Baubeginn für ein modernes regionales Zentrum für die Strafverfolgung in Winterthur

Die Bezirksanlage in Winterthur ist ein regionales Zentrum für die Strafverfolgung. Um den heutigen Anforderungen und dem gestiegenen Platzbedarf gerecht zu werden, muss sie modernisiert und erweitert werden. Ende Juni beginnen die Bauarbeiten.

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Visualisierung der Bezirksanlage in Winterthur
Visualisierung der Bezirksanlage in Winterthur. Quelle: Baudirektion Bild «Visualisierung der Bezirksanlage in Winterthur» herunterladen

Die Bezirksanlage in Winterthur umfasst die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, die Regionalabteilung Winterthur/Weinland der Kantonspolizei Zürich, das Untersuchungsgefängnis Winterthur sowie das benachbarte Bezirksgericht Winterthur. Die räumliche Nähe der verschiedenen Partnerorganisationen der Strafverfolgung ermöglicht eine effiziente Fallbearbeitung.

Mit dem Umbau und der Erweiterung der Bezirksanlage Winterthur wird ein modernes regionales Zentrum für die Strafverfolgung in der zweitgrössten Region des Kantons Zürich geschaffen. Die Staatsanwaltschaft benötigt zusätzliche Büroflächen am Standort Winterthur, zudem sollen Arbeitsplätze der Staatsanwaltschaft vom Flughafen nach Winterthur verlegt werden. Die Jugendanwaltschaft, die 2011 aus Platzgründen ausgelagert wurde, wird im Zuge der Erweiterung wieder in die Bezirksanlage integriert. Durch diese Massnahme kann die Sicherheit bei kritischen Befragungen optimal gewährleistet werden. Das Gefängnis muss ersetzt werden, weil es baulich in einem schlechten Zustand ist und nicht mehr den Vorgaben des Bundes für Gefängnisbauten entspricht. Die Kapazität wird dabei von 48 auf 92 Plätze erhöht.

Fünfgeschossiger Neubau entlang der Bahngeleise

Unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes wird das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Gunz & Künzle Architekten GmbH / MOA Miebach Oberholzer Architekten und Ghisleni Partner AG realisiert, das siegreich aus einem offenen Wettbewerb hervorgegangen war. Ein längliches, fünfgeschossiges Gebäude entlang der Bahngeleise ergänzt das bestehende Verwaltungsgebäude. Verbunden sind die Baukörper über eine Passerelle. Der Altbau aus dem Jahr 1964 wird gesamthaft instandgesetzt. Beim Ergänzungsbau aus dem Jahr 2005 wird das Erdgeschoss, in dem bisher die Einsatzfahrzeuge der Kantonspolizei eingestellt waren, zu Büroflächen ausgebaut.

Jugend- und Staatsanwaltschaft werden im Westteil des bestehenden Baus sowie im Neubau organisiert, so dass Synergien genutzt werden können. Die Kantonspolizei verbleibt am angestammten Ort und benötigt keine zusätzlichen Flächen. Das Gefängnis wird in den Neubau integriert. Das bestehende Gefängnis bleibt während der Bauphase in Betrieb und wird am Ende rückgebaut. In diesem Bereich wird ein öffentlich zugänglicher Platz erstellt.

Umsetzung in Etappen

Das Projekt wird in Etappen umgesetzt. Die Arbeiten für den Erweiterungsbau beginnen Ende Juni 2021. In einer zweiten Phase wird der bestehende Bau instandgesetzt. Zum Schluss erfolgen der Abbruch des Gefängnisses und die Umgebungsarbeiten, die voraussichtlich Mitte 2025 abgeschlossen sein werden.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts sind auf 113,2 Millionen Franken veranschlagt. Der Regierungsrat beschloss 22,3 Millionen Franken als gebundene Ausgabe für die Instandsetzungsarbeiten und den Abbruch des bestehenden Gefängnisses. Der Kantonsrat bewilligte 88,7 Millionen Franken als neue Ausgabe für den Neubau sowie 2,2 Millionen Franken für den Übertrag des dafür benötigten Grundstücks vom Finanzvermögen in das Verwaltungsvermögen.

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