Rund 100 Gemeinden und Sportakteure nahmen an den Webimpulsen «Sportflash» teil

Das Sportamt des Kantons Zürich führte die siebte Ausgabe der Sportkonferenz für Gemeinden und Städte dieses Jahr als dreiteilige Online-Veranstaltung durch. Insgesamt schalteten sich rund 100 Gemeindevertreterinnen und -vertreter sowie weitere Sportakteure zu den drei Webimpul-sen «Sport für alle – alle für Sport?», «Die neuen Freiwilligen» und «Bewegungsräume made in Denmark» zu.

Seit 2015 führt das kantonale Sportamt die Sportkonferenz für Gemeinden und Städte durch. Diese wichtige Plattform dient hauptsächlich dazu, dass die Mitarbeitenden aus Verwaltung und Politik ihre eigenen Erfahrungen und die neusten Erkenntnisse über die künftige Gestaltung des Sports austauschen können. Die diesjährige Online-Serie «Sportflash» gab dem Sportamt die Möglichkeit, gleich drei aktuelle Themen in den Fokus zu nehmen.

«Es freut mich, dass wir so viele Gemeinden mit unseren Themen erreichen konnten. Das zeigt mir, dass sich die Verantwortlichen auch in dieser Zeit für den Sport engagieren und sich für die Zukunft rüsten wollen», sagt Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr.

Nach den Inputreferaten der Fachexpertinnen und -experten beteiligten sich die Teilnehmenden jeweils aktiv in Gruppenarbeiten und gemeinsamer Lösungserarbeitung. «Sport-Ideen und -Visionen sind grenzenlos. Das haben unsere Webimpulse bewiesen», sagt Sportamt Chef Stefan Schötzau.

Weitere Informationen und die Präsentationen der Fachreferenten sind ab sofort unter zh.ch/veranstaltungen-sportamt verfügbar.

Sport für alle – Alle für Sport? Fakten aus Sport Kanton Zürich 2020

Markus Lamprecht, Observatorium Sport und Bewegung Schweiz, stellte das Sportverhalten und die Sportwünsche der Zürcherinnen und Zürcher vor und wie sie sich in den letzten Jahren verändert haben.
Kernaussagen Referat: «Immer mehr Zürcherinnen und Zürich halten sich kör-perlich fit, die Frauen haben mit den Männern gleichgezogen. Und die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist immer noch sehr beliebt: Ein Fünftel der Zürcherinnen und Zürcher sind Aktivmitglied in einem Sportverein. Fitnesscenter werden besonders in den Städten immer beliebter»

Die neuen Freiwilligen und kommunale Vereinsförderung

Rund 42'000 Ämter werden im Kanton Zürich durch Ehrenamtliche besetzt. Wie ist dies auch in Zukunft möglich. Diese Frage beleuchtete Elsbeth Fischer von vitamin B in einem anregenden Referat über die wichtigsten Aspekte aus der Studie «Die neuen Freiwilligen». Wertvoll waren zudem ihre konkreten Beispiele und Tipps, wie Gemeinden ihre Vereine mit wirkungsvollen Massnahmen stärken können, z.B. mit Sitzungszimmer zur Verfügung stellen.
Kernaussagen Referat: «Die neuen Freiwilligen wollen Einführung und nicht Führung. Zudem werden 67 Prozent der motivierten Vereinsmitglieder gar nie für ein Amt angefragt. Persönliche und offizielle Gespräche mit einer interessierten Person sind erfolgsversprechender als pauschale Anfragen im Plenum.»

Bewegungsräume «Made in Denmark»

Oliver Vanges, The Danish Foundation for Culture and Sports Facilities, und Holger Kortbek, Sportmanager Kommune «Gladsaxe», gaben einen Einblick in innovative Sport- und Bewegungsräume in Dänemark, Oliver Vanges aus der nationalen und Holger Kortbek aus der kommunalen Perspektive.
Kernaussagen der Referate: «Der neue (Sport-) Raum muss zum «Spielen» auffordern. Der vielversprechendere Weg bei künftigen Sportinfrastruktur ist, weg-zukommen von Sport-Monokultur hin zu einer sportlichen Pluralkultur. Wir müssen in den Gemeinden den Fokus von «was machen wir» zu «warum tun wir es» verändern.»
 

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