Gute Beispiele aus der Praxis

Gute Lösungen aus der Praxis können anderen Schulen als Vorbild bei der Bewältigung eigener Herausforderungen dienen. Die Fachstelle für Schulbeurteilung stellt vorbildliche Beispiele aus verschiedenen Bereichen des Schulalltags vor.

Inhaltsverzeichnis

Vorbilder im Schulalltag

Im Rahmen ihrer täglichen Arbeit erhalten die Evaluationsfachpersonen der Fachstelle für Schulbeurteilung vertieften Einblick in die Volksschulen im Kanton Zürich. Dabei stossen sie auf zahlreiche Beispiele für eine qualitativ hochstehende Arbeit aller Beteiligten.

Beispiele, an denen sich andere Schulen orientieren können und die zeigen, wie man auch schwierige Themen anpacken und eine hohe Qualität im Schulalltag sicherstellen kann.

Beispiel individuelle Lernbegleitung

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Beschreibung der Praxis

An der Sekundarschule Wila ist der IU (Individualisierter Unterricht) strukturell so angelegt, dass die Lehrpersonen in den alters- und leistungsdurchmischten Stammklassen verschiedene Unterstützungsangebote machen können. Während der individuellen Bearbeitung der Lernschritte oder Projektarbeiten sind sie Lernbegleiter und besprechen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern deren Lernfortschritte, klären nicht Verstandenes oder analysieren Testresultate im Zusammenhang mit den Vorbereitungsbemühungen, welche im Lernbuch dokumentiert werden. Weitere Lern- und Unterstützungsangebote sind das Mentoring, das Coaching und die Supportstunden.

Der Unterricht ist differenziert und individualisiert gestaltet. Auf der Basis von Grob- und Feinzielen werden Themen aufbereitet und in Form von Lernschritten im Unterricht als Lernaufträge mit klaren Zielsetzungen (Lernzielen) eingesetzt. Dies ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, nach einer Einführungssequenz ihren individuellen Lernweg weitgehend selbstständig zu verfolgen. Sie planen im Lernbuch konkret, wann sie welche Aufgaben und Tests gemäss Vorgabe machen wollen. Als individuelle Agenda dokumentiert das Lernbuch das eigene Lernverhalten, hält Lernfortschritte sowie Lernerkenntnisse und -strategien fest und unterstützt die vorausschauende Planung neuer Lernaufträge. Das Lernbuch nutzen die Lehrpersonen hervorragend für die Lernreflexion sowie zur Optimierung des Lernverhaltens der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig erhalten die Jugendlichen damit ein Instrument für die Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Lernen und der Planung von Lernvorhaben.

Wenn die Lehrpersonen erkennen, dass einzelne Schülerinnen und Schüler kleinere Aufbauschritte benötigten, erarbeiten sie zusätzliche oder neue Lernschritte. Für die einzelnen Lernschritte sind jeweils nicht nur Lernziele formuliert, sondern auch Arbeitsformen vorgegeben. Die Schülerinnen und Schüler sind oft frei in der Wahl der Reihenfolge und dürfen auch eigene Arbeitsformen vorschlagen. Wenn sie in einem Fach gut arbeiten, können sie an Lernschritten aus einem anderen Fach, wo sie nicht so weit sind, arbeiten.

Beschreibung der Schule

Die Sekundarschule Wila mit rund 90 Jugendlichen ist als Mosaikschule in vier alters- und leistungsdurchmischten Stammklassen organisiert: Schülerinnen und Schüler aus drei Jahrgängen, aus den drei Abteilungen A, B und C sowie aus den Anspruchsniveaus I, II und III in den Fächern Mathematik, Französisch und Englisch.

Evaluationsdatum:
29.–30. März 2016

Kontakt zur Schule:
www.sekwila.ch
Schulleiter: Eric Albert

Beispiel Klassenführung

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Beschreibung der Praxis

Die Sekundarschule Albisriederplatz hat in einem langjährigen und ausführlichen schulinternen Prozess ein breit abgestütztes Regelwerk mit «Regeln des Zusammenarbeitens» erstellt. Es basiert auf dem Ansatz, dass erzieherische Massnahmen unterstützend und nicht bestrafend sein sollen.
Es werden zwei Hauptziele anvisiert:

  1. «Wir möchten die Unterrichtszeit zum echten Lernen nutzen.»
  2. «Wir erziehen die Jugendlichen zur Kooperation und Selbstregulation.»

Herausragend in der Umsetzung sind die konsequente, gesamtschulische Anwendung dieser Regeln und deren kontinuierliche Überprüfung (z.B. in Hospitationen) sowie Weiterentwicklung (AG Konfliktkultur).

Das Regelwerk beinhaltet folgende Aspekte:

  • Fünf Regelbereiche: Benimm-, Hausaufgaben-, Arbeitsmaterial-, Ruhe- und Pünktlichkeitsregeln
    Jeder Regelbereich umfasst eine Anzahl Regeln, eine Handhabung für die Lehrpersonen für die Umsetzung sowie Konsequenzen bei Regeleinhaltung (positiv) und Regelverstoss (negativ).
  • Anerkennungssystem
    Hier sind Bedingungen für eine Anerkennung (z.B. Dauer der Regeleinhaltung bis zum ersten Stempel; bei wie vielen Stempeln gibt es einen Joker?) und das Vorgehen der Lehrpersonen beim Einhalten einer Regel geklärt (einheitlicher Stempel im Schulheft; definierte Formen der Anerkennung wie Gutscheine oder Objekt aus der Schatzkiste). Das System kennt Einzel- und Gruppenbelohnungen.
  • Negative Konsequenzen
    Für das Vorgehen bei negativen Konsequenzen hat die Schule umfassende Absprachen getroffen wie: Form der Aufzeichnung der Regelverstösse; Dauer der Zählperiode; Massnahmen bei Regelverstössen; Umgang mit Entschuldigungen und Sonderstatus für Schülerinnen und Schüler, die besonders grosse Mühe bekunden, eine Regel einzuhalten. Regelverstösse werden via Schulheft den Eltern/Erziehungsberechtigten kommuniziert und lösen bei einer festgelegten Anzahl Auswirkungen im Zeugnis aus.
  • Besondere Massnahmen und Hilfsangebote
    In diesem Kapitel hat die Schule für jeden Regelbereich konkrete Hilfestellungen aufgenommen (z.B. Packliste für Arbeitsmaterial, kontinuierliche Hausaufgabenkontrolle oder Einzelplatz), welche den fehlbaren Jugendlichen helfen können, die Regeln besser einzuhalten.
  • Organisation
    Mit folgenden klar definierten organisatorischen Aspekten sichert die Schule eine breit abgestützte Umsetzung des Regelwerkes und einen abgesprochenen Umgang mit den Jugendlichen:
    • Form der Dokumentation auf der Feedbackliste (digitale Liste auf dem Laufwerk der Lehrpersonen, mit welcher die Einträge aller Lehrpersonen gesammelt und jeweils Ende Woche mit den Einträgen im Schulheft abgeglichen werden)
    • Struktur des Schulheftes
    • Einführung der Regeln bei neueintretenden Jugendlichen sowie Teilnahmekriterien für neue Lehrpersonen
    • Zeitpunkt der Evaluation des Regelwerks

Beschreibung der Schule

Die Sekundarschule Albisriederplatz (Zürich-Limmattal) liegt inmitten eines dicht bebauten Wohngebietes mit viel Kleingewerbe. Integration und Inklusion werden an dieser QUIMS-Schule grossgeschrieben. Im modernen Schulgebäude, welches sich mit öffentlichem Grund verbindet, werden rund 170 Jugendliche in neun niveaudurchmischten Klassen unterrichtet.

Evaluationsdatum:
03.–05. Februar 2014

Kontakt zur Schule:
Website Schule Albisriederplatz
Schulleiter: Bruno Wiedermeier, Tel.: +41 44 413 00 65

Beispiele Qualitätssicherung und -entwicklung

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Beschreibung der Praxis

Das Schulteam der Primarschule Knonau orientiert sich zur Sicherung der Unterrichtsqualität an mehreren Unterlagen, die zusammen erarbeitet wurden:

  • Im Qualitätskonzept sind alle Strukturen zur Qualitätssicherung und -entwicklung festgelegt.
  • Die Lehrpersonen gestalten den Unterricht gezielt entlang des «Qualitätsleitbildes mit Fokus Unterrichtsqualität». Diese Leitsätze beschreiben Qualitätsstandards aller relevanter Bereiche eines guten Unterrichts. Sie werden vom Schulteam weitgehend umgesetzt.
  • Das Schulteam hat umfassende Absprachen getroffen, die den Lehrpersonen als zweckmässige Orientierungshilfe dienen und im stufenspezifischen Austausch regelmässig besprochen werden:
    • Um den Schülerinnen und Schülern den Wechsel in die nächsthöhere KIasse/Stufe zu erleichtern, sind im Dokument «Klassenübergänge» für alle fachlichen und überfachlichen Aspekte verbindliche Lernziele definiert, die in den entsprechenden Mehrjahrgangsklassen erreicht werden sollen.
    • Für den Bereich Rechtschreibung einigte sich das Schulteam auf ein gemeinsames Konzept.
    • Für das Kooperative Lernen sichern Standards einen curricularen Aufbau über die Stufen hinweg.

Beschreibung der Schule

Die Schule Knonau besteht aus dem Schulhaus Aeschrain mit altersdurchmischten Primarschulklassen (je drei 1./2., 3./4. sowie 5./6. Klassen) und dem Schulhaus Dorf mit drei Kindergartenklassen. Das Schulhaus Dorf liegt im Zentrum der Gemeinde und das Schulhaus Aeschrain auf der Anhöhe inmitten idyllischer, ländlicher Umgebung.

Evaluationsdatum:
26.–28. September 2016

Kontakt zur Schule:
www.schule-knonau.ch
Co-Schulleiter: Jörg Berger und Christoph Weber

Beschreibung der Praxis

Systematische Umsetzung von Entwicklungszielen und Schwerpunkten:
Die Entwicklungsziele der Schule sind relevant, konkret und werden systematisch angegangen. Zentrale bisherige und aktuelle Schwerpunkte sind nebst den QUIMS-Themen die Förderung der Schulgemeinschaft, der Umgang mit Vielfalt und verbindliche Absprachen zur Beurteilung. Die Schwerpunkte des Schulprogramms werden äusserst zielgerichtet verfolgt. Sie finden sich in den Schulentwicklungstagen, den Sitzungen der Stufen- und/oder Unterrichtsteams sowie den Beobachtungsschwerpunkten für die kollegialen Hospitationen wieder.

Abstimmung der Zusammenarbeitsgefässe mit den Entwicklungsthemen:
Die Schule hat sinnvolle zeitliche Gefässe für die Zusammenarbeit eingerichtet, die gut auf die Entwicklungsthemen der Schule abgestimmt sind. Ein fixes wöchentliches Zeitfenster wird für Schulkonferenzen, Stufensitzungen, Absprachen in den Unterrichtsteams und Treffen der Arbeits- und Q-Gruppen eingesetzt. Die Teilnahmepflicht ist klar geregelt und die Sitzungen werden sorgfältig dokumentiert. Kollegiale Hospitationen werden regelmässig durchgeführt.

Projektmanagement:
Die Schule orientiert sich konsequent an den Grundsätzen des Projektmanagements. Für die einzelnen Schwerpunkte des Schulprogramms bestehen Arbeits- oder Q-Gruppen, die geschickt mit den Stufenteams vernetzt sind. Die Arbeits- und Projektgruppenaufträge berücksichtigen alle wesentlichen Punkte des Projektmanagements.

Qualitätszirkel und Evaluationen:
Das Schulteam evaluiert Entwicklungen regelmässig und äusserst sorgfältig: Es zieht daraus Schlussfolgerungen und sorgt dafür, dass der Qualitätszirkel durchlaufen wird. Die Erkenntnisse, welche aus den jährlichen Evaluationstagen resultieren, werden bei der Planung des neuen Schuljahres berücksichtigt. Nach Anlässen der Schule holt das Team jeweils Rückmeldungen der Schulkinder und Lehrpersonen – teilweise auch des Elternrats – ein, um Verbesserungsansätze zu eruieren.

Beschreibung der Schule

Die Schule Pächterried ist die grösste von fünf Primarschulen der Gemeinde Regensdorf. Rund 400 Schulkinder werden von 20 Klassen- sowie 36 IF-, DaZ-, Teamteaching- oder Fachlehrpersonen unterrichtet. Da der Anteil an fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern deutlich über 40 Prozent liegt, gehört die Schule seit dem Jahr 2011 dem QUIMS-Programm an.

Evaluationsdatum:
01.–03. Februar 2016

Kontakt zur Schule:
www.ps-regendsdorf.ch
Schulleiterin: Janine Brugger

Beschreibung der Praxis

Die Schule setzt eine nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung hervorragend um. Wichtige Elemente findet man auf allen Ebenen: Schulführung, Qualitätsmanagement und Schulteam. Dazu gehören z.B. gezielter, partizipativer Prozess der Schwerpunktfindung, klare Steuerung durch die Schulleitung/Steuergruppe, systematische, sorgfältige, vorausschauende Planung des Prozesses, fortlaufende Überprüfung der Entwicklungsvorhaben, konsequente Sicherung der Resultate, konkrete Umsetzung im Unterrichtsalltag.

Schulführung und Steuergruppe:
Die Schulführung setzt in der pädagogischen Arbeit Schwerpunkte, die zielführend sind und vom gesamten Schulteam mitgetragen werden. Dies gelingt hauptsächlich durch eine sorgfältige Strukturierung und partizipative Gestaltung des Prozesses zur Schwerpunktfindung.
Die Steuergruppe Schulprogramm trifft sich jährlich, um die Umsetzungsschritte des vergangenen Schuljahres zu besprechen und die Massnahmen für das kommende Schuljahr zu definieren. Sie fungiert als Bindeglied zu den einzelnen Stufenteams. Der getroffene Minimalkonsens stellt den Rahmen dar und lässt den Lehrpersonen bei der Umsetzung ein angemessenes Mass an Gestaltungsspielraum.

Qualitätssicherung und -entwicklung:
Die Schule plant und verfolgt ihre Weiterentwicklung systematisch und sorgfältig. In einem Massnahmenplan sind die einzelnen Phasen der Umsetzung genau geplant und beschrieben (z.B. Zweck, Vorgehen, Gefässe, Ressourcenplanung). Der Massnahmenplan stützt sich auf das Schulprogramm 2012–2016 und die daraus abgeleiteten Jahresplanungen. Die Entwicklungsthemen sind im Schulprogramm unter anderem mit klaren Zielsetzungen sowie Indikatoren für deren Überprüfung oder Zeitraum beschrieben. Die einzelnen Umsetzungsschritte werden in den pädagogischen Sitzungen jeder Stufe systematisch und kontinuierlich bearbeitet. Die Weiterbildungen sind sinnvoll auf die Entwicklungsziele und wo nötig auf die Gegebenheiten der einzelnen Stufen abgestimmt.
Die Schule überprüft die Entwicklungsschritte und -ziele in der Praxis kontinuierlich. So werden aus gemachten Erkenntnissen laufend Schwachpunkte eruiert und nötige Anpassungen vorgenommen. Dies ermöglicht, dass die Implementierung von Entwicklungsschritten im Unterrichtsalltag wirksam und nachhaltig umgesetzt werden kann. Die schulinternen Evaluationen werden sorgfältig und sehr systematisch dokumentiert. Es ist vereinbart, die erstellten Konzepte in einem regelmässigen Abstand zu überprüfen und auf veränderte Gegebenheiten abzustimmen.

Schulinterne Zusammenarbeit:
Das Schulteam gestaltet die Zusammenarbeit in der Unterrichtsentwicklung systematisch und erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist die Sicherung von Ergebnissen, indem sich das Schulteam auf gemeinsame Grundwerte einigt und diese in Beschlusslisten, Konzepten oder Curricula (z.B. für Lernmethoden) festhält. Erklärtes Ziel ist, eine gemeinsame pädagogische Linie zu verfolgen beziehungsweise eine gemeinsame Sprache zu erarbeiten. Das Einholen von Feedbacks wird systematisch aufgebaut und gewährleistet eine zusätzliche Sicherung der Unterrichtsqualität. Das Vorgehen ist im Konzept 360°-Feedback der Lehrpersonen detailliert und gut nachvollziehbar beschrieben. Checklisten und Instrumente unterstützen den Prozess (z.B. Feedbackprozess analysieren).

Beschreibung der Schule

Die Schule Hittnau umfasst alle Stufen vom Kindergarten bis zur Sekundarschule. Insgesamt werden auf der Schulanlage Hermetsbüel gegen 250 Primar- und rund 110 Sekundarschülerinnen und -schüler unterrichtet. Die rund 90 Kindergartenschülerinnen und -schüler besuchen vier Kindergärten.

Evaluationsdatum:
21.–23. September 2015

Kontakt zur Schule:
www.schulehittnau.ch
Schulleiterin Kindergarten/Unterstufe: Isabelle Cavadini
Schulleiter Mittel- und Sekundarstufe: Stefan Lingg

Beschreibung der Praxis

Die schulinterne Vernetzung ist eine zentrale Stärke der Primarschule Auzelg. Schulleitung, QUIMS-Leitung, Lehrpersonen, Betreuungspersonen, Schulsozialarbeit und weitere Dienste koordinieren ihre Arbeit sehr gut. Gemeinsam und zielgerichtet engagieren sich die Mitarbeitenden dafür, eine positive Lernatmosphäre zu gestalten und den Schulerfolg der Schulkinder zu ermöglichen.

Folgende Beispiele dienen zur Illustration:

  • Die Mitarbeitenden werden in die pädagogische Weiterentwicklung eingebunden. Die beiden Schulleitungspersonen erstellen gemeinsam mit der QUIMS-Leitung einen Vorschlag für das Jahresprogramm, der von den Teammitgliedern begutachtet, wenn nötig angepasst und abgenommen wird. Dabei gelingt es der Schule, die vorgegebenen Rahmenbedingungen mit eigenen Zielen zu ergänzen, die von den Teammitgliedern mitgetragen werden. Dies führt dazu, dass der QUIMS-Bereich systematisch weiterentwickelt wird und ein klares Profil der Schule zu erkennen ist.
  • Die schulinterne Zusammenarbeit ist sinnvoll aufgebaut: Rhythmus, Dauer und Inhalte der verschiedenen Gefässe sind definiert. In jedem Jahr werden insgesamt fünf Q-Tage durchgeführt, zwei davon in der letzten Sommerferienwoche. Für Sitzungen bestehen fixe Zeitgefässe: Alternierend mit den Teamsitzungen finden alle 14 Tage Stufensitzungen für Organisatorisches statt, die von Lehrpersonen geleitet werden, welche den Stufen vorstehen. In den anschliessenden Sitzungen der Pädagogischen Teams (PT) werden pädagogische Anliegen diskutiert. Danach arbeiten die Lehrpersonen in den Klassenteams. Die schulergänzende Betreuung bildet ein eigenes PT. Die Informationsabläufe sind klar geregelt und für die Führung sowie die Durchführung von Sitzungen bestehen Leitsätze.
  • Das Projektmanagement erfolgt durchdacht: Um neue Schwerpunkte im Schulalltag zu implementieren, werden unter anderem schulinterne Multiplikatoren (speziell dafür ausgebildete Lehrpersonen oder Mitarbeitende) eingesetzt; nach Abschluss der Projektphase sollen Themenhüter die Nachhaltigkeit gewährleisten. Das kooperative Lernen, eine Vorgabe des Schulkreises, wurde beispielsweise sorgfältig eingeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Es wurde und wird mehrfach in den PT reflektiert.
  • Verbindliche Abmachungen tragen zu einer zielgerichteten Förderung bei. So hat sich das Team auf den Einsatz bestimmter Lehrmittel sowie Lehr- und Lernformen geeinigt. Das Konzept zur Leseförderung sieht beispielsweise vor, dass die Schulkinder in allen Klassen Vorlese- bzw. Lesetagebücher führen und «Antolin» (webbasiertes Programm zur Leseförderung in Schulen) eingesetzt wird. Für den DaZ-Unterricht wurden Lerninhalte definiert.
  • Die schulergänzende Betreuung ist ein wichtiger Bestandteil der Schule. Der Schülerklub besteht bereits seit über zwanzig Jahren und umfasst zusätzlich zum Hort ein breites und ansprechendes Freizeitangebot (unentgeltliche Kurse, Erlebniswochen in den Ferien). Absprachen zwischen Betreuungs- und Lehrpersonen erfolgen regelmässig, auch sind Lehrpersonen in die Betreuung eingebunden. Die Betreuungspersonen haben an einer Weiterbildung zur Sprachförderung teilgenommen, um die Lehrpersonen in der Sprachförderung der Schülerinnen und Schüler möglichst gezielt unterstützen zu können.
  • Die Schule engagiert sich sehr dafür, die Eltern zur Zusammenarbeit zu motivieren und dadurch den Schulerfolg der Kinder zu erhöhen. Sie ist mit dem Quartier vernetzt, in dem die Familien wohnen. Das Kindergartenkonzept beschreibt die vorgesehenen Elternkontakte, damit die Eltern von Beginn an eingebunden werden können. Um die Eltern zur Teilnahme an Elternabenden und Veranstaltungen zu bewegen, gehen sogenannte Brückenbauer (Kulturvermittler) von Familie zu Familie und erinnern an kurz bevorstehende Termine.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Auzelg liegt in Schwamendingen, am Rand der Stadt Zürich in einem Quartier mit viel Grünraum und einer Siedlung für kinderreiche Familien. Die Schülerschaft setzt sich aus Kindern vieler verschiedener Kulturen zusammen und weist einen Anteil an Fremdsprachigen von über 80 Prozent aus. Seit über zwanzig Jahren gibt es mit dem «Schülerklub» eine umfassende Betreuung und seit 2007 gehört die Schule dem QUIMS-Projekt an.

Evaluationsdatum:
27.–29. Januar 2014

Kontakt zur Schule:
www.schule-auzelg.ch
Co-Schulleiterin: Domenica Frigg
Co-Schulleiter: Claudio Tamò

Beschreibung der Praxis

Projektmanagement:
Die Schulgemeinde Dietlikon hat mit ihrem Entwicklungsprojekt «Gute Schule Dietlikon – kooperative Unterrichtsentwicklung» eine attraktive, gemeinsame Zielvorgabe für alle Schuleinheiten geschaffen. Die «Gute Schule» steht auf drei Pfeilern: Kompetenzorientierung, Individualisierung und Soziales Lernen. Die Projektsteuerung ist anhand eines professionellen Projektmanagements über alle Ebenen hinweg gewährleistet.

Qualitätssicherung:
Das Dietliker Qualitätskonzept richtet sich konsequent an der Methode des 360°-Feedbacks aus. Alle Lehrpersonen holen sich zweimal jährlich Feedbacks von Schülerinnen und Schülern sowie jährliche Feedbacks von Erziehungsberechtigten, Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten ein. In sogenannten Q-Gruppen bestimmen die Lehrpersonen Themen und Vorgehen ihrer diesbezüglichen Umfragen. Die Q-Gruppen besprechen wiederum die Befragungsresultate und bestimmen darauf basierend notwendige Massnahmen. Anlässlich der Mitarbeiterbeurteilung reichen die Lehrpersonen die Dokumentationen der 360°-Feedbacks aus den letzten vier Jahren ein. Die Schulleitung überprüft, ob die Evaluationen entlang der vorgegebenen Gütekriterien erfolgten. Die Q-Gruppen-Mitglieder hospitieren sich zudem gegenseitig, was insgesamt ein umfassendes Qualitätsmanagement ergibt.

Erfolgsfaktoren:

  • Die Entwicklungsprojekte der Schulgemeinde Dietlikon zeichnen sich aus durch eine ausgewogene Mischung von Top-down- (Vorgabe der strategischen Entwicklungsziele, Gesamtsteuerung des Projekts) und Bottom-up-Methoden (unterrichtsbezogene Feinplanung, kollegiale Ideensammlung und Qualitätssicherung innerhalb der Lehrerschaft).
  • Die Projektorganisation «Gute Schule» erfolgt mit professionellen Methoden und den nötigen Ressourcen. Der offizielle Projektstart erfolgte per Schuljahr 2012/13 mit der Bildung einer gemeindeweiten Gesamtsteuergruppe und jeweils einer Steuergruppe pro Schuleinheit.
    Gelingensbedingungen dabei sind: ein durchdachtes Kommunikationskonzept, der intensive Dialog mit der Basis sowie die geklärte Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Steuergruppen. Die Steuergruppen sind mit den nötigen Kompetenzen und Ressourcen ausgerüstet und halten das Projekt im Fluss.

Beschreibung der Schule

Die Schulgemeinde Dietlikon zeichnet sich durch starke, gemeindeweite Strukturen und einen fruchtbaren Austausch zwischen den drei Schulen (Primarschule Dorf, Primarschule Fadacher, Sekundarschule Hüenerweid) aus.

Evaluationsdatum:
Januar 2014

Kontakt zur Schule:
www.schule-dietlikon.ch

Primarschule:
Co-Schulleiterinnen Dorf: Renata Bollinger und Sandra Michel
Co-Schulleiterinnen Fadacher: Daniela Bernet und Barbara Schlatter

Sekundarschule:
Schulleiter Hüenerweid: Reto Valsecchi

Schulpflege:
Schulpflegepräsident: Patrick Widmer

Beispiele Schulgemeinschaft

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Beschreibung der Praxis

Die Konfliktkultur ist als zentraler Bestandteil der Gemeinschaft sehr gut im Schulalltag der Schule Ahorn verankert. Seit mehreren Jahren arbeitet das Schulteam mit einem Konzept für einen konstruktiven Umgang miteinander, welches in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konflikt-Kultur erarbeitet wurde.

Basierend auf dem Leitbild hat die Schule Ahorn Strukturen erarbeitet, die zum Ziel haben, dass sich alle in der Klasse und im Schulhaus wohl fühlen und in Ruhe lernen können. Grundlagen dieser Strukturen sind gute Beziehungen und die Menschenrechte. In einem Regelwerk ist transparent festgehalten, wie die Konfliktkultur im Schul- und Klassenalltag eingesetzt wird. Kernpunkte sind dabei die Regeln des Zusammenlebens und des Zusammenarbeitens. Die Anwendung des Konzepts im Unterricht, der Einsatz von Belohnungen sowie das Vorgehen bei Regelverletzungen sind explizit im ganzen Schulteam abgesprochen. Es ist zudem definiert, wie sich das Nichteinhalten der Regeln auf die Zeugnisbeurteilung des Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens auswirkt.
Es gibt in den Klassen Bonussysteme, welche auf das erwünschte Verhalten (Pünktlichkeitsregel, Hausaufgabenregel, Ruheregel, Menschenrechtsregel und Klassenregeln) positiv Einfluss nehmen. Das Gelingen wird in den Klassen regelmässig ausgewertet und Belohnungssterne werden vergeben. Jede Klasse erarbeitet eine Wunschliste für die Einzel- und Klassenbelohnungen. Die Lehrpersonen der gleichen Stufe stimmen diese Wunschlisten miteinander ab.
Den Schülerinnen und Schülern sind die geltenden Regeln sehr präsent, da diese regelmässig mit ihnen besprochen werden und in allen Zimmern aufgehängt sind.
Die schulergänzende Betreuung verwendet eine vereinfachte Form der Konfliktkultur und tauscht sich bei Bedarf mit dem Schulteam darüber aus.
Die Eltern erhalten alle zwei Wochen Einsicht in die Erfolgsliste zur Konfliktkultur ihres Kindes und wissen, wie sich Verstösse auf die Zeugnisbeurteilung der überfachlichen Kompetenzen auswirken. Ein Elternabend zur Konfliktkultur bot im November 2016 interessierten Eltern die Möglichkeit, sich mit diesem Konzept vertraut zu machen und Fragen zu klären.

Beschreibung der Schule

Die Schule Ahorn liegt in Zürich-Schwamendingen und nimmt am QUIMS-Programm teil. Ein Schulteam von ungefähr 20 Lehr- und Fachpersonen unterrichtet gut 180 Schulkinder in zehn Klassen (drei Kindergarten-, vier Unterstufen-, drei Mittelstufenklassen).

Evaluationsdatum:
14.–16. November 2016

Kontakt zur Schule:
Website Schule Ahorn
Schulleiterin: Gabriella Zürcher, Tel.: +41 44 413 30 60

Beschreibung der Praxis

Die Schule Laufen-Uhwiesen setzt mit ihrer konsequenten Arbeit an angemessenen Umgangsformen einen prägnanten pädagogischen Schwerpunkt im Bereich Schulkultur. Über mehrere Jahre hinweg fördern die Mitglieder des Schulteams unter dem Motto «Kleinigkeiten mit grosser Wirkung» erwünschtes Verhalten von Schülerinnen und Schülern.

Grundlagen des Erfolgs:
Das Schulteam setzte sich in einer internen Weiterbildung mit Erfolgsstrategien und Fragen der Wirksamkeit im Umgang mit Regeln und bei der Förderung der Schulgemeinschaft auseinander.
In verschiedenen Schwerpunktkampagnen über mehrere Jahre hinweg achten die Lehrpersonen im Unterricht und in der Pause unter anderem darauf, dass die Schülerinnen und Schüler keine Schimpfwörter benutzen, in Plenumssequenzen aufstrecken und nicht «dreinschwatzen».
Zur Überprüfung ihrer Arbeit nutzen sie die kollegialen Hospitationen und die Mitarbeitendengespräche.

Die Eltern wurden über die Stossrichtung des Entwicklungsvorhabens orientiert und zur Mitarbeit eingeladen.
Das Projekt ist im Mehrjahresprogramm verankert, es wird von einer Projektgruppe gesteuert, die nach einem schriftlich formulierten Projektauftrag vorgeht.

Flankierend zum Projekt «Kleinigkeiten mit grosser Wirkung» führt die verantwortliche Fachperson für Schulsozialarbeit gemäss separatem Konzept Empathie-Trainings (Kindergarten), Sexual- und Mobbingprävention (Unterstufe) sowie Kurse zum Jugendstrafrecht und zur Sozialkompetenz (Mittelstufe) durch.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Laufen-Uhwiesen hat mit ihren gegenwärtig acht Klassen, davon zwei Kindergärten und je drei Unterstufen sowie Mittelstufenklassen, eine übersichtliche Grösse. Insgesamt besteht das Lehrpersonenteam aus 14 Lehrpersonen. Seit September 2011 ist die Schulsozialarbeit im Rahmen von 30 Stellenprozenten an der Schule eingerichtet.

Evaluationsdatum:
08.–20. April 2016

Kontakt zur Schule:
www.ps-uhwiesen.ch
Schulleiter: Thomas Messerli

Beschreibung der Praxis

Die Primarschule und die Kindergärten Nürensdorf engagieren sich mit ihrem Projekt «Friedensförderung» besonders intensiv und erfolgreich für ein gutes Schulklima.
Im Schuljahr 2011/2012 lancierten sie das Projekt «Gemeinsam sind wir stark!».
Mit dem Fokus «Friedensförderung statt Gewaltprävention» setzt das Schulteam seitdem verschiedene Schwerpunkte zur Friedensarbeit, die sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrpersonen und die Erziehungsberechtigten miteinbeziehen:

  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in kleineren und grösseren Projekten und mit Hilfe von Friedensseil, Friedenstreppe oder dem Trainingsbuch «Ich schaffs!» aktiv mit ihrem sozialen Verhalten auseinander.
  • Die Lehrpersonen bilden sich regelmässig weiter, beispielsweise in Transaktionsanalyse und in den Programmen «Chili» und «Flomi».
  • Die Erziehungsberechtigten werden einerseits schriftlich, andererseits an Informationsabenden über das Projekt informiert und zu Veranstaltungen eingeladen.

Wichtige Instrumente für die Friedensförderung an der Schule sind:

  • Alle Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse treffen sich pro Schulhaus in der Regel viermal jährlich zur Schülervollversammlung (SVV), um aktuelle Themen zu diskutieren. Die SVV werden von einer Gruppe, die sich aus den Klassendelegierten, einer Lehrperson und dem Schulsozialarbeiter zusammensetzt, vor- und nachbereitet.
    Der Ablauf der SVV ist hoch strukturiert. Die Schülervollversammlung beginnt und endet jeweils mit einem gemeinsamen Ritual. Dazwischen arbeiten die Schulkinder in altersgemischten Gruppen, die von Mitgliedern des Schulteams geleitet werden.
  • Die Schule verfügt mit der Dokumentation «Früherkennung und Frühintervention» über ausgezeichnete schriftliche Unterlagen zur Prävention. Dem Schulteam steht hier ein reicher Fundus an theoretischen Ausführungen und praktischen Anleitungen sowie an Checklisten und Vorlagen zur Verfügung.

Für das Programm «Gemeinsam sind wir stark!» erhielt die Schule an der Tagung des kantonalen «Netzwerks Gesundheitsfördernder Schulen» im Juni 2013 ein Preisgeld. Das Netzwerk würdigte den Nürensdorfer Einsatz für eine kooperative Schulkultur und einen respektvollen, wertschätzenden Umgang bereits zum zweiten Mal.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule und der Kindergarten Nürensdorf umfassen zwei Schulhäuser und fünf Kindergärten, welche mehrere Kilometer auseinanderliegen. Es werden rund 400 Schülerinnen und Schüler in 18 Klassen unterrichtet. Die Dorfgemeinschaft, die Natur und die übersichtlichen Schulanlagen bieten vielfältige Lehr- und Lernorte.

Evaluationsdatum:
02. Juni–04. Juni 2014

Kontakt zur Schule:
www.schule-nuerensdorf.ch
Schulleiter Sunnerai: Gianni Schwager
Schulleiter Ebnet: Marcel Vosswinkel

Beschreibung der Praxis

Die Sekundarschule Berg fördert mit einem sportlichen Jahresevent sowie einem Erziehungskonzept, bei dem das Schulteam, aber auch die Erziehungsberechtigten inklusive Elternmitwirkung eingebunden werden, eine friedliche Gemeinschaft.

Das «Race of Champions» ist ein sportliches Jahresprogramm, das sich seit 14 Jahren zu einem identitätsstiftenden und profilgebenden Grossanlass entwickelt hat. Schülerinnen und Schüler sammeln für ihre Klassen Punkte in Spielturnieren (z.B. Fussball, Volleyball, Streetball), bei Leichtathletik- und Gerätedisziplinen. Einzelne Anlässe sind obligatorisch, andere finden in der Freizeit statt. Praktisch alle Spielturniere kommen ohne Schiedsrichter aus. Höhepunkt ist die «Plauschnacht»: Spiel, Spass und Austausch stehen im Zentrum bei dieser von Eltern und Schule organisierten Freinacht. Das «Race of Champions» stösst bei den Schülerinnen und Schülern, den Erziehungsberechtigten sowie den Lehrpersonen auf grosse Akzeptanz, auch nicht Sportbegeisterte lassen sich mitreissen. Die Anlässe rhythmisieren das Schuljahr, sie dienen der Motivation im Sportunterricht und prägen den Gemeinschaftssinn positiv. Soziale Kompetenzen werden so erlernt und gefestigt, die sonst im Klassenunterricht erarbeitet werden müssen. Themenhüter sorgen ausgezeichnet dafür, dass das Konzept auch über viele Jahre hinweg optimiert wird und für die Schule attraktiv bleibt.

Um das Zusammenleben sinnvoll zu regeln, orientiert sich die Schule am Konzept der «Autorität ohne Gewalt» nach Haim Omer, Grundlage bildet die respektvolle Beziehung. Die Themenhüter der Arbeitsgruppe Erziehung («Anstand», «Respekt», «Auftreten») sorgen für eine einheitliche Haltung im Schulteam und binden auch die Eltern in die Verantwortung mit ein, beispielsweise mit entsprechenden Informationen und Elternbildungsangeboten. Sie bitten um Mithilfe bei der Regeldurchsetzung (z.B. Verbot von E-Zigaretten und Laserpointer) und regen Familiendiskussionen an (z.B. bei der handyfreien Woche).

Beschreibung der Schule

An der Sekundarschule Berg in Gossau werden gut 300 Schülerinnen und Schüler in 14 Klassen unterrichtet. Es gibt die drei Abteilungen A, B und C sowie ein Freifächersystem für die dritte Sekundarklasse. Das grosse Schulareal liegt erhöht am Dorfrand, umgeben von viel Natur, und eröffnet einen weiten Blick in die Alpen.

Evaluationsdatum:
30. Juni bis 02. Juli 2014

Kontakt zur Schule:
www.schulegossau-zh.ch
Schulleiter: Patrick Perenzin

Beispiel schulinterne Zusammenarbeit

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Beschreibung der Praxis

Die Sprachförderung basiert an der Primarschule Töss auf einem gemeinsamen Konzept und ist schulhausübergreifend sehr gut implementiert. Sie orientiert sich an einem Vierjahreszyklus mit Schwerpunkten in den vier Kompetenzbereichen (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen). Jedes Schuljahr steht eine Sprachkompetenz im Fokus der Förderung. Zu Beginn des Schuljahres absolviert das Schulteam jeweils eine Weiterbildung zur gewählten Sprachkompetenz und zu möglichen Fördermethoden. An diesen Weiterbildungstagen können die Stufenteams an konkreten Unterrichtsinhalten arbeiten beziehungsweise entsprechende Fördermaterialien herstellen. Im Verlaufe des Schuljahres setzen die Lehrpersonen die abgesprochenen Massnahmen um, tauschen jeweils im Frühjahr Erfahrungen sowie Materialien aus und überprüfen ihr Handeln mittels Evaluationen.

Im Schuljahr 2014/15 steht die Leseförderung im Fokus. Hierzu setzen alle Lehrpersonen vielfältige und altersentsprechende Lesetrainings um:

  • Im Kindergarten steht das Buch im Zentrum; es werden Geschichten erzählt, Bilderbücher vertont oder für die Kinder und deren Eltern Bibliotheksbesuche organisiert.
  • In allen Primarklassen findet ein systematisches Leseflusstraining statt. Hier trainieren die Schülerinnen und Schüler während einer bestimmten Zeit regelmässig das Lesen zu zweit (Trainer und Sportler mit klaren Aufgaben). Die Trainings werden protokolliert und die Fortschritte gemessen.

Die Schule wird in diesem Prozess von einer externen Fachperson begleitet. Im Schulprogramm ist die Sprachförderung ein zentrales Element. Die Schulleitungen sowie die QUIMS-Arbeitsgruppe achten darauf, dass die Förderung der einzelnen Kompetenzbereiche in allen Schulhäusern der Primarschule Töss flächendeckend umgesetzt wird.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Töss deckt den gesamten Stadtkreis Winterthur-Töss ab. Sie setzt sich aus den vier Schulen Eichliacker, Gutenberg/Zelgli, Laubegg, Rebwiesen sowie den insgesamt sieben zugeteilten Kindergärten zusammen. Insgesamt werden an dieser QUIMS-Schule knapp 900 Schülerinnen und Schüler in 32 Regelklassen, 2 Aufnahmeklassen und 14 Kindergartenabteilungen unterrichtet. Die vier Schulen werden von je einer Leitungsperson geführt. Gemeinsam bilden sie die operative Leitung der Primarschule Töss. In der pädagogischen Ausrichtung der Schulen arbeiten die vier Schulleitungen eng zusammen.

Evaluationsdatum:
17.–19. November 2014 und 08.–10. Dezember 2014

Kontakt zur Schule:
Website Primarschule Töss
Schulleiterin Gutenberg/Zelgli: Marianne Trüb

Beispiele Sonderschule

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Beschreibung der Praxis

Die Werkschule Grundhof verfügt über ein umfassendes Konzept für die Berufsfindungs- und Lebensvorbereitung, welches von allen Fachpersonen verbindlich umgesetzt wird. Als wichtige Basis für diese Vorbereitung betrachtet die Schule die Identitätsentwicklung und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.

Systematischer Aufbau von Schlüsselqualifikationen:

a) berufsorientiert:

  • Bereits ab dem ersten Sekundarschuljahr führen die Jugendlichen Arbeiten in Haus und Hof sowie in den hauseigenen Werkstätten aus, um lebenspraktische, handwerkliche und überfachliche Kompetenzen gezielt aufzubauen. Gleichzeitig lernen sie Elemente verschiedener Berufsbilder kennen und lernen ihre Stärken und Vorlieben einschätzen.
  • Jedes Jahr finden Besuche im Berufsinformationszentrum und an der Berufsmesse in Zürich mit Arbeitsaufträgen statt, die nachher besprochen werden.
  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr leisten die Jugendlichen Arbeitseinsätze an einem Nachmittag im Werkareal in Thundorf, einem Partnerbetrieb der Werkschule, welcher arbeitsagogische Begleitung anbietet.
  • Im dritten Schuljahr werden Schnupperlehren und längere Arbeitseinsätze durchgeführt, die nach einem vorgegebenen Raster ausgewertet werden. Die Schule verfügt dafür über ein breites Netzwerk von verschiedenen Lehrbetrieben aus Handwerk und Gewerbe sowie sozialen Institutionen.

b) schulisch:

  • Die Stellwerktests in der zweiten Sekundarschule sind wichtig für die Standortbestimmung. Je nach Berufsrichtung werden Kompetenzprofile der Gewerbeverbände beigezogen. Anhand dieser Instrumente werden gezielt fachliche Lücken im Hinblick auf die gewählte Berufsrichtung aufgearbeitet.
  • Die Schule unterstützt mit einem Jobcoaching während und über die Schulzeit hinaus die Jugendlichen (auch für Nicht-IV-Bezüger). Dies wird durch einen speziell ausgebildeten Sozialpädagogen der Schule angeboten.

Individuelle Begleitung:

  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr gibt es wöchentlich in einem fixen Zeitfenster eine viertelstündige Beratung durch den Jobcoach zu den Themen «Standortbestimmung», «Planung der nächsten Schritte», «Arbeitsaufträge für den Schulunterricht (Wochenpläne)».
  • Bei Bedarf sind Schnupperlehren bereits früher möglich als standardmässig vorgesehen. Es gibt auch die Möglichkeit, bereits vor Ende der Schulzeit eine Vorlehre im vorgesehenen Lehrbetrieb anzutreten.
  • Die Wohnsituation für die Zeit während der Berufslehre wird mit jedem Jugendlichen besprochen und entsprechende Vorbereitungen werden frühzeitig in die Wege geleitet (Wohntraining).
  • Es gibt die Möglichkeit, aufgrund einer Krise den Berufsfindungsprozess für eine gewisse Zeit zu unterbrechen oder bei noch nicht erreichter Berufsreife ein zehntes Schuljahr in der Werkschule Grundhof zu absolvieren.

Beschreibung der Schule

In einem grossen Bauernhaus in Stadel bei Winterthur führt der Verein Werkschule Grundhof ein kleines Sonderschulheim für Sekundarschüler, geleitet von wenigen, konstanten Bezugspersonen. Es stehen acht Plätze zur Verfügung. Das pädagogische Konzept basiert auf einem lösungsorientierten Modell. Der Schulunterricht orientiert sich sowohl am Lehrplan des Kantons Zürich als auch an den persönlichen Ressourcen und am Berufsziel des einzelnen Schülers.

Evaluationsdatum:
27.–28. März 2017

Kontakt zur Schule:
www.grundhof.ch
Schulleiter: Daniel Ehrismann

Beschreibung der Praxis

Die Sonderschule SEK3 mit ihren drei Bereichen fördert ihre Schülerinnen und Schüler gezielt innerhalb eines klar definierten Förderplanungszyklus. Die Abläufe sowie dazugehörige Instrumente und Gefässe sind geregelt und im Rahmenkonzept, im Beschluss- und Organisationskatalog der Schule sowie in weiteren spezifischen Dokumenten detailliert beschrieben. Dies ermöglicht eine einheitliche Praxis, welche vom gesamten Schulteam verbindlich und vorbildlich umgesetzt wird.

Die Lehr- und Fachpersonen diagnostizieren bzw. überprüfen den Lernstand der Schülerinnen und Schüler regelmässig, beispielsweise mit Screening-Tests in Mathematik und Deutsch am Anfang des ersten Jahrgangs sowie mit gezielten Beobachtungen. Wesentliche Daten zur Überprüfung der Lernfortschritte werden in einem professionellen und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen elektronischen Förderplanungs-Tool dokumentiert und sind für alle beteiligten Fachpersonen einsehbar.

Die Schule führt halbjährliche schulische Standortgespräche durch. Die Schülerinnen und Schüler wie auch deren Eltern und Erziehungsberechtigte werden dabei in die Überprüfung der Lernfortschritte und die Festlegung von weiterführenden Förderzielen sehr gut einbezogen. Die Protokollierung der Standortgespräche erfolgt einheitlich, neue Förderschwerpunkte werden überprüfbar formuliert, mögliche Massnahmen vorgeschlagen und Verantwortlichkeiten festgelegt.

Die in den Standortgesprächen festgelegten Förderschwerpunkte werden im Förderplaner den einzelnen ICF-Bereichen (ICF = Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit) zugeordnet und konkretisiert. Die Hauptverantwortung für die Durchführung bzw. das Einhalten des Ablaufs der Förderplanung für die Schülerinnen und Schüler trägt die jeweilige Bezugslehrperson. Bei der Erstellung der Förderpläne sind sowohl der Schul- als auch der Wohnbereich beteiligt, die Zuständigkeiten sind abgesprochen. Die Lehrpersonen formulieren die Förderziele kompetenzorientiert und überprüfbar. Sie machen Vorschläge zu konkreten Fördermassnahmen, Methoden, Materialien und zur Organisation. Die Förderpläne werden nach jedem Standortgespräch aktualisiert. Zur Erstellung der Zeugnisse/Lernberichte sowie zum jährlichen «Sonderschul- und Wohnbericht im Sinne einer Standortbestimmung» bestehen klare Bestimmungen zu Ablauf und Ausführung.

Die Lehr- und Fachpersonen pflegen eine auf die Schülerinnen und Schüler bezogene interdisziplinäre Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Sonderschulteams als auch mit der Regelschule, mit Fachdiensten und Aussenstellen. Grundsätze zur Zusammenarbeit sowie dazugehörige Gefässe sind schriftlich festgelegt.

Beschreibung der Schule

Die SEK3 ist ein Lernort für gehörlose und schwerhörige Schülerinnen und Schüler. Sie besteht aus drei Bereichen: teilintegrative Oberstufe, welche in Regelklassen teilintegriert ist, bilinguale Oberstufe und sozialpädagogisch geführte Wohngruppe. Die Standortschule ist das Regelschulhaus Hans Asper. In Zusammenarbeit setzen die beiden Schulen verschiedene Inklusionsbestrebungen um, mit dem Ziel, gebärdensprachliche, gemischtsprachliche und rein lautsprachliche Jugendliche und Erwachsene in einer Schulgemeinschaft zusammenzuführen.

Evaluationsdatum:
06.–08. März 2017

Kontakt zur Schule:
www.sek3.ch
Co-Schulleiter: Ruedi Baumann
Co-Schulleiter: Peter Bachmann

Beschreibung der Praxis

Die Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte (SKB) Zürich wird von einer Schulleitungsperson mit einem 100-Prozent-Pensum geführt. Zusammen mit den Fachleitungen Betreuung, Unterricht, Integration und Therapie sowie der Sekretariatsleitung bildet sie das Schulleitungsteam. Dieses führt die SKB mit ihren rund 180 Mitarbeitenden.
Das sechsköpfige Schulleitungsteam und das interdisziplinäre Schulteam arbeiten in zweckmässig organisierten Kooperationsgefässen (regelmässige Sitzungen im Gesamtteam, Schulleitungsteam, Fachbereich, Stufenteam, Klassenteam etc.) sehr gut und intensiv zusammen. Die schulinterne Zusammenarbeit ist in der SKB gut geregelt und wird verbindlich umgesetzt, was zu einer verbesserten Unterrichts- und Therapiequalität beiträgt.
Die Arbeit an gesamtschulischen pädagogischen Entwicklungszielen wird vom Schulleitungsteam zielführend koordiniert und gesteuert. Die Mitarbeitenden sind in die Umsetzung der Massnahmen einbezogen.

Im Rahmen des kürzlich abgeschlossenen Organisationsentwicklungs-Prozesses mit externer Begleitung hat die Schule während zweier Jahre fünf Ziele mit folgenden Themenschwerpunkten systematisch und konsequent verfolgt: Berufsauftrag, Fachkompetenz, Austausch in disziplinären und interdisziplinären Gefässen, gemeinsame Form der Förderprozessdokumentation sowie Elternmitwirkung. In all diesen Bereichen konnte die Schule die geplanten Massnahmen umsetzen und Erfolge erzielen. Darüber hinaus sichern die Fachleitungen das Erreichen der jährlich neu formulierten spezifischen Ziele ihrer Fachbereiche. Die Organisation der Tagessonderschule und der integrierten Sonderschulung basiert auf aussagekräftigen und nützlichen Grundlagendokumenten (z.B. Rahmenkonzept, detaillierte Abläufe von wiederkehrenden Prozessen, verschiedene Fachkonzepte), die einer erfolgreichen internen Zusammenarbeit dienlich sind.

Beschreibung der Schule

Die Tagessonderschule der Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte (SKB) hat zwei Standorte, der Hauptstandort liegt in Zürich-Wollishofen. Es werden rund 70 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen vom Kindergarten bis 15+ unterrichtet.
Im Rahmen der integrierten Sonderschulung werden in der Stadt Zürich etwa 35 Schülerinnen und Schüler unterstützt (ISS), und im Kanton bestehen rund 15 B&U-Auftragsverhältnisse.

Evaluationsdatum:
16.–18. Januar 2017

Kontakt zur Schule:
Website der SKB
Schulleiterin: Karin Zollinger, Tel.: +41 44 413 44 13

Beispiele Sprachförderung Deutsch

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Beschreibung der Praxis

Die Schule betreibt eine intensive Schreibförderung. Die Klassen- und Fachlehrpersonen bauen die mündliche und die schriftliche Textarbeit mit Hilfe von Sprachgerüsten (Scaffolds) auf. Dabei sind die pro Stufe (Kindergarten – Unterstufe – Mittelstufe – Fachunterricht) zu bearbeitenden Textsorten festgelegt. Damit die Scaffolds leicht im Unterricht eingesetzt werden können, haben die QUIMS-Verantwortlichen Umsetz-Hilfen zuhanden der Lehrpersonen zusammengestellt.

Im Rahmen des QUIMS-Programms hat das Schulteam Vereinbarungen zur Schreib- und Leseförderung getroffen. Über mehrere Jahre wurde diese Arbeit im Rahmen der Unterrichtsentwicklung aufgebaut. Nun stehen pro Stufe/Fachgruppe und Schulhaus «Sicherungsziele zur Schreibförderung und der Entwicklung des Schreibens als soziale Praxis» zur Verfügung, welche auf den Ebenen Schüler/-innen, Lehrperson und Team konkrete Ziele setzen. Eine «Kurzversion im Jahresprogramm» bringt die Standards auf den Punkt. Die Lehrpersonen der Schule schätzen diese Form der Unterrichtsentwicklung als wirksam ein.

In einem Handbuch haben die QUIMS-Verantwortlichen einerseits das theoretische Hintergrundwissen zu den wichtigsten Aspekten der Schreibkompetenz sowie den drei Dimensionen der Schreibförderung zusammengestellt. Andererseits fasst der Praxisteil das erworbene Wissen kompakt zusammen und erläutert dies mit Good-Practice-Beispielen und Unterrichtsmaterialien. Das Handbuch ist im Rahmen der Abschlussarbeit zum CAS QUIMS 2017 entstanden und steht den Lehrpersonen als Nachschlagewerk zur Verfügung.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Langwiesen-Wyden in Winterthur Veltheim-Wülflingen weist zwei unterschiedliche Strukturen auf: Am Standort Langwiesen wird in Jahrgangsklassen unterrichtet, während am Standort Wyden das Altersdurchmischte Lernen (AdL) umgesetzt wird. Zusammen mit den dazu gehörenden Kindergärten umfasst die Schuleinheit 30 Klassen, davon 8 Kindergarten-, 10 Unterstufen- und 12 Mittelstufenklassen. Langwiesen-Wyden ist eine QUIMS-Schule.

Evaluationsdatum:
11.–13. Dezember 2017

Kontakt zur Schule:
www.langwiesen-wyden.ch
Schulleiter Langwiesen: Silvio Stäuble
Schulleiter Wyden: Felix Molteni

Beispiele Überfachliche Kompetenzen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Beschreibung der Praxis

Die Förderung der überfachlichen Kompetenzen gehört an der Sekundarschule Hüenerweid zur Schulhauskultur. Der Aufbau erfolgt gut abgestimmt und sorgfältig. Ein Leitfaden umschreibt auf Schulgemeindeebene die Grobziele über elf Schuljahre hinweg. An der Sekundarschule ist die Kompetenzbox das Herzstück: Sie definiert für verschiedene Bereiche (personale Kompetenz, Methoden-, Wirkungs-, Sozial- und Kommunikationskompetenz) ausgewählte Merkmale, welche jeweils mit einem differenzierten Kompetenzraster beschrieben werden. Die Kompetenzen werden in Inputlektionen thematisiert und geübt, alle an der Klasse tätigen Lehrpersonen beteiligen sich daran. Die systematische Förderung der überfachlichen Kompetenzen findet einen bemerkenswerten Niederschlag in der Schulgemeinschaft und im Unterricht. Unter anderem zeichnen folgende Merkmale die Schule aus:

  • Das Zusammenleben an der Schule steht unter dem Motto «Alle kennen alle»: Verschiedene identitätsstiftende Aktivitäten fördern das gegenseitige Kennenlernen über die Klassen hinaus und stärken die Gemeinschaft.
  • Die Jugendlichen übernehmen Mitverantwortung für die Gemeinschaft (z.B. Vorstellung der Schule an Anlässen, Peacemaker, Pausenkiosk, Schülerrat, Tutorat zur Lernunterstützung).
  • Die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Jugendlichen werden sehr sorgfältig gestärkt. Die Jugendlichen lernen, konstruktiv zusammenzuarbeiten und dafür gemeinsam Verantwortung zu übernehmen (z.B. gemeinschaftsbildende Aktivitäten auf Schul-/Klassenebene, kooperative Lernformen, Gruppen-/Projektarbeiten, Fokus auf Gesprächs-/Auftrittskompetenz und Selbstbewusstsein).
  • Das eigenverantwortliche und selbstorganisierte Lernen gehört zur Unterrichtskultur, die Selbstwirksamkeit steht im Fokus (z.B. Lernjournal, Lernatelier, «Stolzportfolio»).
  • Arbeits-, Lern- und Problemlösungsstrategien werden konsequent vermittelt, die Reflexionsfähigkeit umsichtig gefördert. Die Auseinandersetzung mit dem Lernen und die Feedbackkultur sind im Schulalltag gut verankert (z.B. regelmässige Coachinggespräche, Peer-Feedback).
  • Das Schulteam arbeitet engagiert, verbindlich und mit einer gemeinsamen Haltung am Aufbau und an der Förderung überfachlicher Kompetenzen. Es orientiert sich konsequent an der Kompetenzbox und an vereinbarten Standards (z.B. Inputlektionen, kooperatives Lernen, Coachinggespräche, Lernjournal, Lernatelier, Portfolioarbeit, Projektunterricht).

Beschreibung der Schule

Die Sekundarschule Hüenerweid in Dietlikon besuchen knapp 200 Schülerinnen und Schüler. In den Abteilungen A und B werden jeweils pro Jahrgang eine bis zwei Klassen geführt. In der Abteilung C findet der Unterricht jahrgangsübergreifend statt. Die Schule Dietlikon verfolgt seit Jahren das Projekt «Gute Schule Dietlikon – Kooperative und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung» und hat dafür 2017 den Schweizer Schulpreis erhalten.

Evaluationsdatum:
17.–19. September 2018

Kontakt zur Schule:
www.schule-dietlikon.ch
Schulleiter: Reto Valsecchi

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