Konjunktur

Aktuelle Zahlen und Kurzanalysen zur wirtschaftlichen Entwicklung

Inhaltsverzeichnis

Wahrgenommene Arbeitsmarktsituation

Erfreulicherweise hat der durch die Corona-Krise verursachte wirtschaftliche Einbruch im Kanton Zürich bisher zu keiner breiten Entlassungswelle geführt. Die Arbeitslosenquote ist zwar im April 2020 sprunghaft auf 3,1% gestiegen, hat sich aber bis zum Winterbeginn nicht mehr stark bewegt. Im Dezember stieg sie auf 3,5% und im Januar und Februar auf 3,6%. Der leichte Anstieg ist zu einem grossen Teil auf saisonale Effekte zurückzuführen.

Wie die Wirtschaftslage lässt sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt mit Echtzeitindikatoren messen. Basierend auf der Abfrage von verschiedenen Google-Suchbegriffen wie z.B. «RAV», «arbeitslos» oder «Arbeitslosengeld» hat das Amt für Wirtschaft und Arbeit einen Arbeitsmarkt-Index für den Kanton Zürich erstellt. Er gibt Anhaltspunkte darüber, ob die Menschen ihre Stelle verloren haben oder ob sie mit einer Entlassung rechnen und korreliert stark mit der Zahl der Stellensuchenden. Nach dem Peak im März (Index-Wert = 100) hat das Suchverhalten im Kanton Zürich wieder deutlich abgenommen und war vor allem im Herbst relativ tief. Erst im Januar hat sich wieder eine leichte Aufwärtsbewegung bemerkbar gemacht, jedoch auf tiefen Niveau.

Arbeitsmarktindikator Zürich

Suchhäufigkeit von Begriffen zur Arbeitslosigkeit bei Google
Arbeitsmarktindikator anhand der Suchhäufigkeiten von Begriffen zur Arbeitslosigkeit. Quelle: Google-Trends, Berechnungen AWA

Erwartete Geschäftslage der Unternehmen

Die Konjunkturforschungsstelle KOF befragt monatlich bzw. vierteljährlich Unternehmen in der Schweiz zu ihrer erwarteten Geschäftslage für die nächsten sechs Monate. Daraus lässt sich ein Indikator bilden, der sich aus der Differenz zwischen den Antworten «gut» und «schlecht» ergibt. Liegt er über Null, übersteigt die Zahl der Unternehmen, die mit einer guten Geschäftslage rechnen, die Zahl jener, die eine schlechte Geschäftslage erwarten.

Eine Auswertung der im Kanton Zürich ansässigen Unternehmen zeigt, dass die Erwartungen bis Mitte des dritten Quartals 2020 einen deutlichen V-Verlauf aufweisen. Danach gab es in gewissen Branchen wieder einen leichten Abwärtstrend. Insgesamt schlug die zweite Corona-Welle aber viel weniger auf die Geschäftserwartungen als die erste. Zu sehen ist eine eigentliche Zweiteilung zwischen eher exportorientierten Branchen wie etwa der Industrie oder auch den Banken, die wieder ein relativ hohes Niveau erreicht haben, und den eher binnenorientierten Branchen wie etwa dem Detailhandel oder dem Gastgewerbe, die nach wie vor wenig optimistisch sind und deutlich im negativen Bereich liegen.

Zweiteilung bei den Geschäftserwartungen

Erwartete Geschäftslage der Zürcher Unternehmen entwickelt sich in unterschiedliche Richtungen
Ergebnisse der Unternehmensbefragungen zur erwarteten Geschäftslage. Quelle: KOF

Vertiefte volkswirtschaftliche Analysen und Branchenreportagen zum Wirtschaftsstandort Zürich finden Sie vierteljährlich im Zürcher Wirtschaftsmonitoring:

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