Öffentliches Leben und Teilhabe

Mehrfachdiskriminierung kann sich auf Teilhabechancen auswirken und dazu führen, dass bestimmte Perspektiven in Politik, Sport und Kultur weniger sichtbar sind.

Das ist ein Symbolbild für Zusammenhalt.

Hinter den Zahlen

An einem politischen Informationsanlass im Quartier möchte sich Lara einbringen: Sie hebt die Hand und bekommt das Wort. Doch als sie zu sprechen beginnt, wird ihre Sprechbehinderung hörbar. Noch bevor sie ihren Gedanken zu Ende formulieren kann, fällt ihr jemand ins Wort und beendet ihren Satz für sie.

Die Diskussion geht weiter. Lara bringt sich nicht erneut ein. Nicht, weil sie nichts zu sagen hat, sondern weil ihr das Gefühl fehlt, gehört zu werden.

Solche Situationen erlebt sie nicht nur hier: Auch im Sportkurs oder im Theater stösst sie auf fehlende Barrierefreiheit und erlebt abwertende Reaktionen – teilweise wegen ihrer Behinderung, teilweise aufgrund geschlechterspezifischen Zuschreibungen. Lara bleibt deswegen immer öfter zuhause.

Mit der Zeit hat das Folgen:
Damit ist Lara nicht allein. Je weniger sichtbar die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen sind und je weniger Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben teilhaben, desto stärker fehlen ihre Perspektiven in Politik, Sport und Kultur. Entscheidungen werden ohne ihre Erfahrungen getroffen. So bleiben ihre Bedürfnisse unberücksichtigt und Angebote sind oft nicht zugänglich gestaltet.

Ausgangslage

Teilhabe ist ein zentraler Aspekt gesellschaftlicher Inklusion: Sie ermöglicht Menschen, ihre Interessen, Perspektiven und Bedürfnisse sichtbar zu machen, Einfluss auf Entscheidungsprozesse zu nehmen und gesellschaftliche Normen mitzugestalten. Für Menschen mit Behinderungen ist diese Teilhabe besonders wichtig, da ihre Sichtbarkeit und Mitwirkung in Politik, Sport und Kultur eingeschränkt ist. 

Die geringe Präsenz von Menschen mit Behinderungen in öffentlichen Bereichen hat weitreichende Folgen: Wer in der Politik, im Sport oder im kulturellen Leben kaum vertreten ist, erfährt nicht nur direkte Ausschlüsse, sondern auch indirekte. Weniger politische Repräsentation führt zu weniger Einfluss auf gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen. Eingeschränkte Teilnahme am kulturellen Leben mindert Sichtbarkeit und Vorbilder. Ein limitiertes Sportangebot verstärkt Barrieren für soziale Integration und Selbstwirksamkeit.

Dabei ist wichtig: Menschen mit Behinderungen sind keine homogene Gruppe. Geschlecht spielt eine wichtige Rolle dabei, wer gehört wird, wer Zugang hat und wer ausgeschlossen wird.

Hier wird darum aufgezeigt, wie sich diese Ungleichheiten in Politik, Sport und Kultur konkret auswirken, welche Barrieren bestehen und warum Frauen mit Behinderungen besonders betroffen sind. 

Das Wichtigste in Kürze    

Teilhabe ist für gesellschaftliche Inklusion zentral: 

Sie ermöglicht es, eigene Interessen und Bedürfnisse sichtbar zu machen, an Entscheidungen mitzuwirken und gesellschaftliches Leben mitzugestalten.

Menschen mit Behinderungen sind in Politik, Sport und Kultur weiterhin unterrepräsentiert.

  • Weniger Repräsentation führt zu geringerem Einfluss auf politische und institutionelle Rahmenbedingungen.
  • Geringe Sichtbarkeit reduziert Vorbilder und gesellschaftliche Anerkennung.
  • Eingeschränkte Angebote im Sport und kulturellen Leben erschweren soziale Integration und Selbstwirksamkeit.

So entsteht ein Zirkel aus Unsichtbarkeit, fehlender Mitbestimmung und fortbestehenden Barrieren.

Wie steht es um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz?

Fehlende Repräsentation in der Schweizer Politik

Knapp 3 von 4 Menschen mit Behinderungen fühlen sich in bzw. von der Politik gar nicht oder nur ungenügend vertreten.

Mehr als vier von fünf Menschen mit Behinderungen, die sich unterrepräsentiert fühlen, sind der Meinung, dass Politikerinnen und Politiker zu wenig über Menschen mit Behinderungen sprechen und zu wenig für sie tun. (Studie: Inklusionsindex 2023, Pro Infirmis)

Barrieren bei der aktiven Freizeitgestaltung

2 von 5 Menschen mit Behinderungen fühlen sich im Lebensbereich Kultur, Sport und Freizeit stark eingeschränkt.

Insbesondere bei der aktiven Teilnahme an kulturellen oder sportlichen Aktivitäten bestehen Barrieren: Hier erlebt die Hälfte aller Menschen mit Behinderungen mehr oder weniger grosse Einschränkungen. (Studie: Inklusionsindex 2023, Pro Infirmis)

Politische Partizipation

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Politische Partizipation bedeutet, sich eine Meinung zu bilden, abzustimmen, zu wählen oder selbst politisch aktiv zu werden. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Alle Menschen sollten die Möglichkeit haben, ihre Interessen einzubringen und Entscheidungen mitzugestalten. 

In der Realität ist diese Teilhabe jedoch ungleich verteilt. Frauen sind trotz rechtlicher Gleichstellung in politischen Ämtern weiterhin untervertreten - dies obwohl sie mehr als die Hälfte der Stimmbevölkerung ausmachen. Im Nationalrat liegt ihr Anteil bei rund 42 %, im Ständerat bei 26,1 %. Auf kantonaler und kommunaler Ebene sind die Zahlen meist noch tiefer. Gleichzeitig leben rund 22 % der Bevölkerung in der Schweiz mit einer Behinderung, dennoch sind Menschen mit Behinderungen in der Politik kaum sichtbar.

Dabei zeigt sich: Das politische Interesse von Menschen mit Behinderung ist ähnlich hoch wie in der übrigen Bevölkerung. Viele (7 von 10) nehmen regelmässig an Abstimmungen teil. Gleichzeitig fühlt sich rund die Hälfte im politischen Bereich stark eingeschränkt.

Studien zeigen, dass das politische Engagement von Frauen mit Behinderungen besonders gering ist im Vergleich zu Männern mit Behinderungen sowie zu Frauen und Männern ohne Behinderungen.  

Ein zentraler Grund dafür sind ungleiche Lebensbedingungen: Bildung, Einkommen und Erwerbsarbeit beeinflussen, wie stark Menschen sich politisch beteiligen können. Frauen mit Behinderungen haben hier oft schlechtere Voraussetzungen. Sie sind häufiger von Teilzeitarbeit, finanzieller Unsicherheit und unbezahlter Care-Arbeit betroffen. Gleichzeitig werden ihnen Kompetenzen aufgrund von Geschlechterstereotypen und ableistischen Vorurteilen häufiger abgesprochen. Dadurch wird ihre politische Beteiligung nicht nur erschwert, sondern auch weniger wahrgenommen und anerkannt.

Eine geringere Repräsentation hat konkrete Folgen: Wenn bestimmte Gruppen seltener vertreten sind, fehlen ihre Perspektiven in Entscheidungsprozessen. Gleichzeitig gibt es weniger Vorbilder, an denen sich andere orientieren können. Das kann dazu beitragen, dass sich Menschen mit ähnlichen Erfahrungen weniger angesprochen fühlen oder sich politische Beteiligung weniger zutrauen.

Eine inklusive Demokratie bedeutet deshalb nicht nur gleiche Rechte, sondern auch gleiche Voraussetzungen für Teilhabe. 

Menschen mit Behinderungen begegnen unterschiedlichen Hindernissen, die ihren Zugang zur politischen Partizipation prägen. Dazu zählen beispielsweise folgende Faktoren: 

  • Die Zugänglichkeit von politischen Informationen ist eine zentrale Voraussetzung für die politische Partizipation. Vor allem für Menschen mit kognitiven Behinderungen und für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderungen stellt dies jedoch weiterhin eine zentrale Hürde dar, weil Abstimmungsunterlagen und informative Dokumente in leichter Sprache und in Gebärdensprache oft noch fehlen.
  • Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen sowie ein unzureichendes Verständnis ihrer Lebensrealitäten stellen ebenfalls erhebliche Barrieren für ihre politische Partizipation dar. Betroffene berichten wiederholt von negativen Zuschreibungen, die zu diskriminierendem und respektlosem Verhalten führen.
  • Menschen unter umfassender Beistandschaft sind, mit Ausnahmen in gewissen Kantonen, vom Stimm- und Wahlrecht ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gilt gemäss UNO-BRK als diskriminierend und wird politisch zunehmend infrage gestellt.

Es existieren jedoch auch geschlechtsspezifische Hindernisse:

  • Dazu zählen strukturelle Faktoren: z.B. die nach wie vor ungleiche Verteilung von Care- und Familienarbeit, welche Frauen zeitlich stärker bindet, zu Teilzeitarbeit führt und dadurch ihre Kapazitäten für politische Tätigkeit einschränkt.
  • Hinzu kommen institutionelle Rahmenbedingungen, die politische Arbeit oft an Präsenz, lange Sitzungszeiten und informelle Netzwerke knüpfen, welche historisch männlich geprägt sind.
  • Auch geschlechtsspezifische Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen beeinflussen, wer sich eine politische Karriere zutraut oder wem politische Führungsfähigkeit zugeschrieben wird. Genauere Informationen dazu, befinden sich auf den Seiten «Bildung und Berufswahl» sowie «Erwerbsarbeit und Soziale Sicherheit». 

Diese Faktoren wirken sich direkt auf die politische Repräsentation aus und tragen dazu bei, dass bestimmte Gruppen – insbesondere Frauen mit Behinderungen – in politischen Ämtern untervertreten sind.

Teilhabe im Sport

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Sport ist wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit. Er schafft soziale Kontakte, stärkt das Selbstvertrauen und fördert die Teilhabe an der Gesellschaft.

Doch nicht alle Menschen haben den gleichen Zugang zu Sportarten. Studien zeigen, dass sich viele Menschen mit Behinderung in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur stark eingeschränkt fühlen. Unter Erwachsenen geben zwei von fünf Personen mit Behinderung an, in diesen Bereichen grosse Einschränkung zu erleben. Kinder mit Behinderung nehmen zudem an weniger Freizeitbeschäftigungen teil als Kinder ohne Behinderungen.

Diese Unterschiede zeigen: Teilhabe im Sport ist nicht für alle selbstverständlich.  

Sport ist ein Bereich, in dem Trennungen besonders stark ausgeprägt sind. Viele Angebote sind nach Geschlecht und Behinderung getrennt organisiert.

Menschen mit Behinderungen werden häufig aus regulären Sportangeboten ausgeschlossen und auf den Behindertensport verwiesen. Gleichzeitig gibt es im Breitensport oft zu wenige inklusive Angebote.

Auch Geschlechterrollen prägen den Sport stark. Viele Sportarten und Trainingsformen werden als «typisch männlich» oder «typisch weiblich» wahrgenommen.

Solche Trennungen können dazu führen, dass Menschen geschlechts- und behinderungsbedingt weniger Zugang zu Sportangeboten haben.  

Historisch gewachsener Ausschluss im Sport

Entgegen verbreiteten Annahmen waren Frauen seit der Entstehung des modernen Sports nicht durchgehend vom Sport ausgeschlossen. Vielmehr traten sie je nach Sportart, Zeitraum und Kontext auch gemeinsam mit Männern oder gegen sie an. Das gilt z.B. für den Fussball, wo die Frauen erst seit den 1920er Jahren durch Verbote der nationalen Dachverbände sukzessive exkludiert wurden. Im Boxsport lassen sich ähnliche Entwicklungen mit Bezug auf die Teilnahmeverbote für nicht-Weisse Menschen beobachten. Auch Menschen mit Behinderungen nahmen zunächst an den Wettbewerben von Sportler und Sportlerinnen ohne Behinderungen teil und wurden erst in den vergangenen 20 bis 30 Jahren zunehmend systematisch aus vielen Sportarten verdrängt und auf Wettbewerbe des Behindertensports verwiesen.

Frauen mit Behinderungen sind im Sport besonders benachteiligt. Sie erleben sowohl geschlechts- als auch behinderungsbedingte Barrieren.

Schon Frauen ohne Behinderungen haben oft erschwerten Zugang zu Sportangeboten, etwa durch gesellschaftliche Erwartungen, ungleiche Ressourcen oder stereotype Vorstellungen von Körper und Leistung.

Für Frauen mit Behinderungen kommen zusätzliche Hürden hinzu:

  • fehlende Barrierefreiheit (z. B. Garderoben)
  • wenige passende Angebote
  • Vorurteile gegenüber ihrer Leistungsfähigkeit

Studien zeigen, dass Frauen mit Behinderungen diese Barrieren stärker wahrnehmen als Männer mit Behinderungen.

Zusätzlich können weitere Faktoren eine Rolle spielen. So sind beispielsweise Frauen mit Migrationshintergrund seltener im Sportverein aktiv.

Das zeigt: Diskriminierung wirkt oft gleichzeitig auf mehreren Ebenen. 

Sport wird je nach Geschlecht unterschiedlich erlebt.

Studien zeigen, dass Mädchen und Frauen mit Behinderung im Durchschnitt weniger körperlich aktiv sind als Jungen und Männer mit Behinderung.

Auch die Motivation unterscheidet sich:

  • Männer verbinden Sport häufiger mit Wettbewerb und Leistung
  • Frauen legen oft mehr Wert auf Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Kontakte

Für viele Männer mit Behinderungen spielt Sport zudem eine wichtige Rolle für ihr Selbstbild. Gesellschaftliche Erwartungen an Männlichkeit, wie Stärke und Leistungsfähigkeit, können in Spannungen zur eigenen Erfahrung von Behinderung stehen. Sport kann dabei helfen, diese Spannungen zu verarbeiten aber auch verstärken.  

Kulturelle Teilhabe

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Kulturelle Teilhabe ist ein zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Partizipation. In der Schweiz ist die Datenlage zur Situation von Menschen mit Behinderungen im Kulturbereich jedoch weiterhin lückenhaft – insbesondere, wenn Geschlecht und Behinderung gemeinsam betrachtet werden. Eine Vorstudie der Universität Basel unterstreicht entsprechend den Bedarf an umfassenderen, geschlechtersensiblen Datenerhebungen im Kulturbetrieb. 

Die wenigen verfügbaren Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen im Kulturbereich häufiger mit eingeschränkten Teilhabe-, Beteiligungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten konfrontiert sind. So fühlen sich gemäss einer Studie von Pro Infirmis zwei von fünf Menschen mit Behinderungen in der Schweiz im Bereich Kultur, Sport und Freizeit stark eingeschränkt. Die Gründe dafür sind vielfältig und umfassen insbesondere fehlende finanzielle Ressourcen, bauliche Barrieren sowie eine erhöhte körperliche oder psychische Belastung bei der Teilnahme an Freizeitaktivitäten.

Insgesamt wird deutlich, dass es weiterhin an Daten fehlt, die Geschlecht und Behinderung differenziert zusammenführen.

Good Practices

Um aufzuzeigen, wie geschlechtssensible Ansätze in der Praxis aussehen können, folgen im Anschluss ausgewählte Good-Practice-Beispiele. Da die Massnahme A5 des kantonalen Aktionsplans zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention den Fokus auf Frauen und Mädchen mit Behinderungen legt, beziehen sich die Beispiele vor allem auf Angebote für Frauen mit Behinderungen. Hinzu kommt, dass bislang nur wenige Angebote bekannt sind, die spezifisch auf Männer mit Behinderungen zugeschnitten sind.

Da es in der Schweiz bislang nur wenige etablierte Angebote an der Schnittstelle von Geschlecht und Behinderung gibt, stammen die Beispiele teilweise aus umliegenden Ländern. Sie bilden keine abschliessende Liste, sondern eine dynamische Sammlung, die laufend erweitert werden soll. Hinweise auf weitere Good Practices, neue Angebote und aktuelle Erkenntnisse sind daher ausdrücklich willkommen.

Beispiele für Good Practices:

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In den Tischtennisclub Omega Biel-Bienne wurden sowohl Frauen, als auch Männer mit Behinderungen integriert. Ihre beeindruckenden Fortschritte und Erfolge beim Special-Olympics-Turnier in Luzern führten dazu, dass sich das Team für die Summer World Games 2023 in Berlin bewarb. Die Athletinnen und Athleten kehrten mit 12 von 12 möglichen Medaillen von den National Games zurück.

Bereit für den Check?

Die folgenden Check-Fragen dienen als Impulse und Anregungen. Sie bieten eine Ausgangslage, um die Herausforderungen bestimmter Themenbereiche zu reflektieren. Sie liefern keine fertigen Lösungen, sondern laden dazu ein, bestehende Strukturen und Vorgehensweisen zu reflektieren und über Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf Gleichstellung und Inklusion nachzudenken.

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Sensibilisierung und Analyse: 

Ein grundlegendes Verständnis für geschlechtsspezifische Herausforderungen und Mehrfachdiskriminierung entwickeln.

--> Wie überschneiden sich Geschlecht und Behinderung in meiner Arbeit/meinem Fachbereich?

  • Zum Beispiel: Welche Rolle spielen Normen, Geschlechterstereotypen und Rollenbilder in meinem Fachbereich?
  • Zum Beispiel: Gibt es in meinem Fachbereich Informationen zur geschlechtsspezifischen Situation von Menschen mit Behinderungen oder welche Entwicklungen können antizipiert werden?

Organisation & Institutionalisierung:

Geschlechtssensible Prinzipien in organisatorische Strukturen, Richtlinien und Prozesse integrieren, um nachhaltige Verankerung zu gewährleisten.

--> Wie kann die Verschränkung von Geschlecht und Behinderung besser sichtbar gemacht werden, damit Angebote und Massnahmen alle Betroffenen berücksichtigen?

  • Zum Beispiel: Werden in Prozessen Geschlecht und Behinderung als Querschnittsthemen mitgedacht? Ernennen wir eine themenverantwortliche Person, die sensibilisiert ist und diese Perspektiven einbringt? 

Partizipation & Zusammenarbeit:

Den aktiven Austausch mit Selbstvertretenden, Fachorganisationen und Menschen mit Expertise fördern, um geschlechts- und behinderungsspezifische Perspektiven direkt in die Massnahmenentwicklung einfliessen zu lassen.

--> Wie können Menschen mit Behinderungen aktiv einbezogen werden?

  • Zum Beispiel: Wie ist sichergestellt, dass Angebote bedarfsgerecht gestaltet werden?

Umsetzung:

Geschlechts- und behinderungsreflektierte Massnahmen, Programme und Projekte gestalten

--> Welche geschlechts- und behinderungsspezifischen Bedarfe gibt es in meinem Bereich?

  • Zum Beispiel: wie betreffen Massnahmen Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Behinderungsarten unterschiedlich?

Evaluation:

Die Wirkung der Massnahmen geschlechts- und behinderungssensibel überprüfen, bewerten und Anpassungen vornehmen, um eine kontinuierliche Verbesserung zu ermöglichen. Die Massnahmen sollen idealerweise dann von Selbstvertretenden bewertet werden.

--> Werden geschlechts- und behinderungsspezifische Indikatoren zur Erfolgskontrolle der Massnahme verwendet?

  • Zum Beispiel: Sehe ich, dass meine Massnahme sich unterschiedlichen auf Männer und Frauen mit Behinderung auswirkt?

Kontakt

Fachstelle Gleichstellung

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