Nachhaltiger Neubau für die Berufsfachschule in Winterthur

Ein Neubau soll das Raumangebot der Berufsfachschule in Winterthur optimieren und Platz für die steigende Anzahl Lernender bieten. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat dafür einen Objektkredit von insgesamt rund 79 Millionen Franken.

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An der Berufsfachschule Winterthur absolvieren Lernende ihre berufliche Grund- oder Weiterbildung in den Fachrichtungen Detailhandel und Soziales. Die Schulräume sind mittlerweile auf sieben Standorte in der Stadt Winterthur verteilt. Um den Betrieb und die Organisation der Berufsfachschule zu verbessern sowie die wachsende Zahl an Lernenden zu bewältigen, plant der Kanton in unmittelbarer Nähe zu den Hauptschulhäusern Wiesental und Mühletal einen Neubau. Pro Tag können bis 1000 Lernende aus den Berufsfeldern Detailhandel, Fachperson Betreuung oder Assistent/in Gesundheit und Soziales den neuen «Campus Tösstal» nutzen. Zudem können darin drei Standorte zusammengeführt und Mietflächen aufgehoben werden.

Zeitgemässe Lernumgebung

Aus dem Projektwettbewerb ging der Beitrag des Büros MAK architecture AG aus Zürich als Sieger hervor. Im Neubau soll eine zeitgemässe Lernumgebung entstehen. Neben 40 Unterrichtsräumen gehören dazu auch offene Lernnischen im Atrium für individuelles Lernen und Gruppenarbeiten. Der Holz-/Betonbau verfügt zudem über eine bisher fehlende Dreifachsporthalle sowie je einen Fitness- und Gymnastikraum für den obligatorischen Sportunterricht. Ausserdem sind Räume für die Verwaltung und den Gebäudebetrieb geplant. Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht Anpassungen, falls sich die Anforderungen an die Räumlichkeiten künftig ändern. Im Aussenbereich entstehen grosszügige Freiflächen, über die das Gebäude erschlossen wird und die zum Verweilen einladen.

Dachbegrünung und Photovoltaik

Nachhaltigkeit wird beim Neubau grossgeschrieben. Er erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard und den Gold Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Die Holzfachwerk-Verbundkonstruktion bringt ein hohes Mass an Transparenz und ermöglicht eine Reduktion an grauer Energie. Die Dachfläche wird grosszügig begrünt und mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Das begrünte Dach fördert den ökologischen Ausgleich sowie die Rückhaltung des Regenwassers und trägt zu einem kühleren Stadtklima bei. Das Gebäude wird an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen.

Die Kosten für den Neubau werden auf insgesamt rund 79 Millionen Franken veranschlagt. Sie setzen sich zusammen aus 73,1 Millionen Franken für die baulichen Massnahmen sowie 5,7 Millionen Franken für die Übertragung der Gebäude und Flächen vom Finanz- in das Verwaltungsvermögen. Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat einen entsprechenden Objektkredit beantragt. Vorgesehen ist, im dritten Quartal 2023 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Der Bezug des Gebäudes ist für Sommer 2026 geplant.
 

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