Kasernenwiese in Zürich grösstenteils wieder frei zugänglich

Ab Dienstag, 12. Juli, wird auf der Kasernenwiese in Zürich der Sicher­heitszaun zurückgebaut. Damit ist die Wiese grösstenteils wieder frei zugänglich. Zudem hat der Regierungsrat entschieden, die Räumlichkeiten der Polizeikaserne solange in Gebrauchsleihe der Stadt zu überlassen, bis das konkrete Baurechtsprojekt abgeschlossen ist.

Mit dem Umzug ins Polizei- und Justizzentrum Zürich (PJZ) braucht die Kantonspolizei sowohl das provisorische Polizeigefängnis (Propog) als auch die anderen Gebäude auf dem Kasernenareal nicht mehr für eigene Zwecke. Der Kanton Zürich hat nun entschieden, den Sicherheitszaun, der das Propog umgibt, ab Dienstag, 12. Juli, zurückzubauen. Damit wird ein Grossteil der Kasernenwiese wieder frei zugänglich sein. Der Rückbau des Propog ist ab dem ersten Quartal 2023 geplant. Danach ist die Kasernenwiese wieder vollständig frei zugänglich. Regierungsrat Martin Neukom, Baudirektor, hält dazu fest: «Der Bevölkerung wurde versprochen, dass das Kasernenareal nach dem Bau des PJZ geöffnet wird. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Versprechen jetzt in die Tat umsetzen können.»
 

Übersicht Kasernenwiese
Übersicht Kasernenwiese. Quelle: Baudirektion

Die Stadt Zürich übernimmt neu die Bewirtschaftung des südlichen Teils der Kasernen­wiese. «Die Bevölkerung kann nun auch diesen Bereich als öffentliche Parkanlage nutzen. Damit sind wir dem jahrzehntealten Ziel, das ganze Areal der Bevölkerung zugänglich zu machen, einen deutlichen Schritt nähergekommen», freut sich Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher Finanzdepartement, über die weitere Öffnung und gesteigerte Aufenthaltsqualität auf dem Areal. Der nördliche Teil der Kasernenwiese sowie der Zeughausinnenhof sind bereits öffentlich zugänglich und werden ebenfalls durch die Stadt Zürich unterhalten.

Zwischennutzung für die bisher polizeilich genutzten Liegenschaften

Für die beiden Gebäude Polizeikaserne und Zeughaus 4 sind nach dem Auszug der Kantonspolizei Zwischennutzungen geplant. Organisation und Management der Zwischen­nutzung beider Liegenschaften werden durch die Raumbörse Dynamo der Sozialen Dienste der Stadt Zürich übernommen. Für das Zeughaus ist der Start für November 2022 und für die Polizeikaserne für März 2023 geplant. Beide Zwischennutzungen sind bis zum Oktober 2026 befristet. Derweil der Kanton der Stadt Zürich die Zeughäuser im Baurecht bereits abgegeben hat (Medienmitteilung vom 31. Januar 2020), sind die Verhandlungen für die geplante Baurechtsabgabe der Polizeikaserne zwischen Kanton und Stadt noch nicht abgeschlossen.

Als Grundlage für die Zwischennutzung dient der Masterplan «Zukunft Kasernenareal Zürich». Die beiden denkmalgeschützten Gebäude sollen einerseits der Bevölkerung für Begegnung und Kultur offenstehen. Ebenso sind Räume zur Förderung von Kunst, Kultur, Gewerbe und Innovation sowie für soziale Projekte vorgesehen. Bei der Auswahl der Nutzenden und der Ausrichtung des Angebots sind die Raumbörse, Kultur Zürich und Stadtentwicklung Zürich beteiligt.

Die Ausschreibung (www.raumboerse-zh.ch) für die Räume im Zeughaus 4 erfolgt mit der Öffnung der Wiese am 12. Juli 2022. Die Ausschreibung der Räume in der Polizeikaserne beginnt anfangs 2023 nach dem Rückbau aller polizeirelevanten technischen Infrastruktur.

Auch bei der Militärkaserne geht es vorwärts

In die Militärkaserne soll dereinst das Bildungszentrum für Erwachsene einziehen. Im Erd­geschoss entstehen überwiegend publikumsorientierte Nutzungen. Die Projektierung kann Ende dieses Jahr abgeschlossen werden. Das kantonale Hochbauamt plant, das Bau­gesuch im ersten Quartal 2023 einzureichen. In den kommenden Monaten finden im historischen Gebäude bereits einige Rückbauarbeiten statt, die unabhängig von der zukünftigen Nutzung ausgeführt werden müssen.

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