Regierungsrat stärkt den Innovationsstandort Zürich mit langfristiger Strategie
Medienmitteilung 07.05.2026
Der Regierungsrat will Innovationen schneller in die Anwendung bringen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken und Arbeitsplätze langfristig sichern. Er hat dazu basierend auf bisherige Handlungsfelder eine Strategie mit fünf Schwerpunkten festgelegt und einen Rahmenkredit von 23 Mio. Franken für die erste Umsetzungsphase beantragt.
Der Kanton Zürich zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Seine Innovationskraft beruht auf exzellenten Hochschulen, qualifizierten Fachkräften, einer vielfältigen Unternehmenslandschaft und stabilen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig nimmt der internationale Standortwettbewerb zu. Geopolitische Spannungen, Fachkräftemangel, Demografie, steigende Kosten für Forschung und Entwicklung sowie der zunehmende Subventionswettbewerb national und international setzen den Standort Kanton Zürich unter Druck.
Regierungsrat setzt auf «Zürcher Weg»
Der Regierungsrat hält mit der Strategie für den Innovationsstandort am eingeschlagenem «Zürcher Weg» fest, wie Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh sagt: «Wir setzen nicht auf kurzfristige Einzelmassnahmen oder einzelbetriebliche Förderungen, sondern auf starke und verlässliche Rahmenbedingungen.»
Die Strategie stützt sich auf vier Faktoren: attraktive Entwicklungsperspektiven dank wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien, die koordinierte Zusammenarbeit im Innovationsökosystem, sowie einen erleichterten Zugang zu Risikokapital.
Fünf Schwerpunkte für die Jahre 2027 bis 2030
In der ersten Etappe für die Jahre 2027 bis 2030 setzt der Kanton Zürich gestützt auf die bisherigen Handlungsfelder aus dem Regierungsratsbeschluss «Innovationsstandort 2030» fünf thematische Schwerpunkte: Halbleiter, Raumfahrt, Umwelttechnologien, Gesundheit und Risikokapital. Diese Bereiche zeichnen sich durch eine hohe technologische Dynamik sowie substanzielle Entwicklungs- und Wachstumsperspektiven aus. Ziel ist es, die bereits bestehenden Kompetenzen zu stärken und weiterzuentwickeln, wie zum Beispiel bei der künstlichen Intelligenz und der Robotik.
Halbleiter
Der Zugang zu Chip-Design, Reinrauminfrastruktur und Technologietransfer soll verbessert werden. Damit werden Kompetenzen in einer Schlüsseltechnologie aufgebaut, in der die Schweiz heute stark von internationalen Wertschöpfungsketten abhängig ist. «Die Stärkung von Halbleitertechnologien und deren Anwendung im Inland ermöglicht Innovation und verbessert unsere Resilienz», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.
Raumfahrt
Die Raumfahrt eröffnet für die Hightech-Industrie neue Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel ist es, die Entwicklung, Erprobung und Skalierung neuer Anwendungen zu erleichtern. «Die Hochschulen im Kanton Zürich geniessen in Forschung und Lehre Weltruf. Deshalb spielen wir auch in der New Space Economy ganz vorne mit», sagt Bildungsdirektorin Silvia Steiner.
Umwelttechnologien
Im Vordergrund stehen Innovationen für nachhaltige Mobilität und kreislauffähiges Bauen. Damit sollen ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Wertschöpfung verbunden werden «Wer nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft und innovative Bauweisen fördert, stärkt zugleich Klima, Versorgungssicherheit und Standortqualität», hält Baudirektor Martin Neukom fest.
Gesundheit
Digitale Gesundheitslösungen sollen effizient und unter hohen Qualitätsstandards getestet, validiert und rascher in die Gesundheitseinrichtungen überführt werden. Das verbessert die Versorgungsqualität und schafft attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen im Gesundheitsbereich. «Durch die stärkere Vernetzung der Spitäler mit innovativen Zürcher Unternehmen fördern wir die integrierte Versorgung auch digital. Davon profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie der Standort Kanton Zürich», sagt Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli.
Risikokapital
Der Kanton will die Finanzierungsmöglichkeiten von wachstumsorientierten Unternehmen wie zum Beispiel Start-ups und Scale-ups verbessern. Gerade technologieintensive Unternehmen brauchen in der Wachstumsphase guten Zugang zu Kapital, um international skalieren zu können. «Ein attraktiver Innovationsstandort braucht nicht nur Forschung und Unternehmergeist, sondern auch verlässliche Finanzierungsbedingungen über alle Unternehmensphasen hinweg», sagt Finanzdirektor Ernst Stocker.
Rahmenkredit für die Strategie
Für die Umsetzung der ersten Etappe beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von 23 Mio. Franken. Die Wirkung der Strategie und deren Massnahmen werden regelmässig überprüft und weiterentwickelt.