Kanton Zürich ist «Fit for Future»

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt können im Kanton Zürich gut bewältigt werden. Ein breites Angebot an arbeitsmarktlichen Massnahmen der Arbeitslosenversicherung fördern die Qualifizierung sowie die berufliche Umorientierung von Stellensuchenden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, das dringliche Postulat «Fit for Future» als erledigt abzuschreiben.

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Die Corona-Krise hat 2020 in zahlreichen Branchen dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit stark angestiegen ist. Vor diesem Hintergrund wurde der Regierungsrat mit dem dringlichen Postulat «Fit for Future» (KR-Nr. 210/2020) eingeladen, eine Strategie zur Förderung der strukturell bedingten beruflichen Umorientierung und Nachholbildung im Rahmen der Arbeitslosenversicherung zu erarbeiten.

Der Regierungsrat anerkennt die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, die trotz inzwischen deutlich verbesserter wirtschaftlicher Aussichten und rückläufiger Arbeitslosigkeit bestehen. Er beschreibt in seinem Bericht die bewährten arbeitsmarktlichen Massnahmen für Stellensuchende sowie das Vorgehen zur Vertiefung und zum Ausbau des Angebots. Er kommt zum Schluss, dass der Kanton Zürich dank einer vielfältigen Massnahmenpalette, welche auch den zukünftigen Bedarf des Arbeitsmarkts berücksichtigt, für die Zukunft gut gerüstet ist.

Stetige Anpassung an neue Anforderungen des Arbeitsmarkts

Die fortschreitende Digitalisierung, die Spezialisierung und der demographische Wandel prägen die Branchen- und Berufsstruktur des Zürcher Arbeitsmarkts. Die Corona-Krise dürfte diese Haupttreiber für den Wandel trotz staatlichen Abfederungsmassnahmen wie die Kurzarbeit beschleunigt haben. Es entstehen neue Berufsbilder und eine verstärkte Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften. Im Kanton Zürich nehmen wissensintensive Tätigkeiten mit hohen Bildungsanforderungen zu, unternehmerisches, konzeptionelles oder abstraktes Denken sowie digitale Kompetenzen sind gefragte Fertigkeiten, während einfachere Hilfs- und Routinetätigkeiten oder auch Fertigungs- und Produktionsberufe durch Automatisierung und Online-Dienste zunehmend verdrängt werden.

Arbeitskräfte und Stellensuchende müssen sich stetig an die neuen Anforderungen anpassen und beruflich mobil bleiben. Zugleich muss das Angebot an Massnahmen zur beruflichen Qualifizierung, Weiterbildung und Umorientierung mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh sagt: «Mit dem breiten Angebot an Massnahmen tragen wir dem fortschreitenden Strukturwandel und der Digitalisierung auf dem Zürcher Arbeitsmarkt Rechnung. Wichtig sind aber auch die Unternehmen mit eigenen Programmen für ihre Angestellten oder der Bereitschaft, sich für berufliche Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger zu öffnen.»
 

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