Autonome Inspektionsroboter

Inspektionen kritischer Anlagen sind aufwendig und riskant. Autonome Roboter können stark entlasten – werfen aber regulatorische Fragen auf. Der Bericht erklärt die zentralen Vorgaben und gibt konkrete Empfehlungen.

Einleitung

Produktionsanlagen in Bereichen wie Energie, Öl, Gas, Nukleartechnologie oder Stromversorgung sind essenziell für Wirtschaft und Gesellschaft. Technische Ausfälle können gravierende Folgen haben – für Sicherheit, Umwelt und Versorgung. Regelmässige Inspektionen sind daher zentral, aber oft zeitintensiv und gefährlich. Zudem stehen immer weniger Fachkräfte dafür zur Verfügung. Autonome Inspektionsroboter bieten eine vielversprechende Lösung: Sie erfassen rund um die Uhr grosse Datenmengen, analysieren diese mittels künstlicher Intelligenz (KI) und übernehmen zahlreiche Aufgaben selbstständig. So lassen sich Fachkräfte entlasten, gefährliche Einsätze vermeiden und die Betriebssicherheit erhöhen. Die Nutzung solcher Systeme wirft jedoch komplexe Regulierungsfragen auf. Seit dem Inkrafttreten der EU-KI-Verordnung stehen viele Schweizer Robotikfirmen vor der Frage, wie sie diese Verordnung und weitere relevante EU-Vorgaben wie die Maschinenverordnung einhalten können. Im Rahmen der Innovation-Sandbox für KI haben das Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich und das Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich basierend auf einem Anwendungsfall der Firma ANYbotics Strategien zum Umgang mit regulatorischen Vorgaben für autonome Inspektionssysteme entwickelt. Die Erkenntnisse sollen weitere Robotikunternehmen unterstützen und den Zugang zum EU-Markt erleichtern.

Fallbeispiele aus der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz (KI)

Als Fallbeispiel diente das Unternehmen ANYbotics mit seinem autonomen Inspektionsroboter ANYmal. ANYbotics hat im Sommer 2024 einen Projektvorschlag in die Sandbox eingereicht. Die Inhalte des vorliegenden Reports wurden basierend auf diesem konkreten Fallbeispiel erarbeitet.

Mit fachlicher Unterstützung durch

Dr. Ann-Katrin Michel
Ressortleiterin Technik, Swissmem

Barbara Mullis
Normungsexpertin, Electrosuisse

Dr. Christian Gehring
Co-Founder and Sr. Director of Robotics & AI, ANYbotics

Dr. Clara Guerra
Stabsstellenleiterin, Stabsstelle für Digitale Innovation, Fürstentum Liechtenstein

Elena Maran
Global Head of Responsible AI, Modulos AG

Jonas Büchel
Juristischer Mitarbeiter, Wicki Partners AG

Kateryna Portmann
Senior Product Manager, ANYbotics

Kevin Schawinski
Co-Founder und CEO, Modulos AG

Marcel Fehr
Senior Certification Manager, ANYbotics

Yvonne Finger
Referatsleiterin, Bundesnetzagentur, Bundesrepublik Deutschland 

Innovation-Sandbox für KI

Das Projektteam hat das vorliegende Dokument im Rahmen der Innovation-Sandbox für KI erarbeitet. Die Sandbox ist eine Testumgebung für die Umsetzung von KI-Projekten aus verschiedenen Sektoren. Die breit abgestützte Initiative aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung fördert verantwortungsvolle Innovation. Das Projektteam und teilnehmende Organisationen arbeiten eng an regulatorischen Fragestellungen und ermöglichen die Nutzung von neuartigen Datenquellen. Die Inhalte dieses Reports sind nicht rechtsverbindlich und stellen keine offizielle Position öffentlicher Organe dar. Jegliche Haftung für rechtliche Aspekte wird ausgeschlossen.

Autonome Inspektionsroboter - Umgang mit der KI-Verordnung und dem EU-Maschinenrecht

Autonome Inspektionsroboter - Umgang mit der KI-Verordnung und dem EU-Maschinenrecht
Autonome Inspektionsroboter - Umgang mit der KI-Verordnung und dem EU-Maschinenrecht
Herausgeber/in
Standortförderung, Kanton Zürich, Verein Metropolitanraum Zürich, Innovation Zurich
Publikationsdatum
November 2025
Autor/in
Raphael von Thiessen, Stephanie Volz, Sven Kohlmeier

Kontakt

Amt für Wirtschaft – Standortförderung

Adresse

Walchestrasse 19
8090 Zürich
Route (Google)

Telefon

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