Römischer Gutshof im Zürcher Unterland soll zum Freilichtmuseum werden

Die Stiftung für Archäologie und Kulturgeschichte im Kanton Zürich will die Ruinen des römischen Gutshofs Seeb aufwerten und die Geschichte seiner Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar machen. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat hierfür einen Beitrag von 2,12 Mio. Franken aus dem Gemeinnützigen Fonds.

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Der römische Gutshof Seeb in der Gemeinde Winkel ist eine der wenigen konservierten römischen Ruinen im Kanton Zürich. Mit seinen vielen Gebäuden, dem gut erhaltenen Bad, den Wandmalereien und Mosaikböden ist er im östlichen Mittelland einzigartig. Die Stiftung für Archäologie und Kunstgeschichte im Kanton Zürich will aus dem im Jahr 50 n. Chr. gegründeten Gutshof einen Erlebnisort für Schulklassen, Familien, Spaziergänger und Velofahrer machen. Der Eintritt bleibt wie bislang frei. Zur Vermittlung des Alltags auf dem Gutsbetrieb sind neben Informationstafeln und Audio-Dateien auch Stereoskope geplant, die dreidimensionale Rekonstruktionen der Anlage zeigen. Neu werden der Badetrakt und der Töpferofen das ganze Jahr über zu besichtigen sein.

Im Kanton Zürich gibt es verschiedene Schaufenster zur Geschichte des Kantons. Das neue Freilichtmuseum gibt einen authentischen Einblick in die römische Epoche und schliesst eine Lücke. Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung des kulturellen Erbes. Der Fokus liegt inhaltlich auf der Landwirtschaft, dem Landleben und der Ernährung. Damit ergänzt die Römerstätte im Zürcher Unterland die anderen Angebote in der Nordwestschweiz. Da der beantragte Beitrag 1 Mio. Franken übersteigt, muss der Entscheid des Regierungsrates vom Kantonsrat genehmigt werden.
 

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