Kantonale Integrationsprogramme

Bund und Kantone setzen die spezifische Integrationsförderung im Rahmen von Kantonalen Integrationsprogrammen um.

Inhaltsverzeichnis

Zweites Kantonales Integrationsprogramm (2018–2021)

Am 14. Juni 2017 genehmigt der Zürcher Regierungsrat das zweite Kantonale Integrationsprogramm (KIP 2). Die Programmvereinbarung zwischen Bund und Kanton vom 12. Dezember 2017 legt in der Folge den Rahmen vom KIP 2 verbindlich fest.

Der Kanton Zürich verfolgt mit dem KIP 2 folgende Schwerpunkte:

  • Konsolidierung der Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden und Weiterentwicklung der kommunalen Angebote.
  • Verstärkung der Zusammenarbeit und Koordination zwischen der spezifischen Integrationsförderung und der Integrationsförderung in den Regelstrukturen.
  • Verstärkung des Einbezugs der Migrationsbevölkerung.
  • Weitere Umsetzung der Strategie zur Integrationsförderung von vorläufig Aufgenommenen und anerkannten Flüchtlingen (Integrationsagenda).
  • Qualitätssicherung und -entwicklung zur Optimierung der Wirkung der spezifischen Integrationsförderung.

Kantonales Integrationsprogramm 2018–2021 (KIP 2)

Neuausrichtung der Integrationsförderung

2010 einigten sich Bund und Kantone auf eine gemeinsame Strategie in der Integrationspolitik. Darauf folgte die Neuausrichtung der Zusammenarbeit in der Integrationsförderung ab 2014. Der Bund schloss mit jedem Kanton eine Programmvereinbarung ab. Als Grundlage dafür dienen Kantonale Integrationsprogramme (KIP). Das erste Kantonale Integrationsprogramm (KIP 1) dauerte bis 2017 und setzt sich im zweiten Kantonalen Integrationsprogramm (KIP 2) von 2018 bis 2021 fort.

Die Integrationsförderung sieht vor, dass Integration in erster Linie über die bestehenden Regelstrukturen erfolgen soll, die allen offenstehen (Schule, Berufsbildung, Arbeitsplatz, Gesundheitswesen, Sozialversicherungen etc.). Bund, Kantone und Gemeinden setzen ergänzend zusätzliche Mittel für die spezifische Integrationsförderung ein. Diese Integrationsmassnahmen unterstützen den Zugang zu entsprechenden staatlichen und gesellschaftlichen Angeboten. Die Kantonalen  Integrationsprogramme regeln die Umsetzung der spezifischen Massnahmen, Grundlage dafür bilden gemeinsame strategische Ziele in verschiedenen Förderbereichen. Für die Koordination der Integrationsförderung ist im Kanton Zürich die Fachstelle Integration zuständig.

Der Kanton Zürich konzentrierte sich in KIP 1 auf die Stärkung der Integrationsarbeit in den Städten und Gemeinden und arbeitete eng mit ihnen zusammen. Die Integrationsförderung vor Ort wurde gezielt weiterentwickelt und ausgebaut. Bis Ende 2017 schloss die Fachstelle Integration mit 61 Gemeinden sogenannte Leistungsvereinbarungen ab, womit 83% der ausländischen Bevölkerung im Kanton Zugang zu integrativer Unterstützung hatte.

Finanzierung

Die Integrationsförderung in den Regelstrukturen ist Teil des gesetzlichen Auftrags und wird aus den ordentlichen Budgets der zuständigen Stellen finanziert. Für die Finanzierung der spezifischen Integrationsförderung richtet der Bund dem Kanton Bundesbeiträge aus. Deren Verwaltung ist Aufgabe der Fachstelle Integration.

  • Für die Integration aller Migrantinnen und Migranten steht der Integrationsförderkredit des Bundes zur Verfügung. Die Höhe der Bundesmittel ist an die grundsätzliche Bedingung geknüpft, dass auch der Kanton und die Gemeinden Mittel im gleichen Umfang einsetzen.
  • Für die Integration von vorläufig Aufgenommenen und anerkannten Flüchtlingen zahlt der Bund den Kantonen eine einmalige Integrationspauschale. Diese hat der Bund seit der Umsetzung der Integrationsagenda vom 1. Mai 2019 von 6'000 auf 18'000 Franken erhöht.

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