Erfolgreiches Förderprogramm Ladeinfrastruktur beendet: Über 114’000 Parkplätze für Elektroautos ausgerüstet

Das Förderprogramm Ladeinfrastruktur wurde im April 2023 gestartet, seither sind über 8’000 Gesuche eingegangen. Der Fördertopf mit 50 Millionen Franken ist nun ausgeschöpft. Mit den Fördergeldern werden über 114’000 Parkplätze im Kanton Zürich fürs elektrische Laden vorbereitet. Ab sofort können keine neuen Gesuche mehr eingereicht werden. Gemeinden, welche die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ausbauen wollen, erhalten derweil weiterhin Förderbeiträge.

Der Kanton Zürich will die Elektrifizierung des Strassenverkehrs vorantreiben und startete deshalb im April 2023 das Förderprogramm Ladeinfrastruktur. Der Kantonsrat hatte für das bis Ende 2026 befristete Förderprogramm einen Betrag von 50 Millionen Franken gesprochen. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Mittel nun zwei Monate vor Ablauf der Frist vollständig aufgebraucht. «Das grosse Interesse ist erfreulich und wichtig für den Klimaschutz. Der Verkehr verursacht rund 40 Prozent der Treibhausgase im Kanton. Dank Elektrofahrzeugen haben wir die Technologie, um die Emissionen zu senken, wir müssen sie nur einsetzen», sagt Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom.

Fördergelder grösstenteils für Parkplätze in Ein- und Mehrfamilienhäusern

Insgesamt sind über 8’000 Gesuche eingegangen. Rund 95 Prozent der Fördergelder wurden beansprucht, um Parkplätze in Ein- und Mehrfamilienhäusern mit einer Basisinfrastruktur auszurüsten, an die später einzelne Ladestationen angeschlossen werden können. Zudem erhalten knapp 200 Unternehmen Unterstützung, um ihre Parkplätze fürs elektrische Laden vorzubereiten. Elf Gemeinden nutzen die Fördergelder für die Planung und den Bau öffentlicher Ladestationen. Dank des Förderprogramms werden über 114’000 Parkplätze fürs elektrische Laden ausgerüstet. «Mit dem Förderprogramm hat der Kanton einen wichtigen Impuls gegeben. Die Ladeinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf ein Elektroauto umsteigen», sagt Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

Die Fördermittel verteilen sich relativ gleichmässig auf die verschiedenen Bezirke. Gemessen an der Bevölkerungszahl wurden in den Bezirken Uster und Meilen am meisten Fördermittel beantragt, gefolgt von Affoltern, Hinwil und Bülach.

Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum wird weiter gefördert

Da die Fördermittel nun ausgeschöpft sind, nimmt der Kanton ab sofort keine neuen Gesuche mehr entgegen. Bereits eingereichte und vollständige Gesuche werden noch bearbeitet. Bereits zugesicherte Fördergelder werden ausbezahlt, sofern die Anlagen innerhalb der vorgegebenen Frist umgesetzt und die erforderlichen Nachweise eingereicht werden.

Damit auch Personen ohne eigenen Parkplatz ihre Elektrofahrzeuge laden können, sind Ladestationen im öffentlichen Raum unabdingbar. Deshalb führt der Kanton die Massnahme «Laden im Quartier» vorderhand fort. Sie unterstützt Gemeinden dabei, im öffentlichen Raum Ladestationen zur Verfügung zu stellen. Die Finanzierung wird durch den Rahmenkredit des Förderprogramms Energie sichergestellt, den der Kantonsrat im August 2026 genehmigt hat.
 

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