Konjunktur

Aktuelle Zahlen und Kurzanalysen zur wirtschaftlichen Entwicklung

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Geschäftslage

Die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, bleibt aber auf einem hohen Niveau und deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. Im Vergleich zur Vorperiode wird die Geschäftslage in allen Branchen weniger optimistisch eingeschätzt. In der Industrie ist  der Abwärtstrend bereits seit Frühling zu beobachten. Dennoch gibt es in allen Branchen mehr Zürcher Unternehmen, die eine Verbesserung als eine Verschlechterung der aktuellen Lage bekunden – die Einschätzung der Geschäftslage bleibt also überall im positiven Bereich. 

Allerdings sorgen der Ukraine-Krieg, die Inflationsentwicklungen und die Energieversorgungslage in Europa für Unsicherheit. Dies lässt sich auch an den eingetrübten Geschäftserwartungen der Zürcher Unternehmen erkennen. Dennoch geht die Mehrheit der Unternehmen für die kommenden sechs Monate nicht von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus. 

Im kommenden Winter ist daher mit einer gewissen Abkühlung der Zürcher Wirtschaft zu rechnen. Prognosen gehen von einem verlangsamten Wirtschaftswachstum aus: Nachdem das BIP 2022 neusten Schätzungen nach um 3,5% (sporteventbereinigt: 2,4%) steigen dürfte, wird für 2023 ein sporteventbereinigtes Wachstum der Zürcher Wirtschaft von 1,1% erwartet.  

Die Grafik zeigt die Entwicklung der aktuellen Geschäftslage in der Gesamtwirtschaft im Kanton Zürich und der Schweiz zwischen Januar 2018 und November 2022.  Nach einem starken Einbruch während der Corona-Krise hat sich die Einschätzung der Geschäftslage im Verlaufe des Jahres 2021 stark verbessert. Seit Sommer 2022 wird die Geschäftslage wieder vermehrt schlechter Eingeschätzt, bliebt aber auf einem hohen Niveau.
Die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen hat sich verschlechtert, bleibt aber auf einem hohen Niveau

Preisentwicklung

Die Inflation  – insbesondere in den USA und den grossen europäischen Volkswirtschaften – belastet die Weltwirtschaft. In vielen europäischen Ländern, wie z.B. in Deutschland, steigen die Teuerungsraten nach wie vor und haben Werte von über 10% erreicht. Anders in den USA: Seit Juli ist die Inflation abnehmend, lag jedoch im Oktober mit  7,7% immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die Trendwende bei der Preisentwicklung dürfte unter anderem mit der restriktiven Geldpolitik der US-Zentralbank zusammenhängen: Der Leitzins wurde im Verlaufe dieses Jahres von 0,25% auf 4% erhöht.  

Auch in der Schweiz hat der Teuerungsdruck seit September 2022 abgenommen. Die Inflationsrate lag im Oktober bei 3%, was verglichen zum Durchschnitt der EU-Länder tief ist. Dies liegt unter anderem daran, dass die steigenden Energiepriese einen vergleichsweise kleinen Anteil am Schweizer «Warenkorb» ausmachen. Zudem schwächt der hoch bewertete Schweizer Franken Preissteigerungen bei Importen aus dem Ausland ab.

Erneute Leitzinserhöhungen der Zentralbanken mit dem Ziel die Inflation weiter zu senken könnten die globale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten zusätzlich ausbremsen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Inflationsrate in verschiedenen Ländern zwischen Januar 2018 und Oktober 2022.  Seit Januar 2021 ist die Inflation in vielen Ländern gestiegen und hat in Deutschland und  der EU Werte von über 10 % erreicht. In den USA, der Schweiz und China hat der Teuerungsdruck in den vergangenen Monaten etwas nachgelassen.
Die Inflationsraten sind insbesondere in der europäischen Union und den USA hoch.

Wirtschaftsdaten und Prognosen für den Kanton Zürich

Konjunktur Quelle 2021 I/2022 II/2022 III/2022
Bruttoinlandpro-
dukt, real               
BAK Economics, VgV.  3,3%      
Warenexporte,
nominal                        
BAK Economics, Vjp.    12,5%  14,8%  
Logiernächte             , BFS, Vjp. 39,3% 166,7% 174,6% 66,5%
Arbeitsmarkt Quelle 2021 I/2022 II/2022 III/2022
Beschäftigte              BFS, Vjp.                       0,5% 2,7%   2,8%    
Stellensuchende SECO, Vjp. -0,1% -28,9% -34,0% -34,0%
Arbeitslosenquote SECO  2,9% 2,2% 1,9%    1,6%
Unternehmen              Quelle 2021 I/2022 II/2022 III/2022
Neueintragungen
im Handelsregister   
BAK Economics, Vjp. 5,2% -1,9% 3,1% 8,7%
Prognosen Quelle 2021 2022 2023 2024
Bruttoinlandpro-
dukt, real
BAK Economics, VgV. 3,3% 3,5% 0,0% 1,9%
Bruttoinlandpro-
dukt, real,
sporteventbereinigt*
BAK Economics, VgV. 3,3% 2,4% 1,1% 1,9%

Vjp. = Veränderung gegenüber Vorjahresperiode

VgV. = Veränderung gegenüber Vorperiode

* Ad-hoc-Schätzung

Stand: 28. Februar 2022

Vertiefte volkswirtschaftliche Analysen und Branchenreportagen zum Wirtschaftsstandort Zürich finden Sie vierteljährlich im Zürcher Wirtschaftsmonitoring:

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