Amt für Gesundheit informiert über aktuellen Stand der Abklärungen zur Legionellose in Wetzikon
Medienmitteilung 17.09.2026
Seit Anfang 2025 wurden in der Stadt Wetzikon insgesamt 33 Fälle von Legionellose registriert, davon 8 seit Ende Juni. Eine der erkrankten Personen ist vergangene Woche verstorben. Das Amt für Gesundheit informiert mit diesem Lageupdate transparent über diese Entwicklung und den Stand der laufenden Abklärungen. Eine gemeinsame Infektionsquelle konnte bislang nicht festgestellt werden. Die zuständigen Fachstellen des Kantons Zürich führen die umfangreichen Abklärungen weiter.
Im Juni 2026 informierte das Amt für Gesundheit (AFG) über die Häufung von Legionellose-Fällen in der Stadt Wetzikon (vgl. Medienmitteilung vom 25.06.2026). Eine interdisziplinäre Taskforce unter Beteiligung des Kantonsärztlichen Dienstes des AFG, des Kantonalen Labors und weiterer Fachstellen befasst sich mit den laufenden Abklärungen. Dazu gehören Patientenbefragungen, die Analyse von Patienten- und Duschwasserproben sowie die Untersuchung weiterer wasserführender Anlagen und möglicher Infektionsquellen.
Alle Fälle traten zeitlich und räumlich verteilt auf. Die bisherigen Untersuchungen weisen in mehreren Fällen auf einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Vorkommen von Legionellen in Duschwasserproben hin. Bei den Untersuchungen weiterer möglicher Quellen konnte bislang keine gemeinsame Infektionsquelle festgestellt werden.
Die Abklärungen zu möglichen Infektionsquellen werden fortgesetzt und gezielt vertieft. Gemeinsam mit der Stadt Wetzikon wird aktuell ein Merkblatt für Verwaltungen und Eigentümerschaften von Liegenschaften erarbeitet. Darin werden Empfehlungen zur fachgerechten Überprüfung und zum sicheren Betrieb von Hausinstallationen zusammengefasst. Zudem ist eine erneute, breite Sensibilisierung der Bevölkerung durch die Stadt Wetzikon geplant. Dabei werden die empfohlenen Vorsorgemassnahmen in Erinnerung gerufen.
Aktuelle Situation
Die 33 Personen, bei denen eine Legionellose diagnostiziert wurde, wurden medizinisch betreut. Bei der Mehrheit der Fälle war eine Spitalbehandlung notwendig.
Eine Person mittleren Alters ist vergangene Woche verstorben. Bei der verstorbenen Person bestanden mehrere Vorerkrankungen. Wo sich die verstorbene Person mit Legionellose angesteckt hatte, ist derzeit noch offen und wird untersucht. Alle hospitalisierten Personen konnten mittlerweile aus dem Spital entlassen werden.
Vorsorgemassnahmen gelten weiterhin
Für die Bevölkerung ergeben sich derzeit keine neuen Empfehlungen. Die bereits kommunizierten allgemeinen Vorsorgemassnahmen gegen Legionellen gelten weiterhin. Das Trinkwasser in Wetzikon kann bedenkenlos getrunken werden. Durch das Trinken von Wasser erfolgt keine Ansteckung. Bei den Hausinstallationen und insbesondere bei der Warmwasserbereitung ist es wichtig, die empfohlenen Vorsorgemassnahmen zu beachten (vgl. untenstehende Info-Box).
Legionellen und Vorsorgemassnahmen
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. Unter günstigen Bedingungen können sie sich in Warmwassersystemen und anderen wasserführenden Anlagen vermehren. Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen feinster legionellenhaltiger Wassertröpfchen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder durch das Trinken von Wasser findet nicht statt.
Legionellen lassen sich in Wasserinstallationen nicht vollständig vermeiden. Werden die empfohlenen Massnahmen beachtet, lässt sich das Risiko ihrer Vermehrung und einer Infektion jedoch wirksam reduzieren:
- Einhaltung der empfohlenen Warm- und Kaltwassertemperaturen
- Stagnation vermeiden (Wasser nicht länger als 72 Stunden stehen lassen)
- Wasserleitungen nach längeren Benutzungspausen gründlich spülen