Forum Sportkanton mit Fokus auf sportliche Jugendliche

Forum Sportkanton 2021 - Talk Jugendliche

Unter dem Motto «jung+sportlich» trafen sich am Dienstag im Schluefweg in Kloten rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Sportverbänden und Sportorganisationen zum fachlichen Austausch. Im Fokus des Abends standen die Jugendlichen und ihre Motivation für den Sport. Die Expertinnen und Experten sprachen sich für einen stärkeren Einbezug der jungen Sportlerinnen und Sportler aus. Höhepunkt waren die persönlichen Einblicke in die «Gen Z» durch zwei sportliche Jugendliche.

Das diesjährige Forum Sportkanton «jung + sportlich», organisiert vom Sportamt Kanton Zürich und dem Zürcher Kantonalverband für Sport war der thematische Startschuss in das 50-Jahre-Jubiläums von Jugend+Sport im Jahr 2022. Die rund 150 Gäste - darunter u.a. Kantonsratspräsident Benno Scherrer, Kantonsrätin Christa Künzi, die Präsidentin der parlamentarischen Gruppe für Sport und Kantonsrätin Yvonne Bürgin sowie die Gastgeberin aus der Stadt Kloten, Stadträtin Regula Kaeser-Stöckli – erhielten einen vertieften Einblick in die Sport-Welt der Generation Z.
«Sport ist insbesondere für die Kinder und Jugendlichen enorm wichtig», betonte Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr in seiner Rede. «Auf meinen Corona-Besuchen im Kanton hat es sehr berührt, wie sich die Sportvereine nach Möglichkeit für ihre Jugendlichen eingesetzt haben. Der Regierungsrat und das Sportamt werden sich zusammen mit euch dafür stark machen, dass der Kinder- und Jugendsport auch in den nächsten Monaten zu jeder Zeit stattfinden kann», richtete Regierungsrat Mario Fehr seinen Appell an die anwesenden Gäste.

Jugendliche «widersprechen» den Experten

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Levia Schaden (15) und Timo Volkart (15). Die beiden sportlich aktiven Jugendlichen waren mit der These von Daniel Betschart von Pro Juventute nicht restlos einverstanden: Die Gen Z sei immer online und maximal unverbindlich. Betschart erwähnte jedoch auch, dass man den Jugendlichen mehr zutrauen und Kompetenzen übergeben kann. Das sei gerade für die Eltern das manchmal schwierig. «Die Erwachsenen sollten uns nicht behandeln wie kleine Kinder, gleichzeitig jedoch auch nicht Erwartungen an uns stellen, als wären wir schon Erwachsene», erklärte die Leichtathletin Levia Schaden. «Ja, wir fühlen uns durch die sozialen Medien teilweise unter Druck, aber wir können damit umgehen», meinte der Eishockeyaner und Geräteturner Timo Volkart.
Katharina Albertin, Sportpsychologin und Präsidentin der Swiss Association of Sport Psycholgie hob in ihrem Referat den Aspekt hervor, dass der Sport für die Jugendlichen eine wichtige Welt neben Schule, Familie und Freizeit erschaffen kann. Für die Leitenden und Betreuungspersonen sei wichtig zu verstehen, dass das Stärkenbewusstsein bei den Jugendlichen aktiviert und eine Balance Anforderung und Leistung geschaffen wird.

Von der Pfadi lernen, wie Jugendliche früh eingebunden werden können

Im abschliessenden Podiumsgespräch waren sich Jelena Hess (Pfadi Züri), Alexandra Vollmeier (Basketball Regensdorf), Walter Bickel (Stadt Opfikon) und Andreas Steinegger, (BASPO) einig, dass Sportvereine und Jugendorganisationen Jugendliche künftig mehr partizipieren lassen und so auch Verantwortung übergeben und sie früher einbinden sollen, um sie so im «Sportsystem» behalten zu können. «In der Pfadi gehört die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen seit Jahren zum Programm», erklärte Jelena Hess. Alexandra Vollmeier betonte, dass es enorm wichtig sei, gute Trainerinnen und Trainer im Verein zu haben, die die richtige Balance in der Trainingsgestaltung finden und die dank 1418coach und der J+S Aus- und Weiterbildung auch fachlich befähigt und durch den Verein begleitet werden. «Im Sport muss künftig das Erlebnis ins Zentrum gestellt werden und nicht nur die Leistungen», ist Andreas Steinegger überzeugt. «Viele Sportverbände haben das Bewusstsein entwickelt, dass sich die Investition in den Jugend- und Breitensport lohnt.»

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