Engagierte Diskussionen am dritten Klimadialog

«Klimaschutz konkret – wir schaffen das»: Unter diesem Titel fand der dritte Zürcher Klimadialog im Zürcher Volkshaus statt. Rund 180 Vertreterinnen und Vertreter aus Zürcher Gemeinden und der kantonalen Verwaltung diskutierten, wie sich die Klimastrategien von Kanton und Bund in ihren Gemeinden umsetzen lassen und tauschten ihre Erfahrungen untereinander aus. Als Hauptrednerin trat Bundesrätin Simonetta Sommaruga auf.

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Der Klimaschutz ist eine grosse und dringliche Herausforderung, die Akteure auf allen Staatsebenen beschäftigt. Während in Ägypten die Weltklimakonferenz stattfindet, trafen sich heute rund 180 Vertreterinnen und Vertreter aus Zürcher Gemeinden und der kantonalen Verwaltung zum dritten Klimadialog im Zürcher Volkshaus. Hauptrednerin und Inputgeberin der Veranstaltung war die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Mit dem Klimadialog möchten die Direktion der Justiz und des Innern, die Baudirektion und der Verband der Zürcher Gemeindepräsidien die Gemeinden in der Konkretisierung einer nachhaltigen Klima- und Energiepolitik unterstützen. Und zwar in einem positiven Geist, wie Regierungsrätin Jacqueline Fehr betonte: «Die Situation ist anspruchsvoll, aber wir sind nicht machtlos. Wir wissen viel, wir haben Instrumente, und es gibt eine breite Koalition der Willigen.»

Gemeinden sind wichtig für den Klimaschutz – Bereitschaft ist hoch

Bundesrätin Simonetta Sommaruga betonte, das gemeinsame Engagement aller Staatsebenen sei wichtig für den Klimaschutz. Mit dem neuen CO2-Gesetz schaffe der Bund die Voraussetzungen, damit die Bevölkerung im Alltag klimafreundlich leben könne. «Den Kantonen und Gemeinden kommt bei der Umsetzung eine wichtige Rolle zu, da sie die Situation vor Ort gut kennen. Jede Wärmepumpe, jedes Fernwärmenetz, jedes isolierte Gebäude und jede Pelletheizung hilft, den CO2-Ausstoss zu verringern und die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.»

Baudirektor Martin Neukom hob hervor, dass im Kanton Zürich im vergangenen Jahr viel passiert sei: Die Stimmbevölkerung hat das revidierte Energiegesetz deutlich angenommen und den Klimaschutz sowie die Kreislaufwirtschaft in der Kantonsverfassung verankert. Der Regierungsrat hat zudem eine langfristige Klimastrategie verabschiedet. «Das Ziel ist klar: Bis 2040 wollen wir Netto-Null erreichen. Dafür braucht es nun einen grundlegenden Wandel, gerade in der Mobilität», betonte Neukom.

Der Zeitpunkt für konkrete Schritte sei gut, meinte Jörg Kündig, der Präsident des Verbands der Zürcher Gemeindepräsidien: «Die Bereitschaft, sich für den Klima- und Umweltschutz zu engagieren, war in den Gemeinden und in der Bevölkerung noch nie so hoch wie jetzt.»

«Feiern Sie Erfolge!»

In der Diskussionsrunde kamen unterschiedliche Perspektiven auf den Klimaschutz zu Wort. Die Zeller Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann und Peter Wettstein, Stadtschreiber von Illnau-Effretikon, berichteten von Herausforderungen und Erfolgen, die sie in ihren Gemeinden erleben. Wichtig für die Gemeinden sind unter anderem engagierte Mitarbeitende, die das Thema Klimaschutz in ihre tägliche Arbeit integrieren. Lucas Bretschger, Professor für Ressourcenökonomie an der ETH Zürich, widerlegte die weitverbreitete Ansicht, dass Klimaschutz viel Geld koste: Gesellschaft und Wirtschaft profitierten von den Investitionen vor Ort. Regula Bührer Fecker, Gründungspartnerin von Rod Kommunikation, plädierte für eine positive und motivierende Kommunikation zum Thema Klima: «Feiern Sie Erfolge!».

In Workshopgruppen tauschten die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden anschliessend ihre Erfahrungen aus. Die Diskussionen wurden engagiert geführt, und es zeigte sich, dass es bei allen Unterschieden eine wichtige Voraussetzung gibt, damit Klimaschutz in den Gemeinden verankert wird: eine langfristige Planung, die auch personelle Ressourcen sichert.

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