Regierungsrat verabschiedet Schlussbericht zum Veloförderprogramm

Mit dem kantonalen Veloförderprogramm wurde seit 2012 ein breiter Massnahmenkatalog umgesetzt und nun mit einem Schlussbericht abgeschlossen. Eine zentrale Errungenschaft ist der Velonetzplan – diese Art der Planung ist die erste in der Schweiz. Jetzt soll das Veloförderprogramm in die nächste Etappe gehen. Derweil sind während der Corona-Pandemie die Velofrequenzen deutlich angestiegen.

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Das 2010 durch den Kantonsrat beschlossene Veloförderprogramm sah 33 Massnahmen vor, um das Velo auf kurzen bis mittleren Distanzen als Ergänzung und Alternative zum ÖV und zum motorisierten Individualverkehr zu positionieren. 28 Massnahmen konnten erfolgreich umgesetzt werden, wie der vom Regierungsrat verabschiedete Schlussbericht zeigt. Investitionen in die Veloinfrastruktur waren nicht Gegenstand des Veloförderprogramms. Diese werden entsprechend der Regelung im Strassengesetz aus dem Strassenfonds finanziert.

Velonetzplan als zentrale Errungenschaft

Ein Schwerpunkt des Förderprogramms war es, das Velo mit Marketing- und Kommunikationsmassnahmen besser zu vermarkten. Dazu zählten Informationskampagnen, die insbesondere über digitale Kanäle verbreitet wurden. Eine zentrale Errungenschaft des Veloförderprogrammes ist der 2016 vom Regierungsrat beschlossene Velonetzplan. Er schliesst die Lücke der strategischen Planung im Bereich des Veloverkehrs und gilt aufgrund der behördenverbindlichen Festsetzung in den regionalen Richtplänen als zentrale Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Veloinfrastruktur im Kanton Zürich. Diese Art der Planung ist die erste in der Schweiz.

Die Koordinationsstelle Veloverkehr im Amt für Mobilität (zuvor Amt für Verkehr) hat sich als Kompetenzstelle für alle Anliegen rund ums Velo im Kanton Zürich etabliert. So konnten im Rahmen von Veloexkursionen zahlreiche Fachpersonen für eine optimale Veloinfrastruktur sensibilisiert werden. Die Ausbildungskampagne «Veloschuel», die Pumptrack.zh-Tour oder Velofahrkurse für Flüchtlinge steigerten die Velokompetenzen und förderten eine sicherere Fahrweise.

Zudem wurde mit dem Veloförderprogramm eine konsistente Datengrundlage geschaffen. Dank den permanenten Velozählstellen lassen sich verlässlichere Aussagen zur Velonutzung tätigen. Dies war im Rahmen des Covid-Mobilität-Monitorings besonders wertvoll: Im Mittel liegen die Velofrequenzen an allen verfügbaren Messstellen seit Februar 2020 um 1,5 mal höher als 2019.

Veloinfrastruktur weiter ausbauen

«Die kantonale Veloförderung hat viel dazu beigetragen, dass das Velo als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter wird», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Jetzt muss dem Ausbau der Veloinfrastruktur noch mehr Bedeutung beigemessen werden – ein Beispiel ist die geplante Veloschnellroute von Zürich Oerlikon über Wallisellen und Dübendorf ins Zürcher Oberland.»

Um an das nun abgeschlossene Veloförderprogramm anzuknüpfen, hat der Regierungsrat dem Kantonsrat einen neuen Rahmenkredit von 12 Millionen Franken zugunsten eines Veloförderprogramms 2 beantragt. Dieses sieht spezifische Massnahmen vor, um den Bereich Infrastruktur stärker in den Mittelpunkt der Arbeiten zu rücken. Zudem beabsichtigt der Regierungsrat für die Umsetzungsdauer des Programms im jährlichen Budget mindestens 20 Millionen Franken für die Verbesserung und den Ausbau der Veloinfrastruktur zu beantragen.

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