Abfallvermeidung

Abfälle sind Wertstoffe – und doch besser zu vermeiden. Trotz Fortschritten hin zur Kreislaufwirtschaft muss die Abfallvermeidung das oberste Ziel sein, denn so können natürliche Ressourcen wirkungsvoll geschont werden.

Abfälle vermeiden, bevor sie entstehen – eine heute oft zitierte, aber noch viel zu selten gelebte Maxime. Dabei kann jede und jeder etwas gegen die Abfallberge tun: Teilen statt besitzen, reparieren statt wegwerfen, langlebige Produkte und Mehrwegsysteme nutzen und bewusst und wertschätzend konsumieren. Letzteres gilt besonders auch für Lebensmittelabfälle (Food Waste). 

Food Waste

Vom 12. bis 20. September 2026 findet die nationale Woche gegen Lebensmittelverschwendung statt.

Logo der ersten Nationalen Woche gegen Food Waste 2026
Logo der nationalen Woche gegen Food Waste 2026 Quelle: foodwaste.ch und united against waste

Der Kanton Zürich unterstützt die erste Ausführung dieser nationale Aktionswoche als Partnerorganisation

Während neun Tagen im September 2026 soll gemeinsam auf breiter Front ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt werden. Dabei laden Detailhandel, Gastronomiebetriebe, Vereine, NGOs und die öffentliche Hand (Bund, Kantone und Gemeinden) in dieser Woche mit unterschiedlichen Aktivitäten und Empfehlungen zu einem bewussteren Umgang mit unseren Lebensmitteln ein. Ins Leben gerufen und koordiniert wurde die Woche von foodwaste.ch und United Against Waste. Das Ziel: die Bevölkerung sensibilisieren und zum Handeln aktivieren. Denn: würden Schweizer Haushalte nur eine Woche lang keine Lebensmittel wegwerfen, könnten rund 30 Millionen Mahlzeiten gerettet werden.

Die Aktionswoche bietet eine gute Gelegenheit ins Thema Food Waste einzusteigen oder weiter einzutauchen, die Bevölkerung zu sensibilisieren, zu informieren und Food Waste im Schulunterricht aufzugreifen. Dazu unterstützt und empfiehlt der Kanton Zürich die folgenden Aktivität und Angebote (nicht abschliessend und nicht priorisiert):

Für Schulen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Datum und Zeit: Dienstag, 15.9.2026, 12.15-13.00 Uhr, online (kostenlos)

Wie lässt sich das Thema Food Waste spannend und einfach in den Unterricht integrieren? In diesem kompakten Webinar von foodwaste.ch erhalten Lehrpersonen der Zyklen 2 und 3 konkrete Unterrichtsideen, testen spielerisch ihr eigenes Food Waste-Wissen und haben Gelegenheit, Fragen zu klären und Erfahrungen auszutauschen. Melden Sie sich jetzt an für eine inspirierende Mittagspause! Die Teilnahme ist kostenlos.

Zusammenstellung der nationalen Aktionswochen-Plattform «mach-mehr-draus!»

Zusammenstellung mit Hinweisen und Ideen für Lehrpersonen zur Umsetzung des Themas im Unterricht der Volksschule - Fokus Zyklus 2 und Zyklus 3. Relevanz des Themas für den Schulunterricht, Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung und Hinweise auf diverse weitere Materialien und Lehrmittel. 

Infografiken zu Food Waste in der Schweiz (2026)

Wie viel Food Waste verursacht die Schweiz? Was ist Food Waste? Food Waste und seine Umweltbelastungen in der Lebensmittelkette. Wie stark belastet Food Waste das Haushaltsbudget? Wie viel Food Waste entsorgen wir zu Hause? usw.
Facts & Figures kompakt und illustrativ dargestellt auf insgesamt 9 Themenblättern bzw. Postern.

Hintergrundinfos für Lehrpersonen zu Facts & Figures sowie den Infografiken zum Food Waste in der Schweiz

Eine Zusammenstellung der Aktionswochen-Plattform «mach-mehr-draus!» mit kurzen Erklärungen (Einordnung/Kontext) zu wichtigen Definitionen und Aspekten der Facts & Figures zum Food Waste in der Schweiz - inkl. Quellenangaben und weiterführenden Links. 

Auststellungen «Aus Liebe zum Essen» und «Mindestens haltbar bis - kein Grund zum Wegwerfen»

Die über foodwaste.ch ausleihbaren interaktiven Ausstellungen vermitteln Wissen über Food Waste, das sich die Besuchenden dank den zahlreichen Spielen und Aufgaben mit Leichtigkeit aneignen können. Dabei steht immer im Vordergrund, was wir selbst täglich gegen Food Waste tun können. Die Ausstellungen können gemietet werden für eine Publikumsmesse, eine Nachhaltigkeitswoche oder einen anderen Anlass.

Der Wissenscheck zu den Haltbarkeitsdaten «Mindestens haltbar bis» und «Verbrauchen bis» auf deinen Lebensmitteln

Wie lange sind mein Lebensmittel haltbar? Was bedeuten die Haltbarkeitsdaten auf den Lebensmittelverpackungen? Weitere Infos zum Thema und Infomaterial zum downloaden.

Für Zürcher Schullager: Food-Save-Challenge 

Die «Restlos geniessen Challenge» der 42hacks food Genossenschaft spornt Schullager dazu an, möglichst wenige Lebensmittel zu entsorgen. Im Lager wird täglich erfasst, wie viel Food Waste anfällt. Das Lager mit dem geringsten Food Waste gewinnt. 2026 kommt die «Restlos Geniessen Challenge» erstmals in den Kanton Zürich. Die Challenge macht Lebensmittelverschwendung in Schullager sichtbar und zeigt einfache Wege auf, wie diese verringert oder vermieden werden kann.

Das Umweltamt des Kantons Zürich (AWEL) unterstützt Zürcher Schullager finanziell, die an der Challenge teilnehmen.

Flyer zur Restlos Geniessen Challenge im Kanton Zürich

Flyer zur Restlos Geniessen Challenge im Kanton Zürich
Flyer zur Restlos Geniessen Challenge im Kanton Zürich
Herausgeber/in
42hacks mit AWEL, Abteilung Abfallwirtschaft und Betriebe
Publikationsdatum
April 2026
Autor/in
Jeannine Kiser

Für Gemeinden

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Anleitung und Ideen zur Umsetzung von Aktionen zum «Lebensmittelberg»

Im Durchschnitt entstehen bei jeder Person in der Schweiz zu Hause jährlich rund 80 kg Lebensmittelverluste. In Befragungen unterschätzen Personen die bei ihnen zu Hause anfallenden Lebensmittelverluste im Schnitt um rund das Zehnfache. Ein Lebensmittelberg zeigt eindrücklich auf, dass bei uns allen zu Hause noch viel Reduktionspotenzial besteht. Dialogische Elemente regen dazu an, das eigene Food Waste Verhalten zu überdenken. Zusätzliches Informationsmaterial zeigt Handlungsoptionen auf. Die Aktion kann in bestehende Formate und Events wie beispielsweise Wochenmärkte, Dorffeste oder Kultur- und Schulveranstaltungen integriert werden.

Zielgruppe und Ziel: Einwohnende der Gemeinde. Sich kritisch mit dem Thema Food Waste auseinandersetzen und sich über eigene Erfahrungen mit Food Waste austauschen. Handlungsorientierte Tipps regen zu Verhaltensänderungen zu Hause an.

Wie viel Food Waste verursacht die Schweiz? Was ist Food Waste? Food Waste und seine Umweltbelastungen in der Lebensmittelkette. Wie stark belastet Food Waste das Haushaltsbudget? Wie viel Food Waste entsorgen wir zu Hause? usw.

Facts & Figures kompakt und illustrativ dargestellt auf insgesamt 9 Themenblättern bzw. Postern.

Hintergrundinfos zu Facts & Figures sowie den Infografiken zum Food Waste in der Schweiz

Eine Zusammenstellung der Aktionswochen-Plattform «mach-mehr-draus!» mit kurzen Erklärungen (Einordnung/Kontext) zu wichtigen Definitionen und Aspekten der Facts & Figures zum Food Waste in der Schweiz - inkl. Quellenangaben und weiterführenden Links. 

Auststellungen «Aus Liebe zum Essen» und «Mindestens haltbar bis - kein Grund zum Wegwerfen»

Die über foodwaste.ch ausleihbaren interaktiven  Ausstellungen vermitteln Wissen über Food Waste, das sich die Besuchenden dank den zahlreichen Spielen und Aufgaben mit Leichtigkeit aneignen können. Dabei steht immer im Vordergrund, was wir selbst täglich gegen Food Waste tun können. Die Ausstellungen können gemietet werden für eine Publikumsmesse, eine Nachhaltigkeitswoche oder einen anderen Anlass.

Der Wissenscheck zu den Haltbarkeitsdaten «Mindestens haltbar bis» und «Verbrauchen bis» auf deinen Lebensmitteln

Wie lange sind mein Lebensmittel haltbar? Was bedeuten die Haltbarkeitsdaten auf den Lebensmittelverpackungen? Weitere Infos zum Thema und Infomaterial zum downloaden.

Anleitung und Ideen zur Umsetzung einer Degustation zum Thema «Mindesthaltbarkeits-Datum» (MHD) auf Lebensmitteln

Viele Lebensmittel mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sind über das Datum hinaus bedenkenlos geniessbar (wir sprechen dann von MHD+). In einer Blinddegustation wird getestet, ob die Teilnehmenden den Unterschied zwischen «frisch» und «mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum» erkennen. Teilnehmende probieren dasselbe Produkt in zwei Varianten: innerhalb und mit überschrittenem MHD. Durch konkretes eigenes Probieren und Erleben bleibt die Erfahrung besser im Gedächtnis und kann zu einem Erkenntnisgewinn und einer Verhaltensänderung beitragen. Diese Aktion kann in bestehende Formate und Events wie beispielsweise Wochenmärkte, Dorffeste oder Kultur- und Schulveranstaltungen integriert werden.

Zielgruppe und Ziel: Einwohnende der Gemeinden und/oder Schulen. Sich kritisch auseinandersetzen mit dem MHD und dessen Bedeutung besser kennen lernen. Es soll aufgezeigt und erlebbar gemacht werden, dass viele Lebensmittel über das MHD hinaus bedenkenlos geniessbar sind.

Wichtige Zusatzinformation zu diesem Thema:

Seit 2021 erlaubt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sogar den Verkauf von Lebensmitteln mit verlängerter Haltbarkeit und regelt dies in zwei Leitfäden. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelte diese Leitfäden im Auftrag des BLV.

Food-Save-Projekt im Detailhandel (2024 bis 2026)

Von der Best-Practice zum neuen Standard

Seit 2021 erlaubt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) den Verkauf von Lebensmitteln mit verlängerter Haltbarkeit und regelt dies in zwei Leitfäden. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelte diese Leitfäden im Auftrag des BLV.

Verkauf von Produkten über das Haltbarkeitsdatum hinaus (MHD+)

Läden wie Metzgereien, Bäckereien, Hofläden, Kioske, Detailhändler, Drogerien, Getränkehändler und Molkereien/Käsereien könnten durch den Verkauf von Produkten über das Haltbarkeitsdatum hinaus Geld sparen und einen wichtigen Beitrag zur Verminderung von Food Waste und somit der Umweltbelastung leisten.

Im kleinen und mittelgrossen Detailhandel könnten so schweizweit geschätzte 20’000 – 30’000 Tonnen Food Waste pro Jahr vermieden werden.

Dort setzt das Projekt von foodwaste.ch an, das der Kanton Zürich unterstützt:

Der Kanton Zürich finanziert dabei kostenlose Starter-Sets für Detailhändler, Hofläden etc. für den Verkauf von Lebensmitteln mit verlängerter Haltbarkeit. Über foodwaste.ch können im Kanton Zürich Starter-Sets im Wert von 200 Franken bezogen werden mit Klebetiketten und Infomaterial für Detailhändler und ihre Kundschaft.

Die Materialien wie Etiketten, Merkblätter etc. in den Starter-Sets wurden in Zusammenarbeit mit dem BLV und dem Verband der Kantonschemiker entwickelt. Das dreijährige Projekt (bis 2026) wird vom Bund, diversen Kantonen und Stiftungen getragen. 

Mehr Vertrauen – mehr Wertschätzung

Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) werden Produkte gekennzeichnet, die nur schwer verderben. Anders als das Verbrauchsdatum (VD) macht das Mindesthaltbarkeitsdatum keine Aussage zur Lebensmittelsicherheit. Diese Produkte sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums je nach Produktgruppe bedenkenlos 6 bis 360 darüber konsumierbar – solange es gut aussieht, riecht und schmeckt. Sich auf seine Sinne zu verlassen, muss für Konsument und Konsumentinnen wieder alltäglich werden. Läden übernehmen mit dem Verkauf über das Haltbarkeitsdatum hinaus eine wichtige Rolle beim Vertrauensaufbau in den Konsum solcher Lebensmittel.

Dies gilt auch für leicht verderbliche Waren, die bis zum Verbrauchsdatum (VD) eingefroren werden und so bis 90 Tage länger angeboten werden dürfen.

Vorbildfunktion Detailhandel

Die Vorbildfunktion des Detailhandels hat zudem eine positive Wirkung auf den Food Waste in den Haushalten. Sehen die Konsumentinnen und Konsumenten im Laden, dass beispielsweise Mehl nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums 360 Tage länger verkauft und konsumiert werden darf, werden sie das ablaufende Mehl zu Hause auch länger verwenden. Rund 20 Prozent des Food Waste in den Schweizer Haushalten fallen aufgrund von einer Fehlinterpretation der Haltbarkeitsdaten an. Das sind jährlich 150 000 Tonnen Lebensmittelabfälle.

Umfassende Infos zum Mindesthaltbarkeits- (MHD) und Verbrauchsdatum (VD)

Länger geniessen ohne Risiko. Hier finden Sie alles Wichtige zur Verwendung von Lebensmitteln über das Mindesthaltbarkeits- (MHD) und Verbrauchsdatum (VD) hinaus.

Save Food, Fight Waste (2019 bis 2022)

Die nationale Kampagne «Save Food, Fight Waste» wurde zwischen 2019 und 2022 von rund 70 Partnern sehr breit abgestützt und gemeinsam getragen. Damit engagierten wir uns in einer breiten Allianz und zusammen mit den «Food Ninjas» um Lebensmittelabfälle zu vermindern und zu vermeiden, für mehr Wertschätzung sowie Genuss und weniger Abfall.

No Waste, Let's Taste (2016)

In Zusammenarbeit mit den Vereinen Greenabout und foodwaste.ch haben wir 2016 unsere Food-Waste-Broschüre «No Waste, let's Taste» für Gemeinden und Interessierte erarbeitet und zusammengestellt.

No Waste, Let's Taste

No Waste, Let's Taste
No Waste, Let's Taste
Herausgeber/in
AWEL, Abteilung Abfallwirtschaft und Betriebe
Autor/in
Rosmarie Schaub, Patrick Honauer

Mehrweg für Take-Aways

reCIRCLE

reCIRCLE bietet im Bereich von Take-Away-Verpackungen eine Möglichkeit, Ressourcen zu schonen. reCIRCLE ist ein nationales Mehrwegsystem für weniger Einweg-Verpackung in der Unterwegsverpflegung. 2016 wurde das Mehrwegsystem schweizweit lanciert. Ziel ist es, Abfall und Littering zu vermeiden – ohne zusätzlichen Aufwand.

Reparieren statt wegwerfen

Reparaturführer

Möchten Sie etwas reparieren lassen? Haben Sie Spass am Reparieren? Wir führen zusammen, was zusammengehört – auf der «Dating-Plattform» für Ihre geliebten, geschädigten Stücke. Der Reparaturführer ist eine Kooperation von Städten, Gemeinden und Kantonen. Er versteht sich als neutrale und interaktive Dienstleistung an die Bevölkerung und das «reparierende» Gewerbe der beteiligten Gemeinden, Städte und Kantone. Die Benützung der Seite ist für alle Beteiligten kostenlos und steht allen Menschen und Institutionen offen, welche interessiert sind, Reparaturleistungen zu beziehen, anzubieten oder Tipps und Tricks darüber auszutauschen.

Kampagnenmaterial für Gemeinden

Anleitung Kampagnenmaterial zum Reparaturführer.ch

Anleitung Kampagnenmaterial zum Reparaturführer.ch
Anleitung Kampagnenmaterial zum Reparaturführer.ch
Herausgeber/in
AWEL, Abteilung Abfallwirtschaft und Betriebe
Publikationsdatum
Mai 2024

Repair Café Schweiz

In Repair Cafés können defekte Dinge gemeinsam mit Reparaturprofis repariert werden. Die kostenlosen Reparaturveranstaltungen bieten die Möglichkeit, etwas gegen den Ressourcenverschleiss, die Obsoleszenz und die wachsenden Abfallberge zu unternehmen. Ganz nebenbei wird dein Portemonnaie geschont, du triffst neue Leute und kannst dich bei Kaffee und Kuchen unterhalten.

Katzenstreu (Katzensand)

Eine Wohnungskatze benötigt jährlich rund 100 kg Katzenstreu – umgangssprachlich auch Katzensand genannt. Neben mineralischer Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat gibt es auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern. Gebrauchte Katzenstreu – auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern – muss mit dem Haushaltskehricht entsorgt und in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) verbrannt werden, da Krankheitserreger oder Medikamentenrückstände enthalten sein können.

Bild einer Katze, aufrecht sitzend in einem Katzenklo.
Katze im Katzenklo. Quelle: iStockphoto - Thorsten Nilson

Empfehlung: Katzenstreu aus Pflanzenfasern

Das AWEL empfiehlt, Katzenstreu aus Pflanzenfasern zu nutzen, weil sie in der KVA restlos verbrannt und thermisch genutzt werden kann. Dabei wird Strom und Wärme produziert.

Bei mineralischer Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat bleibt hingegen ein beträchtlicher nicht brennbarer Rest als Schlacke übrig, der auf einer Deponie abgelagert werden muss. Im Kanton Zürich müssen pro Jahr etwa 14'000 Tonnen oder 700 Lastwagenladungen Rückstände aus solcher mineralischer Katzenstreu abgelagert werden. Und verfügbarer freier Deponieraum ist im Kanton Zürich knapp.

Das Bild zeigt Rückstände mineralischer vs. pflanzlicher Katzenstreu nach der Verbrennung in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).
Rückstände mineralischer vs. pflanzlicher Katzenstreu nach der Verbrennung in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA). Quelle: eigenes Bild (AWEL) Quelle: Baudirektion, AWEL
Das Schema zeigt den Entsorgungsprozess von pflanzlicher Katzenstreu in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).
Gebrauchte Katzenstreu – auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern - muss mit dem Haushaltskehricht entsorgt und in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) verbrannt werden. Quelle: https://www.responsables.ch/choisir-la-litiere-vegetale
Das Schema zeigt den Entsorgungsprozess von mineralischer Katzenstreu in einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).
Katzenstreu muss mit dem Haushaltskehricht entsorgt und in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) verbrannt werden. Bei mineralischer Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat bleibt ein beachtlicher nicht brennbarer Rest als Schlacke übrig. Dieser muss auf einer Deponie abgelagert werden. Quelle: https://www.responsables.ch/choisir-la-litiere-vegetale

Kauf und Anwendung von  Katzenstreu aus Pflanzenfasern

Katzenstreu aus Pflanzenfasern ist sowohl im Detailhandel als auch in gängigen Onlineshops erhältlich. Meist steht auf der Verpackung, dass die Streu aus Pflanzenfasern oder allgemein aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist.

Der Gebrauch von Katzenstreu aus Pflanzenfasern unterscheidet sich in der Anwendung nicht von Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat. Produkte, die mit «klumpend» gekennzeichnet sind, bilden ähnlich wie Bentonitstreu Klumpen im Kontakt mit Flüssigkeiten. Diese können mit einer Schaufel entfernt werden, um das Katzenklo sauber zu halten.

So gelingt der Streuwechsel 

Junge Katzen gewöhnen sich schnell an ein Katzenklo mit Streu aus Pflanzenfasern, besonders wenn sie gerade erst im neuen Haushalt angekommen sind.

Ältere Katzen können hingegen empfindlich auf einen Streuwechsel reagieren. Zur Eingewöhnung kann die neue, pflanzliche Streu über mehrere Wochen schrittweise zur alten Streu beigemischt werden, bis die alte Streu gänzlich ersetzt ist. Falls die Katze die neue, pflanzliche Streu gar nicht akzeptiert, sollte man zur alten Streu zurückkehren.

So gelingt der Streuwechsel. Erklärvideo der Initiative Cats for Future

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Abfallwirtschaft

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