Gute Beispiele aus der Praxis

Gute Lösungen aus der Praxis können anderen Schulen als Vorbild bei der Bewältigung eigener Herausforderungen dienen. Die Fachstelle für Schulbeurteilung stellt vorbildliche Beispiele aus verschiedenen Bereichen des Schulalltags vor.

Inhaltsverzeichnis

Vorbilder im Schulalltag

Im Rahmen ihrer täglichen Arbeit erhalten die Evaluationsfachpersonen der Fachstelle für Schulbeurteilung vertieften Einblick in die Volksschulen im Kanton Zürich. Dabei stossen sie auf zahlreiche Beispiele für eine qualitativ hochstehende Arbeit aller Beteiligten.

Beispiele, an denen sich andere Schulen orientieren können und die zeigen, wie man auch schwierige Themen anpacken und eine hohe Qualität im Schulalltag sicherstellen kann.

Wiederaufnahme «Good Practice» Themenreihe

Die erfolgreiche Themenreihe «Good Practice von Zürcher Schulen» wird ab diesem Schuljahr wieder aufgenommen. Sieben Schulen berichten an fünf Abenden über ihre Erfahrungen, ihre Erfolgserlebnisse, aber auch über Hindernisse in der Schul- und Un­terrichtsentwicklung. Die Themenabende wurden in Zusammenarbeit der Fachstelle für Schulbeurteilung und der PH Zürich entwickelt. Aufgrund der auf der Webseite der FSB publizierten Good-Practice-Beispielen wurden die Schulen ausgewählt mit dem Ziel, erprobte Praxisansätze der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu würdigen und anderen Schulen zugänglich zu machen.

Beispiele individuelle Förderung

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Beschreibung der Praxis

Das Schulteam setzt sich seit längerem kontinuierlich und fachlich fundiert mit der Förderorientierung auseinander. Es verbindet die Thematik in der Praxis geschickt mit der Leistungsbeurteilung der Schülerinnen und Schüler sowie mit einer gezielten Zusammenarbeit der sonderpädagogischen Fachpersonen. Die Erkenntnisse aus der intensiven Auseinandersetzung im Team mit der inneren und äusseren Differenzierung werden im Unterricht ausgezeichnet umgesetzt.

Die Lehr- und Fachpersonen nutzen mehrere Elemente der formativen Beurteilung für die gezielte Lernprozessbegleitung der Schülerinnen und Schüler. Die klare Orientierung am Lernziel ist in vielen Klassen vorhanden. Viele Lehrpersonen führen zu Beginn oder in der Mitte eines Themas unbenotete Lernstandserfassungen durch. Sie nutzen die Erkenntnisse für die Planung der individuellen Förderung und zur Veranschaulichung der Lernfortschritte. Verschiedene Formen von Selbst-und Fremdeinschätzungen sowie von strukturiertem Lernfeedback sind auf allen Stufen verbreitet. Ebenso häufig sind lernförderliche und motivierende schriftliche Kommentare der Lehrpersonen in Schülerheften oder Lerntagebüchern. Im Rahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung sorgt die Schule prozessbezogen für konkrete Vereinbarungen. Aktuell laufen im Team beispielsweise Diskussionen zur Häufigkeit und Ausgestaltung von Lerndialogen.
An der Schule wird eine breite Palette an Unterrichtsformen der Binnendifferenzierung für die förderorientierte Lernbegleitung eingesetzt. In allen Klassen gibt es regelmässig Arbeitsaufträge auf verschiedenen Anforderungsstufen. Sie finden sich beispielweise auf Wochen- oder Matheplänen, Werkstätten oder adaptiven Lernprogrammen. Oft passen die Lehrpersonen mittels förderorientierter Beurteilung das Niveau gezielt auf die einzelnen Lernenden an. Leistungsstarke Schulkinder können den grundlegenden Schulstoff straffen, um mehr Zeit für Herausfordernderes oder eigene Projekte zu erhalten (Compacting). Im Projekt «Offene Klassen» werden die Lernenden phasenweise in Leistungs- oder Interessensgruppen klassendurchmischt unterrichtet. Auch das Ressourcenzimmer mit den Materialkisten nach Gardner-Intelligenzen kann von allen für die förderorientierte und differenzierte Lernbegleitung genutzt werden.
In der individuellen Förderung und Lernbegleitung kommt die gelingende kindbezogene Zusammenarbeit der Lehr- und sonderpädagogischen Fachpersonen besonders zum Ausdruck. Sie zeichnet sich durch intensive gegenseitige Unterstützung, grosse Offenheit sowie gute Organisation aus. Die Lehr- und Fachpersonen tauschen sich regelmässig in institutionalisierten Gefässen und wöchentlich oft mehrmals bilateral über die Förderung in der Klasse und von einzelnen Schulkindern aus. Häufig bereiten sie Unterrichtssequenzen gemeinsam vor oder sprechen sich detailliert ab. Diese Koordination wird insbesondere in den sinnvoll gestalteten Teamteachinglektionen (TT) und der hervorragenden bedarfsgerechten individuellen Lernbegleitung der Schulkinder sichtbar. Als Organisationshilfe für diese interdisziplinäre Zusammenarbeit hat die Schule eine Ideenliste erstellt mit zentralen Hinweisen etwa zur Unterrichtsgestaltung, zur kurz-/mittel-/langfristigen Planung, zum TT und Rollentausch oder zur Gruppenraumnutzung und Klassen-/Gruppenaufteilung.

Beschreibung der Schule

An der Primarschule Wolfhausen, die Teil der Schule Bubikon ist, werden 315 Schülerinnen und Schüler in vier Kindergarten-, sechs Unterstufen- sowie sechs Mittelstufenklassen unterrichtet. Die Schulhäuser Fosberg und Geissberg gruppieren sich auf einer Anhöhe und bieten genügend Raum für einen zeitgemässen Unterricht. Die Schule wird von einer langjährigen Schulleitung in einem 100%-Pensum geführt.

Evaluationsdatum:
04.-06. November 2019

Kontakt zur Schule:
www.schule-bubikon.ch
Schulleiterin: Susanne Semrau

Beschreibung der Praxis

Die Begabungsförderung hat einen hohen Stellenwert an der Schule Flaachtal. Das an der ganzen Primarschule eingerichtete Altersdurchmische Lernen (AdL) mit jeweils drei Jahrgängen pro Klasse bildet die Basis für eine vielfach stimmige Förderung von starken Schulkindern. Es ist in den AdL-Klassen problemlos möglich, z. B. die Aufgaben der nächst höheren Stufe zu lösen. Fast alle Klassen arbeiten mit Wochenplänen (einzelne mit Tagesplänen), welche Aufträge für die drei Jahrgänge der AdL-Klasse sowie zusätzliche oder niveaudifferenzierte Aufgaben beinhalten. Wenn alle gemeinsam lernen, bieten die Lehrpersonen mit offenen Fragestellungen (Projekte, Vorträge oder Poster) Möglichkeiten für individuelle Lernwege. Alle Schulkinder profitieren vom forschenden Lernen, für welches die Schule ein Konzept sowie einen Leitfaden erarbeitet hat. In vielen Klassen sind dafür bereits ein fixes Unterrichtsgefäss und passende Instrumente, wie beispielsweise das Forscherheft und Kompetenzraster, eingerichtet. Kinder, welche in Mathematik oder Deutsch durch ihre grosse Leistungsbereitschaft auffallen, müssen Grundaufgaben nicht lösen (Compacting) und dürfen dafür die Enrichment-Lektionen in den entsprechenden Fächern besuchen. Der Lernstand wird bei diesen Schülerinnen und Schülern mit einem «Pre-Test» abgeklärt.

Schülerinnen und Schüler mit sehr hohen kognitiven Fähigkeiten arbeiten nach einer Begabungsabklärung und einem SSG im Rahmen des Mentorats (Pull-Out) an eigenen Forschungsprojekten und werden von einer Fachperson begleitet.

Beschreibung der Schule

Die Schulgemeinde Flaachtal erstreckt sich über das Gemeindegebiet der Flaachtalgemeinden Berg- und Buch am Irchel, Dorf, Flaach und Volken. Die Entwicklung der Schülerinnen- und Schülerzahlen sowie pädagogische Gründe haben die Schule dazu bewogen, seit 2015 auf der ganzen Primarstufe in Mehrklassen (AdL) zu unterrichten.

Evaluationsdatum:
22. - 24. Juni 2020

Kontakt zur Schule:
www.schuleflaachtal.ch
Co-Schulleitung: Cristina Schärer, Beatrice Matthys

Beispiel Schulführung

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Beschreibung der Praxis

Die Führungsverantwortlichen der Primarschule Bubikon arbeiten in allen Bereichen ausserordentlich engagiert, wohlwollend, zielführend und eng mit den Mitarbeitenden zusammen. Diese Nähe zum Schulalltag macht sich anhand einer grossen Identifikation seitens der Schulführung mit der Schule bemerkbar.

Die Personalführung wird äusserst wertschätzend wahrgenommen. Mit einem durchdachten und eigens dafür konzipierten System ist der neue Berufsauftrag so umgesetzt, dass alle Mitarbeitenden von den bestmöglichen Arbeitsbedingungen ausgehen können. Ein selbstentwickeltes Computertool steht in diesem Prozess hilfreich zur Verfügung. Jede Verfügung wird individuell an die unterschiedlichen Arbeitssettings angepasst. Die Schulführung begleitet neue Mitarbeitende mit dem Ziel, Orientierungsschwierigkeiten in der Anfangsphase zu vermeiden. Dabei unterstützen monatliche Informationsmails mit wichtigen Eckdaten und detaillierten Hinweisen aus der Jahresplanung die neuen Teammitglieder. Das Schulteam kann auf sämtliche Dokumente und Unterlagen unkompliziert in der schulinternen und sehr strukturierten E-Wolke zugreifen.
Die Schulleitung verfolgt eine klare Vorstellung im Bereich der pädagogischen Ausrichtung der Schule. Diese beinhaltet die Absicht, mit einer kontinuierlichen Schul- und Unterrichtsentwicklung aktueller Themen die Qualität der Schule zielgerichtet zu verbessern. Neuerungen vom kantonalen Schulwesen werden mit viel Engagement und in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Hochschule umgesetzt. Diese vertiefte Zusammenarbeit ermöglicht der Primarschule Bubikon, Reformen mitzuprägen und gleichzeitig auf dem neusten Stand zu sein. Die Schulleitung koordiniert und leitet die Entwicklungsarbeit in vorbildlich aufeinander abgestützten Kooperationsgefässen. Einerseits führt sie ein Leitungsteam mit einer Vertretung aus jeder Stufe, welches an der strategischen Ausrichtung bestimmter Themen beschäftigt ist. Andererseits leitet sie die Arbeitsgruppe Unterrichtsentwicklung, welche sich mit der operativen Umsetzung dieser Themen auseinandersetzt. 

Beschreibung der Schule

335 Schülerinnen und Schüler werden in 16 Klassen vom Kindergarten bis in die 6. Klasse in altersdurchmischten Zweijahrgangsklassen unterrichtet. Die Primarschule Bubikon wird von einer Leitungsperson mit einem 100%-Pensum geführt. Die Schule besteht aus den Schulhäusern Mittlistberg, Dörfli und Spycherwise sowie dem Kindergarten Dörfli.

Evaluationsdatum:
09.–11. September 2019

Kontakt zur Schule:

www.schule-bubikon.ch
Schulleiter: Urs Tschamper

Beispiele Qualitätssicherung und -entwicklung

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Beschreibung der Praxis

An der Schule Grabenstrasse in Schlieren werden die Stärken und das Know-how der einzelnen Teammitglieder gezielt für eine qualitativ hochstehende Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt. Die Führungsarbeit ist bewusst und angemessen verteilt, so dass alle Mitarbeitenden diese mitgestalten und dabei Verantwortung übernehmen können, beispielweise in der Steuergruppe, den Stufenleitungen, in Q-Gruppen, in Fachteams. Die Schulleitung steuert und koordiniert diese Arbeit vorausschauend und zielorientiert. Mit Hilfe einer Steuergruppe legt sie klare Rahmenbedingungen fest und überprüft regelmässig das Einhalten von gemeinsam abgesprochenen Vereinbarungen. Im Verlauf der letzten Jahre hat sich eine kooperative Lernkultur im Schulteam entwickelt, in der es normal ist, sich gegenseitig das eigene Expertenwissen zur Verfügung zu stellen. Die Mitarbeitenden sind motiviert, Leitungsverantwortung für das Team zu übernehmen und gemeinsam neue Wege in der Ausarbeitung von Entwicklungsthemen zu erproben.

Folgende Faktoren unterstützen diese Kultur an der Schule Grabenstrasse massgeblich:

  • Die Zusammenarbeit an der Schule ist sinnvoll geregelt. Die Kooperationsgefässe sind klar definiert und aufeinander abgestimmt. Der Austausch zwischen den Teams erfolgt systematisch. Alle Sitzungsdaten sind bereits ein Jahr im Voraus in einer Agenda festgelegt.
  • Die offene, wertschätzende und lösungsorientierte Art der Schulleitung motiviert die Lehrpersonen, Eigeninitiative zu übernehmen sowie kreative Ideen umzusetzen und dabei Fehler als Chancen zu nutzen. 
  • Das aktive Wissensmanagement wirkt unterstützend für die Mitarbeitenden im Schulalltag. So werden beispielsweise im Fachteam verschiedene Vorgehensweisen in der Förderplanung ausprobiert, bis gemeinsam eine optimale Lösung für das ganze Team gefunden wird. Der regelmässige Austausch von Materialien und Ideen im Schulteam ist etabliert.
  • Jede Projektgruppe hat einen umfassenden Auftrag mit genau terminierten Arbeits- und Ablaufplänen. Die Vorgehensweise wird im Schulteam regelmässig besprochen, angepasst und optimiert. 
  • Die Kooperationsgefässe werden effektiv und effizient genutzt. Alle Sitzungen sind nach gleichem Muster übersichtlich protokolliert.
  • Kurze, klare Konzepte informieren zu allen wichtigen Bereichen, Abläufen und Prozessen der Schule.
  • Aufgaben und Kompetenzen der verschiedenen Schulmitarbeitenden sind gut geregelt und dokumentiert.
  • Weiterbildungen werden gezielt aufgrund der Bedürfnisse im Schulteam organisiert. Dabei wird bewusst darauf geachtet, dass das Gelernte eine nachhaltige Wirkung zeigt. So hat beispielsweise das Team nach einer Weiterbildung zu exekutiven Funktionen Spielkisten hergestellt, welche im Schulalltag genutzt werden, um diese Fertigkeiten zu trainieren.
  • Errungenschaften aufgrund der Entwicklungsarbeiten im Schulprogramm werden in einem Dokument «Standards» festgehalten. Angebote und wesentliche Abmachungen sind im «ABC der Schule Grabenstrasse» aufgeführt.

Beschreibung der Schule

Die Schule Grabenstrasse in Schlieren wird von ca. 190 Schülerinnen und Schülern besucht. Neben vier Kindergartenklassen umfasst sie aktuell fünf Klassen der Unterstufe, eine Mittelstufen- und eine Einschulungsklasse. Die Schule wird seit zwölf Jahren von der gleichen Schulleitung geführt. Die Lernenden werden von etwa 30 Lehr- und Fachpersonen unterrichtet.

Evaluationsdatum:
27.–29. Januar 2020

Kontakt zur Schule:
schule.schlieren.ch/grabenstrasse
Schulleiterin: Regula Waigel

Beschreibung der Praxis

Der Schule gelingt es sehr gut, die Mitarbeitenden in die Entwicklungsarbeit einzubinden und die Mitverantwortung des Teams zu fördern. Sie bearbeitet Entwicklungsschwerpunkte in den fünf «Kreisen» Schulentwicklung, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Gesundheitsförderung und Sonderpädagogik. Diese Kreise bestehen aus mehreren thematisch zugehörigen «Zellen» (Arbeitsgruppen). Die Mitarbeitenden können weitestgehend wählen, in welcher «Zelle» sie mitwirken. Die Mitglieder einer «Zelle» haben verschiedene Rollen (bspw. Kommunikation, Finanzen, Dokumentation, Planung), welche auf die Ressourcen der Mitarbeitenden abgestimmt sind.

Koordination:
Die/Der Kommunikationsverantwortliche jeder «Zelle» hat die Aufgabe, den Austausch mit anderen «Zellen» im übergeordneten Kreis zu gewährleisten sowie die Information der Schulführung und des Teams sicherzustellen. Die Schulleitungspersonen koordinieren und vernetzen dann die Entwicklungsarbeit der einzelnen Kreise.

Steuerung:
Die Schulführung achtet darauf, dass die «Zellen» aus Lehr- und Fachpersonen verschie-dener Stufen und Fachbereiche zusammengesetzt sind. Sie übergibt den «Zellen» einen weitgehend eigenverantworteten Gestaltungsspielraum. Für jede «Zelle» besteht ein Beschrieb nach vorgegebenem Raster mit Auftrag, Zielen sowie den o. g. Rollen der Mitglieder. Vorgesehen ist, dass die «Zellen» ihre Aufträge und Ziele möglichst selbstständig formulieren und die Arbeitsweise planen. Bei Bedarf greift die Schulleitung steuernd oder beratend ein.

Sicherung:
Die Schule sichert Ergebnisse mittels verschiedener Richtlinien, welche von den «Zellen» regelmässig überprüft, bei Bedarf angepasst oder neu erstellt werden. Zudem führt die Schule ein übersichtliches Dokument «Verbindlichkeiten», welches Vereinbarungen in vielen Bereichen (z. B. zu Lernzielen, zur Beurteilung, Standards der Elternzusammenarbeit) enthält und laufend aktualisiert wird.
Mit verschiedenen Evaluationsmethoden (Befragungen, interne Evaluationen, kollegiale Hospitationen mit definiertem Feedback-Schwerpunkt) überprüft die Schule die Entwicklungsarbeit regelmässig und nutzt Erkenntnisse für die weitere Qualitätsentwicklung.

Beschreibung der Schule

In der Primarschule Rüschlikon werden ca. 500 Schüler und Schülerinnen von rund 70 Lehr- und Fachpersonen unterrichtet. Drei Personen bilden das Schulleitungsteam: Die operative (Haupt-)Schulleitung, die Leitung des Bereichs Sonderpädagogik sowie die Leitung des Bereichs Schulentwicklung und Schulorganisation. Aufgrund der Herkunft vieler Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nationen ist die Schule dem QUIMS-Programm angeschlossen.

Evaluationsdatum:
28.- 30. September 2020

Kontakt zur Schule:
www.schulerueschlikon.ch
Schulleiter: Michael Müller

Beschreibung der Praxis

Systematische Umsetzung von Entwicklungszielen und Schwerpunkten:
Die Entwicklungsziele der Schule sind relevant, konkret und werden systematisch angegangen. Zentrale bisherige und aktuelle Schwerpunkte sind nebst den QUIMS-Themen die Förderung der Schulgemeinschaft, der Umgang mit Vielfalt und verbindliche Absprachen zur Beurteilung. Die Schwerpunkte des Schulprogramms werden äusserst zielgerichtet verfolgt. Sie finden sich in den Schulentwicklungstagen, den Sitzungen der Stufen- und/oder Unterrichtsteams sowie den Beobachtungsschwerpunkten für die kollegialen Hospitationen wieder.

Abstimmung der Zusammenarbeitsgefässe mit den Entwicklungsthemen:
Die Schule hat sinnvolle zeitliche Gefässe für die Zusammenarbeit eingerichtet, die gut auf die Entwicklungsthemen der Schule abgestimmt sind. Ein fixes wöchentliches Zeitfenster wird für Schulkonferenzen, Stufensitzungen, Absprachen in den Unterrichtsteams und Treffen der Arbeits- und Q-Gruppen eingesetzt. Die Teilnahmepflicht ist klar geregelt und die Sitzungen werden sorgfältig dokumentiert. Kollegiale Hospitationen werden regelmässig durchgeführt.

Projektmanagement:
Die Schule orientiert sich konsequent an den Grundsätzen des Projektmanagements. Für die einzelnen Schwerpunkte des Schulprogramms bestehen Arbeits- oder Q-Gruppen, die geschickt mit den Stufenteams vernetzt sind. Die Arbeits- und Projektgruppenaufträge berücksichtigen alle wesentlichen Punkte des Projektmanagements.

Qualitätszirkel und Evaluationen:
Das Schulteam evaluiert Entwicklungen regelmässig und äusserst sorgfältig: Es zieht daraus Schlussfolgerungen und sorgt dafür, dass der Qualitätszirkel durchlaufen wird. Die Erkenntnisse, welche aus den jährlichen Evaluationstagen resultieren, werden bei der Planung des neuen Schuljahres berücksichtigt. Nach Anlässen der Schule holt das Team jeweils Rückmeldungen der Schulkinder und Lehrpersonen – teilweise auch des Elternrats – ein, um Verbesserungsansätze zu eruieren.

Beschreibung der Schule

Die Schule Pächterried ist die grösste von fünf Primarschulen der Gemeinde Regensdorf. Rund 400 Schulkinder werden von 20 Klassen- sowie 36 IF-, DaZ-, Teamteaching- oder Fachlehrpersonen unterrichtet. Da der Anteil an fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern deutlich über 40 Prozent liegt, gehört die Schule seit dem Jahr 2011 dem QUIMS-Programm an.

Evaluationsdatum:
01.–03. Februar 2016

Kontakt zur Schule:
www.ps-regensdorf.ch
Schulleiterin: Janine Brugger

Beispiele Schulgemeinschaft

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Beschreibung der Praxis

Die Schulleitung steuert die Entwicklungsarbeit mit Hilfe eines sogenannten Controlling-Konzepts, in dem für die Ergebnis-, Struktur- und Prozessqualitäten die Ziele der Leistungsvereinbarung und Indikatorangaben für die Überprüfung definiert sind. Dabei wird die Zielerreichung auf den Ebenen Lehrpersonen, Kinder sowie Eltern unterschieden.

Die Entwicklungsvorhaben sind je nach Thema über mehrere Jahre hinweg aufbauend geplant und mit Weiterbildungen verbunden. Mitarbeitende, welche eine Weiterbildung besucht haben, referieren in den Sitzungen über dazu gewonnene Erkenntnisse und sorgen damit dafür, dass das Wissen dem Schulteam zugänglich gemacht wird.

Externe Hospitationen, welche von allen durchgeführt werden, erlauben einen guten Einblick in andere Schulen. Dank dem teaminternen Austausch darüber gibt es einen Wissenstransfer, von dem alle Mitarbeitende profitieren können. Der Austausch zu Fragen des Unterrichts ist sehr intensiv. Im Jahresverlauf wird kontinuierlich darüber diskutiert, was für die Förderung der Schülerinnen und Schüler wichtig ist und wie dies umgesetzt werden könnte. In den verschiedenen Kooperationsgefässen sind Zeiten eingeplant, um Good Practice Beispiele aus dem Unterricht einander vorzustellen oder Praxis-Videos zu analysieren.

Jede Lehrperson ist Mitglied in einer Projektgruppe und engagiert sich für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Für die Umsetzung der vereinbarten Ziele werden teilweise zusätzliche klare Aufträge erteilt. Die Schulleitung erhält jeweils zusammen mit dem Gesamtteam an den Sitzungen oder Evaluationstagen Einblick in deren Entwicklungsstand.

Die Schule hält regelmässig Rückschau auf ihre Vorhaben und zieht daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung. Der ganze Auswertungsprozess ist von der Schulführung sehr gut geplant und wird entlang vorgängig bestimmter Indikatoren systematisch geführt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden für die Weiterentwicklung des Schulprogramms und die Erstellung von zusätzlichen Entwicklungsvorhaben genutzt. Im Laufe des Schuljahres werden zudem Aktivitäten und Projekte an den Sitzungen ausgewertet, die Erkenntnisse und Massnahmen daraus verschriftlicht. Teilweise holt die Schule auch Rückmeldungen von den Eltern und Schulkindern ein.

Beschreibung der Schule

Die Sonderpädagogische Tagesschule für Wahrnehmungsförderung (STW) richtet sich an normal begabte Kinder im Primarschulalter, welche Wahrnehmungsbeeinträchtigungen haben und bietet in einem geschützten Rahmen eine sorgfältige basale Förderung nach der Affolter-Methode. Zur Zeit der Evaluation führt die Schule drei altersdurchmischte Klassen auf der Unter- und Mittelstufe mit insgesamt 17 Schülerinnen und Schülern. Die STW wird von einer Schulleiterin mit einem ca. 45% Pensum geführt. Die Lehr-, Fach- und Therapiepersonen sind neben Unterricht und Therapie auch für die Tagesbetreuung zuständig. Die Zubereitung des Mittagessens und des Znünis wird als therapeutische Möglichkeit genutzt und in die Förderung integriert.

Evaluationsdatum:
16. - 17. April 2019

Kontakt zur Schule:
www.wahrnehmungs-schule.ch
Schulleitung: Ursula Weber

Beschreibung der Praxis

In der Schule Triemli ist sehr gut beobachtbar, wie ein gemeinsames pädagogisches Verständnis, basierend auf dem Leitbild, im Alltag gelebt wird. Es wird stetig weiterentwickelt und wirkt sich auf die Schulgemeinschaft positiv aus trotz der anhaltend wachsenden Schülerzahl. Das Leitungsteam, die Lehr- und Betreuungspersonen prägen die Schulgemeinschaft mit gemeinsam getragenen pädagogischen Werten, deren Basis die Leitsätze der Schule sind. Mit weitsichtigem, zielgerichtetem und präventivem Handeln unter Beizug von Elementen verschiedener Modelle unterstützen sie das Zusammenleben. Das Leitungsteam bezieht dabei die Horte, resp. die Betreuungspersonen aktiv mit ein als Teil der Gemeinschaft. Es ermöglicht unter anderem gemeinsame Sitzungen, Weiterbildungen und Schulentwicklung.

Den Schülerinnen und Schülern wird eine weitreichende, echte Mitbestimmung für die Schulgemeinschaft ermöglicht. Sie erleben sich als Teil der ganzen Schule, fühlen sich ernst- und wahrgenommen mit ihren Anliegen. Sie sind äusserst zufrieden mit den Möglichkeiten und dem Ablauf ihrer Partizipationsgefässe. Der Kinderrat bietet den Schulkindern in Ergänzung zum Klassen- und Hortrat eine geeignete Möglichkeit, sich lösungsorientiert zu engagieren, auf verschiedenen Ebenen mitzubestimmen und Mitverantwortung zu übernehmen. Die Schulkinder werden dabei von der Schulleitung sowie Lehrpersonen unterstützt. Sie sind aktiv bei der Gestaltung von Projekten und Anlässen sowie bei verschiedenen schulischen Themen und Fragestellungen einbezogen. Die verbindlichen Verhaltensgrundsätze fokussieren das, was alle beitragen müssen, damit man sich an der Schule wohl fühlt. Sie sind in den Schulräumen präsent und von der Schulleitung sowie dem Kinderrat unterzeichnet.
Dieses Miteinander führt zu einer positiven Schulkultur, welche gegenseitiges Verständnis und Verantwortungsbewusstsein fördert und umsetzt. Diese Praxis ist von aussen gut sichtbar und wird von den Schulkindern, dem Schulteam und den Eltern sehr geschätzt.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Triemli liegt im Schulkreis Letzi der Stadt Zürich. Die Schülerzahl ist in den letzten Jahren stark gestiegen und stellt die Schule vor grosse logistische Herausforderungen. Die Schulanlage umfasst aktuell zwei Hauptgebäude, zwei Pavillons, zwei externe Kindergarten- und fünf Hortstandorte. Rund 35 Lehr- und Fachpersonen unterrichten in 19 Klassen, 25 Mitarbeitende sind in den Horten tätig, ein Zweierteam nimmt die Schulleitung wahr.

Evaluationsdatum: 01. - 03. Juli 2019

Kontakt zur Schule:
www.stadt-zuerich.ch/schulen/de/triemli
Co-Schulleitung: Idil Calis, Corinna Cotti

Beispiele Sonderschule

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Beschreibung der Praxis

Die Werkschule Grundhof verfügt über ein umfassendes Konzept für die Berufsfindungs- und Lebensvorbereitung, welches von allen Fachpersonen verbindlich umgesetzt wird. Als wichtige Basis für diese Vorbereitung betrachtet die Schule die Identitätsentwicklung und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.

Systematischer Aufbau von Schlüsselqualifikationen:

a) berufsorientiert:

  • Bereits ab dem ersten Sekundarschuljahr führen die Jugendlichen Arbeiten in Haus und Hof sowie in den hauseigenen Werkstätten aus, um lebenspraktische, handwerkliche und überfachliche Kompetenzen gezielt aufzubauen. Gleichzeitig lernen sie Elemente verschiedener Berufsbilder kennen und lernen ihre Stärken und Vorlieben einschätzen.
  • Jedes Jahr finden Besuche im Berufsinformationszentrum und an der Berufsmesse in Zürich mit Arbeitsaufträgen statt, die nachher besprochen werden.
  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr leisten die Jugendlichen Arbeitseinsätze an einem Nachmittag im Werkareal in Thundorf, einem Partnerbetrieb der Werkschule, welcher arbeitsagogische Begleitung anbietet.
  • Im dritten Schuljahr werden Schnupperlehren und längere Arbeitseinsätze durchgeführt, die nach einem vorgegebenen Raster ausgewertet werden. Die Schule verfügt dafür über ein breites Netzwerk von verschiedenen Lehrbetrieben aus Handwerk und Gewerbe sowie sozialen Institutionen.

b) schulisch:

  • Die Stellwerktests in der zweiten Sekundarschule sind wichtig für die Standortbestimmung. Je nach Berufsrichtung werden Kompetenzprofile der Gewerbeverbände beigezogen. Anhand dieser Instrumente werden gezielt fachliche Lücken im Hinblick auf die gewählte Berufsrichtung aufgearbeitet.
  • Die Schule unterstützt mit einem Jobcoaching während und über die Schulzeit hinaus die Jugendlichen (auch für Nicht-IV-Bezüger). Dies wird durch einen speziell ausgebildeten Sozialpädagogen der Schule angeboten.

Individuelle Begleitung:

  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr gibt es wöchentlich in einem fixen Zeitfenster eine viertelstündige Beratung durch den Jobcoach zu den Themen «Standortbestimmung», «Planung der nächsten Schritte», «Arbeitsaufträge für den Schulunterricht (Wochenpläne)».
  • Bei Bedarf sind Schnupperlehren bereits früher möglich als standardmässig vorgesehen. Es gibt auch die Möglichkeit, bereits vor Ende der Schulzeit eine Vorlehre im vorgesehenen Lehrbetrieb anzutreten.
  • Die Wohnsituation für die Zeit während der Berufslehre wird mit jedem Jugendlichen besprochen und entsprechende Vorbereitungen werden frühzeitig in die Wege geleitet (Wohntraining).
  • Es gibt die Möglichkeit, aufgrund einer Krise den Berufsfindungsprozess für eine gewisse Zeit zu unterbrechen oder bei noch nicht erreichter Berufsreife ein zehntes Schuljahr in der Werkschule Grundhof zu absolvieren.

Beschreibung der Schule

In einem grossen Bauernhaus in Stadel bei Winterthur führt der Verein Werkschule Grundhof ein kleines Sonderschulheim für Sekundarschüler, geleitet von wenigen, konstanten Bezugspersonen. Es stehen acht Plätze zur Verfügung. Das pädagogische Konzept basiert auf einem lösungsorientierten Modell. Der Schulunterricht orientiert sich sowohl am Lehrplan des Kantons Zürich als auch an den persönlichen Ressourcen und am Berufsziel des einzelnen Schülers.

Evaluationsdatum:
27.–28. März 2017

Kontakt zur Schule:
www.grundhof.ch
Schulleiter: Daniel Ehrismann

Beschreibung der Praxis

Die Werkschule Grundhof verfügt über ein umfassendes Konzept für die Berufsfindungs- und Lebensvorbereitung, welches von allen Fachpersonen verbindlich umgesetzt wird. Als wichtige Basis für diese Vorbereitung betrachtet die Schule die Identitätsentwicklung und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.

Systematischer Aufbau von Schlüsselqualifikationen:

a) berufsorientiert:

  • Bereits ab dem ersten Sekundarschuljahr führen die Jugendlichen Arbeiten in Haus und Hof sowie in den hauseigenen Werkstätten aus, um lebenspraktische, handwerkliche und überfachliche Kompetenzen gezielt aufzubauen. Gleichzeitig lernen sie Elemente verschiedener Berufsbilder kennen und lernen ihre Stärken und Vorlieben einschätzen.
  • Jedes Jahr finden Besuche im Berufsinformationszentrum und an der Berufsmesse in Zürich mit Arbeitsaufträgen statt, die nachher besprochen werden.
  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr leisten die Jugendlichen Arbeitseinsätze an einem Nachmittag im Werkareal in Thundorf, einem Partnerbetrieb der Werkschule, welcher arbeitsagogische Begleitung anbietet.
  • Im dritten Schuljahr werden Schnupperlehren und längere Arbeitseinsätze durchgeführt, die nach einem vorgegebenen Raster ausgewertet werden. Die Schule verfügt dafür über ein breites Netzwerk von verschiedenen Lehrbetrieben aus Handwerk und Gewerbe sowie sozialen Institutionen.

b) schulisch:

  • Die Stellwerktests in der zweiten Sekundarschule sind wichtig für die Standortbestimmung. Je nach Berufsrichtung werden Kompetenzprofile der Gewerbeverbände beigezogen. Anhand dieser Instrumente werden gezielt fachliche Lücken im Hinblick auf die gewählte Berufsrichtung aufgearbeitet.
  • Die Schule unterstützt mit einem Jobcoaching während und über die Schulzeit hinaus die Jugendlichen (auch für Nicht-IV-Bezüger). Dies wird durch einen speziell ausgebildeten Sozialpädagogen der Schule angeboten.

Individuelle Begleitung:

  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr gibt es wöchentlich in einem fixen Zeitfenster eine viertelstündige Beratung durch den Jobcoach zu den Themen «Standortbestimmung», «Planung der nächsten Schritte», «Arbeitsaufträge für den Schulunterricht (Wochenpläne)».
  • Bei Bedarf sind Schnupperlehren bereits früher möglich als standardmässig vorgesehen. Es gibt auch die Möglichkeit, bereits vor Ende der Schulzeit eine Vorlehre im vorgesehenen Lehrbetrieb anzutreten.
  • Die Wohnsituation für die Zeit während der Berufslehre wird mit jedem Jugendlichen besprochen und entsprechende Vorbereitungen werden frühzeitig in die Wege geleitet (Wohntraining).
  • Es gibt die Möglichkeit, aufgrund einer Krise den Berufsfindungsprozess für eine gewisse Zeit zu unterbrechen oder bei noch nicht erreichter Berufsreife ein zehntes Schuljahr in der Werkschule Grundhof zu absolvieren.

Beschreibung der Schule

In einem grossen Bauernhaus in Stadel bei Winterthur führt der Verein Werkschule Grundhof ein kleines Sonderschulheim für Sekundarschüler, geleitet von wenigen, konstanten Bezugspersonen. Es stehen acht Plätze zur Verfügung. Das pädagogische Konzept basiert auf einem lösungsorientierten Modell. Der Schulunterricht orientiert sich sowohl am Lehrplan des Kantons Zürich als auch an den persönlichen Ressourcen und am Berufsziel des einzelnen Schülers.

Evaluationsdatum:
27.–28. März 2017

Kontakt zur Schule:
www.grundhof.ch
Schulleiter: Daniel Ehrismann

Beschreibung der Praxis

Die Sonderschule SEK3 mit ihren drei Bereichen fördert ihre Schülerinnen und Schüler gezielt innerhalb eines klar definierten Förderplanungszyklus. Die Abläufe sowie dazugehörige Instrumente und Gefässe sind geregelt und im Rahmenkonzept, im Beschluss- und Organisationskatalog der Schule sowie in weiteren spezifischen Dokumenten detailliert beschrieben. Dies ermöglicht eine einheitliche Praxis, welche vom gesamten Schulteam verbindlich und vorbildlich umgesetzt wird.

Die Lehr- und Fachpersonen diagnostizieren bzw. überprüfen den Lernstand der Schülerinnen und Schüler regelmässig, beispielsweise mit Screening-Tests in Mathematik und Deutsch am Anfang des ersten Jahrgangs sowie mit gezielten Beobachtungen. Wesentliche Daten zur Überprüfung der Lernfortschritte werden in einem professionellen und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen elektronischen Förderplanungs-Tool dokumentiert und sind für alle beteiligten Fachpersonen einsehbar.

Die Schule führt halbjährliche schulische Standortgespräche durch. Die Schülerinnen und Schüler wie auch deren Eltern und Erziehungsberechtigte werden dabei in die Überprüfung der Lernfortschritte und die Festlegung von weiterführenden Förderzielen sehr gut einbezogen. Die Protokollierung der Standortgespräche erfolgt einheitlich, neue Förderschwerpunkte werden überprüfbar formuliert, mögliche Massnahmen vorgeschlagen und Verantwortlichkeiten festgelegt.

Die in den Standortgesprächen festgelegten Förderschwerpunkte werden im Förderplaner den einzelnen ICF-Bereichen (ICF = Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit) zugeordnet und konkretisiert. Die Hauptverantwortung für die Durchführung bzw. das Einhalten des Ablaufs der Förderplanung für die Schülerinnen und Schüler trägt die jeweilige Bezugslehrperson. Bei der Erstellung der Förderpläne sind sowohl der Schul- als auch der Wohnbereich beteiligt, die Zuständigkeiten sind abgesprochen. Die Lehrpersonen formulieren die Förderziele kompetenzorientiert und überprüfbar. Sie machen Vorschläge zu konkreten Fördermassnahmen, Methoden, Materialien und zur Organisation. Die Förderpläne werden nach jedem Standortgespräch aktualisiert. Zur Erstellung der Zeugnisse/Lernberichte sowie zum jährlichen «Sonderschul- und Wohnbericht im Sinne einer Standortbestimmung» bestehen klare Bestimmungen zu Ablauf und Ausführung.

Die Lehr- und Fachpersonen pflegen eine auf die Schülerinnen und Schüler bezogene interdisziplinäre Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Sonderschulteams als auch mit der Regelschule, mit Fachdiensten und Aussenstellen. Grundsätze zur Zusammenarbeit sowie dazugehörige Gefässe sind schriftlich festgelegt.

Beschreibung der Schule

Die SEK3 ist ein Lernort für gehörlose und schwerhörige Schülerinnen und Schüler. Sie besteht aus drei Bereichen: teilintegrative Oberstufe, welche in Regelklassen teilintegriert ist, bilinguale Oberstufe und sozialpädagogisch geführte Wohngruppe. Die Standortschule ist das Regelschulhaus Hans Asper. In Zusammenarbeit setzen die beiden Schulen verschiedene Inklusionsbestrebungen um, mit dem Ziel, gebärdensprachliche, gemischtsprachliche und rein lautsprachliche Jugendliche und Erwachsene in einer Schulgemeinschaft zusammenzuführen.

Evaluationsdatum:
06.–08. März 2017

Kontakt zur Schule:
www.sek3.ch
Co-Schulleiter: Ruedi Baumann
Co-Schulleiter: Peter Bachmann

Beschreibung der Praxis

Die Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte (SKB) Zürich wird von einer Schulleitungsperson mit einem 100-Prozent-Pensum geführt. Zusammen mit den Fachleitungen Betreuung, Unterricht, Integration und Therapie sowie der Sekretariatsleitung bildet sie das Schulleitungsteam. Dieses führt die SKB mit ihren rund 180 Mitarbeitenden.
Das sechsköpfige Schulleitungsteam und das interdisziplinäre Schulteam arbeiten in zweckmässig organisierten Kooperationsgefässen (regelmässige Sitzungen im Gesamtteam, Schulleitungsteam, Fachbereich, Stufenteam, Klassenteam etc.) sehr gut und intensiv zusammen. Die schulinterne Zusammenarbeit ist in der SKB gut geregelt und wird verbindlich umgesetzt, was zu einer verbesserten Unterrichts- und Therapiequalität beiträgt.
Die Arbeit an gesamtschulischen pädagogischen Entwicklungszielen wird vom Schulleitungsteam zielführend koordiniert und gesteuert. Die Mitarbeitenden sind in die Umsetzung der Massnahmen einbezogen.

Im Rahmen des kürzlich abgeschlossenen Organisationsentwicklungs-Prozesses mit externer Begleitung hat die Schule während zweier Jahre fünf Ziele mit folgenden Themenschwerpunkten systematisch und konsequent verfolgt: Berufsauftrag, Fachkompetenz, Austausch in disziplinären und interdisziplinären Gefässen, gemeinsame Form der Förderprozessdokumentation sowie Elternmitwirkung. In all diesen Bereichen konnte die Schule die geplanten Massnahmen umsetzen und Erfolge erzielen. Darüber hinaus sichern die Fachleitungen das Erreichen der jährlich neu formulierten spezifischen Ziele ihrer Fachbereiche. Die Organisation der Tagessonderschule und der integrierten Sonderschulung basiert auf aussagekräftigen und nützlichen Grundlagendokumenten (z.B. Rahmenkonzept, detaillierte Abläufe von wiederkehrenden Prozessen, verschiedene Fachkonzepte), die einer erfolgreichen internen Zusammenarbeit dienlich sind.

Beschreibung der Schule

Die Tagessonderschule der Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte (SKB) hat zwei Standorte, der Hauptstandort liegt in Zürich-Wollishofen. Es werden rund 70 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen vom Kindergarten bis 15+ unterrichtet.
Im Rahmen der integrierten Sonderschulung werden in der Stadt Zürich etwa 35 Schülerinnen und Schüler unterstützt (ISS), und im Kanton bestehen rund 15 B&U-Auftragsverhältnisse.

Evaluationsdatum:
16.–18. Januar 2017

Kontakt zur Schule:
Website der SKB
Schulleiterin: Karin Zollinger

Beispiele Sprachförderung Deutsch

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Beschreibung der Praxis

Die Schule betreibt eine intensive Schreibförderung. Die Klassen- und Fachlehrpersonen bauen die mündliche und die schriftliche Textarbeit mit Hilfe von Sprachgerüsten (Scaffolds) auf. Dabei sind die pro Stufe (Kindergarten – Unterstufe – Mittelstufe – Fachunterricht) zu bearbeitenden Textsorten festgelegt. Damit die Scaffolds leicht im Unterricht eingesetzt werden können, haben die QUIMS-Verantwortlichen Umsetz-Hilfen zuhanden der Lehrpersonen zusammengestellt.

Im Rahmen des QUIMS-Programms hat das Schulteam Vereinbarungen zur Schreib- und Leseförderung getroffen. Über mehrere Jahre wurde diese Arbeit im Rahmen der Unterrichtsentwicklung aufgebaut. Nun stehen pro Stufe/Fachgruppe und Schulhaus «Sicherungsziele zur Schreibförderung und der Entwicklung des Schreibens als soziale Praxis» zur Verfügung, welche auf den Ebenen Schüler/-innen, Lehrperson und Team konkrete Ziele setzen. Eine «Kurzversion im Jahresprogramm» bringt die Standards auf den Punkt. Die Lehrpersonen der Schule schätzen diese Form der Unterrichtsentwicklung als wirksam ein.

In einem Handbuch haben die QUIMS-Verantwortlichen einerseits das theoretische Hintergrundwissen zu den wichtigsten Aspekten der Schreibkompetenz sowie den drei Dimensionen der Schreibförderung zusammengestellt. Andererseits fasst der Praxisteil das erworbene Wissen kompakt zusammen und erläutert dies mit Good-Practice-Beispielen und Unterrichtsmaterialien. Das Handbuch ist im Rahmen der Abschlussarbeit zum CAS QUIMS 2017 entstanden und steht den Lehrpersonen als Nachschlagewerk zur Verfügung.

Beschreibung der Schule

Die Primarschule Langwiesen-Wyden in Winterthur Veltheim-Wülflingen weist zwei unterschiedliche Strukturen auf: Am Standort Langwiesen wird in Jahrgangsklassen unterrichtet, während am Standort Wyden das Altersdurchmischte Lernen (AdL) umgesetzt wird. Zusammen mit den dazu gehörenden Kindergärten umfasst die Schuleinheit 30 Klassen, davon 8 Kindergarten-, 10 Unterstufen- und 12 Mittelstufenklassen. Langwiesen-Wyden ist eine QUIMS-Schule.

Evaluationsdatum:
11.–13. Dezember 2017

Kontakt zur Schule:
www.schule-langwiesen.ch
Schulleiter Langwiesen: Silvio Stäuble

www.wyden.escola.com
Schulleiter Wyden: Felix Molteni

Beispiele Überfachliche Kompetenzen

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Beschreibung der Praxis

Die Förderung der überfachlichen Kompetenzen gehört an der Sekundarschule Hüenerweid zur Schulhauskultur. Der Aufbau erfolgt gut abgestimmt und sorgfältig. Ein Leitfaden umschreibt auf Schulgemeindeebene die Grobziele über elf Schuljahre hinweg. An der Sekundarschule ist die Kompetenzbox das Herzstück: Sie definiert für verschiedene Bereiche (personale Kompetenz, Methoden-, Wirkungs-, Sozial- und Kommunikationskompetenz) ausgewählte Merkmale, welche jeweils mit einem differenzierten Kompetenzraster beschrieben werden. Die Kompetenzen werden in Inputlektionen thematisiert und geübt, alle an der Klasse tätigen Lehrpersonen beteiligen sich daran. Die systematische Förderung der überfachlichen Kompetenzen findet einen bemerkenswerten Niederschlag in der Schulgemeinschaft und im Unterricht. Unter anderem zeichnen folgende Merkmale die Schule aus:

  • Das Zusammenleben an der Schule steht unter dem Motto «Alle kennen alle»: Verschiedene identitätsstiftende Aktivitäten fördern das gegenseitige Kennenlernen über die Klassen hinaus und stärken die Gemeinschaft.
  • Die Jugendlichen übernehmen Mitverantwortung für die Gemeinschaft (z.B. Vorstellung der Schule an Anlässen, Peacemaker, Pausenkiosk, Schülerrat, Tutorat zur Lernunterstützung).
  • Die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Jugendlichen werden sehr sorgfältig gestärkt. Die Jugendlichen lernen, konstruktiv zusammenzuarbeiten und dafür gemeinsam Verantwortung zu übernehmen (z.B. gemeinschaftsbildende Aktivitäten auf Schul-/Klassenebene, kooperative Lernformen, Gruppen-/Projektarbeiten, Fokus auf Gesprächs-/Auftrittskompetenz und Selbstbewusstsein).
  • Das eigenverantwortliche und selbstorganisierte Lernen gehört zur Unterrichtskultur, die Selbstwirksamkeit steht im Fokus (z.B. Lernjournal, Lernatelier, «Stolzportfolio»).
  • Arbeits-, Lern- und Problemlösungsstrategien werden konsequent vermittelt, die Reflexionsfähigkeit umsichtig gefördert. Die Auseinandersetzung mit dem Lernen und die Feedbackkultur sind im Schulalltag gut verankert (z.B. regelmässige Coachinggespräche, Peer-Feedback).
  • Das Schulteam arbeitet engagiert, verbindlich und mit einer gemeinsamen Haltung am Aufbau und an der Förderung überfachlicher Kompetenzen. Es orientiert sich konsequent an der Kompetenzbox und an vereinbarten Standards (z.B. Inputlektionen, kooperatives Lernen, Coachinggespräche, Lernjournal, Lernatelier, Portfolioarbeit, Projektunterricht).

Beschreibung der Schule

Die Sekundarschule Hüenerweid in Dietlikon besuchen knapp 200 Schülerinnen und Schüler. In den Abteilungen A und B werden jeweils pro Jahrgang eine bis zwei Klassen geführt. In der Abteilung C findet der Unterricht jahrgangsübergreifend statt. Die Schule Dietlikon verfolgt seit Jahren das Projekt «Gute Schule Dietlikon – Kooperative und kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung» und hat dafür 2017 den Schweizer Schulpreis erhalten.

Evaluationsdatum:
17.–19. September 2018

Kontakt zur Schule:
www.schule-dietlikon.ch
Schulleiter: Reto Valsecchi

Kontakt

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Adresse

Josefstrasse 59
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8090 Zürich
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