Kulturpolitik

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Die Kulturförderung des Kantons Zürich ist der Vielfalt verpflichtet. Grundlage dafür ist das Kulturförderungsgesetz, gemäss dem der Kanton «das geistige und kulturelle Leben zu Stadt und Land» fördert.

Inhaltsverzeichnis

Leitbild Kulturförderung

Die strategische Ausrichtung der Kulturförderpolitik des Kantons Zürich legt der Regierungsrat im Leitbild Kulturförderung fest. Das aktuelle Leitbild wurde im Februar 2015 vom Regierungsrat festgesetzt.  

Schwerpunkte Kulturförderung

Das Leitbild Kulturförderung definiert vier Schwerpunkte:

Vorteile:

  • Strahlkraft: Kultur – lokal verankert und international sichtbar
  • Region: Regionale Kultur – Nachhaltigkeit durch Struktur
  • Kreation: Von der Idee bis zum Dialog
  • Teilhabe: Kultur in der Mehrzahl sehen
 

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Die Fachstelle Kultur ist für die Umsetzung der kulturpolitischen Vorgaben des Regierungsrates verantwortlich. Dazu gehören:

Vorteile:

  • die Ausgestaltung der Förderprogramme für Kunstschaffende, für die Projektförderung und für die Förderung von kulturellen Organisationen und Institutionen
  • die Ausgestaltung der Förderprogramme für die Gemeinden und die Mitarbeit beim Aufbau regionaler Förderstrukturen im Kanton
  • Beratung der Direktion in kulturellen Fragen und Vorbereitung von Richtlinien der Direktion über die Kulturförderung.
  • die Zusammenarbeit mit den beiden grossen Kulturbetrieben, bei denen der Kanton die finanzielle Hauptverantwortung trägt: dem Theater Kanton Zürich und dem Opernhaus sowie
  • die Mitarbeit in strategischen Gremien grosser Kulturbetriebe und kulturpolitischer Kommissionen und Konferenzen

Unsere Gesellschaft wird grösser, älter, vielfältiger. Diese Diversität soll sich vermehrt auch im hiesigen Kulturleben widerspiegeln. Wer am kulturellen Leben teilnimmt, wird sich seiner kulturellen Prägung bewusst, bringt sich ein, gestaltet mit. So schafft Kultur Identität, Zugehörigkeit und Gemeinschaft und ermöglicht den Brückenschlag zwischen Generationen, Traditionen und Kulturen.

Kulturprojekte im Bereich der Kulturellen Teilhalbe zu fördern ist anspruchsvoll. Vor allem weil es gilt, den Förderschwerpunkt vermehrt auf den Entstehungsprozess eines Kunstwerks zu legen und nicht allein auf das Kunstwerk selbst. Die Herausforderung besteht darin, das partizipative Erarbeiten von Kunstwerken zu beurteilen und zu fördern.

Zur gezielten Förderung von teilhabeorientierten Kulturprojekten vergibt die Fachstelle Kultur seit 2017 den Anerkennungsbeitrag «Kulturelle Teilhabe».

Kulturelle Teilhabe in Kulturinstitutionen

Die Fachstelle Kultur engagiert sich dafür, die Akteure der Zürcher Kulturlandschaft für das Thema der Kulturellen Teilhabe vermehrt zu sensibilisieren. Ziel ist es, die Idee der Teilhabe in ihren Betrieben und Projekten zu implementieren damit sie künftig bei personellen, künstlerischen, programmatischen oder räumlichen Entscheidungen reflektiert und einbezogen wird.

In Zusammenarbeit mit Kultur Stadt Zürich hat die Fachstelle Kultur 2017 eine Fachtagung für die Verantwortlichen der Kulturinstitutionen organisiert.

Kompetenzregelung             Kulturförderung

Kantonsrat

Der Kantonsrat legt als oberste Behörde im Kanton die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Kulturförderung fest und definiert über das Budget die finanziellen Ressourcen der Kulturförderung. Zudem beschliesst er über den Kostenbeitrag an den Betrieb des Opernhauses und den Rahmenkredit an den Betrieb des Theaters Kanton Zürich. Darüber hinaus entscheidet der Kantonsrat über Investitionsbeiträge über 3 Millionen Franken.

Regierungsrat

Der Regierungsrat definiert die kulturpoli­tischen Leitlinien und legt die qualitativen Kriterien der Kulturförderung in den Grundzügen fest. Weitere Aufgaben des Regierungsrates:

Vorteile:

  • Genehmigung des Leitbildes für die Kulturförderung.Wahl der Mitglieder der Kulturförderungskommission.
  • Die Vorsteherin / der Vorsteher der Direktion JI präsidiert die Kulturförderungskommission.
  • Gewährung wiederkehrender Betriebsbeiträge von jährlich über 200'000 Franken und von einmaligen Förderbeiträgen über 1 Mio. Franken.
  • Verleihung der kulturellen Auszeichnungen des Kantons Zürich (Kulturpreis, Förderpreis und Goldene Ehrenmedaille)
  • Wahl der Abordnungen (Vertretungen des Kantons in die strategischen Gremien ausgewählter Kulturinstitutionen)

Kulturförderungskommission

Die Kulturförderungskommission ist ein Fachgremium, das sich aus verwaltungsexternen Expertinnen und Experten aus der Kultur zusammensetzt. Sie berät den Regierungsrat bei der Vergabe der kulturellen Auszeichnungen, beurteilt die Gesuche für Projektförderung, Werkbeiträge und Atelierstipendien und gibt dazu Empfehlungen ab. Die Mitglieder können maximal acht Jahre der Kommission angehören.

Fachstelle Kultur

Die Fachstelle Kultur ist der Direktion der Justiz und des Innern unterstellt. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung des Kulturförderungsgesetzes und der Kulturverordnung sowie des Kulturleitbildes. Sie erfüllt insbesondere folgende Aufgaben:

Vorteile:

  • Beratung der Direktion in kulturellen Fragen und Vorbereitung von Richtlinien der Direktion über die Kulturförderung.
  • Gewährung von einmaligen Projektbeiträgen und Ankäufen von Werken im Rahmen der Direktionskompetenz.
  • Gewährung wiederkehrender Strukturbeiträge von jährlich unter 200'000 Franken.
  • Vertretung des Kantons in kulturellen und kulturpolitischen Gremien.

Lotteriefonds Kanton Zürich

Bis 2023 erhält die Fachstelle Kultur jährlich 23 Millionen Franken aus den Lotteriefondsmitteln zur Finanzierung der Kulturförderung. Welchen Betrag die Fachstelle Kultur ab 2024 erhält, wird im Rahmen des neuen Sport- und Lotteriefondsgesetz festgelegt.

Der Lotteriefonds spricht zudem einmalige Investitionen für die Erneuerung der Infrastruktur von Kulturbetrieben. Diese Vorhaben werden mit Mitteln der Lotteriefondserträge unterstützt und – je nach Beitragshöhe – durch den Regierungsrat oder Kantonsrat genehmigt. Entsprechende Gesuche sind direkt an die Geschäftsstelle des Lotteriefonds zu richten.

Kulturpolitische Vorlagen

(Archiv)

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Am 23. September 2018 stimmte die Bevölkerung des Kantons Zürich über die Volksinitiative für ein Film- und Medienförderungsgesetz ab. Die Initiative wurde mit einem Stimmenanteil von 80.9 Prozent abgelehnt.

Die Volksinitiative forderte, kantonale Mittel für die Film- und Medienförderung gesetzlich zu verankern. Zum Zeitpunkt der Abstimmung standen der Kulturförderung jährlich insgesamt 23 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung. Dazu kamen die Betriebsbeiträge an das Opernhaus Zürich und das Theater Kanton Zürich von jährlich rund 88 Millionen Franken.

Die Zürcher Filmstiftung erhielt 2018 einen jährlichen Beitrag von 4,65 Mio. Franken, was rund einem Fünftel der frei verfügbaren Fördermittel entsprach.

Ein eigenes Film- und Medienförderungsgesetz würde die Film- und Medienschaffenden gegenüber anderen Kulturschaffenden, wie zum Beispiel Musikern oder Autorinnen, bevorzugt behandeln. Damit stünde die Regelung der Film- und Medienförderung durch ein Spezialgesetz im Widerspruch zur Kulturpolitik des Kantons Zürich. Diese ist der kulturellen Vielfalt verpflichtet.

Kantonsrat und Regierungsrat empfahlen die Abstimmung zur Ablehnung.

Weiterführende Informationen

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