Qualifikationsverfahren der Berufslehre

Die Lehrabschlussprüfung ist für alle Lernenden im Kanton Zürich obligatorisch. Organisiert und durchgeführt werden diese von den zuständigen Prüfungskommissionen.

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten acht Fakten

Am Ende der Ausbildungszeit werden die Kompetenzen und Fähigkeiten der Berufslernenden im Qualifikationsverfahren (QV) geprüft. Die Lehrabschlussprüfungen bestehen aus einem schulischen und einem betrieblichen Teil. Die Termine erfahren Sie von Ihrer Berufsfachschule und von Ihrem Lehrbetrieb.

1. Teilnahme, Anmeldung und Termine

Die Abschlussprüfung ist für alle Lernenden obligatorisch, die Anmeldung erfolgt automatisch. Die Prüfungstermine werden den Lernenden und den Lehrbetrieben ca. 4 Wochen vorher zugestellt. In der Regel finden die Prüfungen zwischen April und Juni statt.

Allgemeinbildung Schlussprüfung: Montag, 8. Juni 2020

 

2. Prüfungsresultate

Bis zum 31. Juli 2020 werden alle Zürcher Kandidatinnen und Kandidaten über ihre QV-Resultate informiert. Die Testergebnisse werden nur durch die Prüfungskommission und ausschliesslich schriftlich mitgeteilt.

3. Nachteilsausgleich

Berufslernende mit einer Behinderung oder Lern- und Leistungsschwierigkeiten (Dyslexie, Dyskalkulie oder AD(H)S u.a.) können einen Nachteilsausgleich beantragen. Der Antrag muss bis spätestens 31. Oktober des letzten Lehrjahres an das Mittelschul- und Berufsbildungsamt eingereicht werden.

4. Verhinderung bei Krankheit oder Unfall

Das Fernbleiben von Prüfungen ist nur bei ärztlich bescheinigter Krankheit, Unfall und anderen wichtigen Gründen erlaubt. Die Prüfungsleitung ist unverzüglich zu benachrichtigen. Zudem ist eine schriftliche Begründung (bei Krankheit oder Unfall inkl. Arztzeugnis) vorzulegen. Nachträglich eingereichte Hinderungsgründe werden nicht anerkannt. Die Prüfung wird baldmöglichst nachgeholt.

5. Unentschuldigte Abwesenheit

Erscheinen Berufslernende ohne entschuldbare Gründe nicht zu einer Prüfung, gilt diese als nicht bestanden. Sie kann frühestens nach einem Jahr wiederholt werden. Die entstandenen Kosten werden den Lernenden in Rechnung gestellt.

6. Prüfungsbetrug

Das Verwenden oder Mitführen von unerlaubten Hilfsmitteln sowie Abschreiben gilt als Verstoss gegen die Prüfungsordnung. Damit gilt das gesamte Qualifikationsverfahren als nicht bestanden.

7. Hilfsmittel und Werkzeuge

Die erlaubten Hilfsmittel werden mit dem Aufgebot bekanntgegeben. Sie sind von den Absolventinnen und Absolventen selbst zu beschaffen und funktionstüchtig mitzubringen. Jedes Hilfsmittel darf nur von einer Person benutzt werden.

8. Wiederholung der Prüfung

Nicht bestandene Prüfungsfächer/Qualifikationsbereiche können nach einem Jahr, und höchstens zweimal wiederholt werden. Bereits bestandene Bereiche (alle Fächer mit Note 4.0 oder mehr) werden nicht mehr geprüft. Betreffend Verhinderung oder Abmeldung gelten die obengenannten Bestimmungen.

Wiederholung des Qualifikationsverfahrens

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Die Anmeldung ist obligatorisch. Prüfungsteilnehmende mit neuem Lehrvertrag werden vom Lehrbetrieb angemeldet. Ohne Lehrvertrag müssen sich die Lernenden per Kontaktformular zur Wiederholung des Qualifikationsverfahrens anmelden. Der Anmeldeschluss ist der 31. Oktober.
  • Mit neuem Lehrvertrag sind die Prüfungen kostenlos. Ohne diesen können Kosten für das notwendige Prüfungsmaterial sowie Raummiete anfallen.

  • Information über den Termin für die Akteneinsicht sowie Angaben für ein Gespräch mit dem Berufsinspektorat werden dem Notenausweis beigelegt. Die Akteneinsicht findet im Prüfungskanton statt. Bei Unklarheiten steht die zuständige Prüfungskommission zur Verfügung.

  • Wurde eine individuelle praktische Arbeit (IPA) oder die vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Lehrbetrieb abgelegt, müssen die Lernenden einen neuen Betrieb finden. Dieser muss der Fachstelle Qualifikationsverfahren (bis Ende Dezember vor dem Prüfungsjahr) oder der Prüfungskommission gemeldet werden.
  • Wer einen neuen Lehrvertrag abgeschlossen hat, muss nichts unternehmen. Die Prüfung findet entweder in Ihrem Lehrbetrieb oder an einem zentralen Prüfungsort statt.
  • Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen Berufsinspektoren und Berufsinspektorinnen.

  • Wer an der Erstprüfung ein Gesuch für einen Nachteilausgleich eingereicht hat, muss zusammen mit der Anmeldung ein neues Gesuch einreichen.

  • Bei einem neuen Lehrvertrag wird das letzte Jahr der Berufsfachschule in der Regel wiederholt.
  • Besteht kein neuer Lehrvertrag, erarbeiten sich die Lernenden fehlendes Wissen eigenständig oder können an der Berufsfachschule Repetitionskurse besuchen.

  • Mit neuem Lehrvertrag muss nichts unternommen werden.
  • Ohne neuen Lehrvertrag müssen sich die Lernenden baldmöglichst bei ihrer bisherigen Schule anmelden.
  • Hinweis: Die Anmeldung zur Wiederholung der Abschlussprüfung muss separat erfolgen.

  • Es besteht keine Garantie, dass der Entscheid bis zum Abschluss des Anmeldeverfahrens feststeht. Deshalb ist es empfehlenswert, sich in jedem Fall zur Prüfung anzumelden. Wird die Einsprache gutgeheissen, wird die Anmeldung automatisch gelöscht.

  • Es müssen alle Qualifikationsbereiche (Fächer)
    wiederholt werden, deren Noten unter 4.0 (ungenügend) liegen.     
  • Eine ungenügende Erfahrungsnote muss nicht wiederholt
    werden. 
  • Eine ungenügende Teilprüfung muss nur wiederholt
    werden, wenn das in der Verordnung
    in Artikel «Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung», vermerkt ist.
  • Fragen zur Allgemeinbildung beantwortet das Aktuariat der Prüfungskommission:
    Astrid Rogenmoser, Tel. 055 251 51 11, 
    E-Mail: astrid.rogenmoser@bsrueti.ch

Zweisprachiges Qualifikationsverfahren

Lernende, die den bilingualen Fachunterricht (bili standard oder bili advanced) belegt haben, können das zweisprachige Qualifikationsverfahren (bili-QV) absolvieren. Dabei wird neben Fachinhalten auch geprüft, ob die Fremdsprache mündlich und schriftlich verständlich und korrekt angewendet wird. Auch hier erfolgt die Anmeldung durch die Lehrbetriebe.

Verlust Abschlusszeugnis

Bei Verlust des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ), des eidgenössischen Berufsattests (EBA), des Notenausweises oder eines altrechtlichen Diploms aus dem Gesundheitswesen, stellt das Mittelschul- und Berufsbildungsamt ein Duplikat aus.

Ausgenommen sind Duplikate in den kaufmännischen Berufen. Diese müssen bei der Prüfungskommission, welche für die Abschlussprüfung zuständig war, bestellt werden.

Zeugnis nachbestellen  

Duplikate von Diplomen oder Fachausweisen, welche vor 2009 an einer altrechtlichen Schule des Gesundheitswesens erworben wurden, werden vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt ausgestellt.

Kontakt

Mittelschul- und Berufsbildungsamt – Bereich Qualifikationsverfahren

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Adresse

Ausstellungsstrasse 80
8090 Zürich
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E-Mail

qv­@mba.zh.ch

                    

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