News GS Bezirke Hinwil, Meilen, Pfäffikon, Uster – 2/2018

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Was macht eigentlich die Gemeinwesenarbeit? Diese Frage haben Sie sich vielleicht auch schon gestellt. Am Beispiel des «Bildungsnetzwerks Volketswil» beleuchten wir die Tätigkeiten unserer Mitarbeiter/innen der Gemeinwesenarbeit etwas genauer.

Die Zusammenarbeit zwischen den Sozialdiensten und unseren Berufsinformationszentren ist nicht nur im Umfeld der Berufswahl wichtig, sondern auch wenn es um Angebote für Erwachsene geht. Weshalb ich deshalb seit 2017 mit Vertreterinnen vom biz auf einer Tour durch die Bezirke bin, erfahren Sie im Beitrag «biz Uster unterwegs».

Gerne hören wir Ihre Meinung, sei es zu diesem Newsletter oder unserer Arbeit im Allgemeinen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Herzlich,
Katja Bluntschli

Katja Bluntschli, Geschäftsführerin GS Hinwil, Meilen, Pfäffikon, Uster, AJB

Katja Bluntschli

Geschäftsführerin

katja.bluntschli@ajb.zh.ch
+41 43 259 80 00

Volketswil: Hand in Hand mit der Gemeinwesenarbeit

Wo Familien mit Kindern und Jugendlichen leben, entstehen Bedürfnisse nach Bildungs- und Betreuungsangeboten, die idealerweise miteinander vernetzt sind. Wer entsprechende Angebote entwickeln und fördern will, findet Unterstützung bei den Fachpersonen der Gemeinwesenarbeit. Das «Bildungsnetzwerk Volketswil» zeigt, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann.

Sommer 2021: Die Familien Lüthy und Karagül wohnen seit kurzem in Volketswil. Sie möchten andere Familien kennenlernen und ihren Kindern ein gutes Umfeld bieten. Mit dem Begrüssungspaket der Gemeinde erhalten die Neuzuzüger die Broschüre «Bildungsnetzwerk Volketswil». Hier werden sämtliche Angebote im Bereich der frühkindlichen Bildung und Förderung leicht verständlich vorgestellt. Die Lüthys entdecken auf Anhieb einen Familientreff, der ihnen zusagt. Die Karagüls finden mit Hilfe einer türkischsprachigen «Brückenbauerin» eine Spielgruppe, in der die Kinder in ihrer Sprachentwicklung gefördert werden. Beste Voraussetzungen für einen gelingenden Start ins Schulsystem.

Analysieren, planen, vernetzen

Noch ist es aber nicht soweit. Die Angebote für Familien mit Kindern sind in Volketswil zwar zahlreich und vielfältig. Aber sie sind untereinander noch wenig koordiniert und in der Bevölkerung nur ungenügend bekannt. Die erwähnte Broschüre soll das ändern. Sie ist eine von mehreren geplanten Massnahmen eines grossen Projektes, das im Herbst 2017 seinen Anfang nahm. Das Ziel: Die Akteure aus den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit besser vernetzen und eine umfassende Politik der frühen Kindheit sowie entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen entwickeln.

Unterstützung bei ihren Plänen erhielt das Projektteam durch Andrea Dettling vom Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich. Die Spezialistin für Gemeinwesenarbeit (GWA) übernahm die koordinative Leitung in Zusammenarbeit mit Sandra Altermatt, der Schulleiterin Kindergärten der Schule Volketswil. «Als Erstes ging es darum, die einzelnen Beteiligten, ihre Interessen, Vorstellungen und Werte kennenzulernen», schildert Andrea Dettling ihre Aufgabe. «Wer macht was? Wo sind Probleme? Was ist die Idee? Wo will man hin?»

Hinhören, einbeziehen, begleiten

Fachpersonen für GWA beraten individuell, arbeiten in Gremien mit, begleiten Prozesse und sind für den Wissenstransfer verantwortlich. Andrea Dettling: «Wir holen Bedürfnisse ab, hören hin und schauen uns die Sache sozusagen von allen Seiten an. Dank unseres Fachwissens und unseren Erfahrungen ahnen wir, ob ein Projekt erfolgversprechend und nachhaltig ist, wo es klemmt oder welche Fachpersonen man für eine erfolgreiche Umsetzung hinzuziehen könnte.»

In Volketswil wurden alle Institutionen und Akteure aus dem Kinder- und Jugendbereich in einer Kick-off-Veranstaltung über das Projekt informiert. Die Verantwortlichen von Beratungsstellen, Vereinen, Elternräten, Schulen und Gemeinde definierten gemeinsam mögliche Themenfelder und sammelten in einer Denkwerkstatt Ideen. In einzelnen Arbeitsgruppen sollen diese nun in den nächsten Jahren in konkrete Massnahmen umgesetzt werden.

Für Co-Projektleiterin Sandra Altermatt hat sich die Zusammenarbeit mit der GWA schon jetzt gelohnt: «Die unabhängige Position von Andrea Dettling und ihr neutraler Blick von aussen haben es möglich gemacht, die Situation zu analysieren, Leute an einen Tisch zu bringen und massgeschneiderte Lösungen zu finden.»

Über die Gemeinwesenarbeit

Die Gemeinwesenarbeit (GWA) unterstützt Interessengruppen, Vereine, Behörden, Institutionen und Privatpersonen bei der Gestaltung eines kinder-, jugend- und familienfreundlichen Lebensraums – von der Ideenfindung, über die Projektplanung bis zur Realisierung. Typische Beispiele sind Familienzentren, Spielgruppen mit Sprachförderung, Eltern-Kind-Treffpunkte, Konzepte für die Jugend- und Familienarbeit oder die Etablierung von Kontaktpersonen, die Brücken bauen zu Familien mit Migrationshintergrund.

Die GWA übernimmt dabei keine Lead-Funktion und leistet keine finanziellen Beiträge an die Projekte.

Sind Sie interessiert? Dann nehmen Sie doch per Telefon oder Mail Kontakt auf. Anschliessend wird bei einem persönlichen Treffen das weitere Vorgehen besprochen. Die Beratung ist kostenlos.

Kontakt

Gemeinwesenarbeit (GWA) des Amtes für Jugend und Berufsberatung,
Geschäftsstelle der Bezirke Hinwil, Meilen, Pfäffikon und Uster
Telefon +41 43 259 80 00
gwa.wetzikon@ajb.zh.ch
www.gemeinwesenarbeit.zh.ch

Save the date: Jugend-Suizid-Prävention – 15. Januar 2019

Suizid im Jugendalter wirft grosse Fragen auf. Als Fachpersonen verschiedener Dienste beschäftigt uns dieses Thema im Rahmen unserer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.

Das Amt für Jugend und Berufsberatung der Bezirke Hinwil, Meilen, Pfäffikon und Uster organisiert gemeinsam mit dem Schwerpunktprogramm Suizidprävention Kanton Zürich und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich eine Veranstaltung.

Als involvierte Fachpersonen möchten wir mit Ihnen den Umgang mit Aspekten der Suizidprävention im beruflichen Kontext aufgreifen und diskutieren.

Dienstag, 15. Januar 2019, 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Wagerenhof Uster

 

Es erwarten Sie Fachreferate zum Thema und die Arbeit in kleineren, themenspezifischen Diskussionsgruppen. Wir freuen uns, wenn wir Sie an diesem Anlass begrüssen dürfen.

Das detaillierte Programm mit Online-Anmeldung wird im November verschickt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Juliane Schulz.

biz Uster unterwegs: Austauschtreffen mit Sozialdiensten

Klarheit über die biz-Angebote schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Sozialdiensten und Berufsberatung stärken – diese Ziele verfolgen die Vertreterinnen vom biz Uster bei Austauschtreffen mit den Gemeinden in der Region.

Katja Bluntschli, Geschäftsführerin der Bezirke Hinwil, Meilen, Pfäffikon und Uster begleitet die Treffen und nutzt die Chance für das Gespräch mit den Gemeindevertretern. Die bisherigen Erfahrungen sind laut Beatrice Mathys, Leiterin biz Uster, sehr positiv: «Dass wir uns die Zeit für den Austausch mit den Gemeinden nehmen wurde sehr geschätzt.»

In den Sozialdiensten werden Menschen in schwierigen Lebenssituationen betreut, dabei spielt das Thema der beruflichen (Wieder-)Eingliederung eine wichtige Rolle. In den biz gibt es passende Angebote für Sozialhilfeempfänger/innen, die diese kostenlos nutzen können. Die Übermittlung von Klientinnen und Klienten ans biz erfolgt mittels Formular. Mit deren Unterschrift können Berufsberater/innen von der Schweigepflicht entbunden werden was den direkten Austausch mit der zuständigen Sozialarbeiterin bzw. dem Sozialarbeiter ermöglicht. «Die Sozialarbeiter arbeiten teilweise schon seit Jahren mit denselben Klienten zusammen. Wir von der Berufsberatung können eine neue Perspektive und neue Ideen einbringen», sagt Regula Näf, Abteilungsleiterin des biz Uster, die den Wissensaustausch zusammen mit Beatrice Mathys lanciert hat.

Mehrwert durch die Beratung im biz

Die Inhalte der Beratungen unterscheiden sich je nach Fragestellung. Die Berufsberater/innen nehmen Standortbestimmungen vor, indem sie Interessen und Fähigkeiten, bei Bedarf auch mittels Tests, eruieren. Zusammen mit den Klienten besprechen sie mögliche Berufsbilder. Eine Schnupperlehre kann hilfreich sein, um die berufliche Eignung zu klären. Zudem informieren sie über schulische Voraussetzungen für konkrete Ausbildungswünsche. Sie helfen bei der Stellensuche, der Aktualisierung des Lebenslaufs und dem Schreiben von Bewerbungen. Die Klienten kommen so lange in die Berufsberatung, bis die Fragestellung geklärt und die Rückmeldung an den Sozialdienst erfolgt ist. Falls sinnvoll, werden sie an eine andere Stelle weiter vermittelt.

Gewinn für beide Seiten

Beatrice Mathys und Regula Näf werten die Austauschtreffen als grossen Erfolg. Die Sozialdienste wissen besser Bescheid über die Angebote für Erwachsene und das Vorgehen für eine optimale Zusammenarbeit mit dem biz Uster. Die Anzahl Überweisungen an das biz hat denn auch merklich zugenommen. Das Ziel von Katja Bluntschli, Beatrice Mathys und Regula Näf ist es, sich mit allen Gemeinden in den Bezirken Uster, Pfäffikon und Hinwil auszutauschen. Aufgrund der positiven Erfahrung plant Katja Bluntschli ausserdem, gemeinsam mit dem Leiter des biz Meilen, Bruno Ehrenberg, die Sozialdienste im Bezirk Meilen zu besuchen.

Möchten Sie noch mehr über die Austauschtreffen erfahren? Regula Näf gibt gerne Auskunft.

Über die Angebote der biz mit Fokus Ü20

Nebst den Beratungsgesprächen in den biz stehen folgende Angebote zur Verfügung:

  • Die Fachstelle «Berufsabschluss für Erwachsene» informiert und berät Erwachsene zu den vier möglichen Wegen, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben.
  • Die Integrationsvorlehre ermöglicht anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenom-menen Menschen den Einstieg in die Berufslehre. Das biz stellt mittels Potenzialabklärung fest, ob die nötigen Voraussetzungen vorhanden sind.
  • Integras: Ein Angebot für Migrantinnen und Migranten zu Themen wie, Schweizer Bildungssystem, Berufswahl, Lehrstellensuche, Bewerben, Anerkennung ausländischer Diplome, Nachholbildung oder Aus- und Weiterbildung.
  • Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Mehrfachproblematik werden durch das Case Management Netz2 unterstützt, mit dem Ziel, eine Ausbildung (EFZ, EBA oder Maturität) abzuschliessen.
  • Die Infotheken der biz können kostenlos und ohne Anmeldung genutzt werden. Es stehen speziell aufbereitete Medien sowie PCs, Drucker und Scanner zur Verfügung.

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Geschäftstelle der Bezirke Hinwil, Meilen, Pfäffikon, Uster

Mehr erfahren

Adresse

Postfach 1299
Guyer-Zeller-Strasse 6
8620 Wetzikon
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