Forschung und Wirtschaft haben die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) zuletzt enorm weiterentwickelt. Auch der Kanton Zürich verwendet KI. Dabei stellen sich eine Reihe rechtlicher, ethischer und sozialer Fragen. Hier finden Sie Informationen dazu sowie eine Liste von Projekten, in denen KI zur Anwendung kommt.
SynerKI: Grundlagen für den sicheren Einsatz von KI
Künstliche Intelligenz (KI) bietet der kantonalen Verwaltung viele neue Möglichkeiten. Sie kann Mitarbeitende bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen, Abläufe vereinfachen und die Qualität von Dienstleistungen verbessern. Mit dem Projekt «SynerKI» schafft der Kanton die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für einen sicheren, verantwortungsvollen und mehrwertstiftenden Einsatz von KI.
Das Projekt bündelt die Kompetenzen verschiedener Stellen der kantonalen Verwaltung. Dazu gehören das Amt für Informatik, die Digitale Verwaltung, das Personalamt und das Amt für Statistik und Daten. Gemeinsam bauen sie ein Unterstützungsangebot für die gesamte Verwaltung auf. Dazu identifizieren und priorisieren sie geeignete Anwendungsfälle, entwickeln KI-Dienste für die gesamte kantonale Verwaltung und unterstützen Verwaltungseinheiten bei der Umsetzung spezifischer Lösungen. Zudem vernetzen sie Fachpersonen und Organisationseinheiten, bauen Wissen und Kompetenzen auf, beraten und koordinieren Vorhaben und schaffen gemeinsame Standards und Grundlagen. Parallel dazu entsteht eine KI-Serviceplattform, auf der KI-Anwendungen sicher entwickelt, erprobt und betrieben werden können.
Mit dem Regierungsratsbeschluss Nr. 749/2026 hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Damit stehen die notwendigen Mittel für den Aufbau der KI-Organisation und der KI-Serviceplattform zur Verfügung.
Bessere Services dank künstlicher Intelligenz
Im Alltag begegnen uns immer mehr Dinge, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. KI kommt beispielsweise bei Suchmaschinen im Internet, bei Musik- oder Videoempfehlungen oder bei Chatbots zum Einsatz. Sie kann aber auch helfen, Abläufe in der Verwaltung zu vereinfachen, genauer vorauszuplanen, besser zu entscheiden oder sogar Fehler zu vermeiden. Das Ziel? Bessere Services für alle.
Leitfaden für Verwaltung
Doch mit der Nutzung von KI stellen sich auch Fragen: Wie steht es um die Sicherheit? Ist die Anwendung ethisch vertretbar? Um solche und ähnliche Fragen zu beantworten, hat der Kanton Zürich zusammen mit der Universität Basel und der Organisation «AlgorithmWatch Schweiz» eine Studie durchgeführt. Daraus ist ein Leitfaden entstanden, der Verwaltungsmitarbeitenden hilft, KI auf gute und sichere Weise anzuwenden.
Transparenz schaffen
Zu einem verantwortungsvollen Einsatz gehört auch, transparent zu machen, wo KI überall zum Einsatz kommt und welche Techniken dahinterstecken. Der Kanton Zürich arbeitet dafür an einem sogenannten AES-Verzeichnis. AES steht dabei für «Algorithmische Entscheidsysteme». Dies sind Systeme, die selbstständig oder teilselbstständig etwas entscheiden, was Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Mitarbeitende oder Institutionen des Kantons betrifft.
Ausgewählte KI-Projekte im Kanton Zürich
PlausiApp
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Kategorie
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Charakteristika
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| Verantwortlich | Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Wahl- und Abstimmungsergebnisse plausibilisieren |
| Technik | Machine Learning |
| Status | Betrieb |
Handschrifterkennung in historischen Dokumenten
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Staatsarchiv |
| Ziel | Historische Dokumente teilautomatisch transkribieren |
| Technik | KI-gestützte Handschrifterkennung |
| Status | Betrieb |
KI-gestützte Sprachverarbeitung und semantische Suche
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Dokumente semantisch durchsuchbar machen, z.B. Kantonsratsprotokolle, Regierungsratsbeschlüsse, Gesetzestexte und Amtsblätter |
| Technik | NLP, Semantic Search, grosse Sprachmodelle LLMs |
| Status | In Entwicklung |
Verwaltungstexte mit KI vereinfachen
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Texte der Verwaltung zugänglicher machen und teilautomatisch vereinfachen, z.B. in Einfache Sprache. |
| Technik | NLP, Semantic Search, grosse Sprachmodelle LLMs |
| Status | In Entwicklung |
Transkription von Besprechungen mit KI
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Audioaufzeichnungen von Besprechungen automatisch transkribieren. |
| Technik | Open Source-Sprachmodelle für Transkription, Speech-to-Text |
| Status | In Entwicklung |
Metadaten aus grossen Dokumentenbeständen mit KI extrahieren
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Amt für Statistik und Daten, Denkmalpflege |
| Ziel | Grosse Dokumentbestände einfacher in digitale Dokumentenverwaltung überführen |
| Technik | Datei- und Sprachverarbeitung mit NLP |
| Status | In Entwicklung |
Anfragetriage Staatskanzlei
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Staatskanzlei, Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Triage von Kantonsratsanfragen unterstützen und vereinfachen |
| Technik | Klassifikation mit Machine Learning |
| Status | Pilotprojekt, abgeschlossen |
StatBot
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Kategorie
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Charakteristika
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|---|---|
| Verantwortlich | Bundesamt für Statistik, KORSTAT, Amt für Statistik und Daten |
| Ziel | Offene Daten vereinheitlichen und über einen Chatbot zugänglich machen |
| Technik | Datenpipelines, grosse Sprachmodelle LLMs |
| Status | Pilotprojekt, abgeschlossen |
Weiterführende Informationen
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