der Altstadt von Zürich wurde zwischen 1100 und 1220 erbaut. Sie gehört zusammen mit dem Fraumünster und der Kirche St. Peter zu den bekanntesten Kirchen der Stadt und ihre Doppeltürme sind ein Wahrzeichen Zürichs. Pro Jahr zählt das Grossmünster rund eine halbe Million Besucherinnen und Besucher. Neben Gottesdiensten und anderen religiösen Feierlichkeiten finden auch regelmässig Veranstaltungen und Führungen statt.

In den nächsten Jahren stehen zahlreiche Instandsetzungsarbeiten an. Ziel ist, die wertvolle mittelalterliche Bausubstanz und die Wirkung des Kulturguts langfristig zu erhalten. Dazu sind Massnahmen erforderlich, um das Raumklima zu regulieren, sodass sich die Zerfallsprozesse so weit wie möglich verlangsamen. Auch soll der Kulturgüterschutz verbessert werden.

Weil die betrieblichen Anforderungen durch die grosse touristische Bedeutung des Grossmünsters gestiegen sind und sich die Nutzung verändert hat, benötigt es gezielte Anpassungen der Infrastruktur, um einen sicheren und adäquaten Betrieb zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen beispielsweise die Besucherlenkung und die Personensicherheit optimiert werden. Weiter sollen WC-Anlagen und Lager den heutigen Bedürfnissen und Vorschriften angepasst werden. Aufgrund aller Massnahmen sind auch die gebäudetechnischen Installationen tangiert, die ebenfalls verbessert werden sollen. Zudem schafft das Projekt die erforderlichen Grundlagen für ein kontinuierliches Monitoring.

Die einzelnen Massnahmen sind im Detail noch zu definieren. Die Bearbeitung aller Themen in einem umfassenden Projekt stellt aber sicher, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen koordiniert bearbeitet werden. Im Rahmen der anstehenden Vorstudie werden das Gesamtprojekt festgelegt und Konzepte für die Realisierung entwickelt. Die Umsetzung erfolgt in zeitlich gestaffelten Teilprojekten.

Der Regierungsrat hat für das Gesamtprojekt einen Vorstudienkredit von rund 2,5 Millionen Franken sowie einen Rahmenkredit von rund 32,5 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. Geplant ist, im Jahr 2022 die ersten Arbeiten vorzunehmen. Der Abschluss ist 2028 vorgesehen.

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