INLADE: Induktives Laden von Elektrofahrzeugen

Das Projekt demonstriert die Machbarkeit des induktiven Ladens von Elektrofahrzeugen in der Schweiz. An zwei Standorten werden kabellose Ladesysteme installiert und getestet. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit dieser Technologie zu bewerten, regulatorische Fragen zu klären und die Nutzerakzeptanz zu untersuchen.

Wirkungsbereich
Dekarbonisierung
Branche
Immobilienwirtschaft
Projektstand
laufend
Projektart
Pilot- und Demonstrationsanlage
Projektpartner
Eniwa, Empa
Elektroauto parkiert vor einer induktiven Ladestation mit Bodenpad und Wallbox auf einem Aussenparkplatz.
Fertig installierte Ladestation inklusive Ground Pad und Wallbox für kabelloses Laden. Quelle: Eniwa

Ausgangslage

  • Die Elektrifizierung des Verkehrs ist ein zentraler Baustein der kantonalen Energiestrategie.
  • Induktive Ladestationen bietet eine Lösung für das Laden in der blauen Zone, da Kandelaber in der Schweiz nicht am Strassenrand stehen.
  • Induktives Laden kann die Akzeptanz der Elektromobilität erhöhen und die Voraussetzungen für bidirektionales Laden schaffen

Im Rahmen des Projekts werden 6–7 induktive Ladestationen installiert und bis zu sechs Fahrzeuge für das kabellose Laden umgerüstet. Die ersten beiden Systeme werden als Demonstratoren an den Standorten Buchs (AG) und Dübendorf (ZH) betrieben. Weitere Standorte folgen nach erfolgreicher Zulassung.
Die Technologie basiert auf dem WiTricity-System mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW und einem Wirkungsgrad von rund 90 %. Neben der Installation umfasst das Projekt die Klärung regulatorischer Anforderungen, die Durchführung von elektromagnetischen Verträglichkeit - und Sicherheitsprüfungen sowie die Integration in Carsharing-Plattformen. Die Empa führt technische Untersuchungen zur Effizienz und Systemauswirkungen durch, während die ZHAW eine umfassende Studie zur Nutzerakzeptanz erstellt.
 

Projektziele

  • Erfolgreiche Erprobung von induktivem Laden in der Praxis
  • Regulatorische Anforderungen evaluieren und erreichen
  • Ladelösung für die blaue Zone schaffen
  • Voraussetzungen für bidirektionales Laden schaffen

Erkenntnisse

Elektrofahrzeug mit induktivem Ladesystem in einer EMV-Testhalle mit Messgeräten und Antennen.
Elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung des ersten Prototyps im EMV-Labor. Quelle: Eniwa

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die induktive Ladetechnologie technisch funktioniert und die grundlegenden Sicherheits- und EMV-Anforderungen erfüllt, auch wenn einzelne Nachbesserungen notwendig waren. Die erfolgreiche Zulassung der ersten beiden Fahrzeuge beweist, dass induktives Laden trotz regulatorischer Lücken unter Schweizer Bedingungen umsetzbar ist. Zudem bestätigt die Installation der ersten Ladestation inklusive Monitoring-System die Praxistauglichkeit der Infrastruktur. Insgesamt sind die Resultate vielversprechend und bilden eine solide Grundlage für die breitere Einführung der Technologie, insbesondere im E-Carsharing.

Projektpartner

Empa

Miriam Elser

Eniwa AG

Claudio Richter

claudio.richter@eniwa.ch

Kontakt

Pilotprojekte Energie – Energie

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
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Michael Tobler

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