Massnahmenzentrum Uitikon

Teaser Massnahmenzentrum Uitikon

Das Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) bietet unterschiedliche Vollzugformen an. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeitsentwicklung, Berufsbildung und Deliktbearbeitung. Hier finden Sie Infos zum MZU – von den Besuchszeiten bis zu den Ausbildungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Über uns

Das Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) ist die Massnahmeneinrichtung für straffällige männliche Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren. Das MZU verfügt über 64 Vollzugsplätze, davon 30 Plätze im geschlossenen und 34 im offenen Vollzug.

Das MZU vollzieht folgende Rechtstitel:

  • Massnahmen für junge Erwachsene (Art. 61 StGB)
  • Schutzmassnahmen für Jugendliche (Art. 15 Abs. 2 und Art. 15 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 JStG)
  • Freiheitsstrafen für Jugendliche ab sechs Monaten (Art. 25 Abs. 2 JStG)

Auftrag

Das Konzept der Risikoorientierten Täterarbeit (ROTA) ist das zentrale handlungsleitende Modell aller Bereiche des MZU. Ziel der Täter- und Deliktarbeit ist eine deutliche Verminderung der Rückfallwahrscheinlichkeit, eine möglichst effiziente Deliktprävention und damit ein effektiver Opferschutz. Die eingewiesenen jungen Straftäter sollen nach dem stationären Aufenthalt in der Lage sein, möglichst selbständig und legal zu leben und für ihre Lebensgestaltung in jeder Beziehung Verantwortung zu übernehmen.

Das MZU bietet neben zahlreichen Übungs- und Lernfeldern im lebenspraktischen und persönlichen Bereich die Möglichkeit einer qualifizierten Berufsausbildung. Dafür stehen insgesamt 64 Plätze, Therapiemöglichkeiten, eine interne Berufsschule und Ausbildungsbetriebe zur Verfügung. Im Weiteren besteht ein Angebot für seelsorgerische Beratung und Betreuung.

Besuch

Jeder junge Straftäter kann maximal zwei Besuche pro Woche empfangen. Pro Besuch sind höchstens drei erwachsene Personen und zusätzlich zwei Kinder (bis zwölf Jahre alt) zugelassen.

Besuchsbewilligung & Voranmeldung Geschlossene Abteilung

Die jungen Straftäter müssen den gewünschten Besuch mit einem schriftlichen Gesuch beantragen. Weitere Besucherinformationen zur Geschlossenen Abteilung finden Sie hier:

Besuchszeiten Geschlossene Abteilung  

Mittwoch:
13.40 bis 16.40 Uhr (maximal 1 Stunde)

Samstag und Sonntag:
12.10 bis 18.30 Uhr (maximal 2 Stunden)

Besuchsbewilligung & Voranmeldung Offene Abteilung

Die jungen Straftäter müssen den gewünschten Besuch mit einem schriftlichen Gesuch beantragen. Das Besuchsformular und weitere Besucherinformationen finden Sie untenstehend:

Besuchszeiten Offene Abteilung

Wohngruppen E, F und G

Dienstag, Donnerstag und Freitag:
18.30 bis 21.30 Uhr

Wochenende und Feiertage:
12.30 bis 17.30 Uhr

Besuchsbewilligung & Voranmeldung Wohngruppe Austritt

Die jungen Straftäter müssen den gewünschten Besuch mit einem schriftlichen Gesuch beantragen. Die Besuchsformulare finden Sie untenstehend:

Besuchszeiten Wohngruppe Austritt

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag:
18.30 bis 22.00 Uhr

Wochenende und Feiertage:
10 bis 22 Uhr

Wohnbereiche

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Die Geschlossene Abteilung verfügt über drei Wohngruppen mit je zehn Plätzen. In der Regel beginnt ein junger Straftäter seine Massnahme in der Geschlossenen Abteilung. Jeder Eingewiesene verfügt hier über ein eigenes Zimmer mit Toilette und Lavabo, welches von aussen abschliessbar und für andere Insassen bei geschlossener Türe nicht betretbar ist.

Die ersten drei Monate dienen den sozialpädagogischen, schulisch-beruflichen und therapeutischen Abklärungen, um den weiteren Massnahmenverlauf mit dem jungen Straftäter planen zu können. In diesen ersten Monaten erhält der Straffällige keinerlei Vollzugsöffnungen. Es wird seine rechtliche und finanzielle Situation dokumentiert und allenfalls werden erste Integrationsschritte eingeleitet.

Wenn er diese Phase erfolgreich durchlaufen hat, werden erste Vollzugsöffnungen in Form von begleiteten Ausgängen und Schnupperwochen in den Ausbildungsbetrieben durchgeführt. Bewährt sich der Jugendliche bzw. junge Erwachsene weiterhin, wird er in die Vorbereitungsphase für den Übertritt in die Offene Abteilung versetzt.

Die Offene Abteilung verfügt zusammen mit der Wohngruppe Austritt über 34 Plätze. Nach dem Übertritt in die Offene Abteilung hat sich der junge Straftäter für einen Beruf entschieden und einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Er nimmt am sozialpädagogisch-therapeutisch geleiteten Trainingsprogramm zur Deliktprävention teil.

Bei einem stabilen Massnahmenverlauf erhält der junge Straftäter immer mehr Freiheiten, bis er regelmässig von Freitagabend bis Sonntagabend das MZU verlässt. Weitere Öffnungen während der Woche werden gewährt, wenn es gelingt, eine regelmässige Freizeitbeschäftigung aufzubauen.

Nach der Offenen Abteilung folgt der Übertritt in die Wohngruppe Austritt. Hier kommt der Straftäter entweder in eine begleitete Wohngruppe, ein engmaschig betreutes Wohnexternat im selben Haus oder in eine eigene Wohnung.

Die Wohngruppe Austritt (WGA) ist eine offene Wohngruppe und befindet sich auf dem MZU-Areal. Insgesamt stehen den jungen Straftätern sechs Plätze zur Verfügung.

Die Betreuung durch die drei Säulen des MZU (Sozialpädagogik, Ausbildung und deliktorientierte Therapie) ist weiterhin gewährleistet. Die Strukturen der WGA übertragen dem jungen Straftäter mehr Eigenverantwortung im Alltag. Dies bietet die Chance einer vertieften Auseinandersetzung mit risikorelevanten Situationen im Alltag und unterstützt weitere Persönlichkeitsentwicklungsprozesse. Regelmässige Alkohol- und Drogentests sowie Anwesenheitskontrollen finden weiterhin statt.

Betreuung & Behandlung 

Medizinische Versorgung

Dem Eingewiesenen steht bei Bedarf der ärztliche Dienst des Massnahmenzentrums zur Verfügung. In der Offenen Abteilung gibt es ein Krankenzimmer, in dem der junge Straftäter gepflegt werden kann. In der Geschlossenen Abteilung wird der erkrankte Eingewiesene in der eigenen Wohnzelle eingeschlossen, soweit dies die Erkrankung zulässt.

Psychiatrische Versorgung

Die jungen Straftäter werden vom Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) forensisch-therapeutisch betreut. Im MZU werden kognitive Verhaltenstherapien, Gestalttherapien, personenzentrierte Gesprächspsychotherapien und Psychotherapien angeboten. Durch diese Methoden lernt der junge Straftäter, sich auszudrücken und deliktrelevante innere Vorgänge nachvollziehbar zu machen. Er ist im Idealfall schliesslich in der Lage, Alternativen zu selbst- und fremdschädigenden Verhaltensweisen zu erarbeiten und diese im Alltag umzusetzen.

Deliktorientierte Therapie

Bei der deliktorientierten Therapie wird der junge Straftäter mit seinen delinquenzfördernden Gedankenmustern, Phantasien und Verhaltensweisen konfrontiert. Er setzt sich mit seiner Neigung zu aggressivem und gewaltbereitem Verhalten auseinander. Dadurch soll der junge Straftäter lernen, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und Mitgefühl gegenüber dem Opfer zu entwickeln.

Suchtbehandlung

Etliche der im MZU eingewiesenen jungen Straftäter konsumierten vor ihrem Eintritt legale oder illegale Suchtmittel, die bei einigen in direkter Verbindung mit den begangenen Straftaten stehen.

Das Suchtproblem der Inhaftierten geht das MZU mit unterschiedlichen Ansätzen an:

  • Förderung von Alltagskompetenzen (z.B. Sauberkeit, Ordnung, Zeitmanagement, Esskultur, Freizeitplanung, Gesundheitsbewusstsein)
  • Sozialpädagogische Interventionen (Einzelgespräche, soziales Training, themenzentrierte Gruppen)
  • Alltägliche Auseinandersetzung in der Wohngruppe
  • Risikoorientierte Täterarbeit

Aus- & Weiterbildung

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In der Schule der Geschlossenen Abteilung sowie der Offenen Abteilung werden zuerst Abklärungen über die schulischen Fähigkeiten der jungen Straftäter getroffen. Das Ziel der Schulbildung ist, eine möglichst gute Voraussetzung für die Berufsschule zu schaffen. Vor Übertritt in die Berufsschule werten Lehrer und der junge Straftäter die bisherige Arbeit aus und erstellen gemeinsam einen Übertrittsbericht.

Während der beruflichen Ausbildung erhält der junge Straftäter neben dem allgemeinbildenden Unterricht Fachunterricht, der durch die Mitarbeitenden der Betriebe erteilt wird.  

Für die berufliche Ausbildung stehen den jungen Straftätern unterschiedliche Arbeitsplätze – die sich nach den Voraussetzungen des Inhaftierten richten – zur Verfügung.

Bei jungen Straftätern, welche eine längere Aufenthaltsdauer in der Geschlossenen Abteilung haben, stellen die Betriebe (Schreinerei, Metallbau, Malerei) einen Ausbildungsstart sicher. Die Ausbildung orientiert sich an den Bildungsplänen der jeweiligen Berufe und beinhaltet berufliche und schulische Elemente. Dies begünstigt den weiteren Verlauf der Massnahme in einem der Ausbildungsbetriebe der Offenen Abteilung oder aber einen Übertritt in eine externe Anschlussplatzierung.

Die Betriebe der Offenen Abteilung sind bei jungen Straftätern für die berufliche Ausbildung zuständig. Das MZU bietet in folgenden Betrieben Ausbildungen mit den Abschlüssen Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ), Eidgenössisches Berufsattest (EBA) und Kompetenznachweis an:

  • Garage
  • Gärtnerei 
  • Hauswirtschaft
  • Küche
  • Landwirtschaft
  • Malerei
  • Metallbau 
  • Schreinerei 
  • Technischer Dienst

Ausführliche Informationen zu den Ausbildungsbetrieben finden Sie hier:

Dienstleistungen  Ausbildungsbetriebe

In den Ausbildungsbetrieben des MZU erhalten die jungen Straftäter nicht nur eine Ausbildung, sondern es werden auch Dienstleistungen und Produkte für Industrie, Handel, Gewerbe und Privatpersonen angeboten.  

Dienstleistungen

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Die Malerei des MZU ist ein modern eingerichteter Ausbildungsbetrieb mit einem leistungsfähigen Spritzwerk, sodass auch grössere Aufträge ausgeführt werden können. Die Malerei des MZU gewährleistet ein hohes Qualitätsniveau, die Einhaltung von Preis- und Terminvereinbarungen und den Einsatz von umweltschonenden Materialien.

Das Angebot
  • Fassadenrenovationen
  • Wohnungsrenovationen
  • Treppenhäuser
  • Allgemeine Spritzarbeiten

Rufen Sie für eine unverbindliche Offerte an.

Telefon +41 44 498 23 20
Fax +41 44 498 23 29
malerei-mzu@ji.zh.ch

Die Metallbauwerkstatt des MZU ist ein modern eingerichteter Ausbildungsbetrieb mit grosszügiger maschineller Ausstattung. Dies ermöglicht ein vielseitiges Angebot – von allgemeinen Metallarbeiten bis zu Spezialanfertigungen.

Das Angebot
  • Massgefertigte Gartenmöbel
  • Geländer und Handläufe
  • Vordächer und Trennwände
  • Allgemeine Arbeiten und Reparaturen

Rufen Sie für eine unverbindliche Offerte an.

Telefon +41 44 498 23 10
Fax +41 44 498 23 19
metallbau-mzu@ji.zh.ch  

Die Schreinerei des MZU verfügt über eine moderne Einrichtung, die es ermöglicht, eine umfassende Ausbildung für die jungen Straftäter sicherzustellen. Die Schreinerei achtet darauf, dass die Hölzer aus einem nachhaltigen, zertifizierten Anbau stammen und bietet Möbel für den Innen- und Aussenbereich sowie Gegenstände für den täglichen Gebrauch an.

Das Angebot
  • Tische und Stühle aus Massivholz
  • Gartentische und Bänke
  • Regale und Betten nach Mass
  • Allgemeine Schreinerarbeiten

Rufen Sie für eine unverbindliche Offerte an.

Telefon +41 44 498 23 40
Fax +41 44 498 23 49
schreinerei-mzu@ji.zh.ch  

In der Gärtnerei des MZU finden Pflanzenliebhaber selbstproduzierte Pflanzen für Wohnung, Haus und Garten. Im hauseigenen Verkaufsladen finden Sie ausserdem saisonale Schnittblumen und Bouquets für jeden Anlass, Dekorationsartikel, Geschenke und Einrichtungsgegenstände.

Das Angebot
  • Frühlings-, Sommer- und Herbstflor
  • Gewürze und Kräuter
  • Sträusse, Gestecke und Geschenke
  • Blumenarrangements für jeden Anlass

Telefon +41 44 498 23 30
Fax +41 44 498 23 39
gaertnerei-mzu@ji.zh.ch  

Als Pacht- und Partnerbetrieb des Massnahmenzentrums Uitikon bildet das Schlossgut junge Straftäter zu Landwirten aus. Der Betrieb umfasst eine grosse Milchviehherde mit Jungviehaufzucht und verschiedene Ackerkulturen.

Das Angebot
  • Pferdepension in modernen Boxen mit Auslauf
  • Lieferung von Cheminéeholz
  • Direktverkauf von Milch und Kartoffeln

Rufen Sie für eine unverbindliche Offerte an.

Telefon +41 44 498 24 02
Fax +41 43 321 98 65
h.stalder@dtc.ch  

Als Partnerbetrieb des Massnahmenzentrums Uitikon bietet die Waldegg-Garage jungen Straftätern eine automobiltechnische Ausbildung an. Die Autogarage ist ein modern eingerichteter Betrieb, der mit seinem vielfältigen Angebot die Kundenbedürfnisse erfüllt.

Das Angebot
  • Reparaturen und Service aller Marken
  • elektr. Fehlersuche / Diagnose Center
  • Scheiben tönen
  • Saison- und Vorführcheck

Rufen Sie für eine unverbindliche Offerte an.

Telefon +41 44 491 77 05
Fax +41 44 491 77 06
waldegg-garage@uitikon.ch  

Freizeitangebote

Der Eingewiesene kann die Sporteinrichtungen des Massnahmenzentrums benutzen (Turnhalle, Hof, Fitnessraum, Fussballplatz, Schwimmteich usw.). Im Rahmen der beruflichen Ausbildung ist die Teilnahme am Sportunterricht für Eingewiesene mit interner Berufsschulung obligatorisch.

Kontakt

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Adresse

Zürcherstrasse 100
8142 Uitikon
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