Gemeinden im Kanton Zürich in Leichter Sprache

Im Kanton Zürich gibt es 160 Gemeinden und 64 Schul·gemeinden.

Auf dieser Seite erfahren Sie,

wie die Gemeinden organisiert sind und

wer in den Gemeinden was entscheidet.

2 Arten von Gemeinden

Im Kanton Zürich gibt es 2 Arten von Gemeinden:

  • politische Gemeinden
  • Schul·gemeinden

Es gibt eine Liste mit allen Gemeinden. 
Sie finden hier einen Link auf ein PDF zum Herunterladen:

1. Die politischen Gemeinden

Im Kanton Zürich gibt es 160 politische Gemeinden.

Es gibt 2 Arten von politischen Gemeinden:

  1. Versammlungs·gemeinden
  2. Parlaments·gemeinden

Die Gemeinden erfüllen viele Aufgaben.
Eine Aufgabe ist zum Beispiel:

  • die Schule,
  • das Spital,
  • die Betreuung von älteren Personen,
  • die Abfall·entsorgung oder
  • die Trinkwasser·versorgung.

Die Gemeinden im Kanton Zürich sind sehr verschieden.
Einige Gemeinden haben sehr viele Einwohnerinnen und Einwohner.
Zum Beispiel die Stadt Zürich.
Andere Gemeinden haben wenige Einwohnerinnen und Einwohner.

Was ist eine Versammlungs·gemeinde?

In der Versammlungs·gemeinde entscheidet die Gemeinde·versammlung.
Die Gemeinde·versammlung ist damit die oberste Behörde.
Die Gemeinde·versammlung

  • macht die Gesetze für die Gemeinde.
  • entscheidet, wie viel Geld die Gemeinde ausgibt.
    Man sagt dazu auch: das Budget der Gemeinde.
  • entscheidet über den Steuerfuss.
    Der Steuerfuss bestimmt, wie viel Steuern die Einwohnerinnen und Einwohner in der Gemeinde bezahlen.
  • kontrolliert den Gemeinderat und die Verwaltung.

Die Gemeinde·versammlung findet meistens 2 Mal im Jahr statt.
Der Gemeinderat lädt alle Stimm·berechtigten in der Gemeinde zur Gemeinde·versammlung ein.

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Jede politische Gemeinde hat einen Gemeinderat. 
Man sagt auch Gemeinde·vorstand.

Der Gemeinderat ist in eine Gruppe von Personen.
Die Personen wohnen in der Gemeinde. 

Der Gemeinderat bereitet wichtige Entscheide vor,
zum Beispiel

  • für die Gemeinde·versammlung
  • oder für eine Abstimmung.

Der Gemeinderat führt auch Beschlüsse aus.
Das heisst: Er setzt die Entscheide der Gemeinde um.

Stimm·berechtigt ist, wer:

  • Schweizerin oder Schweizer ist,
  • im Kanton Zürich und in der Gemeinde wohnt,
  • 18 Jahre und älter ist,
  • Handlungs·fähig ist.
    Handlungs·fähig bedeutet:
    Sie entscheiden und handeln selbst.

Der Gemeinderat legt der Gemeinde·versammlung Geschäfte vor.
Das Gesetz und die Gemeinde·ordnung sagen,
über welche Geschäfte die Gemeinde·versammlung entscheidet.

Ein Beispiel:
Der Gemeinderat will den Steuerfuss senken.
Der Steuerfuss bestimmt, wie viel Steuern man bezahlen muss.
Ein tieferer Steuerfuss heisst:
Man bezahlt weniger Steuern.

Die Gemeinde·versammlung entscheidet:
Sollen die Steuern sinken?

Was ist eine Parlaments·gemeinde?

Das Parlament ist die oberste Behörde in einer Parlaments·gemeinde.

Jedes Parlament hat eine bestimmte Anzahl an Mitgliedern.
Die Mitglieder vertreten die Einwohnerinnen und Einwohner einer Gemeinde.
Das heisst:
Sie setzen sich für die Anliegen der Bevölkerung ein.

Die Mitglieder gehören zu einer politischen Partei.

Das Parlament hat wichtige Aufgaben:

  • Es macht Gesetze für die Gemeinde.
  • Es entscheidet über wichtige Geschäfte.
  • Es kontrolliert den Stadtrat.
  • Es kontrolliert die Verwaltung.
  • Es entscheidet über das Budget.
  • Es entscheidet über den Steuerfuss.
    Das heisst: Der Steuerfuss bestimmt:
    So viel Steuern müssen die Einwohner an die Gemeinde bezahlen.

Diese 13 Gemeinden im Kanton Zürich haben ein Parlament:

  • Adliswil
  • Bülach
  • Dietikon
  • Dübendorf
  • Illnau-Effretikon
  • Kloten
  • Opfikon
  • Schlieren
  • Uster
  • Wädenswil
  • Wetzikon
  • Winterthur
  • Zürich

2. Schul·gemeinden

Im Kanton Zürich gibt es 64 Schulgemeinden.
Die Schul·gemeinde ist eine Spezial·gemeinde.
Das heisst:
Die Schul·gemeinde kümmert sich nur um die Schule.
Für andere Aufgaben ist die Schul·gemeinde nicht zuständig.

Schul·gemeinden sind Versammlungs·gemeinden. Sie haben kein Parlament.

Die Schulgemeinde·versammlung ist die höchste Behörde.
Die Schulpflege legt der Schul·versammlung Geschäfte vor.
Die Schulgemeinde·versammlung entscheidet darüber.

Was ist eine Einheits·gemeinde?

Viele politische Gemeinden sind Einheits·gemeinden.

In  einer Einheits·gemeinde leitet die Schul·pflege die Schule.
Der Gemeinderat leitet die anderen Aufgaben. 

Die Schulpflege ist eigenständig.
Das heisst:
Die Schulpflege plant ihre Aufgaben selbst.
Die Schulpflege macht ihre Aufgaben auch selbst.

Die Gemeinde·behörden

Welche Behörden muss es in einer Gemeinde geben?

In jeder Gemeinde muss es diese Behörden geben:

  • den Gemeinde·vorstand
  • die Rechnungs·prüfungs·kommission.
  • die Schulpflege in Einheits·gemeinden.

Der Gemeinde·vorstand hat verschiedene Namen:
In der politischen Gemeinde ist das der Gemeinderat.
In der Schul·gemeinde ist das die Schulpflege.

Was macht der Gemeinde·vorstand?

Der Gemeinde·vorstand leitet die Gemeinde.

Gemeinde·vorstand hat verschiedene Namen:
In Versammlungs·gemeinden ist das meistens der Gemeinderat.
In Parlaments·gemeinden ist das oft der Stadtrat.
In Schul·gemeinden ist das die Schulpflege.

Was macht die Rechnungs·prüfungs·kommission?

Die Abkürzung für Rechnungs·prüfungs·kommission ist: RPK.
Die RPK kontrolliert:
Wie geht die Gemeinde mit ihrem Geld um?

Die RPK kontrolliert zum Beispiel

  • die Jahres·rechnung.
    In der Jahres·rechnung steht:
    Wie viel Geld hat die Gemeinde verdient?
    Wie viel Geld hat die Gemeinde ausgegeben?
  • das Budget der Gemeinde.
    Im Budget steht:
    Wie viel Geld erwartet die Gemeinde?
    Für was will die Gemeinde das Geld ausgeben?
  • Kredite.
    Vielleicht baut die Gemeinde ein neues Schulhaus.
    Ein Schulhaus kostet Geld.
    Die Gemeinde muss das Geld zahlen.
    Die RPK schaut, dass das Geld richtig ausgegeben wird.

Gut zu wissen:
Parlaments·gemeinden haben für das Parlament eine Geschäfts·prüfungs·kommission.
Die Abkürzung ist: GPK.

Die GPK prüft,

  • Arbeitet der Stadtrat und die Verwalrung gut?
  • Läuft alles so, wie es das Gesetz verlangt?

Was macht die Schul·pflege?

Die Schul·pflege leitet die Schule in der Gemeinde.
Im Kanton Zürich gibt es ein Schulgesetz.
Das Schulgesetz sagt, welche Aufgaben die Schul·pflege hat.

Was machen Kommissionen?

Kommissionen

  • übernehmen Aufgaben für den Gemeinde·vorstand.
  • Oder beraten den Gemeindevorstand mit ihrem Wissen.

Ein Beispiel ist die Bau·kommission.
Die Bau·kommission gibt Bau·bewilligungen.

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Es gibt 2 Arten von Kommissionen:

  1. Eigenständige Kommissionen:
    Die Stimm·berechtigten bestimmen die Aufgaben der Kommission.
    Die Kommission erledigt die Aufgaben selbst.
    Sie erledigt die Aufgabe anstelle des Gemeinde·vorstandes.
  2. Unterstellte Kommissionen:
    Der Gemeinde·vorstand bestimmt die Aufgaben der Kommission.
    Die Kommission hilft dem Gemeinde·vorstand bei den Aufgaben.
    Der Gemeinde·vorstand hat die Aufsicht über die Kommission.
  3. Beratende Kommissionen:
    Der Gemeinde·vorstand kontrolliert die Kommission.
    Die Kommission hat Fachpersonen.
    Die Kommission berät den Gemeinde·vorstand mit Spezialwissen.

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