Mehr Geflüchtete auf dem Weg in den Arbeitsmarkt

Im Kanton Zürich erhielten 2025 deutlich mehr Geflüchtete Unterstützung auf dem Weg in den Arbeitsmarkt als noch vor einem Jahr. Bei Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich förderten die Gemeinden rund 400 Personen mehr als 2024. Auch bei Personen mit Schutzstatus S nahm die Förderung in diesem Bereich deutlich zu – um rund 600 Personen. Gleichzeitig bleibt die Sprachförderung ein zentraler Bestandteil der Integrationsförderung.

Der Monitoring-Bericht 2025 der Fachstelle Integration des Kantons Zürich zur Integrationsagenda zeigt eine deutliche Zunahme der Förderung im Bereich Arbeitsintegration. Bei Personen mit Schutzstatus S stieg die Zahl der Geförderten gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Prozent auf 2116. Bei Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich nahm sie um rund einen Drittel zu auf 1624. In den Gemeinden planen Sozialdienste gemeinsam mit den Geflüchteten die nächsten Integrationsschritte und vermitteln passende Angebote.

Sprachkenntnisse bleiben Grundlage für Ausbildung und Arbeit

Gute Deutschkenntnisse bleiben eine zentrale Voraussetzung für den Einstieg in Ausbildung und Arbeit. Bei Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich blieb die Sprachförderung 2025 auf hohem Niveau weitgehend stabil. 4417 Personen besuchten einen Sprachkurs, drei Viertel davon Deutschkurse, die gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Bei Personen mit Schutzstatus S zeigt sich eine andere Entwicklung. 5009 Personen wurden 2025 im Bereich Sprache gefördert, knapp 500 weniger als im Vorjahr. Viele Geflüchtete aus der Ukraine haben inzwischen ein Sprachniveau erreicht, das den Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt ermöglicht.

«Deutsch lernen braucht Zeit. Wenn der nächste Schritt in Richtung Ausbildung oder Arbeit möglich wird, rückt die berufliche Orientierung stärker in den Vordergrund. Dann braucht es Unterstützung dabei, Berufserfahrung und Qualifikationen einzuordnen, die Möglichkeiten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt einzuschätzen, Abschlüsse anerkennen zu lassen und berufliche Netzwerke für die Stellensuche aufzubauen», sagt Nina Gilgen, Leiterin der Fachstelle Integration.

Jobcoachings spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie begleiten Geflüchtete bei der beruflichen Orientierung, bei Bewerbungen und beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. 2025 wurden 782 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich und 1155 Personen mit Schutzstatus S mit einem Jobcoaching gefördert.

Integrationsförderung bleibt auf hohem Niveau

Über alle Förderbereiche hinweg blieb die Integrationsförderung 2025 auf hohem Niveau. Insgesamt wurden im Rahmen der Integrationsagenda Kanton Zürich 11'681 Personen gefördert. Die Zahl der Angebotsnutzungen lag bei 38'798.

Mehr Geflüchtete arbeiten

Auch die Erwerbstätigkeit von Personen mit Schutzstatus S nahm weiter zu. Von den Personen mit Schutzstatus S, die 2022 in die Schweiz eingereist waren, arbeiteten Ende 2025 51,4 Prozent. Damit lag die Erwerbstätigenquote über dem vom Bundesrat gesetzten Zielwert von 50 Prozent.

Von den Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich, die 2018 in die Schweiz eingereist waren, waren sieben Jahre nach ihrer Einreise 57 Prozent erwerbstätig. Ziel der Integrationsagenda ist, dass nach sieben Jahren die Hälfte nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt integriert ist.

Eine Arbeitsstelle führt allerdings noch nicht in allen Fällen zu wirtschaftlicher Selbstständigkeit. Die Einkommen reichen oft nicht aus, um vollständig ohne Sozialhilfe auszukommen. Die Daten deuten zudem auf viele Stellenwechsel hin. Für eine nachhaltige Integration bleiben stabile Beschäftigungsverhältnisse und ausreichende Einkommen entscheidend.

Der vollständige Monitoring-Bericht 2025 zur Integrationsagenda Kanton Zürich gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Integrationsförderung von Geflüchteten im Kanton Zürich und ist online verfügbar.
 

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