Kantonsschule Rychenberg in Winterthur wird umfassend instand gesetzt

Der Kanton Zürich setzt die in den 1960er-Jahren gebaute Kantonsschule Rychenberg instand. Ziel ist, den Anforderungen eines zeitgemässen Schulbetriebs gerecht zu werden, die Nachhaltigkeit zu stärken und das denkmalgeschützte Gebäude sorgfältig weiterzuentwickeln. Die Bauarbeiten beginnen im August 2027 und dauern rund vier Jahre. Der Regierungsrat hat dafür Ausgaben in der Höhe von 87 Mio. Franken bewilligt.

Die Kantonsschule Rychenberg wurde Anfang der 1960er-Jahre errichtet und bietet ein Langzeitgymnasium, eine zweisprachige Maturität Deutsch/Englisch und eine Fachmittelschule an. Heute unterrichten hier rund 170 Lehrkräfte über 1300 Schülerinnen und Schüler. Die Schulanlage ist als Schutzobjekt im kantonalen Inventar der Denkmalpflege gelistet. Die erneuerten Gebäude können voraussichtlich im Frühjahr 2032 bezogen werden. Sie werden eine moderne Infrastruktur sowie ein inspirierendes Lernumfeld bieten, das auf zeitgemässe pädagogische Bedürfnisse abgestimmt ist.

Anpassung an heutige Vorschriften

Die Schulräume werden den aktuellen Standards angepasst. Damit die über 60-jährige Anlage die geltenden Vorschriften erfüllt, sind Investitionen in die Erdbebensicherheit, in den Brandschutz, die Wärmedämmung und die Gebäudetechnik notwendig. Das Bauprojekt von BDE Architekten aus Winterthur verbessert zudem den Schallschutz und schafft hindernisfreie Zugänge. Während der Bauarbeiten werden das Hauptgebäude und der Spezialzimmertrakt teilweise bis auf den Rohbau zurückgebaut. Die Elektroanlagen werden vollständig und die Sanitäranlagen partiell erneuert.

Nachhaltig und hindernisfrei

Den Aspekten Ökologie, Energieverbrauch und Hitzeminderung schenkt das Projekt besondere Aufmerksamkeit. Der Heizwärmebedarf und der Stromverbrauch werden stark reduziert. Auf allen Gebäuden, die noch keine Photovoltaik-Anlage haben, werden neue Anlagen installiert, so dass die maximale Solarstromleistung erhöht wird. Die neuartige Freiraumgestaltung mindert die sommerliche Hitze, indem unter anderem Flächen entsiegelt und Bäume gepflanzt werden. Das Hauptgebäude und der Ergänzungsbau der Kantonsschule werden gemäss den Standards von Minergie-ECO zertifiziert.

Gestaffelte Umsetzung

Der Schulbetrieb läuft während der Bauarbeiten in Teilen der Kantonsschule Rychenberg weiter. Die Arbeiten an den drei am stärksten betroffenen Gebäuden erfolgen gestaffelt. Als Ersatz werden provisorische Räume bezogen.
 

Die Südansicht der Kantonsschule Rychenberg aus dem Jahr 1963.
Wird umfassend Instandgesetzt: Die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur, hier auf einer Fotografie aus dem Jahr 1963. Quelle: Baudirektion

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