Emissionen im Gebäudesektor sollen weiter reduziert werden – dank Energieförderprogramm
Medienmitteilung 15.01.2026
Mit dem bewährten Energieförderprogramm schafft der Kanton Zürich Anreize, Gebäude energetisch zu modernisieren. Dazu beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von 60 Mio. Franken für die Jahre 2026 bis 2029.
Im Kanton Zürich sind Gebäude für über 40 Prozent des Energiebedarfs verantwortlich. Rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen sind dem Gebäudesektor zuzuschreiben. Gleichzeitig sind hier in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt worden. Neben der technischen Entwicklung, der CO2-Abgabe und den Energievorschriften leistet auch das kantonale Energieförderprogramm einen wichtigen Beitrag zu Netto-Null: Es unterstützt Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer dabei, Energie in ihren Gebäuden effizienter zu nutzen und fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Die Nachfrage nach Fördergeldern ist nicht zuletzt aufgrund des 2022 revidierten Energiegesetzes fortwährend hoch.
Insgesamt bis zu 286 Mi Franken für Energieförderung
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat nun einen neuen Rahmenkredit von 60 Mio. Franken für den Zeitraum von Mitte 2026 bis Ende 2029. Die kantonalen Gelder werden mit Mitteln aus der national erhobenen CO2-Abgabe auf Brennstoffe sowie Bundesmitteln aus dem Impulsprogramm ergänzt. Sofern diese durch das gegenwärtig auf Bundesebene diskutierte Sparprogramm nicht gekürzt werden, stehen von 2026 bis 2029 insgesamt 286 Mio. Franken für die Energieförderung zur Verfügung.
Fördermittel für Massnahmen an Gebäuden, Innovationen und Biogas
Die Fördergelder fliessen grösstenteils in Massnahmen im Gebäudebereich, beispielsweise den Ersatz fossiler Heizungen, die Dämmung der Gebäudehülle oder den Einbau eines Wärmeverteilsystems beim Ersatz dezentraler Elektroheizungen. Letzteres ist insbesondere im Hinblick auf das Verbot von Elektroheizungen ab 2030 für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer interessant. Auch Beratungsangebote werden mit dem Rahmenkredit unterstützt. Zusätzlich soll 1 Mio. Franken pro Jahr zur Verfügung stehen für Pilotprojekte, mit denen neue Technologien, und Verfahren zur effizienteren Energienutzung, -speicherung oder -gewinnung sowie zur Reduktion von CO2-Emissionen erprobt werden. Mit weiteren 0,25 Mio. Franken jährlich soll die Erzeugung von Biogas aus landwirtschaftlichen Vergärungsanlagen gefördert werden. Gas aus erneuerbaren Energien wird zukünftig insbesondere für Hochtemperaturprozesse in der Industrie benötigt.