Werkzeugkasten Elektromobilität

Die Anzahl Steckerfahrzeuge nimmt stark zu. Dies verändert unsere Mobilität und der Strassenverkehr wird energieeffizienter und klimaschonender. Der Kanton Zürich unterstützt Ihre Gemeinde oder Stadt dabei, die Chancen der Elektromobilität zu nutzen.

Vision und Ziel

Die energie- und klimapolitischen Ziele des Kantons erfordern eine nahezu vollständige Dekarbonisierung des Strassenverkehrs bis 2040, spätestens 2050. Der «Werkzeugkasten Elektromobilität» unterstützt Entscheidungstragende in Gemeinden und Städten sowie verwaltungsinterne Fachpersonen für Energie, Verkehr, Umwelt, Bau und Raumplanung dabei, sich über nötige Massnahmen und deren Umsetzung zu informieren.

So kann Ihre Gemeinde oder Stadt einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Strassenverkehrs leisten:

Zu den 3Vs gehören vermeiden, verlagern und verträglich gestalten.
Die 3V-Strategie gibt die Stossrichtung für eine nachhaltigere Mobilität vor. Quelle: Amt für Mobilität, Kanton Zürich
  1. Vermeiden: Durch Planen von durchmischten Siedlungsgebieten mit kurzen Wegen vermeiden Sie Verkehr.
  2. Verlagern: Fördern Sie emissionsarme Fortbewegungsmittel und verlagern Sie so den Verkehr auf den öffentlichen Verkehr sowie den Velo- und Fussverkehr.
  3. Verträglich gestalten: Der verbleibende Verkehr soll möglichst effizient und emissionsarm gestaltet sein, z.B. durch die Nutzung von alternativen – insbesondere batterieelektrischen – Antrieben.

Vermeiden und Verlagern des Verkehrs sind prioritär anzugehen, werden aber erst mittel- bis längerfristig greifen. Damit wir das Netto-Null-Ziel bis 2040, spätestens 2050, erreichen, muss der motorisierte Strassenverkehr im Kanton Zürich deshalb möglichst schnell und vollständig elektrifiziert werden. 

Ein Grundpfeiler der Elektrifizierung ist die Ladeinfrastruktur. Dessen Aufbau ist kein Selbstläufer. Auf dieser Seite und den Unterseiten finden Sie als Gemeinde oder Stadt Handlungsanleitungen und Beispiele, um die Elektromobilität zu fördern und die ressourceneffiziente Mobilität zu unterstützen.

Prognose

Die Studie «Verständnis Ladeinfrastruktur 2050» zeigt, dass schon im Jahr 2035 60 Prozent aller Personenwagen Steckerfahrzeuge sein könnten. Diese steigende Anzahl Steckerfahrzeuge benötigt einen Ausbau der Ladeinfrastruktur in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Deswegen müssen Gemeinden und Städte sowie sämtliche Akteurinnen und Akteure jetzt gemeinsam handeln.

Umweltvorteile

Jedes Fahrzeug belastet die Umwelt. Batterieelektrische Fahrzeuge belasten die Umwelt jedoch sehr viel weniger als Verbrenner. Deswegen ist der vorzeitige Umstieg auf neue batterieelektrische Fahrzeuge aus Sicht des Klimaschutzes fast immer sinnvoller als den alten Verbrenner weiterzufahren. Dies ist besonders dann der Fall, wenn der nötige Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Batterieelektrische Fahrzeuge stossen keine Treibhausgase im Betrieb aus. Dies kompensiert die Emissionen, die bei der Fahrzeugherstellung entstehen, um ein Vielfaches.

Zudem sind batterieelektrische Fahrzeuge effizienter als Verbrenner und weisen so einen niedrigeren totalen Energiebedarf auf. Aktuell ist die Branche dabei, die Umweltbelastung durch die Produktion und die geringe Recyclingquote von Batterien zu verbessern. Weiter arbeitet der Elektromotor leise, was die Lärmbelastung der Bevölkerung verringert, insbesondere bei langsameren Geschwindigkeiten und an Strecken mit stärkerer Beschleunigung.

Beratung in Anspruch nehmen

Sie sind eine Gemeinde oder Stadt und fragen sich, wie Sie die Chancen der Elektromobilität nutzen können? Lassen Sie sich von den Informationen, Handlungsanleitungen und Beispielen auf dieser Seite und den Unterseiten inspirieren. In einer persönlichen Beratung bietet die Geschäftsstelle von Impuls Mobilität zusätzlich Orientierungshilfe.

Sie fragen sich als Verwaltung oder (Mit-)Eigentümerin bzw Eigentümer eines Mehrparteienhauses, oder auch als Flottenbetreiber, wie Sie Ihre Parkplätze elektrifizieren können? EKZ bietet eine anbieterneutrale Energieberatung an, die aufzeigt, was Sie zum optimalen Laden Ihrer Fahrzeuge benötigen und was das für die Infrastruktur Ihrer Liegenschaft bedeutet. Über ein gebührenfinanziertes Förderprogramm der EKZ kann die Beratung für die eigenen Kunden vergünstigt angeboten werden, das Angebot steht aber allen offen. Informieren Sie sich bei Bedarf bei Ihrem Energieversorger oder Ihrer Wohngemeinde, ob es ebenfalls eine Vergünstigung oder ein eigenes Beratungsangebot gibt. 

Kontakt

Impuls Mobilität - Geschäftsstelle

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