Konjunktur

Aktuelle Zahlen und Kurzanalysen zur wirtschaftlichen Entwicklung

Inhaltsverzeichnis

Preisentwicklung

Die Inflation  – insbesondere in den USA und den grossen europäischen Volkswirtschaften – belastet die Weltwirtschaft. In den USA war die Inflation im Juni so hoch wie seit rund 40 Jahren nicht mehr. Zwar sank die Teuerungsrate im Juli auf 8,5%, damit liegt sie jedoch immer noch weit über den von der Zentralbank angestrebten jährlichen zwei Prozent. Die Preisentwicklung dürfte mitunter ein Grund dafür sein, dass die Wirtschaftsleistung in den USA in der ersten Jahreshälfte gesunken ist. 

Auch in der Schweiz hat der Teuerungsdruck in im ersten Halbjahr 2022 weiter zugenommen. Verglichen zum europäischen Durchschnitt liegt die Inflationsrate in der Schweiz  jedoch auf einem relativ tiefen Niveau. Dies liegt unter anderem daran, dass die steigenden Energiepriese einen vergleichsweise kleinen Anteil am Schweizer «Warenkorb» ausmachen. Zudem schwächt der hoch bewertete Schweizer Franken Preissteigerungen bei Importen aus dem Ausland ab.

Erneute Leitzinserhöhungen der Zentralbanken mit dem Ziel die Inflation weiter zu senken könnten die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten zusätzlich ausbremsen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Inflationsrate in verschiedenen Ländern zwischen Januar 2019 und Juli 2022.  Seit Januar 2021 ist die Inflation in vielen Ländern gestiegen und hat im Sommer 2022 in der OECD, der EU und den USA Werte von 8 bis 10 % erreicht. Auch in China und der Schweiz ist die Teuerung gestiegen, jedoch liegt sie nach wie vor unter 4%.
Die Inflation steigt seit 2021 insbesondere in den USA und den grossen europäischen Volkswirtschaften stark.

Aktuelle Lage in der Gastronomie

Die Lockerung der Corona-Massnahmen und Reisebestimmungen im In- und Ausland führen zu einer allmählichen Erholung im Gast- und Beherbergungsgewerbe. Nachdem die Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 zu einem starken Nachfragerückgang in der Tourismusbranche geführt hat, nahm die Anzahl Logiernächte im Kanton Zürich in den Frühlingsmonaten 2022 deutlich zu und erreichte beinahe wieder das Vorkrisenniveau von 2019.Im Juni 2022 gab es noch 8% weniger Übernachtungen als im Juni 2019. 

Besonderheiten zeichnen sich hingegen bei der Herkunft der Touristen ab: Die Anzahl Logiernächte von Gästen aus der Schweiz hat das Vorkrisenniveau von 2019 bereits übertroffen. Auch die Tourismusströme aus Europa und Nordamerika haben sich normalisiert. Anders sieht es bei den asiatischen Gästen aus: Diese galten vor der Pandemie – nach den inländischen und europäischen Touristen – als eine der bedeutendsten Besuchergruppen. Zwar nimmt auch der asiatische Tourismus langsam wieder an Fahrt auf, dennoch wurden im Juni 2022 nach wie vor rund 60% weniger Übernachtungen von Gästen aus Asien verzeichnet als im Juni 2019. Ob die Anzahl Logiernächte im Kanton Zürich das Vorkrisenniveau dieses Jahr noch erreichen bzw. überschreiten wird, hängt nicht zuletzt von der globalen Wirtschafts- und Pandemieentwicklung ab. Der starke Schweizer Franken dürfte zudem nicht zur Attraktivität des Urlaubsziels Zürich beitragen. 

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl Logiernächte im Kanton Zürich nach Herkunftsland Januar 2019 und Juni 2022.  Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ist die Anzahl Logiernächte stark eingebrochen. Im Frühling 2022 hat die Anzahl Logiernächte wieder stark zugenommen und bei den Gästen aus der Schweiz, Europa und Nordamerika wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Auch bei den Gästen aus Asien ist eine Zunahme zu beobachten, die Anzahl Logiernächte liegt jedoch noch deutlich unter dem Niveau von 2019.
Ausser bei den asiatischen Gästen hat die Anzahl Logiernächte m Frühling 2022 beinahe wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Wirtschaftsdaten und Prognosen für den Kanton Zürich

Konjunktur Quelle 2021 II/2021 III/2021 IV/2021
Bruttoinlandpro-
dukt, real               
BAK Economics, VgV.  2,2%      
Warenexporte,
nominal                        
BAK Economics, Vjp.    10,4%  12,6%  
Logiernächte              BFS, Vjp. 39,3% 161,2% 166,7% 174,6%
Arbeitsmarkt Quelle 2021 II/2021 III/2021 IV/2021
Beschäftigte              BFS, Vjp.                       0,6% 2,6%   2,8%    
Stellensuchende SECO, Vjp. -0,1% -22,6% -28,9% -34,0%
Arbeitslosenquote SECO  2,9% 2,3%   2,2%    1,9%
Unternehmen              Quelle 2021 II/2021 III/2021 IV/2021
Neueintragungen
im Handelsregister   
BAK Economics, Vjp. 5,2% -5,4% -1,9%  
Prognosen Quelle 2021 2022 2023 2024
Bruttoinlandpro-
dukt, real
BAK Economics, VgV. 2,2% 3,4% 0,8% 1,9%
Bruttoinlandpro-
dukt, real,
sporteventbereinigt*
BAK Economics, VgV. 2,1% 2,4% 2,0% 1,9%

Vjp. = Veränderung gegenüber Vorjahresperiode

VgV. = Veränderung gegenüber Vorperiode

* Ad-hoc-Schätzung

Stand: 28. Februar 2022

Vertiefte volkswirtschaftliche Analysen und Branchenreportagen zum Wirtschaftsstandort Zürich finden Sie vierteljährlich im Zürcher Wirtschaftsmonitoring:

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