Rolle der Gemeinde oder Stadt

Gemeinden und Städte können selbst aktiv werden und Elektromobilität fördern. So reduzieren sie Emissionen und stellen sicher, dass Elektromobilität für alle zugänglich wird. Hier finden Sie die wichtigsten Handlungsansätze, wie sich Ihre Stadt oder Gemeinde engagieren kann.

Vorbild sein

Vorbildliches Verhalten der Gemeinde oder Stadt in Sachen Elektromobilität erzeugt Vertrauen und regt ähnliches Verhalten bei der Bevölkerung an. Zudem kann es dazu beitragen, die kommunalen Klimaziele zu erreichen. Werden auch Sie mit Ihrer Gemeinde oder Stadt aktiv.

Vorteile:

  • Ersetzen Sie Verbrenner in Ihrer Fahrzeugflotte durch batterieelektrische Fahrzeuge.
  • Errichten Sie Ladeinfrastruktur an kommunalen Liegenschaften für Mitarbeitende oder Besuchende der Verwaltung sowie für die Mieterschaft von kommunalem Wohnraum.

Planen und Anbieten

Definieren Sie als Gemeinde oder Stadt Ihre Position und Haltung zur Elektromobilität in einem Elektromobilitätskonzept. Im Konzept sollten Sie Ziele und Massnahmen zum Fördern der Elektromobilität einschliessen. Das verschafft den kommunalen Beteiligten Planungssicherheit und hilft der Bevölkerung beim Beschaffen und Einsetzen von alternativen Antrieben.

Stellen Sie als Gemeinde oder Stadt flächendeckende, allgemein zugängliche Ladeinfrastruktur sicher. Ladenetzbetreiber errichten zwar Ladeinfrastruktur, jedoch hauptsächlich an profitablen Standorten oder später, wenn auch weniger profitable Standorte durch einen hohen Anteil an Steckerfahrzeugen im Bestand wirtschaftlicher geworden sind. Allgemein zugängliche Ladeinfrastruktur ist besonders für jene wichtig, die keine Möglichkeit haben, ihr Auto an einem privaten Parkplatz zu laden. Die Sicherheit, eine nahe Lademöglichkeit zu finden, ist dann für die Kaufentscheidung zentral.

Analysieren Sie den Bedarf an allgemein zugänglicher Ladeinfrastruktur Ihrer Gemeinde oder Stadt räumlich und identifizieren Sie geeignete Standorte. Die Kenntnisse zum Ladebedarf helfen Ihnen, sich auf Anfragen Ladenetzbetreibender vorzubereiten, die Ladeinfrastruktur in Ihrer Gemeinde oder Stadt aufbauen möchten. Ihre Gemeinde oder Stadt kann natürlich auch direkt den Aufbau allgemein zugänglicher Ladeinfrastruktur unterstützen.

Warten Sie mit dem Wechsel auf Elektromobilität nicht, bis die erneuerbare Stromerzeugung ausgebaut ist. Beides kann – und soll – parallel geschehen. Ihre Gemeinde oder Stadt kann die Entwicklung von erneuerbaren Energien sowie neuen Technologien fördern. Für die Lieferung der nötigen Mengen an elektrischer Energie sind die Energieversorgungsunternehmen, für den Transport zu den Endverbrauchenden die Verteilnetzbetreibenden zuständig.

Regulieren und Fördern

Die Gemeinde bzw. Stadt kann Elektromobilität in einigen Planungsinstrumenten verankern. Verbindliche Ausrüstungsvorschriften sind in der Regel aber nicht möglich.

Über das kantonale Förderprogramm wird der Aufbau der Ladeinfrastruktur in Gebäuden, bei Unternehmen und auf öffentlichen Parkplätzen für Anwohnerinnen und Anwohner unterstützt. Auch kann Ihre Gemeinde oder Stadt die Erstellung von Ladeinfrastruktur zusätzlich subventionieren.

Bevölkerung informieren

Die meisten Personen sind beim Umstieg auf neue Technologien zögerlich – da ist die Elektromobilität keine Ausnahme. Häufige Befürchtungen sind hohe Beschaffungspreise für Fahrzeuge oder die leidliche Suche nach einer Lademöglichkeit. Andere haben die Sorge, dass sie sich für die «falsche» alternative Antriebsform entscheiden. Den meisten ist nicht bewusst, dass sich in diesen Bereichen viel entwickelt hat und die Planungssicherheit sich verbessert hat.

Unterstützen Sie Ihre Bevölkerung mit Informationsveranstaltungen und Beratungsstellen. Für kleine Gemeinden bietet sich dabei eine Kooperation mit anderen Gemeinden an. 

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Impuls Mobilität - Geschäftsstelle

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